Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Dinje schrieb:



      Die 90er Jahre Serien haben mir wenig zugesagt. Es war damals ein großer Fehler, dass man alle Storys durch sämtliche Superman-Titel gezogen hat und die damit von immer 4 unterschiedlichen Autoren und Zeichnern weitererzählt wurden, wodurch die einzelnen Teams ihre eigenen Stärken im Geschichtenerzählen nicht wirklich ausspielen konnten.
      Die berühmte Triangel Zeit. :P
      Ich fand das gar nicht so schlecht, war für mich wie nur eine große Serie. Heute kocht jeder seinen eigenen Brei und bei drei, vier parallel laufenden Serien weiß man nie wann und wo was entscheidendes passiert :wacko:
      Aber ich kann deine Argumente auch nachvollziehen. Großartige, nachhallende Runs waren da eher wenig möglich.
      Wobei Jurgens bei Superman mMn schon seinen Stempel aufgedrückt hat.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Zurück in den Europäischen Alpen…



      Titel: Gipfel der Götter 2

      Verlag: Schreiber & Leser (JP: Shueisha)

      Format: 336 Seiten im Paperback mit Klappenbroschur (S/W)

      Inhalt: Gipfel der Götter Kapitel 9-18

      Autoren: Baku Yumemakura, Jirō Taniguchi

      Zeichner: Jirō Taniguchi

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Bei seinen Recherchen nach der Herkunft des rätselhaften alten Fotoapparats nähert Fukamachi Makoto sich immer mehr dem mysteriösen Habu Yoshi. Wer ist dieser eigensinnige Alpinist mit den legendären Erfolgen? Wie kam er an die Kamera, die wahrscheinlich dem am Everest verschollenen George Mallory gehörte? Und wer ist der alte Sherpa, der Habu nicht von der Seite weicht? Fukamachi erfährt von Habus Abstürzen am Berg, vom tragischen Ende der Rivalität mit dem weltberühmten Alpinisten Hase Tsuneo, und dass der unter Habus Führung verunglückte junge Kishi eine schöne Schwester namens Ryoko hat…

      Die Geschichte um den genialen Alpinisten Habu Yoshi erschien von 2000 bis 2003 in der japanischen Zeitschrift Business Jump und wurde 2001 beim Festival für Kunst und Medien des japanischen Kultusministeriums mit dem 1. Preis für den besten Manga ausgezeichnet.



      Just my 2 cents:
      Ich war vom ersten Teil ja sowas von geflasht, dass ich sofort wissen musste, wie es weiter geht. Habe Band zwei jetzt auch schon vor einigen Tagen ausgelesen, aber leider noch keine Zeit gehabt was dazu zu schreiben. War die letzten Tage damit beschäftig meinen Rücken wieder halbwegs auf Spur zu bringen und natürlich mit lesen ;) . Werde zu den gesichteten Sachen jetzt die nächsten Tage versuchen täglich eine kleine Rezi hier zu lassen. Los geht’s natürlich mit dem zweiten Part von Jiro Taniguchis Meisterwerk.

      Obwohl der Band nur ein paar Seiten mehr hat als der Erstling ist er doch eine ganze Ecke dicker. Vermutlich hat das Team von Schreiber & Leser der Reihe aufgrund des Erfolges ein kleines Upgrade in der Papierqualität verpasst. Auch der Einband des Softcovers mit Klappenbroschur ist etwas stabiler und wirklich schön gestaltet. Das Buch hat eine angenehme Haptik und im Vergleich zum ersten Teil konnte ich diesmal keine abgeschnittenen Sprechblasen oder Ähnliches ausmachen. Für alle, die noch nicht viel Manga-Erfahrung haben, wird auf der letzten Seite (auf der Ersten, wenn man das Buch versehentlich auf der falschen Seite öffnet) nochmal darauf hingewiesen, wie ein Manga zu lesen ist und auch eine Beispielseite mit Sprechblasenreihenfolge abgebildet. Schöner Service und an dieser Stelle auch nochmal der Hinweis an alle, die Mangas aufgrund der Leserichtung scheuen: Traut Euch! Das ist wie in UK Autofahren, man gewöhnt sich schneller dran als man denkt.



      Die Grandes Jorasses, ein Gebirgszug des Montblanc-Massivs und Teil der North-Face-Trilogy, der drei berüchtigsten Nordwände in den Europäischen Alpen. Nachdem er ihm bereits am Eiger und am Matterhorn zuvorkam wollte Habu Yoshi seinem Konkurrenten Hase Tsuneo wenigstens mit der Winterdurchsteigung der Nordflanke des Walker-Pfeilers in den Grandes Jorasses zuvorkommen. Von Habus ehemaligem Arbeitgeber erfährt der Fotojournalist Fukamachi Makoto in groben Zügen welch dramatische Szenen sich damals an der Wand abgespielt haben müssen. Um genaueres zu erfahren muss er allerdings auf Informationen aus erster Hand zurückgreifen. Ein wahrer Glücksfall, dass Habu sein in dieser Zeit geführtes Tagebuch der hübschen, aber traurigen Ryoko überlassen hat.

      Ryoko ist die Schwester von Habus ehemaligem Kletterpartner Kishi.
      Spoiler anzeigen
      Der junge, enthusiastische Bergsteiger und Habu-Fan ist bei einem tragischen Absturz während eines gemeinsamen Aufstiegs mit Habu ums Leben gekommen. Zeuge davon wurden wir bereits im ersten Band.
      Sie sehnt sich danach mehr über Habus Verbleib herauszufinden und ihn wiederzusehen, da kommt ihr der Fotojournalist mit seinen Informationen aus Katmandu gerade recht und da sie Fukamachi im Gegenzug das Tagebuch zur Verfügung stellen kann ist das für beide eine Win-Win-Situation. Vor allem aber für uns, denn so sind wir als Leser hatnah dabei, wenn Habu am Walker-Pfeiler abstürzt und ein wahnsinnig intensiver, fesselnder und fast schon körperlich schmerzhafter Kampf ums Überleben beginnt.

      Das Habu lebend da raus kommt wissen wir bereits, denn sonst hätte Fukamachi ihm ja in Kathmandu nicht über den Weg laufen können. Die Art und Weise aber, wie Taniguchi diese Rückblende in Szene setzt sucht ihres Gleichen. Selbst mit den nervenzerrendsten Filmen zum Thema Bergsteigen können diese Kapitel locker mithalten und entwickeln sich zu wahren Page-Turnern. Das Habu seine Rettung
      Spoiler anzeigen
      dann letztendlich seinem Rivalen Hase verdankt
      war fast schon vorauszusehen. Doch auch dieses traumatische Ereignis kann Habus Bergfieber nicht auslöschen und so schafft er es nach dem Auskurieren seiner Wunden ins Team des Alpenvereins Tokio, die 1984 eine Erstbesteigung des Everest über die Südwestflanke im Winter planen. Auch Hase Tsuneo ist Teil dieses Teams, was aber bei weitem nicht der einzige Grund Spannungen innerhalb der Gruppe darstellt. Doch all diese Streitereien werden sollen schon bald von etwas weit Schlimmerem überschattet werden, dort, am höchsten Berg der Welt.



      Jiro Taniguchi wirft die Kletterseile aus, knüpft daraus ein dichtes Netz aus außergewöhnlich atmosphärischer Geschichte, atemberaubendem Artwork, vor allem in den Bergszenen, die auch noch nervenzerfetzend spannend geraten sind und schafft es, bei all diesen hervorragenden Eigenschaften zu keinem Zeitpunkt reißerisch oder selbstzweckmäßig rüber zu kommen. Im Gegenteil, der Fokus der Geschichte liegt ganz klar auf den Charakteren, deren Entwicklung, ihrer inneren Zerrissenheit und dem Versuch die Frage zu ergründen, was jeden Einzelnen in seinem Tun antreibt. Mich hat Taniguchi auf jeden Fall fest in seinem Netz gefangen, oder ich hänge am Sicherungshaken fest, oder was auch immer. Auf jeden Fall kann ich kaum erwarten die übrigen drei Bände in die Finger zu bekommen und zu verschlingen. Zum Glück ist die Bestellung schon aufgegeben und sollte spätestens Anfang kommender Woche eintreffen.

      Erneut wurde ich emotional sofort gefangen genommen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Natürlich sind die große Überraschung und das Entdeckergefühl vom ersten Band in der Zweiten Runde nicht mehr ganz so ausgeprägt vorhanden und an einer Stelle war die Geschichte etwas zu vorhersehbar. Diese beiden Mini-Mäkel führen dazu nicht schon wieder die Höchstnote zu ziehen, aber das Gesamterlebnis bleibt einfach Überragend und als gegen Ende mit dem K2 auch noch mein Lieblingsberg ins Spiel kommt kann ich mich vor kribbelnder Begeisterung kaum beherrschen.

      Meine Wertung: 9/10

      Mal eine Frage an die Profis in Sachen Artwork hier: Was ist denn das für ein Zeichenstil, den Meister Taniguchi hier eigesetzt hat? Hat der Fotos von Bergen abgepaust, oder sind das gar Schwarz/Weiss-Fotos, die an einigen Stellen überzeichnet wurden bzw. dann Charaktere etc. eingezeichnet wurden? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand so perfekt malen kann (konnte)!

      VG, God_W.
      Ich freue mich über Besuch und Austausch in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:




      :!: WE WANT SWAMP THING! MOORE KOMPLETT UND ALLES DAVOR! :!:
    • Wonder Twins #1
      Die Wonder Twins aus den 80ern sind wieder da.
      Hier versucht DC das Konzept von Marvels Funny Schiene zu kopieren. Die Geschichte ist für ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Hier werden Highschool Themen, z.B. wie es ist neu an einer Schule zu sein, Ausgrenzung, oder öffentliche Blamage, gut dargestellt. Auch das Umfeld in der Schule ist gut dargestellt und die großen Superhelden (Superman,Batman,Wonder Woman) sind auch mit von der Partie.
      Das erste Heft hat mir gut gefallen.


      Man without fear #1-5

      Marvels Nightquest.
      Wie einst Batman kämpft sich der schwerverletzte Matt Murdock zurück ins Leben. Dazu kommen die leicht psychedelischen Bilder.
      Insgesamt sehr lesbar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Crackajack Jackson ()

    • Joe Kerr schrieb:

      Dinje schrieb:

      Die 90er Jahre Serien haben mir wenig zugesagt. Es war damals ein großer Fehler, dass man alle Storys durch sämtliche Superman-Titel gezogen hat und die damit von immer 4 unterschiedlichen Autoren und Zeichnern weitererzählt wurden, wodurch die einzelnen Teams ihre eigenen Stärken im Geschichtenerzählen nicht wirklich ausspielen konnten.
      Die berühmte Triangel Zeit. :P Ich fand das gar nicht so schlecht, war für mich wie nur eine große Serie. Heute kocht jeder seinen eigenen Brei und bei drei, vier parallel laufenden Serien weiß man nie wann und wo was entscheidendes passiert :wacko:
      Aber ich kann deine Argumente auch nachvollziehen. Großartige, nachhallende Runs waren da eher wenig möglich.
      Wobei Jurgens bei Superman mMn schon seinen Stempel aufgedrückt hat.
      Gerade bei langlaufenden Serien mag ich so ein Mittelding, ein starker, betreuender Redakteur, der dafür sorgt, dass die Serien durchaus verbunden sind, aber jedes eigene Team noch genug Spielraum hat, um eigene Ideen und Ansätze stärker zu verfolgen und ie großen Events durch alle Serien sind dann nur die Ausnahme. Bei den Batman-Titeln hat man das lange Zeit gut gemacht, Kelley Jones und Doug Moench konnten sich die schrägeren Figuren des DC-Universums vornehmen, Chuck Dixon & Graham Nolan mehr die klassischen und Alan Grant durfte sich sehr frei sozialkritisch bei Shadow of the Bat austoben. Bei Spider-Man hat es bis zur Klonsaga auch gut funktioniert. Die Ereignisse aus den anderen Serien waren präsent, aber dennoch hatte jeder Titel seine eigenen Geschichten.
      Heutzutage gibt es oft nur noch beide Extreme, entweder wird alles andere ignoriert oder durch Dauerevents werden eigene Entwicklungen verhindert.

      "What's y'r problem, space shrew? Y'got somethin' against ducks"
    • Marvel Boy schrieb:


      Und schon wieder mache ich hier das Fangirl.
      Obwohl ich die ersten vier Kapitel Nigunegu zwar schon im Netz gelesen habe war ich doch begeistert als ich hörte das das ganze auch endlich in gedruckter Form erscheint. Nun habe ich mir etwas Zeit gelassen um das ganze erneut zu lesen und muß sagen ich habe immernoch meine Freude daran. Die Figuren sind einfach so schön "normal" das die Handlung auch richtig Spaß macht ohne sich noch in ähnlicher Situation zu befinden. Es ist schön mal was abseits der Standardcomicthemen zu lesen und zeichnungstechnisch ist das ganze einfach grandios umgesetzt.
      Ich kann es garnicht erwarten das Band zwei kommt, zumal ich im Netz nicht weitergelesen habe, nicht der Geschichte sondern des Formates wegen, ich liebe einfach gedruckte Publikationen.
      :)
    • So, gerade noch mal die Wonder Twins gelesen. Dieses Heft ist es wirklich wert, ausführlicher vorgestellt zu werden.
      Spoiler anzeigen

      Es beginnt in einer typischen, amerikanischen High School, der Morris High School. Der Name ähnelt wahrscheinlich nicht zufällig dem Autor Grant Morrison, denn schon auf den ersten Seiten gibt es viele Comic Referenzen.Z.B. bereits im ersten Panel eine Werbung mit dem Namen Wolfspack (so nannte sich eine Gruppe Teenager mit Superkräften bei Marvel), ein Mitschüler heißt Trevor und es gibt ein Luthor Symposium. Hier gehen seit einigen Monaten die Wonder Twins Zan und Jayna zur Schule. Nachmittags sind sie in der Hall of Justice bei Superman, der ihrem Vater versprochen hat sich um die beiden zu kümmern.
      Der Grundton der Geschichte gleicht wirklich den damaligen Ausgaben der Superfreunde. Die Gegner sind (bis jetzt) nicht wirklich furchteinflößend und es geht mehr um Probleme, die eigentlich jeder mal hat. Die Suche nach Anerkennung und dem richtigen Platz in der Gemeinschaft.

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    • (Leider) schon beim Finale mit dem ungleichen Duo…



      Titel: Sam & Twitch – 3 + 4

      Verlag: Infinity (US: Image)

      Format: Heft 3: 48 Seiten / Heft 4: 48 Seiten im Prestigeformat

      Inhalt: Heft 3: Sam & Twitch – Udaku #5+6 / Heft 4: Sam & Twitch – Udaku #7+8

      Autoren: Brian Michael Bendis

      Zeichner: Angel Medina, Jonathan Glapion

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Sam und Twitch sind zurück im Polizeidienst! Und gleich ihr erster Fall ist der blanke Horror: eine Mordserie erschüttert die Stadt, doch es ist weniger die Skrupellosigkeit der Täter, als vielmehr deren makabren Visitenkarten. Denn an jedem Tatort lassen sie Körperteile zurück, die biologisch kaum möglich sind. Bei dem Versuch, diesem Mysterium auf die Spur zu kommen, stoßen sie sogar innerhalb ihres Reviers auf eine Mauer des Schweigens, und es wird ihnen sehr schnell klar, dass ihnen ihr alter Lieutenant alles andere als einen uneigennützigen Gefallen getan hat, als er ihnen ihre Dienstmarken zurückgab.

      Sam und Twitch, die beiden beliebtesten Nebenfiguren aus der Reihe Spawn, haben endlich ihre eigene Serie erhalten. Wie von ihnen nicht anders gewohnt, schlagen sie sich mit unvergleichlich stoischem Humor durch alle Misslichkeiten. Doch die Geschehnisse in der vierteiligen Miniserie Udaku bereiten sogar den beiden hart gesottenen Detectives eine Gänsehaut und selbst Sam droht mehr als einmal der Brocken im Halse stecken zu bleiben.



      Just my 2 cents:
      Die letzten Beiden Prestige-Hefte in der Reihe sind ebenso schick und zum düsteren Thema passend gestaltet wie die ersten beiden. Sie enthalten die Hefte #5-8 und schießen den Storybogen um UDAKU ab, wir werden also nicht mit einem losen Ende zurückgelassen und es muss sich keiner vom Kauf abschrecken lassen, nur weil nicht alles von den beiden Kult-Detectives bei uns erschienen ist.

      UDAKU, was bedeutet dieses Wort? Und weshalb verbreitet es solche Angst und Schrecken, dass jemand, der von Sam & Twitch befragt wird sich lieber eine Kugel in den Kopf jagt, anstatt zu antworten? Wer sind diese undurchsichtigen Killer, die mit Hut und Trenchcoat im Humphrey Bogart Stil unterwegs sind, aber komplett in weiß gekleidet? Und warum zur Hölle lösen sie sich in Luft auf, wenn man auf sie schießt?

      Fragen über Fragen und jetzt wurde auch noch Doktor McRory, eine der wenigen Verbündeten von Sam & Twitch, vom Dienst suspendiert. Scheinbar zieht die Innere die Schlinge um unsere beiden Helden immer enger und nimmt ihnen nach und nach jeden Informationsstrohhalm. Aber da haben sie die Rechnung ohne die Mafiosis der Sangiancomo Familie gemacht. Die sind natürlich alles Andere als erbaut darüber, dass ihre Familienmitglieder nach und nach dahingerafft werden und beschließen Sam Burke mit Informationen zu versorgen, die dank der Kombinationsgabe des übergewichtigen Ermittlers für eine entscheidende Wendung in der Geschichte sorgen.

      Zur Story selbst möchte ich gar nicht mehr schreiben, denn die wartet echt mit einigen coolen Wendungen und Überraschungen auf, die ich niemandem verderben möchte. Die Erzähldichte ist famos und wird von dem düsteren Film-Noir Artwork von Angel Medina perfekt unterstützt. Bendis macht ebenfalls einen Spitzenjob und bringt in die düster-dramatische Story genau an den richtigen Stellen eine Prise fatalistischen Sam & Twitch Humor mit rein. Am besten hat mir gefallen, wie perfekt er den Charakter der beiden Schnüffler getroffen hat und die Interaktion zwischen den beiden. Ja sie wachsen einem wahrlich ans Herz, vor allem die Rückblende in Sams Kindheit zu Beginn des letzten Infinity-Heftes ist ein kleines Meisterstück.



      Die schlussendliche Auflösung, was Udaku tatsächlich ist, hat mich zwar ehrlich gesagt ein klein wenig enttäuscht, aber das ist wirklich die einzige kleine Schwäche, die man dem Run ankreiden kann. Da wurde zuvor einfach eine zu überlebensgroße Erwartungshaltung aufgebaut, die nicht vollends erfüllt werden konnte. Dafür kommt in der ein oder anderen Szene richtig gruseliges Horror-Feeling auf und auch der große Showdown weiß zu überzeugen. Abschließend bleibt also zu sagen, dass Sam und Twitch zum Besten gehört, was ich bislang aus dem Spawn-Universum gelesen habe und ich drücke weiter ganz fest die Daumen für eine deutsche Veröffentlichung der übrigen Abenteuer der beiden kernigen Charakterköpfe.

      Meine Wertung: 8/10

      Für den gesamten Run von Heft #1-8 würde ich sogar eine 9/10 geben, hat mich echt sowas von überzeugt die Reihe! Ich kann nur nochmal aufrufen: Macht Euch für die beiden stark und lasst Panini wissen, dass Ihr bereit wärt in Alben analog zur Origins Collection zu investieren! Zum Beispiel hier: Fragen an die Spawn Redaktion

      Fast vergessen: Wer sich beim Spawn-Read an die Reihenfolge halten möchte startet nach den ersten acht Sam & Twitch Heften mit Spawn - The Undead. Erst nach dem kompletten, neun Hefte umfassenden Run, geht es mit den verbleibenden Heften aus Curse of the Spawn weiter.

      VG, God_W.
      Ich freue mich über Besuch und Austausch in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:




      :!: WE WANT SWAMP THING! MOORE KOMPLETT UND ALLES DAVOR! :!:
    • excelsior1166 schrieb:

      Star Wars 34-36
      Panini, Hefte, Juni-August 2018, je 4,99€
      UND/ODER
      Star Wars Reprint 13: Darth Vader - Der Auserwählte
      Panini, Paperback, 17€
      Enthalten: Darth Vader (zweite Serie "The Chosen One") No. 1-6
      Das Ppb enthält zusätzlich die 10-seitiges Bonusstory "Keine gute Tat" aus der No. 1 (2. Story).

      Inhaltlich setzen die Comics unmittelbar nach "Die Rache der Sith" an.
      Darth Sidious eröffnet dem malträtierten Anakyn, der nach seiner vernichtenden Niederlage in einem kybernetischen Anzug erwacht, dass seine Frau Padmé tot ist.
      Von nun an beginnt seine Verwandlung in den dunklen Sith Lord Darth Vader...
      Die interessante Geschichte wurde von Charles Soule geschrieben und von Giuseppe Camuncoli atmosphärisch stimmig in Bilder umgesetzt.
      Allein für die Comics gäbe es gute 7/10 P.

      Der Reprint-Band wartet mit einer nur ebendort enthaltenen, zusätzlichen Geschichte auf, ist für Komplettisten dementsprechend unverzichtbar.
      Diese aber - von Eliopoulos und Bellaire - ist für jeden anderen gänzlich überflüssig.
      Das hätte Kringe in einem Spass Wars-Streifen besser hinbekommen.
      Die Hefte hingegen punkten durch die umfangreichen zusätzlichen redaktionellen Seiten und die bessere Lesbarkeit. Im Ppb gehen oftmals die Mittelteile der Bildseiten "verloren", was definitiv das Lesevergnügen trübt.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 16)



      Titel: Feuer und Stein – 2 von 4: Aliens

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 114 Seiten im Softcover/Paperback

      Inhalt: Aliens: Fire and Stone #1-4; Aliens: Field Report

      Autoren: Chris Robertson

      Zeichner: Patric Reynolds, Paul Lee

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      „Furchteinflößend düster inszeniert, monströs clever erzählt – das Comic-Comeback des Jahres“ – Andreas Grabenschweiger, SLAM Magazin

      „Das hier ist Aliens in seiner reinsten und ursprünglichsten Form, denn Roberson und Reynolds präsentieren auf eine entschiedene und selbstbewusste Art und Weise, was genau diese Kreaturen so beängstigend macht.“ – Big Comic Page

      Nur wenige Besatzungsmitglieder konnten aus der Hadley`s Hope entkommen, als das Schiff von Xenomorphen überrannt wurde. Doch diejenigen, die es schafften, flüchteten sich mit dem Transportschiff Onager auf den Nachbarmond LV-223, Mangels eines Hyperraumantriebs ist die verzweifelte Gruppe von Forschern und Bergleuten dort gefangen und muss nun ihr Überleben sichern. Doch einer von ihnen hütet ein Geheimnis, das alle das Leben kosten könnte.

      Dieser Band erhält außerdem die Kurzgeschichte Statusbericht.



      Just my 2 cents:
      WHAM! Und wir sind mittendrin in der Alien Apokalypse. Menschen rennen schreiend und panisch umher, werden von Aliens geschnappt und blutig geschlachtet. Ein paar Überlebende versuchen zu flüchten und drängen sich durch Gänge, die mir direkt bekannt vorkommen. Ja, der Aliens-Schriftzug auf dem Cover ist nicht von ungefähr im gleichen Design wie bei James Camerons Filmklassiker gehalten. Wir befinden uns auf LV-426, dem Planeten auf dem die ersten beiden Alien-Filme spielen. Es ist der 3. Juli des Jahres 2179 und wir sind live dabei, wenn die Alien-Brut die Terraforming-Station überrennt, wo einige Zeit Später Ellen Ripley und die Marines auf das kleine Mädchen Newt treffen und einen spannenden Alptraum sondergleichen erleben werden.

      Schon diese ersten Szenen transportieren mich ohne Umschweife in die Welt der Aliens und der alten Filme, hauptsächlich natürlich Teil zwei, Aliens. Jetzt fehlt natürlich noch der Brückenschlag zu Prometheus und der gelingt durch einen einfachen, aber in sich schlüssigen und sich perfekt in die Story einfügenden Kniff. Es gelingt einer Gruppe der Siedler und Terraformer sich auf ein Frachtschiff zu retten, dass eigentlich nur für Flüge in niedriger Umlaufbahn ausgerüstet ist. Deshalb ist ein Rückflug zur Erde nicht möglich, aber bis zum einem nahe gelegenen Mond könnte man es schaffen. Einem Mond wie beispielsweise LV-223, wo gut 80 Jahre zuvor die Prometheus landete, und roundabout 40 Jahre Später der Rettungstrupp aus dem ersten Feuer und Stein Band – Prometheus stranden wird.

      Zunächst überglücklich es von LV-426 herunter geschafft zu haben, steht der Neustart auf einem anderen Planeten von Beginn an unter einem schlechten Stern. Nicht nur, dass es dort das, uns mittlerweile wohlbekannte, schwarze Mutagen gibt, dass zu wilden Mutationen an Flora, Fauna und auch den eigenen Leuten führt, nein, eine ganz andere Bedrohung ist erstmal vorrangig. Bei der Flucht von der Terraforming-Station wurde einiges an Vorräten in einem Frachtcontainer mitgebracht. In diesen Container konnten aber vor dem Start auch noch einige Aliens gelangen, was Crewmitglied Cale zwar bemerkt hat, aber verschwieg, weil er Angst hatte zurückgelassen zu werden, da er sich noch im Verbindungskorridor zum Frachtcontainer befand und die Abkopplung somit wohl nicht überlebt hätte. Was daraus wird kann man sich ja denken…



      Ja, den Machern ist hier eine nahezu perfekte Einbindung in die Kinoreihe gelungen, die sich als Vorgeschichte zum ersten Band auch wie ein Puzzleteil an die richtige Stelle in der Comic-Reihe setzt. Gerade diese Woche lief Aliens – Die Rückkehr wieder bei Kabel eins, aber die meisten werden auch die Langfassung auf BD oder DVD schon gesichtet haben. Endlich bekommen wir Fans einen kleinen Einblick gewährt, was auf LV-426 vor sich ging nachdem der Funkkontakt abbrach und während sich der Marine-Einsatztrupp mit Ripley als „Beobachterin“ auf dem Weg befand. Einfach grandios für jeden Franchise-Fan.

      Dazu das herausragende Artwork von Patric Reynolds, bei dem ich ständig dachte „Das hast Du doch schon mal irgendwo gesehen!“. Klar, vor ein paar Jahren bei der Erstsichtung, aber das meinte ich nicht. Schlussendlich ist es mir doch noch eingefallen, denn sein düsterer, aber realistisch angehauchter Zeichenstil war mir erst vor wenigen Wochen extrem positiv aufgefallen. Mit Abe Sapien: Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen hat er eine kleine Story aus dem zweiten Geschichten aus dem Hellboy Universum-Band gezeichnet, die ich vom Artwork als die schönste des ganzen Wälzers empfunden habe. Der Mann trifft einfach meinen Geschmack.

      Von Autor Chris Roberson kann ich das leider nicht vollends behaupten. Die Story an sich ist extrem spannend, passt perfekt ins Alien-Universum und ich würde das ganze Teil von vorne bis hinten feiern ohne Ende, aber leider wirken die Mono- oder Dialoge teilweise recht hölzern und manchmal auch aufgesetzt. Mehr als einmal hatte ich so ein „Das sagt doch kein Mensch“-Gefühl, was mich dann ein Stück weit aus der Atmosphäre reißt. Schade, auch wenn das nicht ständig passiert und den Gesamteindruck nur ein Stückchen schmälert.

      Als Entschädigung gibt es allerdings für alle Fans von Camerons Weltraum-Schlachtplatte noch ein extrem cooles Goodie. Mit Aliens: Field Report ist noch eine Kurzgeschichte enthalten, die direkt im Film spielt. Einen Report, den Corporal Hicks (gespielt von Michael Biehn) absetzt, nachdem die Marines den ersten Kontakt nur mit Mühe und unter hohen Verlusten überlebt haben. Er erzählt, was sie bislang durchmachen mussten, wird in seinem Bericht aber jäh unterbrochen, als im Labor Feuer ausbricht… (Wissende wissen schon – Alle anderen sollten ganz dringend mal den Sci-Fi-Klassiker Aliens – Die Rückkehr sichten).

      Alles in allem ein Knaller, der das Herz eines jeden Alien-Fans höher schlagen lässt. Die kleinen Abzüge in der B-Note können den Spaß keineswegs zunichte machen und ich freue mich schon sehr auf die nächsten beiden Freitage!

      Meine Wertung: 8/10

      Hatte ich eigentlich schon mal gefragt welcher der vier Alien-Klassiker Euer Favorit ist? Klar, die haben alle was, aber mit welchem verbindet Ihr persönlich am meisten, oder das intensivste Filmerlebnis?

      VG, God_W.
      Ich freue mich über Besuch und Austausch in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:




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    • Lucky Luke 97 - Ein Cowboy in Paris

      Heute endlich mal viel Sonne am Himmel und erträgliche Außentemperaturen und schon habe ich mich mit dem neuesten Lucky Luke auf meinen Balkon verzogen um zu lesen, Vitamin-D zu tanken und das Glückshormon Serotonin zu generieren. Wie der Namen des Albums schon vermuten läßt, verläßt unser Cowboy mal seine gewohnte Umgebung, um den Geleitschutz der Freiheitsstatue von Paris nach New York zu übernehmen. Natürlich gibt es wieder einen schurkischen Antagonisten, der das mit allen Mitteln zu verhindern versucht und sich dabei an unserem Cowboy die Zähne ausbeißt. Ein gelungenes, unterhaltsames Werk von Autor Jul und Zeichner Achde. Viele der Gags zünden und die lokale Abwechslung tut der Geschichte gut, wobei man noch erwähnen sollte, das nur die 2. Hälfe des Bandes in Paris spielt. Ich habe mich sehr gut unterhalten und hätte nichts dagegen wenn Lucky Luke und Jolly Jumper wieder mal eine Überseereise unternehmen.
    • excelsior1166 schrieb:

      Star Wars 37-38
      "Darth Vader: Das erlöschende Licht"
      Panini, Hefte, je 4,99€
      Inhalt: US-Marvel Darth Vader (Vol. II) No. 7-10 von Soule und Camuncoli

      Fabelhaft!
      Zunächst hielt ich die Einführung der Inquisitoren in den Comic-Kanon nicht unbedingt für eine gute Idee, aber es fügt sich bestens.
      Vader jagt mithilfe (?!) der Inquisitoren die letzten verbliebenen Jedi.
      Im Auftrag des Imperators sucht er dabei v.a. Informationen - im Gegensatz zum Großinquisitor, der sich schlicht mit der Jagd und Vernichtung der Jedi beauftragt sieht.
      Die Spannungen und Entwicklungen in diesem Dreiecksverhältnis - hier anhand der Jagd auf die Jedi-Archivarin Jocasta Nu - sind äußerst interessant geschrieben und zudem von Camuncoli passend bebildert.
      Das (vorläufige) Ende ist übrigens sowohl stimmig als auch vielsagend für weitere Abenteuer und die Positionierung des noch jungen Vader...
      Diese Storyline ist für mich bislang der qualitative Höhepunkt der beiden Darth Vader-Serien.
      Rundum gelungen, sehr gute 8,5/10 P.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Sind hier auch US-Comics erlaubt oder lieber aus Sicherheitsgründen im entsprechenden US Thread posten?
      Erst seit Rebirth Comic-Leser, überwiegend DC, vorzugsweise US-Ausgaben, digital.
      Aktuelle Serien (Auszug): Batman, TEC, Superman, AC, WW, Aquaman, Flash, Batgirl, Green Arrow, JL, JL Dark, Teen Titans.

      Bestes Comic 2018: Batman: White Knight
      Bestes Comic 2019 (bisher): JL Dark
    • Mal wieder Lust auf ein klassisches Abenteuer gehabt…



      Titel: Alix Gesamtausgabe 2 – Band 4: Die Tiara des Oribal

      Verlag: Egmont (Be: Casterman)

      Format: 208 Seiten im Hardcover/Albenformat

      Inhalt: Die Tiara des Oribal; Die schwarze Kralle; Die verlorenen Legionen

      Autoren: Jaques Martin

      Zeichner: Jaques Martin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Alix, Sohn eines gallischen Häuptlings, kommt als Sklave nach Rom, wo ihn ein wohlhabender Bürger adoptiert. Er erlangt die Gunst Cäsars, der ihn fortan auf abenteuerliche Missionen innerhalb und außerhalb der Grenzen des gigantischen römischen Reiches entsendet. So führen ihn seine Aufträge nach Germanien, Afrika, Mesopotamien, Kleinasien und sogar nach China.

      Der Elsässer Jacques Martin (1921 – 2010) schrieb und zeichnete diesen Klassiker des franko-belgischen Abenteuercomics ein halbes Jahrhundert lang. Mit Alix sind Generationen von Lesern auf Reisen gegangen. Diese Gesamtausgabe präsentiert das Werk Martins und bietet zudem umfangreiche Hintergrundinformationen zu der Entstehung eines Comic-Meilensteins.



      Just my 2 cents:
      Wenn ich an klassische Abenteuer denke kommt mir unweigerlich Alix in den Sinn, und da der zweite Band der Egmont-Ehapa schon seit geraumer Zeit hier steht habe ich mich mal an die erste der drei enthaltenen Geschichten ran gemacht.

      Ein Trupp Römer ist am Rande der Syrischen Wüste unterwegs zu einem Fort, dass ihnen als Zwischenstation dienen soll. Das noble Ziel der Karawane ist es den jungen, im Exil lebenden König Oribal zurück in sein Königreich zu geleiten und ihm dazu zu verhelfen seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron einzunehmen. Er soll sein Land und sein Volk wieder zu Frieden und Wohlstand führen, was sich aber als weit schwieriger als gedacht erweist. Beschützer des Königs und Verantwortlicher für den Auftrag ist kein anderer als unser hochgeschätzter Alix, der mit allerlei Problemen konfrontiert wird. Denn das Fort wurde scheinbar angegriffen und zerstört, die Besatzung getötet und die überlebenden in alle Winde verstreut.

      Ein Fremder hat sich in Oribals Königreich zum Wesir aufgeschwungen und es geschafft, sich der Unterstützung der Generäle und Kriegsherren zu sichern. Die haben viele Reiter und Soldaten ausgeschickt, um die Rückkehr des wahren Königs zu verhindern, denn wenn Oribal in seinem Land eintrifft, wird ihn das Volk unweigerlich als neuen Herrscher anerkennen, dafür wird das Geheimnis um die sagenumwobene Tiara, eine Art Krone sorgen. Als Oribal Alix die Geschichte seines Volkes erzählt erfahren wir nämlich, dass diese spezielle Tiara nur vom wahren König getragen werden kann, alle anderen die es versuchen, verfallen schon nach wenigen Minuten unweigerlich dem Wahnsinn.

      Da fasst Alix einen kühnen Plan: Er glaubt, dass eine kleine Gruppe beherzter Männer bessere Chancen hat zwischen den Männern des Wesirs hindurch zu schlüpfen und ihr Ziel zu erreichen, als eine ganze Kohorte. So schickt er die römischen Soldaten fort und macht sich mit dem König, seinem Freund Enak und zwei gefangenen Überläufern auf den gefährlichen Weg ihr Ziel zu erreichen.

      Welche Hindernisse und Fallen ihnen der böse Wesir entgegenstellt, welche Abenteuer unsere Freunde bestehen müssen, was es tatsächlich mit dem Geheimnis um die mysteriöse Tiara auf sich hat, und wer wirklich hinter allem steckt erfahren wir in diesem vierten Alix-Band – Die Tiara des Oribal.

      Ja, im Großen und Ganzen bekommt man hier genau das, was man erwartet. Ein groß angelegtes, abwechslungsreiches Abenteuer mit klassischem, aber schönem Artwork. Leider bin ich von diesem Band aber nicht ganz so angetan wie von den Vorgängern. Irgendwie kommt die Geschichte nicht richtig in Fahrt, alles wirkt im Vergleich zu den letzten Abenteuern etwas träge und vor allem das
      Spoiler anzeigen
      der totgeglaubte Grieche schon wieder als Oberbösewicht herhalten muss
      finde ich keineswegs überraschend, sondern eher ermüdend. Weshalb das von Jaques Martin so gewählt wurde wird zwar im redaktionellen Teil erklärt, deshalb muss ich es aber ja noch lange nicht gut finden.



      Apropos redaktioneller Part, der ist auch diesmal wieder über jeden Zweifel erhaben. Auf 14 Seiten wird die interessante Schaffensgeschichte rund um Alix und seinen Schöpfer äußerst informativ weitererzählt. Egal ob Skizzen, Werbematerial, oder Comicstrips von Monsieur Martin, da stecken so viele Informationen drin, dass ich mir die beim ersten Lesen gar nicht alle merken kann. Wirklich toll, was da alles an Infos und Illustrationen zusammengetragen wurde. Das gibt der ganzen Ausgabe zusammen mit den schlichten Covern und der hohen Papierqualität einen hochwertigen Touch.

      Die Tiara des Oribal bleibt ein überdurchschnittlich guter Abenteuer-Comic mit klassisch-schickem Artwork in noch schickerer Aufmachung, der leider nicht so richtig in die Gänge kommt und sich in einem entscheidenden Punkt einmal zu oft wiederholt.

      Meine Wertung: 6/10

      Mit Tendenz nach oben. Im redaktionellen Part habe ich schon gelesen, dass der mich so störende Part wohl vorerst nicht wiederkommen soll, deshalb freue ich mich schon auf weitere Abenteuer im alten römischen Reich.

      VG, God_W.
      Ich freue mich über Besuch und Austausch in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:




      :!: WE WANT SWAMP THING! MOORE KOMPLETT UND ALLES DAVOR! :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Nun habe ich auch den letzten Band der Zombie-Reihe STADT DER LEBENDEN TOTEN gelesen. Gestartet ist das Ganze ziemlich gut, um nicht sogar zu sagen sehr gut, Zeichnungen überzeugen. Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass man den Schluss schnellst möglichst hinter sich bringen wollte, was ich etwas schade finde. 6,5-7/10. Für Zombiefans sicherlich etwas Tolles, für mich gibt's bessere ISTIN Sachen! Werde mir wohl auch noch die ZOMBIES aus dem Splitter-Verlag anschauen. Mal sehn...!?!?

      Spider-Man 1



      Hier bei Spider-Man ist es genau umgekehrt. Leider überzeugen die Zeichnungen anfangs gar nicht. Spider-Man Maske mit falscher Linierung, Proportionen, die bei einem Alpträume hervorrufen (sollten nicht Zombies Alpträume hervorrufen???? )) ?( etc. und auch die Story mag mich nicht vollends zu überzeugen. Zum Trost: Gegen Ende des Heftes wird's tatsächlich besser und Nostalgiefans werden gut bedient. Spidey gehört zu den KULTHELDEN und so gebe ich ihm sicherlich noch eine Chance :twip:

      GO SPIDEY GO

      Nichtsdestotrotz vermisse ich Dan Slott und seinen Zeichner sehr!

      :bampf: :bampf: :bampf:
      Ich suche den folgenden Band!!! NEONOMICON VON ALAN MOORE IN HARDCOVER

    • Batman Sonderband 9: Haunted Gotham



      Zeichner: Kelley Jones, John Beatty, Texter: Doug Moench

      Gotham City ist ein Albtraum, erfüllt von Dämonen, Monstern und untoten Kreaturen. Nur die Familie Wayne stellt sich den Horden aus der Hölle entgegen... bis Thomas und Martha Wayne durch die Klauen eines Werwolfs einen grausigen Tod sterben. Nun muss ihr Sohn Bruce ihren Platz einnehmen und kämpft als der Dunkle Ritter Batman gegen die übernatürlichen Gefahren Gothams!

      Die vorliegende Geschichte aus dem ehemaligen Dino Verlag ist wohl am ehesten in die „Elseworld“ zu verorten und spielt in einem alternativen Gotham zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eher als Geisterstory denn als eine Superheldengeschichte angelegt, leben die 204 Comicseiten vor allem von dem düsteren, barocken Zeichenstil des Künstlers Kelley Jones, der dem Dunklen Ritter damit zumindest in zeichnerischer Hinsicht ganz neu definierte.



      Die Story als solche wird am Ende leider etwas langatmig und wirkt künstlich gestreckt. Sie hätte durchaus um ein Drittel kürzer ausfallen können.


      und


      Asterix Album 18: Die Lorbeeren des Caesar




      Uderzo und Goscinny haben den Zenit ihrer Kreativität beim Schaffen dieser Geschichte nach meiner Meinung vielleicht schon etwas überschritten, liefern aber trotzdem wieder eine urkomische und ein hervorragend bebildertes Album ab.

      Kehraus nach einer Orgie, die durch die Sklaven Asterix und Obelix im Palast des Claudius Überflus unfreiwillig angeregt wurde und unseren Helden eine schlaflose Nacht bereitete:

      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)