Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Ich habe gestern das (hoffentlich vorerst) letzte Heft (#05) "Plastic" gelesen. Anscheinend war das Ganze als Mini-Serie angelegt, was ich äußerst schade finde.
      Im letzten Heft findet die Story um den sympathischen Psychopathen Edwyn ihren krönenden Abschluss. Überraschungen sollte man keine erwarten, jedoch empfindet man Genugtuung und Befriedigung, was das Ende angeht.
      Wie schon öfter hier erwähnt, dieser Minirun ist jedem ans Herz gelegt, der auch nur etwas mit schrägen Storys anfangen kann. Artwork, Story, Charaktere, Kolorierung, alles ist hier top. Nur leider sehr kurz und sehr schnell gelesen.
    • Die Fantastischen Vier (Williams) 73



      Erscheinungstermin: 1976/12

      Originalausgabe:
      1) Fantastic Four (I) #77
      2) Daredevil (I) #27

      Story-Titel:
      1) Wird die Erde überleben?
      2) Mike Murdock muss sterben ½

      Original-Storytitel:
      1) Shall Earth endure?
      2) Mike Murdock must die!

      Zeichnungen:
      1) Jack Kirby
      2) Gene Colan

      Text:
      1) Stan Lee
      2) Stan Lee

      Inhalt:
      1. Während der Silberstürmer wieder in den Dienst von Galactus tritt und damit die Erde vor dessen Hunger bewahrt, fechten die Fantastischen Vier im Mikrokosmos den finalen Kampf gegen den Psycho-Mann aus. Mit allerlei Doubletten von sich und technischem Schnickschnack setzt er unseren Freunden ganz schön zu, muss sich am Ende jedoch geschlagen geben und schickt unsere Freunde zurück ins hier und jetzt.
      2. Stelzenmann und der Maskierte Marodeur raufen sich zusammen. Um den Dämon anzulocken, entführen sie Matt, Foggy und Karen aus ihrem Büro.

      Bemerkungen:
      Bei den Fantastischen Vier nichts Neues. Die derzeitige Stagnation im Erzählerischen wird durch Kirbys Zeichenarbeit kompensiert:



      Auch erschienen in:
      1) Hit Comics #81
      2) Erstveröffentlichung
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • Daredevil 333 schrieb:

      Band 3 Rex Mundi gelesen



      Die Geschichte hat mit Band 1 gut gestartet und wird immer besser, extrem spannend und äusserst kreativ. Hammer!
      Bin schon sehr gespannt, wie du die letzten beiden Bände bewertest. Mir hat die Serie damals in den ersten vier Bänden echt gut gefallen, leider ging es danach steil bergab. Hatte den Eindruck, die Macher wollten am Ende eine komplett andere Geschichte erzählen als am Anfang.
    • Sein letztes Rennen ("Kalimbo: Mata-Mata")



      Jedes Mal, wenn ich meine Tochter mit in den Comicladen meines Vertrauens nehme, darf sie sich natürlich auch einen Teil der Beute auswählen. Letztens kam sie mit diesem Werk an, das natürlich auch vor mir nicht sicher war :) .

      Der alternde Elefantengreis Kalimbo hat mit seinem Leben abgeschlossen und möchte sich den Stimmen seiner Ahnen hingeben, die ihn auf eine letzte Reise locken, an deren Zielort er schließlich das Zeitliche segnen soll. Begleitet wird er dabei von seinem alten Löwenkumpel Makoussa, der seinem alten Freund das letzte Geleit zum Elefantenfriedhof erteilt. Auf ihrem Weg treffen sie jedoch auf das von seiner Familie getrennte und von der restlichen Tierwelt für eine Art Messias gehaltene Zebrajunge Mata-Mata, dessen Schicksal Kalimbo so weit beeindruckt, dass er es gerne zu seiner Herde zurück bringen möchte. Natürlich haben bereits ein hungriger Gepard, eine noch hungrigere Horde Hyänen und überraschenderweise auch eine Gruppe religionsfanatischer Makaken (sorry...natürlich Grünmeerkatzen...) die Jagd auf das kleine Zebra aufgenommen, jedoch haben alle die Rechnung ohne den weisen Elefantenbullen und seine ständig anwachsende Schar von Mitreisenden gemacht.

      Auf den ersten Blick erinnert "Kalimbo" unweigerlich an den großen Disney-Erfolg "König der Löwen", teilt sich aber letztlich mit diesem nur den Handlungsort der afrikanischen Savanne und unvermeidlich eine gewisse Schnittmenge an vorkommenden Tieren (an Elefant und Löwe kommt man halt schwer vorbei...). Der Rest ist eine fast schon wunderbar erwachsene Geschichte rund um das Älterwerden, der Suche nach einer neuen Verantwortung und den Kampf zwischen verschiedenen Interessensgruppen, die einen bestimmten Gegenstand für sich beanspruchen, um einer simplen Notwendigkeit oder aber einem, von ihrer Sichtweise aus, höherem Guten gerecht werden zu können. Ob man die Geschichte rund um das Zebrajunge "Mata-Mata" nun einfach auf der, im positiven Sinne, naiven Ebene rund um Mitleid und "fressen und gefressen werden" sieht oder es parabelhaft auf unsere menschliche Gesellschaft mit all ihren religiösen Untiefen überträgt, tut der Faszination keinen Abbruch.
      Abseits der erzählerischen Qualität sind es aber insbesondere Fred Bessons wunderbare Zeichnungen, die entscheidend zur Atmosphäre des Bands und damit natürlich auch zur Erzählwirkung beitragen. Als Extras findet man im Anschluss an die Geschichte einige Skizzen und Konzeptzeichnungen rund um die Entstehung "Kalimbos".

      Eine erzählenswerte Geschichte, kurzweilig und in wunderschönen Bildern präsentiert, schreit förmlich nach einer hohen Wertung und vor allem nach einer ebenso durchdachten Fortsetzung. Hakuna matata! (ups.....)

      PS: Für eine eventuelle Trickfilmumsetzung wünsche ich mir Dieter Hallervorden als Kalimbo und Thomas Fritsch als Makoussa! ;)


      Dramaturgie/Erzählung
      8/10
      Zeichnungen
      10/10
      Kreativität
      7/10
      Gesamtwertung
      8.33 / 10
    • Gestern gelesen:

      Usagi Yojimbo 8: Im Schatten des Todes (Dantes Verlag)

      Wie immer hervorragend. Die Turtles hätte es allerdings für die erste Geschichte nicht unbedingt gebraucht (die Story hätte auch mit anderen Figuren funktioniert), sie waren aber schön eingebunden und waren daher auch kein Störfaktor. Als Crossover daher durchaus willkommen und ich bin schon gespannt auf das Wiedersehen.

      Die einzige Geschichte, die im Band etwas abfiel war für mich die Echsen-Story. War zwar interessant, die komplette Geschicht ohne Worte zu erzählen, für 20 Seiten passierte mir da jedoch zu wenig und es wurde im Grunde auch keine Spannung aufgebaut. Highlight war für mich der Rückblick in Usagis Kindheit. Ist immer wieder interessant etwas über seine Ausbildung zu erfahren und erklärt bestimmte Facetten seiner Persönlichkeit.

      Freue mich schon auf den nächsten Band.
    • Hab die Tage Deadpool - Back in Black gelesen. Viel erwartet, nichts bekommen. Storyansatz ist echt interessant, Umsetzung und Story totaler Mist. Nicht spannend, nicht interessant. War seit Ewigkeit, der schwächste Comic den ich gelesen habe. Wenn ich Punkte geben müsste dann 2,5/10.
    • Pater Alf schrieb:

      Bin schon sehr gespannt, wie du die letzten beiden Bände bewertest. Mir hat die Serie damals in den ersten vier Bänden echt gut gefallen, leider ging es danach steil bergab. Hatte den Eindruck, die Macher wollten am Ende eine komplett andere Geschichte erzählen als am Anfang.
      Uuuuuhhhhh
      das klingt nicht gut. Wäre echt schade, wenn die da an der Art und Weise der Story was ändern.
      Hat jemand den neuen Agent 327 gelesen? Lohnt sich das?

      :bampf:
      Ich suche den folgenden Band!!! NEONOMICON VON ALAN MOORE IN HARDCOVER

    • Echo von Terry Moore

      Wer SiP mochte und dem Superhelden Genre nicht abgeneigt ist, dem wird das Ding gefallen. Ein typischer Moore, allerdings mit nicht ganz so viel Beziehungsdrama, sondern diesmal mehr Action. Mehr oder weniger starke Frauen im Mittelpunkt und dazu eine Priese High-tech, Verschörung und Superheldengedöns. Schon haben wir den Baukasten für einen weiteren Terry Moore Comic. Das soll jetzt nicht abwertend sein!

      Mir hats Spaß gemacht, auch wenn ich bei den s/w Zeichnungen von Moore manchmal den Überblick verliere welche Frau, welche ist :S aber das hatte ich schon bei SiP. Seltsam, Männer kann er wesentlich differenzierter zeichnen, aber trotzdem gibt es immer mehr Frauen bei ihm :whistling:

      Bin allerdings noch etwas unschlüssig ob ich weiter dran bleibe, da ich von Moore zwar immer gut unterhalten werde, aber eben nur gut. Trotzdem, knapp 19€ für über 200 s/w Seiten, da kann man nicht meckern und da nochmals zu zuschlagen fällt nicht ganz so schwer. Mal schauen wann Band zwei erscheint.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Titel: Tomb Raider Archives Vol. 1
      Autor: Dan Jurgens
      Zeichner: Andy Park u.a.

      Inhalt: The Medusa Mask Part 1 – 4, Ancient Futures Part 1 + 2, Dead Center Part 1 – 4, Shangri-La Part 1 + 2, Jungle of Honduras Part 1 + 2, Without Limit, Mean Machines Sega Comic

      “I’m Lara Croft. If it’s unique or exciting, I go after it.”

      Mit diesen Worten werden die Geschichten der legendären Schatzjägerin und Kultfigur der Videospielszene, Lara Croft, eingeleitet. In dem ersten von vier Kompendien mit dem Reihen-Titel „Tomb Raider Archives“ sind die ersten 6 Handlungsbögen der Serie aus den Heften #1 -15 enthalten, zusätzlich ein s.g. Mean Machines Sega Comic. Übergreifend lässt sich zusammenfassen, dass es in der Hauptsache um die Suche nach mysteriösen, i.d.R. mit tödlicher oder zumindest enormer Macht ausgestatteten Artefakten geht, die in den falschen Händen, welche stets in unmittelbarer Nähe lauern und danach greifen, eine Menge Unheil anrichten können. Lara Croft und ihre Verbündeten haben also alle Hände voll zu tun, sich einen Wettkampf mit ihren Widersachern zu liefern, der jede Menge Kugelhagel, Explosionen und Verfolgungsjagden zum Programm hat.

      Meine Meinung:
      Unter dem Banner von “Dark Horse Comics” wird die Tomb Raider-Comic-Serie (1999 – 2005) von Top Cow in einem hochwertigen Deluxe-Format in mehreren Kompendien erneut veröffentlicht. Fans und Interessierte haben so die Möglichkeit, sich die Serie vollständig in hübscher Aufmachung ins Regal stellen zu können, und so viel darf ich vorwegnehmen: Die Bände machen optisch einiges her. Mit einer Höhe von 32,3cm und einer Breite von 21,1cm fallen sie definitiv auf, die Qualität ist meiner Einschätzung nach gut, für den aktuellen Preis sogar überdurchschnittlich (Bei Marvel/DC wäre ich sicher einige Euros mehr los gewesen). Da ich seit dem Reboot der Spiele-Reihe (!) zunehmend auf die Marke aufmerksam geworden bin, nahm ich als Comic-Sammler und Enthusiast natürlich gerne die Chance war, zumal der Autor Dan Jurgens (Blue Beetle, Superman) jetzt nicht gerade ein unbekannter ist.

      Für alle, die sich ebenfalls seit dem Reboot für das Thema Tomb Raider interessieren, sei an der Stelle schon gesagt, dass sich die Comic-Serie von Top Cow altersbedingt natürlich an den damaligen Spielen und der „alten“ Lara Croft orientiert. Inhaltlich kann ich das nicht bewerten, da ich die Spiele jener Zeit nicht kenne, von der Darstellung Laras her ist wie auch dem Cover nach zu urteilen ein großes Augenmerk auf die Betonung sekundärer wie tertiärer Geschlechtsmerkmale und erogener Zonen gelegt worden . Das kommt gleich noch zur Sprache, und ich bin sicher kein stockkonservativer Spießer.

      Lara und der Zeichenstil:
      Lara Craft ist eine der starken, mutigen, unabhängigen, intelligenten und selbstbewussten Figuren, welche besagte Attribute mit einer überdurchschnittlichen Schönheit/“sexiness“ verbindet. Dieser Beschreibung wird Dan Jurgens durchaus gerecht, Lara lässt sich in seiner Serie die Butter nicht vom Brot nehmen und wird hier als extrem ehrgeizige, aber auch kaltblütige Abenteurerin präsentiert, die im Zweifelsfall ihre Feinde in Punisher-Manier mit Blei eindeckt. Das kann man durchaus so machen, wobei der Aspekt „sexiness“ ziemlich überdeutlich zum Tragen kommt und man die zeichnerische Verwandtschaft zu Witchblade (ebenfalls Top Cow) absolut nicht leugnen kann. Natürlich muss man eingestehen, dass die „alte“ Lara so beworben wurde: in Hot Pants mit bauchfreien sowie ärmellose Tops, langen Beinen und halt als `ne echte Rakete. Ich habe nichts gegen Freizügigkeit und Lara setzt dem ihre charakterliche Härte entgegen, viele Panels sehen aber sehr nach Pin-ups aus, da haben andere die Verbindung zwischen Erotik und Action besser bzw. nuancierter hinbekommen (z.B. in Wiebes „Rat Queens“, Vol. 1 und 2). Das macht den Comic nicht kaputt und am Ende ist das auch nicht DER entscheidende Punkt für mich, aber es ist eben einer. Abseits davon ist der Zeichenstil gut gealtert. Detailgrad, Kolorierung und Figuren sind absolut in Ordnung, da sind stellenweise wirklich schöne Bilder dabei – hier hat u.a. Andy Park solide Arbeit abgeliefert.

      Handlung:
      In ihren Abenteuern geht es in allen 6 abgeschlossenen Story Arcs darum, dass irgendein verlorenes Artefakt oder ein verlorener Ort gefunden werden soll, dem übernatürliche Fähigkeiten nachgesagt werden. Laras Gegner sind dabei nicht nur wilde Tiere, Fallgruben und widrige Witterungsbedingungen, sondern u.a. mächtige, weltumspannende Organisationen, machthungrige Magierinnen aus der Zeit Merlins und eigenwillige Priester, Ureinwohner & Co.; es wird die klassische Palette komplett abgedeckt. Dabei geht Dan Jurgens ziemlich durchgängig nach dem gleichen Schema vor, nämlich dass zwischen jeder einzelnen Heftausgabe ein dramatischer Cliffhanger den Leser dazu motivieren soll, am Ball zu bleiben. Lara fällt demnach gegen Ende eines jeden Heftes (innerhalb eines zusammenhängenden story arcs) irgendeinen Abgrund herunter oder wird alternativ von einem mal menschlichen, mal weniger menschlichen Gegner angegriffen. Das ist auch alles in Ordnung, da aber weder die Figuren, ob auf der Seite Lauras oder die Antagonisten, wirklich vertieft werden und alle Geschichten in sich abgeschlossen sind, wirkt das alles nach einer Weile ziemlich repetitiv und obendrein sehr oberflächlich. So lesen sich die einzelnen Hefte fade und es kommt wenig Spannung auf, da Lara ohnehin überlebt und sonst niemand auftaucht, mit dem sich wirklich mitfiebern lässt. Eine übergeordnete Rahmenhandlung gibt es auch keine, lediglich Referenzen zu früheren Ausgaben werden hin und wieder eingebaut.

      Weitere Figuren:
      Chase Carver, Laras Ex-Lover und nach wie vor an ihr interessierter Side-Kick und Laras Assistentin Mrs. Hovan, tauchen zwar immer wieder auf, kommen über die Rolle als Dialogpartner bzw. im Falle von Chase als Lieferant von ein wenig „Beziehungsdrama“, nicht hinaus. Wenn sich Lara und Chase ein wenig necken und sticheln, ist das an einigen Stellen tatsächlich unterhaltsam, verbraucht sich aber im Laufe der Zeit und der vorletzte Handlungsbogen (Jungle of Honduras) treibt es dann leider auf eine unrühmlich-unglaubwürdige Spitze, so sehr der Autor auch bemüht war.

      Bösewichte, ob nun Einzelakteure oder Angehörige mächtiger Organisationen, die natürlich stets schon seit Urzeiten Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen, verschwinden so geräuschlos nach dem Ende des jeweiligen story arcs, wie sie gekommen sind. Erinnern werde ich mich da mittel- bis langfristig an keinen, auch hier kann ich keine Punkte vergeben.

      Fazit:
      Dan Jurgens Tomb Raider-Serie wird hier in einem sehr hochwertigen, für Sammler und Liebhaber der Reihe zweifellos begehrenswertem Format präsentiert. Leider überzeugt es mich inhaltlich überhaupt nicht, da die Serie an keiner Stelle über ein reines, sehr eintönig ablaufendes Actionspektakel mit sexy Pin-up-Panels hinaus kommt. Von weiteren Käufen der Reihe sehe ich in der Konsequenz ab: Schade!

      Bewertung:
      4/10
      Bilder
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      "Es war ein Ort, am dem sich kein vernünftiger Mensch je aufgehalten hätte, doch ich bin kein vernünftiger Mensch, und da war ich nun."
      Jeder zahlt drauf, Charles Bukowski