Batman 52 (Achtung, Spoiler!)

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    • Tja, ich habe das Heft jetzt endlich gelesen (nur die 1.Story - 2 hab ich schon als US ) und ich muss sagen es hat mir gut gefallen besonders da sich mir jetzt endlich einige Antworten auf bisher ungelöste Fragen erschlossen haben die ich nach meinem Umstieg auf die US Hefte hatte.
      Insgeamt 8/10
      Also Das war es nun meine Letztes Deutsches Batman Heft :winkewinke:
      Der Spider-Man Komplett Lesemarathon (Die Leseliste im Link) Und Seite 46 [Post 909] & 78! :twip:
    • Hab 51 und 52 in einem Rutsch gelesen, was sich wirklich gelohnt hat.
      Allerdings hab ich doch an beiden Heften was zu kritisieren, was ich später im Blog noch aufgreifen werden.

      Hier schon mal die Kurzfassung:

      Auch wenn es nach dem Niemandsland eher so aussah, als wäre Wayne Manor komplett in Schutt und Asche gewesen, kann ich es akzeptieren, dass einige Räume stehen geblieben sind.
      Die Spurenverfolgung von Dick und Damien fand ich überaus spannend und erinnerte mich an so manch älteren Krimi (und an so manch heiß geliebtes Kinderbuch), mit Geheimgängen und schönen Hinweisen.
      Oberon Sexton gefiel mir gut, die Auflösung passt mir jedoch weniger, da ich Joker bisher immer als wahnsinniges Genie gesehe habe, nicht als genialen Wahnsinnigen. Das war mir irgendwie zu "out of character". Gleiches gilt für Talia, die mir unter Morrison etwas zu kalt und berechnend wirkt. In der Anfangszeit und späteren Entwicklung der Figur war sie dies nicht.
      Die Story wusste dennoch zu unterhalten.

      Leider waren die Zeichnungen in Heft 52/2 wirklich nicht ganz das wahre um das Heft genießen zu können
      Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
      (Andreas Tenzer)


    • Zum Thema Zeichenstile muss ich sagen, dass ich es genau anders herum wie die Meisten hier empfunden habe. Ich konnte mich schon von Anfang an nicht recht für den Stil in B&R erwärmen, wenn Andy Clarke am Pult gesessen hatte. Dieses "Halbschattengestrichelte" finde ich teilweise sehr anstrengend zu lesen (besonders deutlich zu erkennen in dem Panel, wo Batman mit dem Schocker Damian in den Bauch haut... dort besteht Damians Gesicht praktisch nur aus Linien)... es ist nicht schlecht, aber nach meinem Geschmack auch nix dolles. Die Stories finde ich gut und spannend, aber der Zeichenstil ist einfach nicht meins!
      Dagegen fand ich den Stil im zweiten Teil ganz stimmungsvoll. Es ist zwar nichts für jedes Heft, aber ab und zu guck ich mir das ganz gerne an. Ein bisschen Abwechslung hat noch keinem geschadet!

      Nun zum Inhaltlichen:
      Dass der Joker hinter Sexton steckt, fand ich sehr abrupt. Ich muss mir vielleicht den Arc nochmal komplett am Stück reinziehen, aber nach dem, was ich in Erinnerung habe, kommt mir Batmans Schlussfolgerung, dass alle Vorkommnisse in Wahrheit Pointen oder Witze waren, sehr aus der Luft gegriffen vor. Mir fehlten irgendwie die dezenten Hinweise und das "Mitrate"-Feeling anderer Batman-Stories (...oder die Hinweise waren so dezent, dass ich sie verpasst hab ;) ...)

      Was ich krass fand, war die absolute Kehrtwende in der Beziehung zwischen Talia und Damian. Wenn man sich an "Batmans Sohn" oder "Die Wiedergeburt des Ra`s al Ghul" erinnert, fällt auf wie sich Talia von der (zugegebenermaßen übertrieben) fürsorglichen Mutter zur distanzierten Versuchskaninchen-Rumschubserin entwickelt hat. Da kommt hoffentlich in der Zukunft noch ein wenig mehr, sonst finde ich diese Veränderung zu abrupt und nicht nachvollziehbar.

      Und als letzte Inhaltliche Anmerkung noch ein Wort zu Thomas Wayne: Langsam frag ich mich, wozu "Batman RIP" eigentlich da war, wenn Batman gar nicht in der Hauptserie, sondern erst in einer anderen Serie ("Final Crisis") "stirbt", wenn er den Heli-Absturz überlebt und jetzt rauskommt, dass auch "Thomas Wayne" die Explosion überlebt hat. Wie Batman immer verrückter wurde und sich in sein "Backup"-Bewusstsein gerettet hat, fand ich schon cool, aber dass alles, was durch die "Final Crisis" und "Batman RIP" aufgebaut wurde (Bruce tot, Thomas Wayne tot), nun nach und nach wieder aufgehoben wird (Bruce lebt, Thomas Wayne lebt), ist sehr schade.

      Trotz allem liegt mit "Batman #52" aber ein sehr schönes Heft vor.

      B&R #12: 10/15
      B&R #13: 11/15
      Panini: 14/15 (Minicover gehen also doch ;) bitte demnächst auch bei den "Avengers" :thumbsup: )

      Gruß
      Leimtopf-Larry
      "The problem with quotes on the Internet is that you can never know if they are genuine."
      -Abraham Lincoln
    • Gutes Heft! :thumbup: Ich habe es vorhin gelesen und bin immer noch ganz baff davon, wie sehr die Spannungsschraube hier angezogen wird. Ein wenig hatte ich ja schon begonnen, an Grant Morrison und seiner Vision zu zweifeln, aber diese sowie die letzte Ausgabe haben mein Vertrauen in beide wieder gestärkt. Es ist schon irre, wie die Entwicklungen und Ereignisse der letzten drei bis vier Jahre nun allmählich zusammenlaufen. 'Batman R.I.P.', 'Final Crisis', 'Batman & Robin' und demnächst auch 'Die Rückkehr von Bruce Wayne'-- sie sind alles Teil einer komplexen und epischen Comic-Saga, wie es sie, so glaube ich, im Superhelden-Genre bislang noch nicht gegeben hat und wohl auch nicht so schnell wieder geben wird. Morrisons Werk erinnert mich dabei an einen Mosaik-- Steinchen für Steinchen baut er die Geschichte auf; lässt einen rätseln über dieses seltsame Gebilde, an dem er da arbeitet; bis dann schlussendlich alle Steinchen an ihrem Platz sind und man plötzlich des Gesamtbildes gewahr wird. Man hört auf Bäume zu sehen, sondern bemerkt den ganzen Wald. Und dann fällt der Groschen. Ein tolles Gefühl, wie ich finde, und genauso erging es mir beim Lesen dieses Heftes. Schade war nur, dass man sich anhand des Covers bereits denken konnte, wer sich unter Oberon Sextons Maske in Wahrheit verbirgt. Eigentlich hatte Morrison den Leser ja glauben machen wollen, es würde sich um Bruce Wayne höchstpersönlich handeln, um den Überraschungseffekt dann bei der Enthüllung auf die Spitze zu treiben. Mit dem Joker hätte wohl niemand wirklich gerechnet-- zumindest sofern er nicht bereits auf dem Cover abgebildet gewesen wäre. :omg: Insgesamt bin ich mit dieser Wendung jedoch zufrieden. Meiner Meinung nach macht es durchaus Sinn, dass der Joker, seines Lieblingsfeindes und somit quasi seines Lebensinhaltes beraubt, erneut eine Persönlichkeitsveränderung durchlebt und dem Dynamischen Duo ausnahmsweise mal unter die Arme greift (auf seine unnachahmlich-verrückte Joker-Art natürlich). Zu den Zeichnungen: Andy Clarkes Stil finde ich an sich ganz interessant, weil er mich aufgrund der vielen kleinen Linien etwas an alte Holzschnitte erinnert. Allerdings wirkten seine Figuren auch diesmal wieder recht starr, was insbesondere in den Kampfszenen auffiel. Im Gegensatz zu den meisten anderen hier konnten mich Frazer Irvings Zeichnungen durchaus überzeugen. Seine Bilder sahen aus, als wären sie im Drogenrausch oder Fieberwahn entstanden, und passten somit ganz ausgezeichnet zu dem ebenso irrwitzigen wie apokalyptischen Szenario, welches Morrison hier entworfen hat. Allein die Gesichter waren mir teilweise zu masken- oder grimassenhaft, ein Look, der eigentlich nur dem Joker gut zu Gesicht stand. Wertung: 8/10
      "I live in the weak and the wounded, doc."
    • Das waren tatsächlich einmal wieder richtig gute Hefte von Grant Morrison. Die Entwicklung, dass der Joker unter Oberon Sextos Maske steckte, fand ich sehr schlüssig. Wie Samhain bereits schrieb, ist der Joker ja im Grunde nur das dunkle Spiegelbild von Batman und keiner von beiden kann unverändert weiter existieren, wenn der andere wegfällt. Insofern sehe ich das hier als logische Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit.

      Gespannt bin ich auch, wie es mit der Story um Black Glove und Thomas Wayne weitergeht. Ich habe ja nach wie vor große Zweifel ob es sich wirklich um Bruces Vater handelt. Falls ja würde es ja die komplette Batman-Geschichte massiv verändern. Bin mir nicht sicher ob DC etwas so radikales zulassen würde (und auch nicht ob ich es gut finden würde).

      Negativ ist mir wieder einmal aufgefallen, dass Grant Morrison häufig Chararakterentwicklung bei den Figuren behauptet ohne sie wirklich zu zeigen. Hier wieder mal sehr schön bei Damien zu sehen, der sich plötzlich komplett anders verhält ohne dass es zuvor ernsthafte Hinweise auf einen Wandel gegeben hätte. Aber das ist meiner Ansicht nach sowieso die große Schwäche von Morrisons Run. Er nimmt sich zu wenig Zeit für die neuen Figuren und somt fehlt ihnen Tiefe und ein glaubhafter Charakter.

      7/10
    • Pater Alf schrieb:

      Ich habe ja nach wie vor große Zweifel ob es sich wirklich um Bruces Vater handelt.


      Das bezweifle ich auch ernsthaft. Ich glaube, es handelt sich um eine Namensgleichheit innerhalb der Familie (so wie ich das verstanden hat, ist er ja auch sehr viel früher geboren worden) und hat das Glück, dass Bruce Vater auch Thomas hieß. Zumindest verstand ich das bisher so.

      Pater Alf schrieb:

      Bin mir nicht sicher ob DC etwas so radikales zulassen würde (und auch nicht ob ich es gut finden würde).


      Da bin ich mit dir einer Meinung.
      Mag eine radikale Idee sein, die mal wieder sehr gespalten betrachtet werden würde und die das gesamte DCU auf den Kopf stellen würde. Der Punkt ist aber, dass man auch hier eine Grundlage wegzieht, die meiner Meinung nach das gesamte Konzept "Batman" als Bruce Wayne darstellt. Aber da kann man drüber diskutieren.
      Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
      (Andreas Tenzer)


    • Gutes Heft. Die Enthüllung von Oberon Sexton im ersten der beiden Hefte hätte ich so nicht erwartet, doch sagte das Cover ja schon einiges aus. Etwas unspektakulär und beiläufig lief das Ganze zwar ab, doch letztendlich sprach die Überraschung für sich. Prima finde ich Damians Entwicklung in den letzten Heften. In der Figur ist richtig Leben drin. Auch wenn er sich jetzt stromlinienförmiger in Richtung Dick Grayson bzw. Bruce Wayne bewegt und schon fast handzahm ist, bin ich mir nie sicher, ob er irgendwann doch noch mal umfällt und mit seiner Mutter Talia gemeinsame Sache macht. An dieser Stelle hier ist er schon nahezu ein Sympathieträger geworden.

      Talia dagegen ist knallhart geworden, vllt. eine Folge davon, dass ihr Damian aus den Händen geglitten ist. Ohne Technik hat sie keinen Einfluss mehr auf ihn, den haben nur noch Dick und auf eine besondere Weise natürlich Bruce Wayne.

      Die zweite Geschichte ist ebenfalls stark und Morrison spinnt sein Garn konsequent weiter. Frazer Irving ist schlicht und einfach: Diabolisch gut. Der Joker ist hier sein Meisterstück und so verzerrt wie seine Fratze sind auch die anderen Figuren um ihn herum. Atmosphärisch sehr gut gelungen.

      Ich finds richtig gut, denn zudem ist das ganze eine richtig spannende Crimestory.


      „Life doesn’t have plots and subplots and denouements. It’s just a big collection of loose ends and dangling threads that never get explained.“.
      - Grant Morrison als "er selbst" in Animal Man, vol. 3: Deus ex machina
    • also das mit dem cover ist echt besch****n! sowas darf man meiner meinung nach ncith spoilern.

      ansonsten ist das heft spitze, und man erlebt einige wtf momente. ich bin gespannt wie sich das gesamtbild morrisons zusammenfügt.
      und die szene zwischen damian und talia gehört mMn schlcithweg zum Besten, was ichs eit langem gelsen hab.


      befilmbebook.wordpress.com/ mein Blog über Filme, Bücher, Comics, Spiele sowie der ganze andere Kram
    • Pater Alf schrieb:

      bbb schrieb:


      ...und die szene zwischen damian und talia gehört mMn schlcithweg zum Besten, was ichs eit langem gelsen hab.

      Du solltest dringend mehr lesen...;)


      8| :D :thumbsup:

      Ok, mir fällt da nix drauf ein außer: "Lesen? Das gefährdet doch die Dummheit" :D

      Keine Sorge, ich lies sehr viel. Und vl war mein Kommentar etwas übertrieben, trotzdem wars ein starker Moment


      befilmbebook.wordpress.com/ mein Blog über Filme, Bücher, Comics, Spiele sowie der ganze andere Kram
    • S.H.I.E.L.D. schrieb:

      cool war die Anspielung von Gordon auf Bruce "der andere" :P


      Ja, das fand ich auch recht witzig. Bin auch schon gespannt, wie Gordon später drauf reagiert, wenn er mit Bruce UND Dick mal zusammenkommt :D

      Ansonsten schliesse ich mich den guten Meinungen hier an, war ein recht gutes, spannendes Heft. Und HIER muss ich sagen..... soooooo schlimm waren die Zeichnungen nun auch wieder nicht ;)
    • Samhain sieht's richtig, es ist beeindruckend, wenn man auf das Schaffen von Morrison blickt - das Ganze eröffnet sich als epische Story über Jahre hinweg. Besonders gut, aber das könnt ihr anhand meiner vorigen Postings schon ahnen, finde ich, wie immer wieder lose Fäden zusammengesetzt werden. Das sorgt für einige Spannung, so zähle ich etwa das Finale von "Batman: RIP" zum Besten der letzten zehn Jahre. Auch diese Ausgabe weiß also wieder sehr zu gefallen und ich gebe zu, bei der Demaskierung von Oberon Sexton hatte auch ich ein Grinsen im Gesicht. Die Zweistory nimmt nahtlos die Storyreste um Dr. Hurt, Pyg usw. wieder auf und Black Glove wieder auf und rollt die Lawine wieder. Die Zeichnungen im zweiten Teil fand ich persönlich gut und passend - warum nicht? - 9/10.