Hellblazer: Garth Ennis Collection

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    • God_W. schrieb:

      Hat Euch der zweite Band auch noch mehr geflasht als der erste? Oder seid Ihr anderer Meinung? Wenn ja würde mich natürlich interessieren warum.
      Nein. Band 1 (in der Ausgabe von Schreiber & Leser) war mein erster "Hellblazer" und der hat mich ziemlich weggeblasen. Ich mag den "Royal Blood" zwar auch, aber man merkt zu deutlich, dass Ennis sich an "From Hell" orientiert hat. Außerdem fand ich den Band für Ennis' Verhältnisse schon ziemlich zahnlos. Anti-Establishment schön und gut. Passt auch irgendwo zu ihm. Aber in den 90ern war das keine außergewöhnliche Trope, hat fast schon zum guten Ton gehört. Ich mag den Band ganz gerne, aber er stellt meines Erachtens keinen Höhepunkt in Ennis' "Hellblazer" dar. Ich fand eigentlich nur "Son of Man" schwächer.
    • Endlich zum dritten Teil gekommen!



      Titel: John Constantine – Hellblazer: Garth Ennis Collection 3 – Angst und Schrecken

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 252 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte # 62 – 70; Kurzgeschichte aus Vertigo Jam

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: Steve Dillon

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Alles könnte so schön sein für John Constantine, den kettenrauchenden Magier mit der Seele eines Spielers. Er ist mit Kit zusammen, der großen Liebe seines Lebens, er behält die Oberhand, egal welch übernatürlicher Schnickschnack ihm über den Weg läuft, sei es Dämon oder Engel. Doch sein 40. Geburtstag naht, und nichts könnte schrecklicher sein!

      Die Garth-Ennis-Komplett-Edition!



      Just my 2 cents:
      Immer wenn ich die ersten Seiten in einem Hellblazer-Comic gelesen habe frage ich mich, warum ich eigentlich so lange nichts mit John Constantine aus dem Regal gezogen hab! Das schicke Hardcover von Panini bietet mit satten 252 Seiten noch mehr Material als der Vorgänger und die Einleitenden Worte von Warren Ellis machen richtig Lust auf den Band.

      Was mir als Erstes ins Auge springt ist natürlich der Zeichnerwechsel weg von William Simpson hin zu Steve Dillon. Der hatte zwar in Band zwei schon mal einen kleinen Auftritt, aber diesen Band hat er nun gänzlich gezeichnet und ich muss leider sagen, dass ich seinen Zeichenstil nicht sonderlich toll finde. Ich finde das wirkt teilweise etwas plump und gerade die Gesichter und die Art der Schattierungen fand ich echt gewöhnungsbedürftig. Da der gute Mr. Dillon wohl zu Garth Ennis‘ bevorzugten Zeichnern gehört und die zwei deshalb auch den „Preacher“ zusammen durchgezogen haben war ich mir einige Zeit ziemlich unsicher, ob „Preacher“ auf meinem Wunschzettel jetzt nicht etwas weiter nach hinten rutscht. Allerdings hab ich mich dann doch so ca. nach dem ersten Drittel des Buches an den Zeichenstil gewöhnt. Bekommt von mir zwar noch immer keine Preise oder Lobeshymnen, trägt aber die Story und stört mich nicht mehr wirklich. „Preacher“ kann also doch noch kommen. Jetzt aber zurück zu Constantine und zum Inhalt dieses dritten Bandes der Garth Ennis Collection – Angst und Schrecken.

      Endstation:
      Mit der ersten Story beginnt das Buch verhältnismäßig zahm für eine Hellblazer-Story, allerdings kommt das der Charakterentwicklung zugute und wir erfahren etwas mehr über die familiären Hintergründe von John. Bei einem Besuch bei seiner Schwester muss er feststellen, dass sich seine kleine Nichte auf dunkle Magie eingelassen hat. Versteht sich von selbst, dass er sich den Typen, der sie dazu verleitet hat ordentlich zur Brust nimmt und ganz nebenbei lernen wir auch einen entfernten Vorfahren von Constantine näher kennen. Schöner Einstieg, wenn auch nicht überragend.

      Vierzig:
      Mit der Party zu Johns rundem Geburtstag geht’s etwas seicht weiter. Zwar eine ganz launige Story, die auch ganz spaßig ist, aber fast so etwas wie „Seifenopercharakter“ an den Tag legt. Sehr cool, sind die vielen Gastauftritte, allerdings kenne ich leider nicht alle Gäste. Ob das daran liegt, das nicht alle vorangegangenen Stories auf Deutsch erschienen sind und ich die somit verpasst hab, oder dass einfach Figuren aus erfundener Vergangenheit mit auftauchen kann ich jetzt schlecht beurteilen. Sehr cool ist auf jeden Fall das Beisein des „Lord oft he Dance“ und der Gastauftritt von Swampy.

      Angst und Schrecken #1-3
      Das Herzstück des Bandes bilden ohne Zweifel die drei namensgebenden Stories, die den steilen Fall von John Constantine einläuten. Über die Story will ich hier gar nicht so viel verraten, aber es wird wieder bitterböse, obwohl John diesmal eigentlich gar nichts dafür kann. Er wird beinahe per Zufall in die ganze Geschichte hineingezogen. Im Mittelpunkt der Story steht der Snob, der gefallene Engel und die Entwicklung die in dem vonstattengeht gefällt einigen Leuten überhaupt nicht. Allerdings denken diese Subjekte gleich den schuldigen gefunden zu haben: John Constantine. Wie die Dinge halt immer so laufen ist John jedoch nicht der Einzige, der die ganze Scheiße abkriegt. So dauert es nicht lange, bis sein guter Freund Dez und seine große Liebe Kit ins Kreuzfeuer geraten.
      Garth Ennis zeigt die Welt hier von ihrer hässlichsten Seite. Vorurteile, Skrupellosigkeit, Faschismus und Gewalt beherrschen alles und mehr als einmal ist man schockiert von dem Gezeigten. Wie ein Schlag in die Magengrube, oder ein Messerstich etwas tiefer…

      Lieber John; Fix und fertig; Ganz unten
      Die folgenden Stories zeigen die logische Konsequenz zu „Angst und Schrecken“ auf, den steilen Fall von John bis hinab in die Gosse zu den Strichern. Kit verlässt ihn und alles gerät aus den Fugen, er bricht regelrecht zusammen und gibt sich auf. Das harte Leben, die Kalte Realität in den dunkelsten Straßen und Ecken Londons. Nein, positives kann man dieser Welt nicht mehr abgewinnen und jetzt, da John fix und fertig ganz unten angelangt ist sieht ein alter Widersacher, der Prinz der Nacht, der Fürst der Vampire seine Chance ihn endgültig fertig zu machen. Ist John letztendlich verdammt, oder hat er noch ein As im Ärmel?

      Rache ist Süß
      John ist immer noch am Boden, vielmehr sogar unter dem Bodensatz, hat jedoch einen neuen Freund gefunden, was ihn an einen anderen, alten Freund erinnert, dem es wie so vielen, gar nicht gut bekommen ist mit John Constantine befreundet zu sein. Eine Böse kleine Geschichte mit noch böserem Ende, ein typischer Ennis hätte ich fast gesagt.

      Herzensangelegenheiten
      In der letzten Story wird das weitere Schicksal von Kit, Johns Ex, nochmal näher beleuchtet und sie sie wirft einen wehmütigen Blick auf die Welt und die Liebe. Eine Geschichte von Freundschaften und dem Nachhause Kommen.



      Alles in Allem wieder ein grandioses Stück Comic von Garth Ennis in der Welt des Hellblazers. Im direkten Vergleich hat mir allerdings Band zwei nen Tacken besser gefallen, da diesmal der Einstieg und das Ende doch ein wenig seicht vonstattengehen und ich mich an das Artwork von Steve Dillon echt erst gewöhnen musste, auch wenn ich mich damit jetzt arrangiert habe.

      Meine Wertung: 8/10

      Wie fandet Ihr Band drei der Garth Ennis Collection? Und welche Meinung habt Ihr zu Steve Dillon als Zeichner und warum?

      VG, God_W.
      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:
      NEU: Jetzt mit Inhaltsverzeichnis!!!
    • God_W. schrieb:

      Und welche Meinung habt Ihr zu Steve Dillon als Zeichner und warum?
      Dillon kenn ich seit Preacher und mußte selbst da erstmal überzeugt werden. Seine immer gleich wirkenden fast schon schablonenhaften Gesichter , da muss man erstmal ducht. Allerdings ist Preacher halt auch Pracher und da hätte mich wohl selbst ein Liefeld als Zeichner überzeugt :D
      Danach hab ich Dillon eigentlich recht gern mit Ennis im Paket gelesen, also Hellblazer, Punisher, etc. Der wurde ja quasi zum Hofzeichner Ennis und da ich irgendwie ein kleiner Ennis-Fanboy bin, kam man halt an Dillon nicht vorbei.

      Bei anderen Autoren und ganz schlimm im richtigen Superheldenbusiness, konnte ich allerdings mit Dillon wenig anfangen. das war mir meist zu statisch.

      Aber trotzdem vermiss ich ihn :(

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Gerade bei Preacher könnte ich mit keinen anderen Zeichner als Dillon vorstellen. Er verstand es einfach wunderbar über die Mimik der Figuren Emotionen darzustellen.
      Ein überraschter Blick von Jesse oder John sagt da mehr als tausend Worte. Bei Preacher wurde auch auf SFX Spielereien verzichtet wodurch der Eindruck noch verstärkt wird.
      Er hatte auch ein Auge für Details im Background, ob nun Wüste oder der Dschungel in Vietnam. Nie überladen, aber perfekt für die Szene.
      Sowas vermisse ich bei den meisten "Pin-Up" Zeichnern von heute.

      Auf die schnelle fällt mir eigentlich nur sein Wolverine ein, wo der realistische Stil IMO einfach nicht wirklich passte. Und ja, man hat das Gefühl seine Charaktere könnten Zwillinge sein, aber für mich war er einer der ganz Großen...
    • Joe Kerr schrieb:

      God_W. schrieb:

      Und welche Meinung habt Ihr zu Steve Dillon als Zeichner und warum?
      Dillon kenn ich seit Preacher und mußte selbst da erstmal überzeugt werden. Seine immer gleich wirkenden fast schon schablonenhaften Gesichter , da muss man erstmal ducht. Allerdings ist Preacher halt auch Pracher und da hätte mich wohl selbst ein Liefeld als Zeichner überzeugt :D Danach hab ich Dillon eigentlich recht gern mit Ennis im Paket gelesen, also Hellblazer, Punisher, etc. Der wurde ja quasi zum Hofzeichner Ennis und da ich irgendwie ein kleiner Ennis-Fanboy bin, kam man halt an Dillon nicht vorbei.

      Bei anderen Autoren und ganz schlimm im richtigen Superheldenbusiness, konnte ich allerdings mit Dillon wenig anfangen. das war mir meist zu statisch.

      Aber trotzdem vermiss ich ihn :(
      War ja quasi ein ähnliches Erlebnis wie bei mir, I agree. :ok:

      @churchi: Man kann ja nicht immer einer Meinung sein. ;)
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    • Ich finde die Arbeiten von Steve Dillon bei Hellblazer und Preacher auch klasse.

      Der Mann hatte meiner Meinung nach den idealen Stil für solche Sachen. Nicht wahnsinnig spektakulär aber handwerklich sauber gezeichnet (soweit ich das als Laie beurteilen kann) und immer die Stories kongenial ergänzend, ohne sie zu erdrücken.

      Sehr traurig, dass er nicht mehr lebt :(


    • Titel: John Constantine – Hellblazer: Garth Ennis Collection 4 – Feuer der Verdammnis

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 292 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte # 56; 71-77; Special 1, Vertigo Winter’s Edge 2 Special

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: Steve Dillon, Peter Snejbjerg,

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der kettenrauchende Magier mit der spitzen Zunge schafft es mal wieder, zur richtigen Zeit am falschen Ort zu sein. Nachdem er als Penner in London versackt war, geht er für eine Auszeit nach New York. Doch alte Feinde warten schon - und bald macht er Bekanntschaft mit Voodoo-Magie und landet auf seiner eigenen Beerdigung!

      „Wollen wir das nicht alle? Die guten Teile der Vergangenheit mitnehmen in die Zukunft?“
      Wenn es bloß so einfach wäre.

      Nachdem seine Freundin Kit ihn verlassen hat und er in London auf der Straße versackt war, fliegt Constantine nun nach New York, um zu sich zu kommen und wieder gesund zu werden. Doch seine Reise führt ihn auf unwegsamen Pfaden durch Amerika und Irland bis auf seine eigene Beerdigung, wo einige besonders miese Teile seiner Vergangenheit auf ihn warten.



      Just my 2 cents:
      Zurück beim Mystiker in Trechcoat und mit Silk Cut im Mundwinkel. Aber Moment, was ist denn da los? Der Trenchcoat ist ja total verranzt, Zigaretten sind zum zu teuren Luxusgut geworden und statt Irish Malt gibt’s Methyl Alkohol, Hauptsache es knallt. Ja, John Constantine ist am unteren Ende der Nahrungskette angekommen, stellt jetzt selbst den Bodensatz der Gesellschaft dar. Es macht den Eindruck als wolle er sich an Silvester ganz alleine am Ufer der Themse zu Tode saufen, und allem Anschein nach gelingt ihm das auch bald, wenn er so weiter macht.

      So beginnt der vierte Band der Garth Ennis Collection mit der Story Sternstunde. John bricht bewusstlos am Ufer zusammen und findet sich unversehens in der Vision eines Weltkriegspiloten wieder. Von dieser Grenzerfahrung wachgerüttelt beschließt Constantine sein Leben wieder umzukrempeln. Eine tolle Geschichte und ein ganz starker Einstieg in den mit 292 Seiten enormen Band. Ich werde meine Erlebnisse beim Lesen kurz umreißen, dabei aber nicht auf jede Story im Detail eingehen.

      Nach diesem Starter wird es mit Beichte wieder sowas von böse und krass wie es nur Garth Ennis auf die Seiten hämmern kann. Wenn sadistische Priester einen Pakt mit dem Teufel schließen und zu pädophilen Psychopathen werden ist eins klar: Das ist die abgründige, böse Welt des Hellblazers und sie wird mich nicht mehr loslassen, ehe das Buch zu Ende ist.

      Im Anschluss an diese beiden grandiosen One-Shots startet mit Feuer der Verdammnis der große Story-Arc dieses Bandes. John reist in die USA um mal weg von allem zu kommen und sich wieder zu sammeln. In der bösen Welt die Garth Ennis erdacht hat geht das natürlich gründlich in die Hose. Constantine wird von alten Feinden entdeckt und auf einen Höllentrip geschickt der sich gewaschen hat. Über die große Geschichte will ich nicht zu viel verraten aber es ist klar, dass in einer durchtriebenen Zwischenwelt, einem abgründigen Abziehbild von Amerika, wo aufgeknüpfte Menschen als Straßenschilder dienen, Kannibalen den Central Park unsicher machen, und ein finsteres Wesen die Macht im weißen Haus inne hat niemals Langeweile aufkommt. Die Einzige Unterstützung, die unser liebster Dämonenjäger zu erwarten hat kommt von einem JFK, der stets sein Hirn festhalten muss, damit es nicht aus seinem zerschossenen Schädel fällt. Wenn das mal nicht Einiges über den Garth Ennis Run aussagt…



      Im weiteren Verlauf gibt es unter anderem ein Widersehen mit Kit (wenn auch nur in Rückblenden), zurück in Irland schafft es John mal wieder unfreiwillig für das (extrem brutale) Ableben eines Freundes zu sorgen und auch sein guter Freund Chas gibt uns diesmal Einblicke in Constantines Vergangenheit.

      Ganz am Ende wird es mit Dies ist das Tagebuch von Danny Drake nochmal sowas von heftig und hart, wie eine Story auch nur sein kann. Zum Plot mal nix, weil ich das nicht spoilern will, aber gerade für mich als Papa eine ganz harte Nummer. Wie ein Mensch sowas abziehen kann bleibt unbegreiflich und macht nochmal extrem deutlich: Garth Ennis versucht um den Hellblazer herum die denkbar schlechteste Welt zu kreieren, und die allertiefsten Abgründe unserer modernen Gesellschaft ans Licht zu holen, und das gelingt ihm mit einer Intensität, die ihres gleichen sucht.

      Das anhängende Special Lauter kleine Jungs und Mädchen ist jetzt keine Sternstunde, kann man sich aber mal angucken und ist für mich eh nur eine kleine „Zugabe“.

      WOW, hammerhartes Paket, das uns Panini wie gewohnt in top Bildqualität im schicken Hardcover präsentiert. Mit dem Artwork von Steve Dillon, der das Gros der Stories gezeichnet hat, komm ich mittlerweile auch sehr gut klar, kann denen streckenweise sogar einiges abgewinnen! Ich bin mal wieder begeistert und hoffe inständig, dass Garth Ennis in Band fünf einen würdigen Abschluss für diesen wirklich meisterhaften Run am Hellblazer hinbekommen hat.

      Meine Wertung: 9/10

      Welche der enthaltenen Stories fandet Ihr am besten? Und warum? Und kann mir zufällig jemand sagen, ob und wann die Constantine TV-Serie bei uns auf BD erscheint?

      VG, God_W.
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    • Ab der nächsten Staffel der Legends oT Serie gehört Matt Ryan zum Hauptcast.

      Wobei die Constantine Serie im Original viel besser wirkt, weil Matt Ryan den Trickster hervorragend verkörpert, incl. einem fiesen Brit-Akzent. Die bluray ist Regionalfree und manchmal günstig zu bekommen.
      Lohnt sich!

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Joe Kerr schrieb:

      Ab der nächsten Staffel der Legends oT Serie gehört Matt Ryan zum Hauptcast.

      Wobei die Constantine Serie im Original viel besser wirkt, weil Matt Ryan den Trickster hervorragend verkörpert, incl. einem fiesen Brit-Akzent. Die bluray ist Regionalfree und manchmal günstig zu bekommen.
      Lohnt sich!
      Das ist ja schon mal top.

      Das mit der UK BD wär grundsätzlich kein großes Problem, würde ich mit meinem Englisch vermutlich halbwegs gebacken bekommen, meine Frau aber nicht und wir gucken zu 70% zusammen, zu 25% zu dritt mit unserer (bald) 4-jährigen Tochter, da fällt sowas eh raus und nur ganz ganz selten (maximal 5%) kann ich was alleine gucken. Deshalb eher schwierig...
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      Das Finale der Garth Ennis Collection um den Trickster…



      Titel: John Constantine – Hellblazer: Garth Ennis Collection 5 – Das letzte Gefecht

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 332 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte # 78-83, 129-133, Special Heartland

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: Steve Dillon, John Higgins

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Im letzten Hellblazer-Band von Garth Ennis steht Constantine dem Fürsten der Finsternis selbst gegenüber – denn dieser will Rache dafür, dass Constantine ihn bei einer früheren Gelegenheit überlistet hatte. Und er fährt schwere Geschütze auf ...

      "Böse funkelndes Juwel von Vertigo aus den frühen 1990ern." – Slam

      Sein Leben lang hat sich John Constantine mit dem Herrn der Unterwelt angelegt und die mächtigen Kräfte der Hölle gegen sich aufgebracht. Aber Constantine muss nicht nur dem erzbösen entgegentreten: Während in einem Vorort Londons, in dem John viele Freunde hat, blutige Rassenunruhen ausbrechen, begegnet er Kit, und das ist vielleicht noch viel schlimmer als alles andere…

      Mit diesem Band endet der legendäre Run des Teams Ennis und Dillon. Die hier enthaltenen Geschichten „Das letzte Gefecht“ und „Heartland“ gehören zum Besten, was sie geschaffen haben. Zusätzlich enthalten ist „Menschensohn“, eine Geschichte um einen wiederbelebten Jungen – Mit sarkastischen Humor verfasst von Garth Ennis und illustriert von John Higgins.

      Just my 2 cents:
      Das große Finale des bislang wirklich famosen Ennis Runs an Hellblazer steht an und ich freu mich drauf wie Bolle. Das 332 Seiten mächtige Hardcover ist Panini wieder gut gelungen, lediglich etwas Zusatzmaterial hätte ich mir zum Abschluss der Reihe schon gewünscht. Aber man soll ja nicht mosern, sondern sich über das freuen, was man bekommt. Was wir hier bekommen ist nochmal die volle Packung Hellblazer mit drei großen Stories, weshalb ich auch meinen kurzen Kommentar in drei Teile splitte.



      DAS LETZTE GEFECHT
      Es ist so weit, das letzte Gefecht zwischen Constantine und dem Fürsten der Hölle steht an. Ja, John war der festen Überzeugung ihm könne nichts passieren, da er die drei Bosse der Unterwelt gegeneinander ausgespielt hat und zur Sicherheit auch noch das das Herz des Snobs, eines gefallenen Engels, sein Eigen nennt. Doch weit gefehlt, denn der Belzebub hat den Bluff des Tricksters durchschaut und sinnt auf grausame Rache.
      Es grenzt an blanken Wahnsinn, wie Garth Ennis diese Story aufzieht und Panel um Panel die Spannung nach oben schraubt. Da werden verschiedenste Handlungsstränge verwoben und Constantine in eine üble Geschichte nach der anderen hineingezogen, moment…, nicht NACHEINANDER, gerade das ist ja das Problem. Eine alte Liebe mit einem Drogenproblem, rachsüchtige Zuhälter und Dämonen, der Bruder eines guten Freundes, der in Strudel der Gewalt gezogen wird, was sogar in waschechten Rassenunruhen Gipfelt inmitten derer er ausgerechnet auch noch auf Kit trifft. Um all das und noch viel mehr muss Constantine sich kümmern, während sich die Schlinge um seinen Hals unbemerkt enger und enger zieht. Als sein Lungenkrebs plötzlich wieder auftaucht weiß Kohn, dass sein Stündlein geschlagen hat.

      Es grenzt schier an (schwarze) Magie, wie es Garth Ennis gelingt all diese Plotfäden zu einem großen, blutigen Teppich zu verweben ohne, dass es auch nur einen Moment überfrachtet wirkt. Im Gegenteil, am Rande tauchen noch viel mehr alte Bekannte auf und bekommen ihren Auftritt (oder Abtritt) zum Finale. In Verbindung mit dem einfach passenden Artwork von Steve Dillon wird Das letzte Gefecht zu einem echten Geschenk an alle Fans des Hellblazers.



      HEARTLAND
      Die komplett Constantine-freie Story kann man als Intermezzo verstehen, ein kleines Zwischenspiel rund um das Familienleben von Johns Ex Kit. Die Familiengeschichte kam mir zu beginn etwas langweilig vor, was sich aber schnell gewandelt hat. Ungewohnt feinfühlig entwickelt Garth Ennis hier ein tragisches Drama über häusliche Gewalt, Alkoholsucht und wie komplette Familien dadurch zerstört werden können, auch auf Jahrzehnte hin. Alles bekannte Versatzstücke, die von Ennis aber extrem fesselnd und realistisch verpackt werden. Das schlussendlich doch wieder Hoffnung spendende Finale ist sehr menschlich und total untypisch für das, was ich von Ennis bislang kenne. Ich freue mich immer, wenn mich eine Story überraschen kann, diese hats geschafft.



      MENSCHENSOHN
      Oh Mann, kaum ist Steve Dillon weg wünsch ich ihn mir auch schon wieder zurück, wer hätte das gedacht!?!.Das Artwork von John Higgins passt meines Erachtens gar nicht zum Hellblazer, zum einen weil John selbst (sorry wenn ich das so sage) oft wie ein Depp aussieht, zum Anderen aber auch, weil er sich scheinbar nicht entscheiden konnte wie der Look des Ganzen werden soll. Teilweise in recht realistischen Zeichenstil dann, vor allem bei den Gesichtern, wieder extrem Comichaft (klingt jetzt vielleicht blöd, aber so übertrieben halt, keine Ahnung wie ichs ausdrücken soll.).
      Die Story selbst ist ein typischer, teils richtig krasser Ennis. Constantine lässt sich von einem Mafiaboss, dessen kleiner Sohn bei einem Unfall gestorben ist, dazu erpressen, diesen wieder zurück ins Reich der lebenden zu holen. Da sowas natürlich nicht geht, John aber keine Wahl bleibt greift er zu einem Trick, wie sollte es auch anders sein. Er beschwört einen Dämon aus der Hölle und bannt diesen in den Körper des kleinen Jungen, Tadaaa! – Sieht wieder lebendig aus, redet und alles. Ist aber halt nur nicht der Junge der gestorben war. Jahre später wird John von dieser Geschichte eingeholt, als er feststellen muss, dass es keine seiner besseren Ideen war einen Höllendämon in unsere Welt zu holen, der als Spross einer der mächtigsten Mafiafamilien Londons aufwächst. Als Johns bester Freund Chas sich durch Zufall in die Machenschaften der Familie verwickeln lässt, wird der Dämon wieder auf John aufmerksam, und das kann nicht gut sein.

      Eine spannende und krasse Story mit knallharten und abgedrehten Ideen, die dem Hellblazer mehr als würdig ist, allerdings will der Funke bei mir nicht so richtig zünden, was nicht nur an den ungewohnten (für mich stellenweise echt schlechten) Zeichnungen liegt. Auch einige Stilmittel, die Ennis plötzlich einsetzt, wir zum Beispiel, dass der Trickster direkt zum Leser spricht und mich auch aus den Panels heraus anguckt finde ich extrem unpassend und reißen mich eher aus der Geschichte heraus, als mich mitzunehmen. Menschensohn bleibt für mich zwar klar überdurchschnittlich, aber mit einer Großtat endet die Garth Ennis Collection so leider nicht. Aber ja, das ist schon Jammern auf hohem Niveau.

      Meine Wertung: 8/10

      Wie hat Euch der Abschluss der Reihe gefallen? Welche der drei Stories hat Euch am ehesten überzeugt und warum? Und kann mir einer sagen, ob auch bei anderen Werken von Ennis, wie Preacher oder The Boys, die Charaktere häufig direkt zum Leser sprechen?

      VG, God_W.
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      NEU: Jetzt mit Inhaltsverzeichnis!!!
    • Neu

      God_W. schrieb:

      Und kann mir einer sagen, ob auch bei anderen Werken von Ennis, wie Preacher oder The Boys, die Charaktere häufig direkt zum Leser sprechen?

      VG, God_W.
      Nein. Weder bei den Jungs noch in Preacher (wobei ich mir da nicht mehr 100% sicher bin, kann sein das da mal jemand in Richtung Leser zwinckert)

      Die letzte Ennis Story bei Hellblazer hat Ennis wohl auch gemacht, um sich vom Trickster zu verabscheiden (ist ja auch eine Art Rückkehr nach 50 Ausgaben), evtl gings leichter als er direkt mit ihm geredet hat :P

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
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      Kain schrieb:

      "Son of Man" fand ich eher schwach. Hätte es das nie nach Deutschland geschafft, wäre das kein großer Verlust gewesen.
      Naja, richtig schlecht fand ich die Story nicht, hatte ein paar gute Ideen, zählt aber deutlich zu den schwächsten im ganzen Ennis-Run und verschandelt somit den Abschluss ein wenig. Und das Artwork ist halt mal nix.
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      Ich am 30.07.2014 in einem anderen Forum:


      Hellblazer: Das letzte Gefecht
      Ennis, Dillon, Higgins
      DC/Vertigo/Panini

      Ja, das war dann also der Abschluss. Ganz nett aber auch nicht unbedingt der Höhepunkt der Reihe. Wieder ein paar Freunde weniger. Ganz interessant war, wie Constantine den Teufel übers Ohr gehauen hat.

      Und "Son of Man" ... Irgendwie wie Frank Miller an "Daredevil". Schreibt einen vielbeachteten Run, kehrt einige Zeit später für eine neue Story zurück. In DDs Fall hat das zu meiner Lieblingsgeschichte mit dem Dämon geführt. "Son of Man" finde ich ziemlich unnötig.

      Am besten gefiel mir "Heartland" in diesem Band.

      Ausführlicher habe ich es leider nicht formuliert. An Details erinnere ich mich ad hoc nicht. Habe es seitdem nie mehr gelesen.