Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ja, das war mehr eine allgemeine Frage, jetzt nicht nur auf "Troja" bezogen. War zwar lange nicht so begeistert wie erhofft, fand aber das Artwork schick und wollte auch wissen wie die Story weitergeht. Leider blieben halt die Charaktere ein bissl blass und der Erzählfluss wirkte streckenweise ganz schön holprig. Rezi zu den anderen Beiden Teilen kommt bald.
      - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - -

      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:

      :guitar: Just my 2 cents :kette:
    • Klapptext:
      "DC Comics Graphic Novels Collection Jla – Das Erste Jahr. Teil 1 und 2
      JLA – DAS ERSTE JAHR. Nachdruck von JLA – Year One #1-6, ursprünglich erschienen zwischen Januar und Juni 1998. Fünf der größten Superhelden der Erde – Green Lantern, Flash, Aquaman, Black Canary und Martian Manhunter – verbünden sich gegen einen gemeinsamen Feind und bilden die Justice League of America.
      Die Entstehungsgeschichte der klassischen Justice League aus dem Silver Age der Comics. Die Helden der Liga erinnern sich an ihr erstes gemeinsames Abenteuer, bei dem sie gegen außerirdische Widersacher kämpfen mussten."

      Wie schon im Klapptext erwähnt, handelt es sich um die Entstehungsgeschichte der JLA. aufgeteilt in zwei Graphic Novels.
      Die Zeichnungen und die Geschichte(n) fand ich klasse, spannend und fesselnd.

      ABER: Die Rechtschreibfehler ... von den ersten Seiten an wimmelte es nur davon, so das diese Tatsache das Lesevergnügen schon teils ziemlich eingeschränkt hat.

      Die Zusatzstory in Band 1 war unlesbar, da Sätze teils komplett aneinandergeschrieben waren. Ich habe sie nicht gelesen - Sehr, sehr schade.

    • Eaglemoss war bekannt dafür das sie gerade zu Beginn der Sammlung massiv mit Rechtschreibproblemem zu kämpfen hatten. Wurde erst besser als sich einer der unsrigen erbarmt hat und den Lektor spielte.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Thias schrieb:

      Ist das bei allen Exemplaren so?
      Nein, die wurden nur an ausgewählte Leser geschickt. Das ist der Vorteil wenn im Gutenbergstil alle Seiten einzeln gedruckt werden.

      Niccco76 schrieb:

      Ich hab zwar schon einige Bände von Eaglemoss gelesen, da war zwar mal der ein oder andere Fehler drin, wo ich dachte, na, kann ich mit leben - Aber hier? Das war teils wirklich sehr mühsam ...
      Die größten Probleme haben Bände gemacht, deren Übersetzung aus dem Dino-Verlag stammt. Da gab es vermutlich keine digitalen Vorlagen und somit wurden sie wohl von nichtdeutschen abgetippt. Sowas kann nur schief gehen. Das wurde ab Band 60 besser. Das betrifft vor allem Flash und JLA.

      Außerdem wurde wohl sehr spät ein Lektorat eingesetzt. Viele Übersetzungen wirken roh. Am Ende wurde dann überwiegend im Satz geschlampt. Etwa falsche/unpassende Trennung.
      ...
    • Troja, die Dritte:



      Titel: Troja: 3 – Die Rätsel von Samothrake

      Verlag: Splitter (Fr: Éditions Soleil)

      Format: 48 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Troie: Les Mystéres de Samothrace

      Autoren: Nicolas Jarry

      Zeichner: Campanella Ardisha

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der junge und ehrgeizige Achilles will Mykene und das Herz der schönen Helena von Sparta erobern. Doch seine voranschreitende Armee schwebt in größter Gefahr. Eine neu interpretierte Version des Troja-Mythos von Star-Texter Nicolas Jarry.

      Achilles, der junge König von Phthia, und sein Cousin Patroklos sind unterwegs, um mithilfe von Tyndareos, dem König von Sparta, Mykene zu erobern. Bis über beide Ohren in Helena, Tyndareos Tochter, verliebt, weiß Achilles, dass eine Verbindung mit der jungen Frau für Agamemnon, dem mächtigen Herrscher von Mykene, eine Bedrohung darstellen würde. Daher kommt er ihm zuvor und stürzt sich in einen ehrgeizigen und wahnsinnigen Eroberungsplan. Doch unterwegs erwartet ihn eine Überraschung. Tyndareos wurde von einer bizarren Armee getötet, einer Art Aschewolke, die alles auf ihrem Weg vernichtet. Ein blutiges Machtspiel beginnt, der große Krieg scheint unvermeidlich...

      Eine Schlimme Zeit beginnt. Das Orakel schweigt, es stirbt. Die Götter sehen schweigend zu. Angst macht sich breit. Sie dringt bis ins Herz der Grosskönige und der mutigsten Krieger.

      Kronos war verletzt und gekränkt, als die Kinder der Bronzezeit sich von ihm abwandten. Das Tier ist wütend uns sein Denken verschließt sich der Vernunft. Er will nur noch jene vernichten, die ihn verraten haben.

      In Troja entscheidet sich die Zukunft der Menschen. Dort kreuzen sich die Schicksale der wichtigsten Personen dieser Welt.



      Just my 2 cents:
      Die zweite Halbzeit beginnt wunderschön gezeichnet mit der Entsendung eines Schiffes nach Samothrake. Was Menelaos damit bezweckt bleibt erstmal unklar.

      Der König von Hattusa lässt sein Volk zur Flucht zusammenrufen. Im Norden und Westen ist sein Reich bereits verwüstet und wird von Flammensäulen bedroht.

      Achilles und Chiron haben die Schlacht auf Kreta überstanden, befinden sich ebenfalls auf einem Schiff nach Samothrake und erfahren unterwegs, dass Kronos vom Chaos nahezu endlose Kräfte verliehen wurden. So hat er Knossos eingenommen, muss seine Kräfte aber noch weiter sammeln um gegen Troja vorrücken zu können.

      Der Pharao ist aus dem Hethiterreich zurück und Helena trifft zusammen mit Paris in Troja ein, wo sie nicht wirklich mit offenen Armen empfangen wird. Aufgrund dieser Beleidigung treffen natürlich auch Menelaos und Agamemnon die letzten Vorbereitungen um in den Krieg zu ziehen. Ihr Eifer wird jedoch schnell gedämpft, als die ersten Ihrer Schiffe von einem Poseidon-Gesandten Leviathan vernichtet werden. Noch haben die Götter des Olymp mitzureden im Kampf gegen Kronos und seine Pläne.

      Die Story nimmt Fahrt auf und nach und nach kristallisiert sich heraus, wer mit wem im Bunde steht und wer gegen wen Intrigen schmiedet oder offen zu Felde zieht. Das Ganze geschmückt mit allerlei Scharmützel, auch vielen Sagenfiguren wie Gorgonen, Zentauren und Zyklopen.

      Auch wenn die Sprünge zwischen Griechenland und seinen Inseln, Ägypten, dem Orient und Troja noch immer etwas holprig wirken schreitet die Geschichte jetzt wenigstens stet voran und die Ziele der Charaktere werden klarer.
      Im weitern Verlauf wird auch einiges an Dramatik geboten. Agamemnon muss sich der schwersten aller Prüfungen unterziehen, Achilles muss die wichtigste Entscheidung seines Lebens treffen und es wird klar, dass sich in Troja das Schicksal der Welt entscheiden wird.

      Ja, Erzählstruktur und Story gefallen mir bei diesem dritten Band etwas besser, vor allem, weil die Ziele der Protagonisten langsam ersichtlich werden. Trotzdem bin ich nicht schwer begeistert. Noch immer etwas holprig mit den ganzen Schauplatzwechseln und vor allem stört mich die wilde Missachtung der griechischen Mythologie wie sie überliefert wurde. Da werden zig Versatzstücke wild zusammengewürfelt und viele Personen machen einfach ganz andere Sachen, als sie eigentlich sollten. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam, weil mich das bei „Odyxes“ gar nicht gestört hat, aber aufgrund der abgefahrenen Zeitreisethematik war da eigentlich klar, dass es sich um einen abgedrehten, trashigen Genremix handelt. Hier nimmt man den Namen Troja und alles spielt sich innerhalb der Mythologie in der Antike ab. Da habe ich mir eine etwas originalgetreuere Umsetzung erwartet bzw. erhofft. Die zwei drei Kleinigkeiten, die wirklich analog zu den griechischen Sagen sind reißen das leider nicht raus.

      Meine Wertung: 6/10

      Auch wenn ich nicht begeistert bin finde ich den Comic noch immer überdurchschnittlich gut und das Finale darf doch mit Spannung, und der Hoffnung auf einen Paukenschlag zum Schluss, erwartet werden.

      VG, God_W.
      - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - -

      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:

      :guitar: Just my 2 cents :kette:
    • Finale des Vierteilers und Abschluss meiner Ausflüge ins antike Griechenland...



      Titel: Troja: 4 – Die Pforten des Tartaros

      Verlag: Splitter (Fr: Éditions Soleil)

      Format: 56 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Troie: Les Portes du Tartare

      Autoren: Nicolas Jarry

      Zeichner: Campanella Ardisha

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der junge und ehrgeizige Achilles will Mykene und das Herz der schönen Helena von Sparta erobern. Doch seine voranschreitende Armee schwebt in größter Gefahr. Eine neu interpretierte Version des Troja-Mythos von Star-Texter Nicolas Jarry.

      Achilles, der junge König von Phthia, und sein Cousin Patroklos sind unterwegs, um mithilfe von Tyndareos, dem König von Sparta, Mykene zu erobern. Bis über beide Ohren in Helena, Tyndareos Tochter, verliebt, weiß Achilles, dass eine Verbindung mit der jungen Frau für Agamemnon, dem mächtigen Herrscher von Mykene, eine Bedrohung darstellen würde. Daher kommt er ihm zuvor und stürzt sich in einen ehrgeizigen und wahnsinnigen Eroberungsplan. Doch unterwegs erwartet ihn eine Überraschung. Tyndareos wurde von einer bizarren Armee getötet, einer Art Aschewolke, die alles auf ihrem Weg vernichtet. Ein blutiges Machtspiel beginnt, der große Krieg scheint unvermeidlich...

      Eine Schlimme Zeit beginnt. Das Orakel schweigt, es stirbt. Die Götter sehen schweigend zu. Angst macht sich breit. Sie dringt bis ins Herz der Grosskönige und der mutigsten Krieger.

      Kronos war verletzt und gekränkt, als die Kinder der Bronzezeit sich von ihm abwandten. Das Tier ist wütend uns sein Denken verschließt sich der Vernunft. Er will nur noch jene vernichten, die ihn verraten haben.

      In Troja entscheidet sich die Zukunft der Menschen. Dort kreuzen sich die Schicksale der wichtigsten Personen dieser Welt.



      Just my 2 cents:
      Das große Finale steht an und auch da gibt sich der Verlag bei dem schicken Album keine Blöße. Landkarte und Glossar sind wie immer prima und sogar ein paar Seiten mehr, um die Geschichte nicht noch holpriger als zuvor zu Ende zu erzählen, hat der Autor springen lassen.

      Ich will jetzt gar nicht sooo viel über die Story erzählen, da das jetzt eigentlich alles spoilern würde, aber so viel sei verraten. Es wird episch, blutig, düster und tragisch. Bündnisse werden gebrochen, neue, unerwartete werden geschlossen. Es wird eine Geschichte von Liebe, Verrat und Betrug erzählt. Nicht alle Protagonisten kommen mit dem Leben davon und nicht für jeden wird das Ende wirklich happy.

      Zeichner Ardisha macht wieder einen gewohnt tollen Job, ich glaube zum letzten Teil hat er sogar nochmal ne Schippe drauf gepackt, aber ist es auch Autor Jarry gelungen zum Finale die Kurve zu kriegen? Antwort ist ein ganz klares JEIN. Ja, der Erzählfluss ist stimmiger und weniger holprig, was vor allem daran liegt, dass es nicht mehr so viele Locations gibt. Es wurden ja einige Bündnisse geschlossen und so muss nicht mehr zwischen allzu vielen Gruppen hin und her gesprungen werden und zur finalen Entscheidungsschlacht finden sich ja sowieso alle in und vor Troja ein.

      Auch die Spannungsschraube wird deutlich angezogen und es gab dann wirklich Momente, in denen ich richtig mitgefiebert habe und nicht nur externer Betrachter war. Gerade der finale Kampf um Troja ist auch noch sehr dynamisch und abwechslungsreich gestaltet. Dennoch will der letzte Funke nicht gänzlich überspringen. Nicht alle Charaktere bekommen genug Screentime und die Parallelen zur Griechischen Mythologie sind mir persönlich zu wenige oder zu stark abweichend dargestellt. Alles in allem kein Totalausfall, aber sicher auch nichts, was ich nochmal lesen werde. Trotzdem ist der letzte Band ganz knapp eine Nummer besser als die vorangegangenen Teile.

      Meine Wertung: 7/10

      Wenn jemand Interesse an allen vier Bänden in Top Zustand hat: Gerne eine PN an mich!

      VG, God_W.
      - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - -

      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:

      :guitar: Just my 2 cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • excelsior1166 schrieb:

      Ich werde jetzt etwas von Stan lesen...
      Natürlich wäre gestern das genau das Richtige gewesen und ich habs mir tatsächlich auch überlegt....aber dann lagen da die restlichen Mykros!!!

      Da habe ich nun diese Hefte x-Mal gelesen (als Junge) und auch jetzt beim erneuten Lesen bin ich einfach nur begeistert!!! Ich liebe diese Helden über alles und bin bereit für die französischen Fortsetzungen ein paar Übersetzungsstunden auf mich zu nehmen :D



      Ich habe gestern Stan Lee zu Ehren das untenstehende Lied angehört.



      Heute werde ich einen Band der Fantastic Four heraussuchen und mal so richtig den grossen Verlust beweinen! Denn in solchen Momenten ist wohl Familie der grösste Trost!

      :bampf: :bampf: :bampf:
    • Ein Cowboy in Paris

      Spoiler anzeigen

      Eine Anlehnung an den Film „Ein Amerikaner in Paris“. Überhaupt ist dieser Band voll von kleineren und größeren Anspielungen. Manchmal ist es schon fast zu viel des Guten. Luke wird als Begleitschutz für eine Tournee engagiert, um Geld für die Freiheitsstatue zu sammeln. Ein sehr bekanntes Muster bei Lucky Luke. Dazu kommen noch ein paar Seiten, die sich mit den Eigenheiten der Franzosen auseinander setzen.
      Man glaubt fast in den früheren Reiseabenteuern von Asterix und Obelix gelandet zu sein.
      Insgesamt ist der Band natürlich sehr unterhaltsam, aber er bietet wenig Neues.
      Die schönste Szene war da noch Jolly Jumper beim Pferderennen.
    • Neu

      Science Fiction at its best!



      Titel: Drifter 1: Crash - Vorzugsausgabe

      Verlag: Cross Cult (US: Image)

      Format: 128 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #1-5

      Autoren: Ivan Brandon

      Zeichner: Nic Klein

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Ein furioser Space-Western vom deutschen Starzeichner Nic Klein (CAPTAIN AMERICA, THOR) in limitierter Vorzugsausgabe exklusiv mit signiertem und nummeriertem Artprint!

      Beim verzweifelten Versuch zu überleben hat sich die Menschheit im gesamten Universum ausgebreitet und Kolonien auf zahllosen Welten gegründet. Auf dem Rückflug einer Mission legt Pilot Abram Pollux eine schwere Bruchlandung auf Ouro hin. Der Planet, der auf den wenigsten Karten verzeichnet ist, ist ein wahrer Tummelplatz für gestrandete Existenzen: Hier leben die Ärztin Lee Carter, der mysteriöse Prediger Arkady, die Minenarbeiter Della und Chuck, die unter Lebensgefahr die einzige Energiequelle des Planeten abbauen, und ein maskierter Wanderer, der mit einem seltsamen Gerät die elektromagnetischen Stürme bändigt, die über den seltsamen Planeten hinwegfegen, und der Schuld daran ist, dass Abram Pollux seit seinem Erwachen nicht nur einen Weg nach Hause sucht, sondern auch nach seiner Erinnerung …



      Just my 2 cents:
      Die Warnsirenen heulen, der Bordcomputer meldet Hüllenbruch und das Schiff brennt und glüht, als es auf die Atmosphäre eines unbekannten Planeten trifft. Der Absturz ist unvermeidlich… Nur knapp entrinnt Pilot Abram Pollux dem Tod durch ertrinken und bricht am Ufer zusammen. Er schreckt auf, als ein unbekanntes Wesen über ihm beugt… und sticht aus Reflex zu… Doch weder verteidigt sich das blaue Wesen, noch geht dessen Freund auf ihn los. Stattdessen rennt ein anderer Mensch auf ihn zu… und erschießt ihn.

      Tage Später wacht Abram auf. Er befindet sich auf der Krankenstation/Marshalbüro eines abgelegenen Außenpostens namens Ghost Town. Die Gesetzeshüterin ist zugleich die Sanitäterin und hat ihn halbwegs aufgepeppelt. Es dauert nicht lange, bis er bei der Erkundung des Wüstenstädtchens am Ende der Galaxie einen fanatischen Priester kennenlernt und den Weg zum Saloon findet. Dort trifft er sogleich einen alten bekannten wieder, muss sich jedoch aufgrund der Gesetze in der Stadt vorerst zurückhalten.

      Als der Widersacher schließlich die Stadt verlässt beginnt eine Hetzjagd durch die Wüste, wo in der Nacht die sogenannten „Aasfresser“ lauern. Auf der Flucht vor denen landen Pollux und Marshal Carter am Wrack eines abgestürzten Raumschiffs. Pollux ist der Meinung es müsse sein Schiff sein, laut Carter ist das Teil jedoch schon vor über einem Jahr abgestürzt und seitdem sei kein Raumschiff mehr auf dem Planeten angekommen oder notgelandet. Wie kann das sein? Bevor Zeit ist darüber nachzudenken flüchten die Aasfresser aus Angst, und zwar aus Angst von einem sogenannten „Bären“. Das Wesen sieht allerdings gar nicht wie ein Bär aus und verursacht dazu noch extreme, blitzartige Entladungen. Jetzt heißt es erstmal ein Versteck finden und dann kann Abram herausfinden wer ihn umbringen will… und wieso.

      Uns geht es Ähnlich, denn das wollen wir auch herausfinden. Außerdem erwähnt Abram mehrfach, dass er den Tod, oder zumindest sein jetziges Schicksal verdient hat. Weshalb ist er der Meinung? Was hat es mit den ruhigen blauen Wesen und den brutalen Aasfressern auf sich und welche Gefahren lauern in der Mine, wo die Blaue Substanz abgebaut wird? Was weiß der Priester und wer zum Henker ist dieses taffe kleine Mädchen mit der Knarre? Fragen über Fragen und ich kann es kaum erwarten die Antworten darauf in dieser faszinierenden Welt zu suchen und zu finden!

      Der deutschstämmige Zeichner Nic Klein hat lange Zeit in Kanada gelebt und ist einer der wenigen deutschen, die als Comic-Zeichner den Durchbruch in den USA geschafft haben, und das völlig zurecht, wie „Drifter“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Das wirklich grandiose Artwork schafft es mühelos, mich in diese fremde, teils lebensfeindliche und sehr rätselhafte Welt zu entführen. Ich kann den Staub der Straßen „Ghost Towns“ beinahe schmecken und den Wüstenwind in meinem Gesicht spüren. Obwohl das Grundszenario „Wir stürzen auf einer fremden Welt ab und wissen erstmal nicht wo oben und wo unten ist“ wahrlich nicht neu ist, so kann die Umsetzung doch mit einigen Überraschungen und viel Einfallsreichtum punkten. Klar fühlt man sich an Genre-Stoff wie „Pitch Black“ oder „Serenity“ erinnert, findet Ideen aus dem „Wüstenplaneten“ oder „Star Wars“ wieder. Dennoch schaffen Autor Ivan Brandon und Zeichner Nic Klein es, uns das Ganze so frisch und unbefangen zu präsentieren, dass es sich extrem neu und unverbraucht anfühlt.

      Die streckenweise Atemberaubend schönen Zeichnungen finden im großen Hardcover-Album von Cross Cult ihre gebührende Leinwand auf hochwertigem, gestrichenem Papier. Jedes Detail kommt perfekt zur Geltung und an dem ein oder anderen Panel kann ich mich kaum satt sehen. Der Name Nic Klein steht ab jetzt auf jeden Fall ganz weit oben auf meiner „Zeichner-die-ich-mag-Liste“. Einige Skizzen, eine Cover-Galerie sowie ein Interview mit Zeichner Nic Klein und ein Nachwort von Autor Ivan Brandon runden das extrem schicke Gesamtpaket würdig ab. Ich habe die Vorzugsausgabe mit einem signierten Druck (oben Mitte) und Variant-Cover (oben links), aber auch das Original-Cover (oben rechts) finde ich sehr gelungen. Allgemein finde ich die Aufmachung mit dem etwas retro wirkenden Schriftzug wirklich sehr sehr cool.

      Die stellenweise leicht psychedelisch angehauchte Sci-Fi-Story mit Western- und Horror-Elementen sowie einem Touch Mystery ist sehr abwechslungsreich und durchgehend spannend. Die Actionszenen sind wohl dosiert, angemessen brutal und der Plot kommt einem zuerst (nur kurz) sehr klar und vorhersehbar vor, bevor er ganz schnell ins Rätselhafte und Undurchsichtige abtaucht. Dennoch werden mir ständig Bröckchen vorgeworfen, die mich packen und zwingen weiter zu lesen. Ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht und stürze mich nach Beendigung des ersten Teils direkt auf Band zwei.

      Ach ja, hatte ich schon erwähnt, dass ich vom unglaublich plastisch wirkenden Artwork absolut begeistert bin? Kein Wunder, dass Nic Klein auch schon an großen Namen wie Captain America, Thor und dem Punisher arbeiten durfte! Gerade als Science Fiction, Western und Horror-Fan holt mich das Teil einfach komplett ab und ich gebe nur noch nicht die Höchstwertung, weil ich nicht schon bei Band eins mein ganzes Pulver verschießen will.

      Meine Wertung: 9/10

      Habt Ihr Drifter gelesen? Wie fandet Ihr es? Was sind Eure Favorite Sci-Fi-Flics mit Westerneinschlag?

      VG, God_W.
      - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - -

      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:

      :guitar: Just my 2 cents :kette:
    • Neu

      God_W. schrieb:

      Titel: Drifter 1: Crash - Vorzugsausgabe
      TOLL, DEN HAB ICH AUCH NOCH IRGENDWO RUMLIEGEN :D BEI DIESER WERTUNG FREU ICH MICH DRAUF!!

      Gestern die erste Geschichte (noch einmal) aus dem Band Marvel Exklusiv 16 (aus dem Hause Excelsior) gelesen und als toll empfunden! 8/10
      und heute die zweite Geschichte 8,5/10
      Alles sehr gut gezeichnet und toll erzählt. Super sympathische FF

      Flamme an!!! :flameon: Ich bleibe an den Fantastic Four dran!

      :flameon: :flameon: :flameon:
    • Neu

      Der Flattermann schrieb:

      Nic Klein ist Bombe keine Frage, aber Drifter ne 9/10 eher nicht. Dafür das man erst am Ende weiß worum es eigentlich geht, ist es mir zu wenig.
      Mich haben das Setting, die rätselhafte Atmo und die kantigen, teils undurchsichtigen Charaktere sofort gefesselt. Gerade, dass noch nicht ganz klar ist, worum es überhaupt geht find ich nen absoluten Pluspunkt. Macht die Tour zu einer "Reise ins Ungewisse" was mich gleich nochmal so sehr anfixt wie eh schon.

      Deshalb bleibt die 9 bei mir stehen. ;)
      - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - - WERBUNG - - -

      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:

      :guitar: Just my 2 cents :kette:
    • Neu

      Essex County




      Band 1 Geschichten vom Land
      Band 2 Geistergeschichten
      Band 3 Die Krankenschwester



      Gestern in einem Rutsch alle drei Bände gelesen. Weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte.



      Geschichten vom Land erzählt von dem
      Waisenjungen Lester, der bei seinem Onkel untergebracht ist, und in
      seinen Tagträumen als Superheld gefangen ist, um sich damit gegen seine
      Umwelt abzuschotten.



      In Geistergeschichten erinnert sich der an Demenz
      erkrankte Lou an seine, und die seines Bruders Vince, meist unglücklich
      vergangene Lebensgeschichte.



      Die Krankenschwester ist der letzte Band von Essex County, in der die Handlungsstränge der vorherigen Geschichten zusammen geführt werden.



      Vor Jahren hatte ich im Comicladen Geschichten vom Land
      in der Hand, kurz durchgeblättert und als unmögliches Gekrakel das
      nichts mit Zeichnungen zu tun hat bei Seite gelegt.
      So mag es den meisten Comiclesern gehen die zum ersten
      mal ein Buch mit einem von Jeff Lemire gezeichneten Comic in der Hand
      halten. Aber was hat meine Meinung geändert.
      Nachdem ich Black Hammer von Lemire gelesen hatte bin ich
      neugierig geworden und habe mir die Essex County Trilogie gekauft und
      gelesen.

      Die Zeichnungen von Lemire sind skizzenhaft und auf ein
      Minimum reduziert. Doch trotzdem, man hält nicht für möglich, wie viel
      Gemütszustände und landschaftliche Eindrücke mit nur wenigen
      Tuschestrichen wiedergegeben werden, die einem einfach nur mitreissen.
      Mann muß sich nur darauf einlassen und dann kommt alles von selbst und lässt einen nicht mehr los.

      Am meisten bewegt haben mich die Geistergeschichten.
      Ich bin jetzt in einem Alter wo, man sich die Frage
      stellt, ob man vielleicht nicht einmal selbst dement werden könnte. Wie
      ist das wenn man seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt; nur noch in seiner
      eigen Welt lebt.
      Jeff Lemire hat diesen Zustand sensationell zu Papier
      gebracht. Es ist einfach nur großartig wie er dich mit einfachen Bildern
      und wenig Worten aus der Fassung bringen, und emotional berühren kann,
      ohne dabei auch nur einmal kitschig zu wirken. Genau das ist die Stärke
      die durch seinen Minimalismus erzielt wird.


      Wer nur ein wenig offen dafür ist, sich auf etwas anderes einzulassen, der sollte hier unbedingt einsteigen.



      Jeff Lemire zählt für mich derzeit zu den besten Comicautoren weltweit.
      Schöne Grüsse aus dem Kohlenpott