Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Ja, bei den kleinen, herzigen "Nebensächlichkeiten" kann man sicher weniger meckern. Die Geschichte selbst ist aber für meinen Geschmack zu stumpf. Aber natürlich gab es schlechtere Bände, wie eben erwähnte "Maestria" oder auch "Latraviata" oder gar das oft (zu Recht...) gescholtene "Gallien in Gefahr". Nachdem die erzählerische Qualität aber mit "Der Papyrus des Cäsar" wieder steil nach oben zu schießen schien, habe ich mir mehr versprochen...und halt eine "Tour de France"-Erwartungshaltung aufgebaut, welcher einer meiner absoluten Lieblingsbände ist.
    • excelsior1166 schrieb:

      Finde ich auch.
      Das neue Kreativteam ist zumindest besser, als Uderzo alleine...
      Finde ich auch.

      Ab Album 25 "Der Große Graben" ist nach meinem Empfinden ein stetiger Verlust des typischen Humors zu erkennen, der seinen Tiefpunkt in Band 33 (Gallien in Gefahr) erreichte. Danach ging es seither wieder aufwärts.
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • Willkommen in der Welt des Z (SE EBEL PORTOLKYZ!) [Two-in-One - "Spirou und Fantasio: Die Rückkehr des Z / Die dunkle Seite des Z]

      Zunächst: Obwohl ich mich zu den getreuen Anhängern der Comic-Literatur in all ihren Ausprägungen zähle, sind die frankobelgischen Werke für mich, abgesehen von Hergés "Tim und Struppi", weitestgehend noch eine unentdeckte Welt. Zwar sind mir viele Figuren aus den "Häppchen" der "Zack!-Parade" bekannt, aber für eine tiefer gehende Beschäftigung mit der Materie war bislang schlichtweg zu wenig Zeit. Der vorliegende Two-in-One-Band ist also durchaus als eine Art "zweiter Erstkontakt" mit Spirou, Fantasio, Eichhörnchen Pips und der Woge an anderen Figuren zu anzusehen.
      Der Band enthält die Geschichten "Die Rückkehr des Z" und " Die dunkle Seite des Z", die sich beide natürlich dem (einstigen, zukünftigen, oder doch nicht...) prominenten Gegenspieler der beiden widmen. Zunächst versucht dieser in der Zukunft ein mehr als nur redensartlich "zeitloses" Regime zu installieren, was der zeitreisende Aurelius von Rummelsdorf natürlich verhindern möchte. Dazu versetzt er Spirou und Fantasio in die Zukunft, wo sie dem kleinen Despoten ordentlich Beine machen sollen. Die zweite Story versetzt uns auf den Mond, auf dem "Z", mit Hilfe diverser Sponsoren und kostenpflichtiger Urlaubsangebote für Prominente, einen gigantischen Wissenschaftskomplex aufgebaut hat. Als Fantasio jedoch der Strahlung einer Sonneneruption ausgesetzt wird, durchlebt er eine wilde Veränderung.

      Auf den zweiten Blick erschien mir die "Sparausgabe" vielleicht doch nicht so als der ultimative Ersteinblick in die Welt von "Spirou und Fantasio" und musste daher eine lange Wartezeit im Regal über sich ergehen lassen. Nachdem die Verlockung aber immer größer wurde, stellte sich das Lesen der enthaltenen Bände 35 und 50 jedoch nicht unbedingt als unmachbare Herausforderung heraus. Ich bin mir zwar sehr sicher, dass man noch mehr Freude und Verständnis für diverse Gags entwickelt, wenn man die vorangegangenen Geschichten kennt, aber auch als diesbezüglich "Unkundiger" kommt man überraschend gut in die Story hinein und hat seinen Spaß. Maßgeblich daran beteiligt sind natürlich die liebevollen Zeichnungen, die sich stilistisch zwar von Geschichte zu Geschichte stark unterscheiden, aber entweder ihren klassischen Reiz entfalten (35) oder tatsächlich mit moderner Stilistik (50) punkten können. Das macht definitiv Lust auf mehr und ich bin mir sicher, dass in nächster Zeit eine neue Reihe als Gast im Comic-Regal eine Heimat finden wird.
    • Wenn die Glut zur Flamme wird ("Wagner")

      Mal was anderes, in der Ferienzeit komme ich glatt mal dazu, den ganzen Stapel ungelesenen Materials im Regal Stück für Stück abzuarbeiten...darunter auch dieser "Exot":

      Am 20.Oktober 1842 wird der zwölfjährige Hans von Bülow in Dresden Zeuge der Uraufführung von Richard Wagners großer dramatischer Oper "Rienzi" und wird von einer ungeheuren Begeisterung für das Werk und dessen Komponisten erfasst. Während Hans einige Jahre später wegzieht und ein Studium in Leipzig beginnt, entbrennt Wagner für die Ideale der Deutschen Revolution und begibt sich in Kreise, die der Monarchie, die letztlich die fütternde Hand des Musikers ist, kritisch gegenüberstehen. Im Zuge der Ereignisse flieht er in die Schweiz, wo er und seine Frau mit knappen Mitteln ihr Dasein fristen. In den folgenden Jahren treten, neben dem musikalischen Genie, auch Wagners finstere Seiten deutlich hervor, in denen er sich als offensichtlicher Antisemit, notorischer Ehebrecher und vor allem als selbstverliebter Neidhammel erweist. Immerhin scheint ihm der junge König Ludwig II. von Bayern noch das notwendige Vertrauen zu schenken und unterstützt das Musikgenie bei der Verwirklichung seines Traumes, für den "Ring der Nibelungen" ein würdiges Opernhaus nach Richard Wagners Vorgaben zu schaffen. Doch auch am bayerischen Hof lauen Neid, Missgunst und vor allem tiefe Abneigung gegenüber dem musikalischen Emporkömmling, den seine Sünden Stück für Stück einholen.

      "Wagner" ist ein klassisches Beispiel für das, was das Medium "Comic" spielend, unterhaltsam und beeindruckend leisten kann. Die vielschichtige Biografie des nicht ganz einfach einzuordnenden Komponisten wird auf 41 Seiten kompakt und verständlich vermittelt und von der italienischen Zeichnerin Flavia Scuderi mit teils herausragend atmosphärischen Bildern unterstützt. Insbesondere sind hierbei die historischen Panoramen Dresdens, Berlins oder auch Zürichs zu nennen, die mich schlichtweg begeistert haben. Ebenfalls top: Die Einbindung geschichtlicher Ereignisse wie der Revolution 1848 und deren Darstellung, die man teils wunderbar als Beispiel für die Narrativitätsmöglichkeiten historisch angehauchter Comics im Unterricht der Sekundarstufe nutzen kann - für mich, als Lehrer, ist das ein nicht zu unterschätzender Mehrwert.

      Die zugänglich gestaltete Erzählung, die teils detailverliebte Darstellung der Ereignisse und insbesondere die über weite Strecken herausragende künstlerische Gestaltung machen die Comic-Biografie zu einem echten Leckerbissen auch für diejenigen, die bisher mit dem nicht ganz einfach zu mögenden Komponisten nicht sonderlich viel anzufangen wissen.
    • Der Verurteilungsapparat eines unmenschlich-mechanisierten Systems ("In der Strafkolonie" - nach Franz Kafka)


      Wieder was aus dem "Warteregal", ich sollte langsam mal dazu übergehen, nicht mehr auf Vorrat zu kaufen...da verschimmeln sonst derartige Perlen im Regal!

      Franz Kafkas Erzählung "In der Strafkolonie" dreht sich um die Demonstration des geltenden Rechtssystems einer solchen durch den ausführenden Offizier. Dieser erklärt einem Reisenden die Vorzüge der Systematik, Rechtsprechung und Bestrafung aus einer Hand zu erfahren, anhand eines frisch verurteilten Soldaten und der etablierten Strafmechanik. Diese besteht aus einem Apparrat, der den Verurteilten innerhalb von 12 Stunden das übertretene Gesetz langsam und schmerzhaft in den Körper zu stechen. Der alte Kommandant der Kolonie, gleichzeitig der Erfinder jener Maschine, verstarb vor geraumer Zeit und so ist es nun an dem Offizier, die etablierte Form der Bestrafung fortzusetzen. Vermeintlich in der Hoffnung, Ablehnung zu erfahren und den Reisenden dazu zu bringen, gegen das unmenschliche System zu rebellieren, geht der Offizier bis zum Äußersten.

      Es gibt wohl wenige Autoren, die ich in ihrem Schaffen so sehr bewundere, wie Kafka. Vielleicht ist es seine fast schon krankhafte Bescheidenheit, "schlechte" Literatur, die nach seinem Tode nicht veröffentlicht sondern vernichtet gehört, verfasst zu haben, die sich aber maximal den Vorwurf ihrer teilweise starken Fragmentierung gefallen lassen muss. Auch "In der Strafkolonie" ist ein hervorragendes Beispiel für die Ambivalenz des vermutlich schwerlich zu mögenden Autors, der in der eindeutigen Vieldeutigkeit seine absolute Stärke besitzt. Ob man die Erzählung nun als Kritik an einem unmenschlichen Bestrafungssystem, das sich nichts mehr als seine eigene Diskreditierung und Veränderung wünscht, sieht oder aber als Veranschaulichung eines übergeordneten, vom Menschen schlichtweg nicht (mehr) greifbaren Systems (wie bereits in "Der Process" geschehen) oder gar als Beispiel der Selbstaufopferung deutet, ist dabei glücklicherweise jedem selbst überlassen.

      In letzterem liegt übrigens auch die Stärke der Comic-Umsetzung jener Erzählung, denn obwohl Bilder durchaus dazu verführen könnten, die Mehrzahl an Deutungsmöglichkeiten der Geschichte zu stark vorzugeben, schafft es Sylvain Ricard die diesbezügliche Vorlage Kafkas tatsächlich authentisch zu erhalten. Der Zeichenstil Maels passt sich der verstörenden Atmosphäre des Werkes an und ist damit zwar weit von einer gewissen malerischen "Attraktivität" entfernt, aber kann dadurch die erschreckend funktionale Abhandlung der eigentlich verzweifelt menschenunwürdigen Abläufe treffend unterstützen.

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    • BENEDIKT VON NURSIA - Bote des Friedens
      Guy Lehideux, Dominique Bar
      Sadiva Media




      Inhalt:
      Der auf den Dialogen von Papst Gregor beruhende Comic erzählt die Lebensgeschichte des Hl. Benedikt nach, der im 5. Jhd. in Umbrien lebte und wirkte.
      Das turbulente 5. Jhd. erinnert fast ein bisschen an die Verwirrung der heutigen Zeit. Das Weströmische Reich geht gerade unter. In Europa ist die Völkerwanderung in vollem Gange. Beinahe alle halbe Stunde fällt ein anderer Barbarenstamm in Rom ein und reißt die Herrschaft an sich.
      Mitten in diesem wilden Durcheinander sucht ein junger Mann, in der Abgeschiedenheit der Bergwelt die Stille, die notwendig ist, um ganz tief in sich hineinhören zu können und wieder zu klarem Verstand zu kommen, nachdem er gerade zuvor in der ungeliebten Großstadt Rom sein Studium geschmissen hat. Doch sein eremitisches Aussteigertum währt nicht lange. Benedikt scheint eine große Anziehungskraft auf die stets nach Halt suchenden Menschen der unruhigen Zeit zu haben. Von überall strömen sie her zu seiner Höhle, denn es hat sich rumgesprochen, dass er angeblich Wunder vollbringen könne. Doch wohin nur mit all den Menschen, die sich ihm anschließen wollen? Der so von allen Seiten bedrängte junge Benedikt sieht sich genötigt Regeln für ein Zusammenleben aufzustellen. So fängt er allmählich an, die Dinge und die Welt, die um ihn herum völlig aus den Fugen geraten sind, wieder zu ordnen und den verwirrten Zeitgenossen ein wenig Halt zu geben. Tatsächlich gelingt ihm das in vielen Bereichen erstaunlich gut, mit dem Resultat, dass seine Anziehungskraft nur noch größer wird ... :whistling:

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    • Nachtrag zu BENEDIKT VON NURSIA

      Bewertung:
      Ganz interessant ist zunächst die Geschichte, also die Biographie von Benedikt. Die Erzählung, die ja sehr Bezug zum zeitlichen Kontext seines Lebens nimmt, wirkt deswegen glaubhaft.

      Allerdings ist die Story absolut „straight“ erzählt, ohne jegliche Finesse, Pointen oder auch nur einen Hauch von Humor, Sarkasmus und Ironie.

      Wobei es (unfreiwillig) öfters doch sehr komisch wird. Urkomisch ist auch die Szene, wo ein verfeindeter Geistlicher den Mönchen Benedikts nackte Tänzerinnen vorbei schickt, die vor den Klostermauern irgendwelche heidnischen Fruchtbarkeitstänze abhalten müssen nur um ordentlich Verwirrung zu stiften.
      Das hat mich voll an die Femen-Bewegung bzw. Pussy Riot erinnert. Eigentlich unglaublich, dass es sowas im 5. Jhd. auch schon gab. ;)

      Die Zeichnungen sind auch eher bieder, aber für einen historisches Thema ganz angemessen.

      Alles in allem ist der Comic vielleicht nur für Leute geeignet, die sich tatsächlich kurzweilig über das Leben des HL.Benedikt informieren möchten oder die gegenüber christlichen Themen auch aufgeschlossen sind.

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    • Von Psychoanalytikern und Psychopathen ("Crossed #10 - Badlands 4")

      Nach all den "intellektuellen" und frankobelgischen Freuden der letzten Tage, musste ein wenig Konstrastprogramm sein. Seit einem halben Jahr setzt der 10.Sammelband von "Crossed" im Regal Staub an und es wurde Zeit, ihn davon zu befreien:



      Im zehnten Sammelband werden wir erneut Zeuge der Machenschaften der, von einer vollkommen irre machenden Seuche, heimgesuchten Menschheit. Wieder begleiten wir zwei Figuren auf ihrer Flucht vor den akut triebgesteuerten Wahnsinnigen, die auf ihrer Suche nach Lebenden alle Register zu ziehen scheinen. Dies bemerkt auch der Anthropologe Oliver, der sich mit einer Gruppe Überlebender in einem Mietshaus versteckt und jede Chance auf das Studium der "Crossed", wie man die Irren nennt, ergreift. Seine Untersuchung ihrer Verhaltensweisen und die Anpassung der Verhaltensmuster haben der Gruppe schon das eine oder andere Mal das nackte Leben gerettet. Besonders fasziniert ist er von "Smokey", einem der Wahnsinnigen, der ein ansatzweise berechnendes Verhalten zeigt, wenn es darum geht, Lebende aufzuspüren und sie zu quälen. Und auch der findige Wissenschaftler scheint in ihm seinen Meister gefunden zu haben.

      Die zweite Geschichte bringt ein Wiedersehen mit Amanda, deren Gruppe vor einiger Zeit unter blutigen Umständen ein Ende fand und die sich einem Trupp leicht debiler Rollenspieler, der in einem unterirdischen Gewölbe lebte und ihren Speiseplan aus der Not heraus mit Menschenfleisch ergänzte, unter nicht ganz freiwilligen Umständen anschloss. Inzwischen ist sie für die Frischfleischbeschaffung zuständig, gerät dabei in eine akut lebensbedrohliche Situation, als ein Trupp religiöser "Crossed" das Szenario betritt, und schließt sich einer neuen Gruppe an. Doch auch ihre inneren Triebe sind nicht mehr komplett ihre eigenen, wie sie anhand ihrer zum Mord aufrufenden inneren Stimme feststellen muss.

      Die von Garth Ennis erdachte "Crossed"-Reihe ist ein Stück Comic-Literatur, das man am besten in homöopatisch dosierten Portionen zu sich nimmt. Auch im zehnten Band wird an allen Ecken gemordet und gemeuchelt, Gedärme baumeln an Straßenlaternen, aber noch viel erschreckender ist das Verhalten der jeweiligen Protagonisten, für die selbst die Bezeichnung "Antihelden" noch geschmeichelt ist. Die einst noch leitende Überlebensthematik ist mittlerweile fast komplett in den Hintergrund gerückt, im Grunde erleben wir zwei unterschiedliche Psychogramme gestörter Personen jenseits des Wahnsinns der "Crossed" - wobei letztere in dieser Hinsicht wesentlich berechenbarer zu sein scheinen, als die verzweifelten "Lebenden", welche das Ausmaß des Schreckens jeden Tag ertragen und Veränderungen über sich ergehen lassen müssen. Sympathie zu den Hauptfiguren kommt jedoch nie auf, was in den wirklich starken Bänden der Reihe jeweils durchaus der Fall war. Aber man folgt dennoch schockiert den Ereignissen und wartet mit jeder umgeblätterten Seite auf das bitterböse Ende.

      Künstlerisch bekommen wir erneut moderne und (manchmal "leider"...) detaillierte Zeichnungen, die das Grauen fast schon aus den Seiten triefen lassen. Somit ist Band 10 ein ordentlicher Teil der Reihe, der mit erschreckenden Szenarien aufwarten kann, aber keine ausreichende Bindung zu den Charakteren aufkeimen lässt.
    • Monster, Vol. 1

      Dr. Tenma, ein erstklassiger Neurochirurg, arbeitet Mitte der 80er an einer Düsseldorfer Klinik. Beruflich und privat könnte es besser bei ihm nicht laufen, bis er sich eines Tages - entgegen der Anweisung von oben - dafür entscheidet, einen kleinen Jungen zu operieren und den kurz darauf eingelieferten Bürgermeister einem Kollegen zu überlassen. Sehr zum Ärger der Klinikleitung verstirbt der prominente Patient, während das Kind überlebt und Tenma wegen seiner Entscheidung in Ungnade fällt.
      Und weil das hier immer noch ein Krimi ist und nicht der Club der Roten Bänder, kommt es im Anschluß zu einer Reihe an mysteriösen Mordfällen, die auch unseren herzensguten Chirurgen ins Visier der Ermittlungen bringen...

      Für Monster scheint Naoki Urasawa höchst akribisch recherchiert zu haben. Medizinische Fachbegriffe und Abläufe stimmen, und auch ist es sehr nett, deutsche Städte in einem Manga wiedererkennen zu können. Mein Besuch auf dem Heidelberger Schloß war allerdings weit weniger spannend als, was hier aufgefahren wird, auch München und Köln sind Schauplatz des Geschehens, bin schon sehr gespannt, was es noch alles zu sehen geben wird.

      Schön auch, dass sämtliche Farbseiten auch tatsächlich farbig abgedruckt wurden und das sogar im Mittelteil, was ja leider keine Selbstverständlichkeit ist.

      Ein höchst vielversprechender Auftakt und sehr empfehlenswert!
    • Die Fantastischen Vier (Williams) 98



      Erscheinungstermin: 1977/11

      Originalausgabe:
      1) Fantastic Four (I) #102
      2) Daredevil (I) #38
      Story-Titel:
      1) Aquarius greift an !
      2) Das lebende Gefängnis ! 1/2

      Original-Storytitel:
      1) The strength of the Sub-Mariner
      2) The Living Prison!

      Zeichnungen:
      1) Jack Kirby
      2) Gene Colan

      Text:
      1) Stan Lee
      2) Stan Lee
      Inhalt:
      1) Unsere Freunde haben sich heute einer zufälligen, aber dafür unheilvollen Allianz aus Magneto und Namor zu erwehren. Doch statt Fäuste sprechen zunächst einmal die Fernkampfwaffen: einem eigenmächtigen, magnetischen Angriff von Magneto auf das Labor von Reed Richards beantwortet das Ding mit der vorschnellen Aktivierung einer „Schallrakete“ auf Atlantis. Die kurze Lunte von Namor ist damit entzündet. Er lässt Mobilmachen bläst zur Invasion auf die Vereinigten Staaten.
      2) Die Verwirrung für die Unterwelt und dem Leser ist komplett, als sich Matt Murdock im Körper von Dr. Doom wiederfindet und dieser sich plötzlich im Körper vom Dämon befindet. Ob die FV rechtzeitig alarmiert werden können?

      Bemerkungen:
      Ich habe den Eindruck, dass das Team Lee/Kirby den Gipfel ihrer Hochphase nunmehr überschritten hat. Seit der Nummer #90, die den stimmigen Abschluss von drei hochwertigen Mehrteilern (gegen Doom, gegen Maulwurf und gegen die Skrulls) bildet, kommt durchschnittliche Comickost in dieser Serie. Sogar Kirby baut langsam ab. Zu selten zeigt er das, was man von ihm gewohnt ist:



      Auch erschienen in:
      1) Erstveröffentlichung
      2) Hit Comics #67
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • majorcrampas schrieb:




      Sympathie zu den Hauptfiguren kommt jedoch nie auf, was in den wirklich starken Bänden der Reihe jeweils durchaus der Fall war.
      ich fand ja die (Mini-) Serie Wish you were here recht stark, allerdings war gerade der Zwiespalt, den der teils sehr egoistische agierende Hauptprotagonist bei einem verursacht, etwas was immer wieder Verunsicherung bei mir hervorrief. Eben auch kein Sympathieträger.
      Aber ich geb dir recht, Crossed liest man am besten in wohl dossierten Häppchen, hab mit Badlands zb noch gar nicht angefangen :whistling:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Duck Tales Treasure Trove

      Da hätte es die Möglichkeit gegeben an die neue Serie anzudocken, spannende Geschichten zu erzählen und eine moderne Version von Barks/Rosa Geschichten zu bringen. Genutzt hat man sie nicht, stattdessen fühlen sich die Geschichten, wie aus der Micky Maus an. Also italienischer Donald Duck, der mit den Neffen Abenteuer erlebt, am schlimmsten war eigentlich die Hommage an Alfred Hitchcock.

      Kann man sich sparen.