Verpasste Gelegenheit - Star Trek Romane in Deutschland

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    • Verpasste Gelegenheit - Star Trek Romane in Deutschland

      Seit geraumer Zeit ist an der Star Trek-Front ziemlich Ebbe mit Lesenachschub indeutscher Sprache. In englischer Sprache gibt es ja noch mehr als genug Lesestoff. Heyne hat sich jedoch aus diesem Bereich zu fast 100% lt. Aussage eines Mitarbeiters dort zurückgezogen und konzentriert sich auf den Fantasy-Run der letzten Jahre.
      Dies ist für die Leser der Bücher, die zwar meistens ausserhalb der Serien-Continuity spielen, sehr schade. Aber vor kurzem hat der Weihnachtsmann sich doch mal mit dem Osterhasen getroffen. Nur wurde es nicht der Paniniverlag, sondern der Cross-Kult-Verlag, der die nächsten drei Bände aus dem Star Trek Universum bringt. Wenn man jedoch bedenkt, dass Ende diesen Jahres der nächste Trek-Film ins Kino kommt, finde ich es für Panini eher eine verpasste Gelegenheit.
      Zumal dies auch gut zu den Star Wars Büchern passen würde.
      Was denkt ihr??
      :D Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube! :D
    • RE: Verpasste Gelegenheit - Star Trek Romane in Deutschland

      bigbrother25 schrieb:


      Dies ist für die Leser der Bücher, die zwar meistens ausserhalb der Serien-Continuity spielen, sehr schade. Aber vor kurzem hat der Weihnachtsmann sich doch mal mit dem Osterhasen getroffen. Nur wurde es nicht der Paniniverlag, sondern der Cross-Kult-Verlag, der die nächsten drei Bände aus dem Star Trek Universum bringt. Wenn man jedoch bedenkt, dass Ende diesen Jahres der nächste Trek-Film ins Kino kommt, finde ich es für Panini eher eine verpasste Gelegenheit.


      Der Film ist IMO für Mai 2009 angekündigt. Also noch reichlich Zeit, um sich auf ein Desaster ala Nemesis zu "freuen". Ob der Streifen, der als Prequel angelegt ist, das Franchise wieder belebt, halte ich für höchst zweifelhaft.

      Zumal dies auch gut zu den Star Wars Büchern passen würde.
      Was denkt ihr??


      Nö! Synergien zwischen SW und ST sind nun ganz sicher nicht vorhanden, denn zwischen beiden Fandoms herrscht unterm Strich und im Großen und Ganzen zwar keine direkte Feindschaft, aber zumindest eine gewisse Distanz. Bis auf die Tatsache, dass in beiden Serien Raumschiffe und Aliens vorkommen, haben SW und ST recht wenig gemein.
    • bigbrother25 schrieb:

      Cross-Kult-Verlag


      Cross Cult.

      Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass die Romane gehen werden wie arme semmeln. Bei den Auflagen, die man erwarten kann, würde ich also sagen, dass Panini eh nicht wirklich Interesse hatte. Da musste schon ein Verlag mit etwas gemäßigteren Auflagen und Erwartungen ran. Star Trek bei Panini hätte niemals funktioniert.
    • Hab gestern den ersten Vanguard-Roman als Rezi-Exemplar erhalten und konnte schon mal anlesen. Bisher will ich nichts daran aussetzen.

      Da Heyne sich aus dem Franchise verabschiedet hat, das Fandom von ST zwar - dank der B-Boys - nicht mehr so groß ist wie zu TNG- oder DS9-Zeiten, aber immer noch recht lebendig, sehe ich mangels deutschsprachiger alternativen durchaus ein hinreichendes Gewinn-Potenzial für Cross Cult (auch wenn ich natürlich, die interne Kalkulation nicht kenne).
      Dieses gilt um so mehr, als die Qualität des ersten Romans wirklich erfreulich zu sein scheint.
    • :thumbsup: :thumbup: Ich habe mir denn ersten Band auch gekauft und habe ihn auch mittlerweile durch und ich muß sagen, das ich freudig überrascht wurde. Der Roman ist wirklich gut geschrieben. Es ist Enterprise, aber auch trotzdem etwas neues. Ich freue mich auf jedenfall schon auf Band 2, der diesen Monat kommen soll.

      Betreff der Auflage hoffe ich ehrlich das sie richtig gut sein soll, damit Cross - Cult auch noch weitere Romane aus dem Star Trek Universum bringt. :engelchen:

      Euer Churchill
    • Churchill schrieb:

      :thumbsup: :thumbup: Ich habe mir denn ersten Band auch gekauft und habe ihn auch mittlerweile durch und ich muß sagen, das ich freudig überrascht wurde. Der Roman ist wirklich gut geschrieben. Es ist Enterprise, aber auch trotzdem etwas neues. Ich freue mich auf jedenfall schon auf Band 2, der diesen Monat kommen soll.


      Ich auch!

      Hier meine Rezi zum Roman (bevor Nachfragen kommen: jo, die ist von mir und Blaubarschbube ist nicht mein wirklicher Name ;)):


      Als (deutscher) Star Trek – Fan hat man gelernt, sich mit Enttäuschungen und Hiobs-Botschaften abzufinden. Nicht nur, dass „Es wurde in Farbe gedreht!" das Positivste ist, was man guten Gewissens über die beiden letzten TV- bzw. Film-Produktionen, „Enterprise" und „Nemesis", sagen kann, sondern auch der Rückzug des Heyne-Verlags aus dem belletristischen Franchise hat Wunden hinterlassen.
      Das Resultat der erzwungenen Enthaltsamkeit kann der Interessierte auf diversen Zwischennetz-Seiten bewundern, wo die Ergüsse fast jedes Dritte-Reihe-Mimen zu Sensationsmeldungen hochstilisiert werden. Echte Freude findet man hier nur selten!

      Zu den wenigen Momenten aktueller Star Trek´scher Glückseligkeit zählte daher für den leseaffinen Fan die Ankündigung des CrossCult-Verlags, die US-Roman-Serie „Star Trek Vanguard" in Deutschland auf dem Markt zu bringen. Allerdings mischte sich rasch ein defätistischer Unterton in das Freudenstöhnen:
      Ein Raumstation? Hatten wir schon mit DS9!
      Ein Setting im Classic-Zeitrahmen? Mein Gott, da gab es ja noch nicht einmal Holodecks!
      Kirk? Spitz wie Nachbars Lumpi, aber selbst Janeways Kaffee ist schlauer!

      Nun, da der erste Band endlich seinen Weg in die Bücherregale gefunden hat, sollen Hoffen, Harren und hämisches Unken ein Ende haben und wir können uns persönlich davon überzeugen, was David Mack zu Papier gebracht hat.

      Angesiedelt ist die Story, die unmittelbar nach der Classic-Folge „Where no man has gone before" ( Die Spitze des Eisbergs) spielt, im Jahre 2263:
      Nach den Ereignissen auf Delta Vega, die mit dem Tod Gary Mitchells endeten, ist die ENTERPRISE zwar noch flugtauglich, aber nicht mehr in der Lage, mit maximaler Geschwindigkeit zu reisen. Eine Rückkehr ins Territorium der Föderation würde unter diesen Bedingungen viele Monate dauern, sodass Kirk beschließt, die nächste Gelegenheit zur Reparatur zu nutzen.

      Wider Erwarten erhalten sie Kontakt zur Sternbasis 47, einer Raumstation der Wachturmklasse namens VANGUARD, tief in der Taurus-Ausdehnung und ungewöhnlich nahe an der Grenze zum tholianischen Reich gelegen. Doch nicht nur die Position von VANGUARD scheint seltsam, auch die Tatsache, dass man die Station sehr viel schneller als ursprünglich geplant fertiggestellt hat, weckt Kirks Misstrauen.
      Doch bis auf eine hektische Geschäftigkeit scheint alles in Ordnung, auch wenn es um die Chemie zwischen dem sehr politisch agierenden Commodore Diego Reyes und dem jungen, forschen Kirk nicht zum Besten steht.
      Als dann jedoch das Frachtschiff BOMBAY auf seinem Weg von VANGUARD zur Forschungsstation auf Ravanar IV aufgebracht und vernichtet wird und der unbekannte Feind auch den Planeten selbst in eine sterile Aschewüste verwandelt, scheint Kirks Anfangsverdacht bestätigt.

      Während die ENTERPRISE den Auftrag erhält, die Vorfälle vor Ort zu untersuchen, entspinnt sich auf der Station ein Intrigenspiel aus Information und Desinformation, in dessem Mittelpunkt der Journalist Tim Perrington sowie die vulkanische Geheimdienstoffizierin T'Prynn stehen; ein Spiel, von dessem Ausgang die Zukunft der Föderation abhängen könnte, denn sowohl Tholianer, als auch Klingonen sehen die Expansionsbestrebungen mit Argwohn und warten nur auf ein Zeichen der Schwäche.


      Gehen wir in medias res und beginnen mit der Einwandbehandlung. Es mag sein, dass sich VANGUARD und DEEP SPACE NINE ähneln, es ist möglich, dass der "TOS"-Ansatz zu kanonischen Irritationen führt. Darüber jedoch sollen die "Star Trek"-Nerds urteilen, die mit jeder Jeffries-Röhre auf Du sind und die die Lebensgeschichte sämtlicher Crewmen von deren Empfängnis bis hin zum Hinscheiden auswendig gelernt haben.
      Die Wahrheit ist ganz simpel: Technische bzw. militärische Details und Vordergründigkeiten spielen in David Macks Roman so gut wie keine Rolle. Es geht ihm in seiner Geschichte um Humanoide (im weitesten Sinne), um Politik und Geheimnisse, angereichert mit einer (v)erträglichen Dosis Action. Folgerichtig wird VANGUARD im Text so vage beschrieben, dass man mit gutem Willen durchaus Ähnlichkeiten zu DS9 erkennen kann oder zu BABYLON 5 oder einem großen, fliegenden Dixi-Klo (das wird der Grund für die mitgelieferte Risszeichnung der Station sein, die in ihrer Einfachheit etwas Anrührendes hat).
      Deutlich differenzierter als die Raumbasis sind die Figuren - und damit auch die Spezies, welche sie repräsentieren - ausgearbeitet. Jeder Protagonist hat seine Geheimnisse, kämpft mit seinen eigenen Dämonen; sei es bspw. T´Prynns dramatisch beendete Zwangsehe, Perringtons verlorene Liebe, Reyes' vielschichtiges Versteckspiel oder Kirks Schuld an Gary Mitchells Tod.
      Apropos Kirk &Co.: Abgesehen davon, dass Dr. McCoy zum Zeitraum der Handlung noch nicht zur Mannschaft der ENTERPRISE gehört und Kirk überraschend bzw. erfrischend vernunftgesteuert agiert, baut der Autor die TOS-Protagonisten in der Art eines Cameo-Auftrittes sehr zurückhaltend in die Story ein, um keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass VANGUARD und seine Besatzung im Zentrum dieser neuen Roman-Reihe stehen.

      Dass sich meine Begeisterung angesichts des unterhaltsamen, kurzweiligen Romans nicht in ekstatischen Jubelschreien die Bahn bricht, liegt in erster Linie daran, dass die Charaktere in toto zwar interessant sind, dieses jedoch in Relation zu den bisherigen Star Trek-Veröffentlichungen gesehen werden sollte. Denn seien wir mal ehrlich: Jenseits des "Star Trek"-Franchise gehören differenzierte Storys und Figuren schon lange zum Standard-Repertoire ambitionierter (Auftrags-)Autoren. Mit einem lachenden Auge sieht man also, das Star Trek mit "Der Vorbote" endlich erwachsen geworden ist, mit einem weinenden Auge, dass es so lange gedauert hat.


      Fazit: Vielschichtige, „graue" Charaktere in einer komplexen Story. Und das Schönste: kein moralinsauer erhobener Zeigefinger deutet auf die richtige Weltanschauung.
    • Ich habe Vanguard auch gelesen und bin schon sehr begeistert.
      Natürlich muss man erstmal mit den vielen neuen Charakteren zurecht kommen, aber mit der Zeit lernt man die wichtigsten Mitglieder der Station gut kennen.
      Der Roman enthält Intrigen, Weltraumschlachten, Sex und Spione gepaart mit gelungen Auftritten von Kirk und seiner Crew.
      Ich freu mich jedenfalls auf den nächsten Band und das es endlich wieder Star Trek Romane auf Deutsch gibt.
      Ob die nun von Panini oder Cross-Cult herausgebracht werden, ist mir relativ egal, da beide Verlage gute Qualität abliefern.
    • Was es von Star Trek bis jetzt an Serien und Filmen (bis auf Nemesis) gibt, ist doch klasse.
      Bücher gibts noch genug, da würde ich gerne noch einige lesen. Wenn's sein muss halt auf englisch.

      Ich kann die Verlage verstehen, die wollen nichts riskieren. So viel Kohle wie Musik- und Filmindustrie scheffeln die nicht. Ich glaube aber dennoch, dass die Bücher eine kleine, aber treue Fangemeinde finden würden. SF wird auch sicher wieder kommen, der Fantasy-Boom kann nicht ewig anhalten (hoffe ich zumindest, denn ich schreibe selbst SF).

      In Sachen Star Trek wäre mein Wunsch, dass noch einige Jahre Ruhe ist. Das tut dem Franchise gut. Irgendwann hat jemand vielleciht die zündende Idee für ein ST-Universum, das hundert Jahren nach TNG spielt.

      Z
    • Ich würd gern mal wieder Sci fi Romane lesen, da ich bei Star Wars den Überblick verloren habe und null Lust habe mir 50 Bücher nachzukaufen, wären die Trekkie Bücher vielleicht mal was nettes neues und vielleicht noch eine Option.

      Problem ist halt, das sich mein Wissenstand im Trekkie Universum,nur auf die Next Generation Tv Serie(und da noch nicht mal alle Folgen)bezieht...und natürlich alle Star Trek Kino Filme.

      Ryker hat ja auch sein eigenes Schiff, kommen wohl auch noch Bücher(oder sind die schon daraussen)?

      Wäre nett wenn ihr ein paar Vorschläge für mich hättet. Vielleicht brauch ich ja nicht so viel Hintergrund wissen.
      :hutab:
    • Ich bin mittlerweile total begeistert, dass Crosscult so viele Serien ins Programm genommen hat:
      Star Trek Titan
      Star Trek Vanguard
      Star Trek Classic kommt jetzt
      Star Trek Deep Space 9
      Star Trek Destiny ist komplett (3 Bände!)
      Star Trek Die neue Grenze

      Die Qualität der Stories ist echt klasse. In meinen Augen sind die Serien Titan, Die neue Grenze und die Weiterführung der Serie DS9 in Buchform hier die absoluten Perlen. Und unbedingte Leseempfehlung bekommt die Miniserie Destiny! Echt Wahnsinn, wie das gesamte Universum in drei Bänden kurz umgebaut wird!

      Und im Gegensatz zu Panini schafft Crosscult es sogar, ein Design für alle Serien zu entwickeln und dieses konsequent beizubehalten. Das Design wurde sogar auf andere Serien (Torchwood) übertragen und sieht im Regal wirklich geil aus! :thx:
      Ich erinne mich bei Panini an das "Buchrückendesaster" bei der Minireihe Republic Commando. Echt scheußlich anzusehen! :oh:
      :D Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube! :D