Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Unbreakable Cosmo schrieb:

      Chrisionvision schrieb:

      Unbreakable Cosmo schrieb:

      Conan 1+2 (2019)


      Conan ist bei Marvel, wie nicht anders zu erwarten, schön auf Kinderfreundlich getrimmt. Da lese ich lieber ältere Conans.
      :thumbdown:
      Ein kinderfreundlicher Conan? Wie geht das denn?
      Bei den nackten Frauen gehen eben die Haare über die Brüste und sowas.
      ohaaa...auch die vulgäre sprache nicht vorhanden ?

      Bleib mal locker Lan

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      Face front, true believers! - Stan Lee
    • Kaltez schrieb:

      ohaaa...auch die vulgäre sprache nicht vorhanden ?
      Ehrlich gesagt habe ich an sowas bei Conan keine Erinnerung. Manche Frau will schon testen ob er wirklich so groß ist, wie die Legende sagt und brennt dann beim Grobzeug vor Verlangen. Das würde ich nicht vulgär nennen.

      Die Gewalt steigert sich. In Heft 1 sieht man Verstümmelungen nur bei Zombies genauer, Menschen drehen sich immer im letzten Moment weg. In Heft 2 darf man dann doch das zerhacken von Eingeborenen sehen.
      Das Problem ist die Nacktheit.
    • Unbreakable Cosmo schrieb:

      Conan 1+2 (2019)

      Conan ist bei Marvel, wie nicht anders zu erwarten, schön auf Kinderfreundlich getrimmt. Da lese ich lieber ältere Conans.
      Ich find die Serie sehr nett, auch weil hier natürlich ein sehr großer Bogen gespannt wird und die Geschichte somit betont episch wirken soll, obwohl es ja eigentlich nicht um viel mehr als stumpfe Fantasygewalt geht. :D
      Aber es stimmt schon, zur vollkommenen Pulp Fantasy fehlen da ein bisschen Titten und Ärsche.

      Das erste Heft der Zweitserie "Savage Sword" fand ich dann eher schwach, was zu einem Großteil Ron Garneys Zeichnungen anzukreiden ist, die wirken auf mich vergrößert und grobschlächtig, und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Markt auf lange Sicht zwei Conanserien tragen kann.
    • Killing and Dying

      Zunächst zum Titel. Erinnert sich jemand noch an die Folge der Simpsons, in der Bart, Milhouse und Nelson einen Roadtrip zu einer Weltausstellung machen? In dieser Folge gibt es einen Moment, in dem sie sich Naked Lunch ansehen und Nelson sich darüber beschwert, dass an dem Titel zwei Sachen falsch sind. Dieser Titel ähnelt diesem Moment, denn in diesem Comic wird weder getötet noch gestorben. Auch der deutsche Titel, Eindringlinge, ist nicht unbedingt greifbar, wobei dieser Titel noch besser passt.

      Adrian Tomine, ein Meister der leisen Worte und der Beobachtung von seltsamen Charakteren, war mir vorher durch Shortcomings bekannt, aber das ist mittlerweile auch schon wieder mehr als zehn Jahre her und irgendwie ist mir Killing and Dying durch die Lappen gegangen. Aber schön, dass ich es jetzt als TPB noch genießen kann (auch wenn das HC echt gut aussieht) eine schöne Mischung an Kurzgeschichten aufs Papier. Sei es die Frau, deren Leben dadurch zerstört wird, dass sie frappierend einem Pornostar ähnelt, der Mittelstandsdealer, der es nicht schafft, sein Leben auf die Reihe zu bekommen oder die Tochter einer Krebskranken Frau, die Stand-Up Comedian werden möchte (die auch namensgebend für den Sammelband ist, aber man sieht niemanden getötet werden oder sterben).

      Seine Figuren sind liebevoll charakterisiert, oftmals trotz weniger Worte äußerst vielschichtig und sympathisch, was sich besonders dann bemerkbar macht, wenn zwischen den Panels viel Zeit vergeht. Dies ist überhaupt der größte Pluspunkt, den die einzelnen Geschichten haben, die Ereignisse geschehen außerhalb des Gezeigten und sind somit dem Vorstellungsvermögen des Lesers überlassen, Haare haben dabei eine unglaublich wichtige Bedeutung, oft ist der einzige Anhaltspunkt, wieviel Zeit vergangen ist, die Länge bzw. Kürze der Haare.

      Jede Kurzgeschichte spielt mit Panelstrukturen und passt die Erzählung buchstäblich an den Rahmen an, wodurch eine interessante Art von Bildkomposition entsteht. Eine Geschichte wird als ein Comicstrip mit dem colorierten "Sonntagsstrip" präsentiert, ein anderer als "normale" US-Comics und ein dritter wiederum als ein sich langsam auflösendes 4x5 Grid mit deutlich mehr Shot-Reverse-Shots, als man erwarten würde.

      Wenn man Comics mit wenig bis gar keiner Action aushält und sich auf diverse Experimente eines tollen Comicautoren einlassen möchte, wird man hier sicherlich nicht enttäuscht werden. Ich hab sehr viele gemischte Reviews gelesen, manche halten es für Tomines bestes Werk, für manche ist es eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

      Wie gesagt, es gibt bereits eine deutsche Ausgabe, die ist bei Reprodukt erschienen und auch wenn ich nichts zu der Übersetzung sagen kann, große Empfehlung für den Comic im Allgemeinen.
    • Asterix Der Gallier

      Ein Meisterwerk!
      Ok, die ersten Seiten waren ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zum einen hinsichtlich der Zeichnungen - besonders Obelix ist sehr viel dünner als in späteren Ausgaben - zum anderen kommt Asterix anfangs ein wenig komisch rüber - sehr viel draufgängerischer und immer auf eine Rauferei mit den Römern aus.
      Im Verlauf verflüchtigt sich dieser Eindruck aber schnell und man liest eine der besten Asterix Geschichten überhaupt!

      PS: Fehlen noch 17!
      Erst seit Rebirth Comic-Leser, überwiegend DC, vorzugsweise US-Ausgaben, digital.
      Aktuelle Serien (Auszug): Batman, TEC, Superman, AC, WW, Aquaman, Flash, Batgirl, Green Arrow, JL, JL Dark, Teen Titans.

      Bestes Comic 2018: Batman: White Knight
      Bestes Comic 2019 (bisher): JL Dark
    • Felix Comic Magazin 800



      mit den Comics:

      Felix
      Künstler: Simic
      Alle Wege führen Heim!

      Groggy Grips, der Plankenbrecher
      Künstler: Nabau
      Rätsel um den letzten Wikinger

      Dennis
      Künstler: Hank Ketcham
      -Ohne Titel-

      Minitrick und Co.
      Künstler: Bernado Serrat (Serrai)
      Süße Äpfel, bittere Rache!

      Die Schlauli aus dem Schlingelland
      Künstler: Harald Richter
      Klimbim geht in die Luft!

      Cartoon Rückseite: Twinky und Twist

      Auf sage und schreibe 1114 Ausgaben brachte es das Felix Comic Magazin von der ersten Nummer im Jahre 1958 bis zu seiner Einstellung 1981. Das vorliegende Heft 800 aus dem Jahre 1973 hat den Comicsturm in meiner Pubertät irgendwie überstanden. Ich fand es jüngst in einem Stapel alter Disneyhefte. Apropos Disney: Dass Felix sich gegenüber der direkten Konkurrenz Disney oder Kauka nie so richtig durchsetzen konnte, lag wohl auch an der schlechteren Qualität von Text und Bild der namensgebenden Hauptserie um den schwarzen Kater und seinen Neffen Inki und Dinki . Kaum besser sind übrigens die Nebenstorys in dieser Ausgabe. Meine eigentlich guten Erinnerungen an diesen Comic hielten der Realität der gestrigen Lektüre nicht stand. Nicht einmal Sammler und Nostalgiker können sich offenbar an diesem langlebigen Magazin erwärmen, denn im Internet gibt es kaum Seiten, die sich mit dem Felixmagazin und dessen Nebenserien näher beschäftigen.

      und

      Arnie auf der Südseeinsel



      Arnie-Bücher von Pierre Levie (Text) und Nadine Forster (Zeichnungen) sind 1970 und 1971 im Ehapa Verlag in Form von zwei Pappschubern mit jeweils 4 Büchern veröffentlicht worden. Arnie ist ein junges Mädchen, das mit der Mutter auf einer kleinen Südseeinsel lebt und dort verschiedene maritime Abenteuer erlebt.

      Arnies Abenteuer erschienen damals als illustrierte Textgeschichten und richteten sich vornehmlich an Kinder. Für mich erfolgte der Erwerb eher aus nostalgischen Gründen. Vor allem aber die von der belgischen Künstlerin Nadine Forster stimmungsvoll in Szene gesetzte Unterwasserwelt der Südsee steht hier im Vordergrund. Die Bilder sind kleine, für sich stehende Kunstwerke. Irgendwie geben Sie genau das wieder, was man selber beim Schnorcheln in solchen Gewässern empfindet:

      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • gina_michi schrieb:

      Nicht einmal Sammler und Nostalgiker können sich offenbar an diesem langlebigen Magazin erwärmen, denn im Internet gibt es kaum Seiten, die sich mit dem Felixmagazin und dessen Nebenserien näher beschäftigen.
      Ich kann mich nichtmal an die Nebenserien erinnern.
      Sollte vieleicht auch mal wieder ein paar Hefte hervorkramen.
      Meine Lieblinge damals waren halt die Füchse, die Mäuse kamen erst danach und der Kater war halt da.
    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 17)



      Titel: Feuer und Stein – 3 von 4: Alien vs. Predator

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 104 Seiten im Softcover/Paperback

      Inhalt: Alien vs. Predator: Fire and Stone #1-4

      Autoren: Christopher Sebela

      Zeichner: Ariel Olivetti

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Die Überlebenden der gestrandeten Crew des Planeten LV-223 lassen den Schrecken hinter sich und ziehen mit der Perses weiter. Doch der mutierte Androide Elden verfolgt sie mit der Helios und bringt Galgo - der das Kommando über das Schiff übernommen hat - dazu, sich auf ein gefährliches Spiel einzulassen: Sein Leben im Austausch gegen Francis Lane, Eldens Schöpfer. Bald schon beginnt für die Gruppe ein mörderischer Kampf zwischen Jagen und Gejagt werden, wobei Elden und seine xenomorphen Begleiter nicht die einzige Gefahr darstellen, die an Bord gelangt …

      „Es ist brutal, rasant und schafft es stellenweise sogar, richtig unheimlich zu werden. Ich habe keine Ahnung, wie alles ausgehen wird, und das ist ebenfalls ein Pluspunkt. Nichts ist vorhersehbar.“ – We the Nerdy

      „Ariel Olivettis Zeichenstil ist einfach wunderschön“ – Comic Book Resources



      Just my 2 cents:
      Nachdem wir vergangene Woche bei Aliens die Vorgeschichte des Erstlings Prometheus, und damit einen bislang unbekannten Teil des Cameron-Klassikers miterleben durften, erwartet uns heute in Band drei von Feuer und Stein die direkte Fortsetzung des ersten Bandes und die Neuauflage eines absoluten Klassikers unter den Franchise-Crossovern: Alien vs. Predator. Denn wie die meisten langjährigen Comic-Nerds hier vermutlich schon wissen, ich aber erst vor einigen Jahren erfahren habe, fand die erste Schlacht zwischen den beiden Kult-Außerirdischen keineswegs in einer Pyramide unter einer dicken Eisdecke statt und wurde auch nicht auf der großen Kinoleinwand ausgetragen.

      Bereits Ende der 80er Jahre kam bei einem Brainstorming verschiedener Comic-Schaffender die Idee auf, die beiden Monster aufeinander zu hetzen. Die Idee fanden nicht nur wenige spannend, und so wurden der nahezu perfekte Survival-Organismus und der größte Großwildjäger der Galaxis bereits im Frühjahr 1990 von Dark Horse aufeinander losgelassen. Der durchschlagende Erfolg gab den Machern recht und auch, wenn wohl nicht alles überragend war was die Reihe hervorbrachte, gab es doch immer wieder Highlights und auch weitere Crossover der beiden, beispielsweise mit dem Terminator oder auch mit Batman & Superman, was ich hier: (Batman vs. Aliens) schonmal besprochen habe. Wie der hier vorliegende Spross dieser fruchtbaren Zusammenkunft gelungen ist, und wie er sich in den Vierteiler Feuer und Stein einfügt will ich heute mal etwas genauer beleuchten und kurz meine Meinung dazu hierlassen.

      Die Story selbst ist schnell erzählt, allerdings nicht ohne das Finale des ersten Bandes zu spoilern.
      Spoiler anzeigen
      Nachdem Galgo, Higgins und ein paar weitere gemeutert, und Angela und den Rest ihres Landetrupps zum Sterben auf LV-223 zurückgelassen haben, sind sie mit den Schiffen Kadmos und Geryon auf dem Rückweg zur Erde und überlegen sich gerade eine Geschichte, die sie den Offiziellen auftischen wollen. An Bord ist auch der in Wahrheit sterbenskranke Francis, der sein Leben mit dem Genbeschleuniger retten wollte. Zu diesem Zweck hatte er diesen in Band eins dem unbedarften Androiden Elden injiziert, bei dem umgehend eine äußerst schmerzhafte und erstaunliche Mutation eintrat, die sich ständig weiterentwickelt. Das ging so weit, dass Elden mittlerweile düster philosophierend nach dem Sinn seines Daseins sucht und versucht zu verstehen, weshalb Schmerz so allgegenwärtig ist. Sogar die Aliens haben ihn scheinbar als einen der Ihren akzeptiert und so hat er einen Trupp derer als „Schoßhündchen“ bei sich, als er seinen „Schöpfer“ verfolgt und schließlich auch einholt. Um ihn zu befragen oder möglichst qualvoll zu vernichten ist zunächst unklar, doch eins steht fest, der Rest der Meuterer und der übrigen Besatzung wird nicht begeistert sein, wenn der ungebetene Besuch an Bord kommt.
      Was aber keiner ahnt, weder Elden und seine Aliens, noch der ehemalige Forschungstrupp nebst Sicherheitspersonal: Da ist noch etwas Anderes auf die kleine Armada von Schiffen aufmerksam geworden. Etwas das stets auf der Suche nach einer Herausforderung, dem Streben nach einem ehrenvollen Kampf unterworfen ist. Immer auf der Suche nach der nächsten großen Jagd…



      Ja, das klingt eigentlich spannend, actiongeladen und abwechslungsreich und zu einem guten Teil ist es das auch. Die vielen Mutationen, die bei allen Parteien auf die ein oder andere Weise losgetreten werden passen ganz gut ins Franchise, die Kämpfe sind stellenweise ordentlich brutal und mit der Ehrung durch ein Stirnzeichen mittels Alien-Blut ist sogar ein waschechter AvP-Moment mit einem Hauch Kinofeeling enthalten.

      Dennoch zündet das gute Stück bei mir nicht gänzlich, vor allem aus zwei Gründen. Der erste ist der augenscheinlichste und für manch Anderen vielleicht ein Grund zum Feiern, das Artwork von Ariel Olivetti. Wie schon beim Batman/Superman vs. Alien/Predator-Crossover, das ich bei Batman vs. Aliens besprochen habe kann ich mit seinem Stil leider echt nichts anfangen, zumindest nicht im Bezug auf Aliens oder Predators. Die ganze schmutzig düstere Used-Look Welt, die in den Filmen geschaffen wurde stellt er mir einfach viel zu sauber und glattgebügelt da. Das zerstört für mich fast gänzlich die Atmosphäre und jeglichen Gruselfaktor. Viele sehen das vielleicht anders, da seine Zeichnungen sehr detailliert und „schön“ daherkommen, mich stört es leider ungemein, zumindest bei dem hier vorliegenden Thema. Was ich ihm aber bei aller Kritik zu Gute haten muss: Die Tarnanzug-Effekte der Predator sehen echt schick aus.

      Zweiter Störfaktor ist für mich der zu starke Fokus auf die „Sinn des Lebens“-Frage. Klar, die aufzugreifen ist ein Stück weit konsequent, da dieses „Wo kommen wir her“, „Was ist der Sinn unseres Daseins“-Thema ja den Kern von Prometheus darstellt, aber hier finde ich das zu aufdringlich und aufgesetzt herausgearbeitet. Auch die zugehörigen, oft pseudo philosophisch wirkenden Texte von Christopher Sebela finde ich meist zu plakativ. Wenn man es auf den Kern herunter reduziert ist man wieder bei einem Androiden, der das Leben verstehen möchte. Halt wirklich schon X-mal dagewesen und vor allem: besser.

      Aber auch wenn AVP für mich der deutlich schwächste Teil der Reihe ist gibt es reichlich brutale Weltraumaction mit den coolsten Monstern der Popkultur, ein paar erfrischende Ideen und eine an vielen Stellen auch spannend und dynamisch inszenierte Story. Als Goodie sind zwei Seiten mit Skizzen, sowie ein Alternativcover von Mike Mignola zum ersten der vier enthaltenen Hefte an Bord. Der ein oder Andere findet vielleicht noch mehr positive Seiten, vor allem, wenn Ihr mehr mit dem Artwork anfangen könnt. Von mir gibt’s eine nur knapp überdurchschnittliche Benotung.

      Meine Wertung: 6/10

      Wie gefällt Euch das Artwork von Ariel Olivetti? Also speziell an den Aliens, Predators etc…? Und welche seiner Arbeiten findet Ihr allgemein am gelungensten und zum jeweiligen Thema am passendsten? Vielleicht ist ja was dabei, wo er mir auch gefällt.

      VG, God_W.
      Ich freue mich über Besuch und Austausch in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:




      :!: WE WANT SWAMP THING! MOORE KOMPLETT UND ALLES DAVOR! :!:
    • Crackajack Jackson schrieb:

      Ich hatte mal eine Geschichte mit Felix und seinen Neffen, da ging es um eine seltene Briefmarke. An den Inhalt kann ich mich kaum noch erinnern, weiß aber noch, dass sie mir damals sehr gut gefallen hat.
      Anfang der 70er haben ja sehr viele Jugendliche Briefmarken gesammelt. Logisch, dass das auch mal in Comics thematisiert wurde.
      :D Braucht noch einer Briefmarken?
    • "O Canada, O Canada" ("We stand on guard")

      Im Jahre 2112 überfallen die Vereinigten Staaten von Amerika ihren nördlichen Nachbarn Kanada, um die eigenen schwindenden Wasservorräte zu ersetzen. Von dem plötzlichen Schlag überrumpelt bleibt den Kanadiern im Laufe der Ereignisse nur wenig mehr übrig, als sich in die weiten Wälder des Landes zurück zu ziehen und quasi aus dem Unsichtbaren heraus, mit Hilfe von klassischen Guerillataktiken, dem Eindringling zumindest ein wenig Widerstand entgegen zu setzen. Im Fokus der Erzählung steht die junge Frau Amber, die einst dem Bomben-Erstschlag gegen Ottawa entkam und mittlerweile in der Wildnis überlebt. Nach dem Angriff eines US-Kampfroboters trifft sie auf eine der Widerstandsgruppen, die auf der Suche nach einer gigantischen militärischen Beutemöglichkeit ist, um den US-Streitkräften effektiver Paroli bieten zu können. Doch auch die Führerschaft der Vereinigten Staaten ist nicht untätig und heftet sich an die Fersen der Revolutionäre, wohl wissend, dass ein erfolgreicher Widerstand und die Verbreitung der unangenehmen Wahrheit erneut ideologische Brandherde in Kanada schaffen, neue Aufstände herbeiführen und auch die Vereinten Nationen auf den Plan rufen könnte...

      Zum 2016er "Gratis-Comic-Tag" erhaschte ich das entsprechende Leckerli zu "We stand on Guard" und war sofort begeistert von der Idee hinter der Geschichte und auch dem angenehmen, modernen und lebendigen Zeichenstil. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die vollständige Sammelausgabe ihren Weg in meine Sammlung finden sollte und in Summe konnte der "Appetithappen" seine Versprechen auch einhalten. Die Geschichte wird sehr kurzweilig erzählt, die Figuren wirken authentisch und es gibt eine Menge potentieller Sympathieträger und auch der Hintergrund präsentiert sich, in Zeiten, in denen die Medien die Angst vor aktuellen Entwicklungen in den USA und in punkto Klimaveränderung herauf beschwören (ob man dem Glauben schenkt oder nicht, ist eine andere Sache...), erschreckend vorstellbar. Bis zu diesem Punkt müsste man von einem klaren Höchstwertungskandidaten ausgehen, doch einige kleinere Wermutstropfen verhindern meinerseits die Maximalwertung: Da wären zum einen die vielen kleinen Sprünge innerhalb einer an sich recht intensiv erzählten Geschichte, die vermuten lassen, dass die Story ursprünglich noch etwas umfassender geplant war und zum anderen die etwas zu schnell zu Ende gebrachten finalen Entwicklungen, die leider recht wenig über die hochpolitischen und sicher nicht minder tragischen Folgen dieser Auskunft geben. Auch die realen Umstände des Konfliktes und die Motive der US-Regierung bleiben zu sehr der Fantasie des Lesers überlassen, wobei diese Uneindeutigkeiten natürlich im Kopfe eines jeden Lesers mitunter eine andere Abfolge der geschilderten Ereignisse zulassen (Marke: "Waren es nun die Amerikaner? Oder doch die Kanadier selbst? Ist nur die Klima-Krise der ausschlaggebende Faktor gewesen?). All dies, und natürlich auch die Fragen nach dem "Wie geht es weiter?" oder "Was wird aus den Menschen in der Biosphäre?", bringen mich zu dem Entschluss, dass "We stand on Guard" zwar ein sehr guter Vertreter seines Genres ist, aber keinesfalls perfekt.

      Eine unterhaltsame Geschichte, faszinierende Charaktere und eine politisch erschreckend real wirkende Atmosphäre.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von majorcrampas ()




    • In Vorbereitung einer etwas ausführlicheren Unterrichtseinheit mal wieder: Art Spiegelman - "Maus"

      Kaum in Worte zu fassen, eine der besten Graphic Novels überhaupt (und das nicht, weil man sie auf Grund der Thematik kaum anders bezeichnen dürfte...) und immer noch eine unglaublich nützliche Quelle bzw. Darstellung für den thematisch entsprechend orientierten Unterricht. In Kombination mit der Digitalisierung des Unterrichts nehmen die schieren Möglichkeiten des Medieneinsatzes in Richtung "Comic" noch einmal drastisch zu. Da müsste ich meine Diplomarbeit glatt nochmal schreiben ^^ .

      Näheres zu MAUS in meiner Rezi-Bude .