Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

    • ZDogg schrieb:

      Ich werde die Tage "Transmetropolitan" zu Ende lesen, nun die Frage an auch: Gibt es etwas ähnlich scharfsinniges, witziges und durchgeknalltes wie "TransMet", was ein Must-Read ist?

      Wenn du scharfsinnig durch albern ersetzt kann ich dir NEXTWAVE - Agents of H.A.T.E. von Ellis und Immonen empfehlen (Marvel). Must Read ist das aber auf jeden Fall :D
    • Um bei Ellis zu bleiben: Planetary fand ich sehr stark, geht allerdings eher in Richtung Pulp, nimmt aber dafür in dem Bereich so ziemlich alles auf.
      Ebenso würde ich mal The Boys in den Raum schmeissen oder sogar die Liga der extraordinären Gentlemen.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

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    • Ich hatte einen Band in der Hand und begonnen zu lesen, aber das ist neben Sandman wohl die einzige "Must read-Serie", die ich bislang nicht zwingend haben möchte.
      Mich hat's nicht gepackt, es erschien mir zu "verschwurbelt", aber ich bin ja leicht bekehrbar...
      Wenn sich da kein Käufer für die gute Sache findet, werde ich Sie ihm wohl abnehmen müssen...
      Bei meinem Lesestapel lasse ich aber gerne jedem Anderen den Vortritt.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • excelsior1166 schrieb:

      Ich hatte einen Band in der Hand und begonnen zu lesen, aber das ist neben Sandman wohl die einzige "Must read-Serie", die ich bislang nicht zwingend haben möchte.
      Mich hat's nicht gepackt, es erschien mir zu "verschwurbelt", aber ich bin ja leicht bekehrbar...

      Präsident Moonie schrieb:




      Mit Neil Gaiman kannst Du mich z.B. auch jagen, finde ich in jedweder Form völlig uninteressant, egal ob Comic, Buch, TV-Serie oder Film.

      Heat Legend schrieb:

      Finde LOEG auch eher geht so.

      Ihr Ketzer! :evil:

      Aber gut. Ich habe verschiedene Sachen von Brian K. Vaughan gelesen und alle haben mich kalt gelassen, so dass ich nichts weitee mehr von ihm kaufe. Das können auch nur die wenigsten verstehen.

      "What's y'r problem, space shrew? Y'got somethin' against ducks"
    • Das Ding mit mir und LOEG ist auch: Ich hasse hasse hasse hasse hasse die "Hier ist mein Twist on Sherlock Holmes" "Ich erfinde Wonderland neu" "Frankenstein, aber nicht so wie IHR ihn kennt".
      Absoluter Garant dafür, dass ich das nicht lese. LoeG trotzdem probiert. Nun ja :D

      Ich finde Vaughan als Autor auch nur solide. Aber ich mag seine Ideen.
    • Dinje schrieb:

      excelsior1166 schrieb:

      Ich hatte einen Band in der Hand und begonnen zu lesen, aber das ist neben Sandman wohl die einzige "Must read-Serie", die ich bislang nicht zwingend haben möchte.
      Mich hat's nicht gepackt, es erschien mir zu "verschwurbelt", aber ich bin ja leicht bekehrbar...

      Präsident Moonie schrieb:

      Mit Neil Gaiman kannst Du mich z.B. auch jagen, finde ich in jedweder Form völlig uninteressant, egal ob Comic, Buch, TV-Serie oder Film.

      Heat Legend schrieb:

      Finde LOEG auch eher geht so.
      Ihr Ketzer! :evil:

      Aber gut. Ich habe verschiedene Sachen von Brian K. Vaughan gelesen und alle haben mich kalt gelassen, so dass ich nichts weitee mehr von ihm kaufe. Das können auch nur die wenigsten verstehen.
      So verschieden sind die Geschmäcker, das es selbst bei den sog. Must Reads noch unterschiede gibt.

      Mich kann man mit Gaiman auch jagen, hab da auf den Schlag nix was mir von dem zusagt und ich hab mich an einigem versucht :/ . Dafür mag ich LoeG und Vaughan :)
      Wenigstens gehen wir wohl alle mit Preacher und Tramsmet. d'accord :D

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

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      Titel: Batman: Second Chances

      Autor: Max Allen Collins, Jim Starlin & andere
      Zeichner: Diverse

      Inhalt: Batman #402 – 403, #408 – 416, Batman Annual #11

      In Batman: Second Chances geht es um verschiedene, in sich weitestgehend geschlossene Fälle (Batman #402 – 403, Batman #412 – 415), das erste Aufeinandertreffen von Batman und Jason Todd (#408 – 411) sowie ein kurzes Kennenlernen von Robin und seinem Vorgänger, Dick Grayson, mittlerweile unter dem Alter-Ego Nightwing aktiv. Bei den abgeschlossenen Fällen bekommt es Batman mit einem Doppelgänger, einem Frauenmörder, altertümlichen Samurai-Geistern, dem Pinguin und sogar einem Manhunter zu tun. Im zentralen Teil (#408 – 411) begegnet Batman auf seiner alljährlichen Streife durch die Crime Alley, in der auch seine Eltern ermordet wurden, dem jungen Jason Todd, einem Waisen, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben boxt (und die Reifen des Batmobils stehlen möchte). Batman erkennt das Potential in dem Jungen, aber auch die Gefahr, welche seine Zukunft birgt, wenn er nicht aus seinem Umfeld gerettet wird. Was ein gut gemeinter Abschied ist, führt zu ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer und dem Grundstein einer Partnerschaft.

      Meine Meinung:
      Bevor ich auf die erzählerischen Qualitäten dieses Bandes eingehe, muss ich einen Kritikpunkt an der Auswahl bzw. der Reihenfolge der einzelnen Geschichten loswerden. Das Cover und der Klappentext versprechen, dass hier im Wesentlichen die ersten Stunden des neuen Duos behandelt werden; was auch der Fall ist, ABER: Statt mit der Origin zu beginnen, ist es in diesem Fall eine über zwei Hefte verteilte Geschichte um Batman, in der Jason Todd (ohne Erläuterung) bereits Robin ist und lediglich eine kleine Nebenrolle besetzt. Erst in den Ausgaben Batman #408 – 411 kommt es zu ebenjenem schicksalhaften ersten Aufeinandertreffen, was a.) innerhalb der chronologischen Abfolge der Ereignisse nicht stimmig ist und b.) aufgrund des klaren Fokus auf Batman (in #402 u. 403) schon fast irrelevant erscheint. Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, liegt das daran, dass die Entstehungsgeschichte des zweiten Robin, wie sie hier präsentiert wurde, eine Neuinterpretation ist, während die Ausgaben #402 – 403 noch einer alten Kontinuität folgen. Das macht die Wahl für diese Anthologie umso fraglicher. Eine ähnliche Beobachtung gibt es leider auch im späteren Verlauf, bspw. bei der Geschichte „Victims“ aus Batman #414, in der Jason Todd nicht einmal vorkommt. Das sagt natürlich erst mal nichts über die Qualität der Geschichten an sich, aufgrund der Aufmachung und Produktbeschreibung finde ich das allerdings etwas irreführend und entgegen meiner Erwartungen.

      Zu den Geschichten:
      Wir haben hier einen Mix aus klassischen Batman-Abenteuern, von denen einige gute Ansätze enthalten, manche hingegen eher schwach wirken (#413, #415). Recht gut gefallen hat mir der Einstieg mit #402 und #403 („One Batman Too Many“), bei dem der dunkle Ritter durch einen Doppelgänger diskreditiert wird, der sich selbst für den wahren Batman hält und der Meinung ist, dass Gotham der größere Gefallen getan wird, wenn die Kriminellen einen ziemlich kurzen und endgültigen Prozess bekommen. Wenn wir ehrlich sind, selbst mit gesundem Menschenverstand wird sich der ein oder andere bestimmt schon bei dem Gedanken ertappt haben, dass die moralischen Prinzipien des dunklen Ritters ehrenhaft sein mögen, die Methoden des Punishers aber eventuell etwas nachhaltiger wirken könnten. Mit dem tragischen Hintergrund des falschen Batmans, Tommy Carma, hat mir dieser Fall eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn es manchmal etwas klischeehaft wirkt – aber das Material ist mittlerweile eben 30 Jahre alt. Generell finden sich in mehreren der Geschichten immer wieder sehr kritische Töne, da Batman mehrfach vor Augen geführt wird, dass auch er nicht gefeit vor Charakterzügen wie Sturheit und falschem Stolz ist, und dass ihm trotz all seiner Professionalität manche Verbrechen nahegehen, bspw. auf der Suche nach einem Frauenmörder (Batman #414, „Victims!“) sogar deutlich zu nahe. Dieser wiederkehrende kritische Aspekt ist für mich ein Pluspunkt, darüber hinaus sind die Geschichten aber sehr kurzweilig, da liest man sich schnell durch.

      Jason Todd – Robin:
      Nachdem Robin (Dick Grayson) bei einem Einsatz gegen den Joker schwer verletzt wird und beinahe zu Tode kommt, macht sich Batman schwere Vorwürfe und trifft schweren Herzens den Entschluss, seinen Schützling vor die Tür zu setzen. Lange alleine bleibt er allerdings nicht …

      Die Origin von Jason Todd verläuft weitestgehend klassisch. Die Parallelen zu Dick Grayson sind eindeutig da und klar erkennbar, auch wenn die Umstände etwas andere sind. Während Dick Grayson in einer liebevollen Familie aufwuchs und Zeuge ihrer Ermordung wurde, ist Jason Todd ein verwaister Junge, der alleine in der Crime Alley lebt und für den Konzepte wie Rechtsstaat, Autorität und Gesetzestreue absolut irrelevant sind. Max Collins (Autor) macht es sich dabei nicht so einfach, dass Batman den Jungen ob seiner Geschichte sofort aufnimmt, sondern versucht diesem über eine scheinbar soziale Institution, der privat organisierten Schule „Ma Gunn’s School for boys“, auf den rechten Pfad zu bringen. Natürlich führt das zu einem ersten Abenteuer der beiden und mir hat die Art und Weise, wie Jason und Batman zusammenfinden, ganz gut gefallen. Es ist zwar etwas einfach gestrickt, ich denke für die Zeit und die Art des Storytellings ist das aber vollkommen in Ordnung. Auch hier gefällt mir wieder sehr gut, dass der Autor dem dunklen Ritter ein wenig mehr Persönlichkeit gibt und dieser nicht einfach irgendeinen schlagfertigen Jungen von der Straße aufgabelt, weil er einen Sidekick braucht. Dahinter steckt mehr und das wird im Laufe des Bandes, spätestens in #416 „White Gold and Truth“, aufgeklärt. In eben dieser Geschichte kommt es nämlich a.) zum Kennenlernen des alten und des neuen Robins sowie b.) einer Aussprache zwischen Nightwing und Batman. Hier gibt es eine einfache, aber menschliche Antwort auf die Frage, warum Batman seiner Haltung Dick Graysons gegenüber zum Trotz wieder einen jungen Sidekick rekrutiert hat. Für mein Empfinden erzählerisch sogar mit das stärkste Heft der Anthologie.

      Die Beziehung zwischen Batman und dem neuen Robin wird allerdings recht früh auf die Probe gestellt, den Batman enthält ihm einige Wahrheiten über die Vergangenheit und Todesumstände seines Vaters vor. Selbstverständlich kommt Robin dahinter und Voila, der erste Vertrauensbruch ist passiert und die erste große Bewährungsprobe steht bevor. Das ist ziemlich konventionell geschrieben und gelöst, funktioniert für mich aber vollkommen ausreichend, lediglich Two-Face vollkommen überzeichnete Obsession mit der Dualität, die schon fast parodierende Züge annimmt, hat mich ziemlich gestört ist doch sehr ein Kind ihrer Zeit und schlecht gealtert.

      Gealtert sind natürlich auch die Zeichnungen. Mögen tue ich den Stil dieser Zeit nicht, mittlerweile kann ich damit aber gut leben; bleibt wie immer Geschmackssache.

      Fazit:
      Batman: Second Chances ist für die, welche sich für die wichtigen Ereignisse in dem langen Lebenslauf des dunklen Ritters interessieren, sicher ein Pflichtkauf. Die Geschichte ist nicht sonderlich originell oder ein erzählerischer Meilenstein, für das Leben Batmans aber elementar wichtig. Wer sich also dafür interessiert, kann hier gerne zuschlagen. Großes Manko bleibt allerdings die etwas unpassende Zusammenstellung dieser Anthologie, da hätten man sich auf die Ausgaben #408 – 411 und #416 beschränken können.

      Bewertung:
      3/5 bzw. 6,5/10

    • Neu

      Spider-Man Homecoming - Offizielles Magazin zum Film
      Ach ja, ganz nett, hohle Hochglanzbilder mit Werbeinterviews à la McD-Filmmagazin, aber gut aufgemacht. Dazu gibt's eine exklusive 20-seitige SM-Comicgeschichte, die auf jüngere Semester abzielt und gut ins USM-Mag. oder zum Marvel Kids-Label passen würde. Sehr durchschnittlich in Text und Bild.
      Da ich nichts anderes erwartet hatte, das Magazinformat passt und der Preis gering ist (3,50€),
      gebe ich versöhnliche 4/10 P.
      Ich hoffe, der durchaus breit gelobte Film bietet mehr (Tiefe, Humor, Unterhaltung...).
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Neu

      Batman und Robin Eternal 1

      Meine aktuelle Reise durchs Batman Universum hat mich jetzt über Umwege zu dieser Serie gebracht und da ich keinen Thread zu dem Band/der Reihe gefunden habe poste ich hier schnell meine Eindrücke :

      Ich bin wirklich begeistert! Ganz ehrlich, Batman ist zu dem Zeitpunkt nicht da, aber man vermisst ihn auch nicht, da sich seine ehemaligen Robins als Team zusammen tun und das funktioniert gut ohne den Übervater Batman. Schön kritisch, wie dieser an einigen Stellen vor allem von Nightwing und Red Hood gesehen wird.

      Was mich aber wirklich richtig überzeugt, ist die Tatsache, dass die ganze Serie auf diesen einen Fall ausgelegt zu sein scheint, dass gibt den Figuren echt mehr Zeit für Entwicklung und verlangsamt (im positiven Sinne) die Handlung deutlich, sodass nichts überstürzt wirkt, nach dem Motto "wir haben nur noch zwölf Panels und wir müssen zum Ende kommen..."
      Wirklich gut. 4/5