Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Wie immer, das ist meine ganz persönliche Meinung, aber das Hauptevent? Nein, absolut nicht. Wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke, dann war das Hauptevent absolut inhaltsleer. In 6 (?) Panini Heften ist eigentlich so gut wie nix passiert. Es wurde irgendwie fast immer nur auf Tie-In-Ereignisse Bezug genommen. Und die Storyline der Eventserie hätte man auch locker in ein/zwei Hefte packen können. Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Story total Banane fand - und ich war/bin Fan vom Hydra Cap.
      Je mehr ich da so drüber schreibe und damit auch nachdenke... Mir kommt das SE Main Event gerade wie eine riesig aufgezogene Werbekampagne für sämtliche Tie-Ins vor in der man zusätzlich noch versucht Cap wieder gut zu machen. Mehr nicht. :kratz:
    • Klassiker der Weltliteratur - Die Comic-Sammlung / Nr. 4: "Robinson Crusoe"

      Am 30.September 1659 läuft das vom jungen Plantagenunternehmer Robinson Crusoe gecharterte Schiff, das sich auf dem Weg von Brasilien ins afrikanische Guinea befindet, um dort Sklaven zu verladen, während eines heftigen Sturmes auf eine Sandbank auf. Die Mannschaft verlässt das Schiff an Bord einer Schaluppe und sucht, den Untergang des größeren Schiffes befürchtend, ihr Heil in der Flucht. Doch das Rettungsboot kentert, die Crewmitglieder werden vom Ozean verschluckt und nur Robinson erwacht an den Gestaden einer, wie er später feststellen darf, paradiesischen, aber einsamen Insel. Während er sich an seine Zeit in England, als ihm sein dahinsiechender Vater das Versprechen abrang, nie zur See zu fahren, erinnert und auch den Aufbau seiner erfolgreichen Plantage Revue passieren lässt, beginnt der junge Mann, sich Stück für Stück mit den Ereignissen abzufinden. Aus dem angespülten Wrack "seines" Schiffes kann er alles Lebensnotwendige bergen, findet eine geeignete Höhle als Quartier und findet sogar einige wilde Ziegen, mit denen er eine Herde aufbauen kann. Mit der Zeit arrangiert er sich mit den Bedingungen seiner neuen Heimat, einzig der Einsamkeit wird er nie so ganz Herr. Eines Tages jedoch entdeckt er Überreste einer Kannibalenzeremonie und Fußspuren am Strand seiner "Insel der Hoffnungslosigkeit", wie er das malerische Eiland zwischenzeitlich getauft hat. Als er erneut die Anwesenheit der ungebetenen Gäste wahrnimmt, nimmt sein Schicksal eine dramatische Wende.

      Müsste man drei der berühmtesten Abenteuerromane der Literaturgeschichte aufzählen, käme man wohl um eine Aufzählung von Daniel Defoes "Robinson Crusoe" kaum herum. So gesehen begründete er mit der Schilderung des Meisterns des Überlebens auf einer einsamen Insel quasi ein eigenes Sub-Genre der Literatur, die so genannte "Robinsonade", die bis heute durch alle Medien hindurch immer wieder neu erfunden wird ("Lost in Space", "Lost", "Cast Away", "Gilligans Insel",...). Die Comic-Umsetzung verzichtet dabei weitestgehend auf eine detaillierte Schilderung der Vorgeschichte rund um Robinsons Zeit in England, die Plantagenwirtschaft in Brasilien und die Erlebnisse in Afrika, sondern konzentrierte sich klar auf den Weg zur und den Aufenthalt auf der Insel. Auch wenn man das Buch schon zigmal gelesen hat, entwickelt die Geschichte erneut einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann - aus wenig, schafft er sich, zugegeben mit viel Glück, eine pure Existenz ohne Zwänge irgendeiner Gesellschaft, die allerdings gegen immerwährende Isolation eingetauscht wird. Obwohl er ab und an mit seinem Schicksal hadert und nicht unglücklich zu sein scheint, als sich ein Weg von der Insel weg offenbart, wirkt Robinson doch durchgehend irgendwie zufrieden. Ist es jene Sehnsucht nach Ruhe und Abwesenheit von Stress, die auch bis heute den Reiz dieses Genres ausmacht? Fakt ist: Auch diejenigen, die mit Defoes Roman noch nicht viel zu tun hatten (zu meiner Zeit war das Schulliteratur Klasse 5), können nach dem Lesen der Comic-Umsetzung mitreden. Einziger, und für die Wertung ein wenig entscheidender, Wermutstropfen sind die recht gewöhnlichen, manchmal gar etwas naiv wirkenden, Zeichnungen, die insbesondere ab und an Schwächen bei der Darstellung der Gesichter offenbaren - manchmal wirken die Augen etwas seltsam groß (keine Sorge, vom Manga-Stil ist man noch weit entfernt!).
      Auf 9 Seiten erfahren wir zudem im Anhang Wissenswertes über Daniel Defoes Leben, sein Werk, die Hintergründe des Romans "Robinson Crusoe" und die englische Geschichte von Oliver Cromwell bis Wilhelm von Oranien.

      Leider markiert die vierte Ausgabe der Sammelreihe das vorübergehende (oder auch endgültige) Ende, da es sich lediglich um einen Testlauf handelte (keine Sorge, die zu Grunde liegende "Brockhaus"-Reihe ist natürlich noch erhältlich). Für den regulären Preis von knapp 10 Euro erhielt man eine brauchbare Comic-Umsetzung eines Romans der Weltliteratur plus nützliche Informationen zum Autor, zum betreffenden Werk und über den historischen Rahmen. Ich hatte viel Freude daran, auch wenn die künstlerische Ausgestaltung nicht immer meinen Geschmack traf und stünde einer Fortsetzung der Reihe/Neuveröffentlichung, mit den anvisierten kommenden Werken "Das Dschungelbuch", "Krieg und Frieden", "Der letzte Mohikaner", "Die drei Musketiere", "Die Abenteuer des Tom Sawyer", "Krieg der Welten", "Die Elenden", "Die Odyssey", "Don Quijote", "Oliver Twist", "Madama Bovary", "Erzählungen aus 1001er Nacht" und "Die vergessene Welt", sehr positiv gegenüber.

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    • Crackajack Jackson schrieb:

      Secret Wars 1 war die Mutter aller Events.
      Nicht zu vergessen, dass es eine reine Spielzeugwerbung war. ;)

      Crackajack Jackson schrieb:

      Damals ganz groß, mit Auswirkungen die es bis in die Jetztzeit ins Kino geschafft haben (Venom).
      Da gibt's du dem Event aber zu viel Credit. Spider-Peter hat lediglich einen schwarzen Fummel gefunden. Damals war noch nix mit Venom auch nur in sicht.


      Das Event war einfach nicht gut. Klar, die meisten sind das heutzutage auch nicht.
      Aber man braucht nicht immer so tun, als ob früher alles besser war. ;)

      lg Task

      Jones schrieb:

      Wenn ich mir mal einen Hund zulege, wird's ein Dobermann...und ich nenne ihn Taskmaster.

    • Die "Events" finde ich meistens unterdurchschnittlich. Aktuell stehen zwar noch die "Secret Wars" (die neueren) und der zweite "Civil War" aus, aber wenn ich so den Bogen von den Klassikern bis hin zu AvX oder so ziehe, waren die inhaltlich nie so bombe wie angekündigt oder gar vorgestellt. Wobei ich AvX höchst unterhaltsam fand und die DC-Events ja auch nicht unbedingt so der Burner waren/sind. Wahrscheinlich generell ein Problem von Vorstellung, Wunsch und Realität einer (gedachten) Umsetzung.
    • Also ich, als jemand der Secret Wars (1) damals das erste mal in der schwarzen Sammlung gelesen hat - ich kannte vorher nur "modernere" Events - hab zu dem Zeitpunkt schon gemerkt, dass die Grundidee, Superhelden kloppen aufeinander ein, zwar die selbe ist, man aber wenigstens versucht hat Storystränge einzubauen. Die SW2, CW2 und SE Hauptserien haben aber gefühlt überhaupt gar keine Story, sondern sind nicht mehr als Trailer zu den etlichen Tie-Ins.
    • Der große Vorteil in den 39 Jahren zuvor war m.E., dass es kaum "Megaevents" brauchte/hervorgebracht hat.
      Hier und da ein kleines (zumeist auch belanglos-nettes) Crossover, man begegnete sich (ja, oft nach bekanntem Schema), fertig war's.
      Keine Super-Duper-Extrem-Folgen...
      SW 1 war damals halt das erste derartige "Event", deshalb war's nach meinem Dafürhalten nett.
      Es hatte ja auch nicht den Anspruch, alles umzuwälzen.
      Einzig Spidey war in Folge in Mitleidenschaft gezogen.
      Zudem war's daeinst recht spannend zu sehen, was das Verschwinden im Central Park bewirkt, was da folgen würde. Ohne Internet und Spoiler waren wir Leser tatsächlich überrascht.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Ich fasse zusammen, was du positiv an dem Event fandest:
      • vorher keine Events, es war was Neues
      • keine World-Changing Auswirkungen
      • Folgen für andere Figuren, während die großen im Event beschäftigt waren


      Siehst du auch, was da fehlt? ;)
      Das alles war rund herum um das Event. Aber zu dem Event ansich hast du gar nix geschrieben.
      Nix zur Story, nix zum Aufbau.
      Und grade dort sind ja meine Kritikpunkte.

      @loliman:
      Formulierungen wie "man hat wenigstens versucht..." und Anführungen, das andere Sachen noch schlechter sind sprechen jetzt aber auch nicht grade für die Qualität eures Verteidiungsobjektes. :D

      lg Task

      Jones schrieb:

      Wenn ich mir mal einen Hund zulege, wird's ein Dobermann...und ich nenne ihn Taskmaster.

    • Batman - Das Lange Halloween (Eaglemoss Collection)




      Beschreibung Panini:

      Batman, Lieutenant James Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent verfolgen die Spur eines Mörders, der seine Opfer nur an Feiertagen zur Strecke bringt. Während die Zahl der Toten mit jedem neuen Monat steigt, wächst auch der Kreis der Verdächtigen ... und jeder der drei ungleichen Freunde muss für die Jagd nach Holiday einen sehr hohen Preis bezahlen!

      Zusammenfassung:

      Die Story setzt kurz nach "Das erste Jahr" an, sprich Batman steckt noch in den Anfängen. Die Story ist wiederum schnell erzählt. Gotham City wird bis dato durch die ansässigen Mafia Familien Falcone und Maroni beherrscht, welche stätig um die Vorherrschaft kämpfen. Zusammen mit Gordon und Dent schwört Batman den Familien und vor allem Falcone entgegenzutreten und sie hinter Gitter zu bringen. Pünktlich zu Halloween taucht dann ein Unbekannter auf und tötet über eine Jahr zu fast jeden Feiertag ein Mitglied der Falcone "Familie". Wodurch sich auch die Rivalität der Familien zuspitzt. Das Trio um Batman, Gordon und Dent haben alle Hände voll zu tun aber haben trotz einiger Hinweise keinen konkreten Verdacht. So geraten auch Bruce Wayne und Harvey Dent unter die Verdächtigen, was die Ermittlungen und die Freudschafften der stark beeinflusst. Erschwerend kommt noch hinzu, dass immer mehr Schurken ins Rampenlicht treten und die Ermittlungen verkomplizieren. Da hätten wir den Joker, der in dem Unbekannten Mörder namens Holiday einen Konkurrenten um die Nummer 1 als Schurke sieht oder aber auch den Mad Hatter, Scarecrow und Poisen Ivy.

      Meinung:

      Ich habe mich erneut einem Klassiker in der langen Geschichten von Batman gewidmet. Auch hier wird schnell klar warum die Story als Klassiker bezeichnet wird. Ab dem ersten Heft wird eine spannende und fesselnde Story präsentiert. Aber nicht wie die mir bisher bekannten Geschichten aus New52 und Rebirth, mit viel Aktion Szenen und einigen Drumherum, sondern mit einer regelrechten Krimi Story. Hier ist Batman noch voll in der Rolle des Detektives und man fiebert mit jedem Hinweis mit und ich war mir mehr als einmal sicher zu wissen wer der mysteriöse Mörder ist. Auch das einstreuen der Schurken passiert dosiert und gut abgestimmt, so dass keiner Holiday die Show stiehlt. Sehr spannend finde ich auch die beginnende Ablösung der Mafia Familie, als kriminelle Schirmherren über Gotham, durch die in Erscheinung tretenden Schurken. Es findet quasi ein Wachablösung in der Unterwelt von Gotham City statt.
      Das Artwork trifft nicht immer meinen Geschmack, was vielleicht auch der Zeit geschuldet ist.

      Ein absolute Leseempfehlung!

      9,0/10
    • Taskmaster schrieb:

      Spider-Peter hat lediglich einen schwarzen Fummel gefunden
      Nochmal zu Secret War. Es ist eine Geschichte mit sehr vielen kleinen und großen Ideen. Spider-Man einen neuen schwarzen Dress zu verpassen ist schon eine ziemlich gravierende Änderung. Auch Doktor Doom mit unglaublicher Macht und ohne Maske zu sehen war schon einmalig.
      Owen, der ein ganzes Gebirge auf die Helden wirft. Das hat mich damals gleich mit umgeworfen.
      Mag sein, dass ich einfach gestrickt bin, aber da ist wirklich auch sehr viel außerhalb des Gefechts passiert. Johnny Storm und Colossus tragische Liebesgeschichte. Kang in Scheiben. Galactus.
      Ich muss mir die Geschichte unbedingt mal wieder rausholen.
    • Crackajack Jackson schrieb:

      Spider-Man einen neuen schwarzen Dress zu verpassen ist schon eine ziemlich gravierende Änderung.
      Und das macht die Geschichte von Secret War besser?

      Crackajack Jackson schrieb:

      Auch Doktor Doom mit unglaublicher Macht und ohne Maske zu sehen war schon einmalig.
      Ach komm, Doom hat doch in jedem 2ten Comic mit ihm noch viel unglaublichere Macht.
      Und ihn ohne Maske zu sehen ist Mittlerweile auch nicht mehr einmalig, sondern zweimalig. :D

      DER hatte da ja nunmal überhaupt nix zu suchen!
      Galactus ist weder Held noch Schurke. Galactus ist auch kein Zivilist. Er ist eine Naturgewalt.
      Ihn da einfach so billig ins Bösewichter-Team zu stecken - und das neben so Kanallien wie Lizard und Wrecker. Unsinnig.
      Das ist als wenn du für deine Axis of Evil einen Einbrecher, Saddam Hussein und einen Tsunamie rekrutierst.

      Secret Wars mag ja damals was Gewaltiges gewesen sein - das kann ich nicht beurteilen, ich hab es erst vor wenigen Jahren gelesen. Aber heutzutage zurück geguckt fällt es nicht wirklich großartig auf.

      lg Task

      Jones schrieb:

      Wenn ich mir mal einen Hund zulege, wird's ein Dobermann...und ich nenne ihn Taskmaster.