Batman #19 - (Spoiler)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Der Flattermann schrieb:

      Mir gefällt es nicht. Mann fragt sich dabei halt, was wird bei der Übersetzung noch so hingedreht? Das Witz oder Slang nicht 100% gleich sein können. Ist mir klar. Aber der Kontext ist mir schon wichtig.

      Ich dachte Muhr wird den Vergleich noch machen. Da er ja nachschauen wollte. Wegen meiner "gewagten" Aussage. Nun hat es der Rote Hut gemacht. :thx:


      Das hate viröse Gründe. Meine Erinnerung hat da getäuscht, was aber daran liegt, dass Continuity für mich eher minder wichtig ist. Rein subjektiv ist es dennoch eher ein winziges Detail und in der Tat in sich etwas schlüssiger. (Ja, gut, andrerseits frage ich bei Superhelden-Comics auch nur bedingt nach Schlüssigkeit, ok.)



      Mein Name ist Jochen. Ich mag es, zu kochen.
    • Tarabas schrieb:


      Was ich davon halten soll weiß ich noch nicht so recht. Mit relativ geringem Aufwand hat man es geschafft mit diesem Heft einen guten Epilog zum DoF Arc zu bieten. Aber ich frage mich doch ob solche Änderungen generell in Ordnung sind. Besonders schön finde ich das eigentlich nicht. Ich nehme es jetzt so hin wie es ist und behalte es einfach mal im Hinterkopf.
      Mal eine doofe Frage warum soll das denn nicht in Ordnung sein ? Wir veröffentlichen die Hefte schliesslich anders als die Amis, und wenn man es mit minimalsten übersetzungstricks so hin bekommt, eine einigermassen stimmige Veröffentlichungsweise hinzubekommen (die man in America meist gar nicht bekommt), finde ich diesen "Kniff" von Seiten Paninis eigentlich eher clever, als etwas was man im Hinterkopf behalten sollte.
      Wir kriegen hier in Deutschland eine echt gute Superhelden Umsetzung und dazu mittlerweile eine breitgefechters Angebot von DC und Marvel Serien. Aber anstatt sich dieses Umstandes zu erfreuen, wird jeder kleine Furz den Panini sich mal in künstlerischer, oder veröffentlichungstechnischer Hinsicht erlaubt von Teilen der Leser als Affront gegen das US Material gewertet. Wir deutsche sind wirklich die Könige im jammern bzw. motzens.
      Aber na ja, wenn man sonst keine Probleme hat schimpft man halt wegen Comicheftchen ;)
    • -Vartox- schrieb:

      Wir veröffentlichen die Hefte schliesslich anders als die Amis, und wenn man es mit minimalsten übersetzungstricks so hin bekommt, eine einigermassen stimmige Veröffentlichungsweise hinzubekommen (die man in America meist gar nicht bekommt), finde ich diesen "Kniff" von Seiten Paninis eigentlich eher clever, als etwas was man im Hinterkopf behalten sollte.


      WORD :) .
    • X-treme Sammler X-D schrieb:

      -Vartox- schrieb:

      Wir veröffentlichen die Hefte schliesslich anders als die Amis, und wenn man es mit minimalsten übersetzungstricks so hin bekommt, eine einigermassen stimmige Veröffentlichungsweise hinzubekommen (die man in America meist gar nicht bekommt), finde ich diesen "Kniff" von Seiten Paninis eigentlich eher clever, als etwas was man im Hinterkopf behalten sollte.


      WORD :) .
      Ne, nix word. Würde Panini sich um eine vernünftige Veröffentlichung bemühen, wären solche "kniffe" gar nicht notwendig. Das ist nicht clever, sondern dummdreist. Aber der Deutsche schluckt ja bekanntlich jeden Scheiß.

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest
    • Ich sehe aber keinen anderen Weg wie man die Stories veröffentlichen sollte. Panini ist ein Unternehmen was wirtschaftlich denken muss. Natürlich gibt es andere Wege, was bringen diese Panini aber wenn sei dadurch weniger oder keinen Gewinn machen? Würde man nicht auf die Kosten schauen müssen, dann wären die Hefte sicherlich voller und grünstiger. Wobei wir eigentlich im Vergleich zu den Amerikanern immer noch recht günstig fahren.
    • Es geht eher darum, was FÜR die jetzt veröffentlichte Reihenfolge spricht. Dein gedanklicher Ansatz ist falsch. Richtig ist eher: für Version A der Veröffentlichungsreihenfolge sprechen Gründe, aber für Version B sprechen mehr Gründe. Gewählt wird also Version B.

      Ich kann da nur spekulieren, aber: das Argument der konsistenten Storyführung dürfte eines davon gewesen sein.

      Solche Hefte werden für Leser gemacht, nicht für eine Handvoll extremistische Nerds mit Hasstendenzen auf alles.



      Mein Name ist Jochen. Ich mag es, zu kochen.
    • Damian schrieb:

      Würde Panini sich um eine vernünftige Veröffentlichung bemühen, wären solche "kniffe" gar nicht notwendig. Das ist nicht clever, sondern dummdreist. Aber der Deutsche schluckt ja bekanntlich jeden Scheiß.

      Hättest Du gelesen, hättest Du verstanden. Wir schlucken nicht "jeden Scheiß", sondern wir akzeptieren die redaktionelle Überarbeitung ausnahmsweise, weil sie das Produkt verbessert.

      Ich bin mir sicher, dass in der Panini-Redaktion keine Troglodyten sitzen. Es wäre ja das Simpelste gewesen, strunzdoof nach der Erscheinungsreihenfolge zu veröffentlichen. Aber der deutsche Comic-Markt braucht sorgfältige Abwägungen, weil die italienische Zentrale mit den Umsatzergebnissen nämlich schnell mal unzufrieden ist und uns "scheißefressenden Deutschen" genauso schnell die Produktpalette auf ein Mimimum reduziert. Dann gibt es wieder nur Batman am Kiosk zu kaufen und der deutsche Comic-Nachwuchs verkümmert.

      Es hilft, mal den Horizont zu öffnen.
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey
    • Das mag alles richtig sein, aber ich frage nochmal, was hat dagegen gesprochen, Tec/Batman von Anfang an als Doppelausgabe zu veröffentlichen? Dann wäre man bei beiden Serien immer gleichauf gewesen.
      Nach den Böcken die da in der letzten Zeit so geschossen worden sind, kann ich Us-only Leser verstehen. Wenns nicht schweineteuer wäre, würde ich auch umstellen. Aber da ist der Zug leider abgefahren.

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest
    • Damian schrieb:

      Was hätte dagegen gesprochen, Batman/Tec als Doppelausgabe zu veröffentlichen? Einfacher gehts doch wohl kaum.
      Vermutlich liefe man dann Gefahr bei Heften mit höherer Seitenzahl (was ja immer wieder mal vorkommt) Umsatzeinbußen in Kauf nehmen zu müssen, wenn man den Preis konstant halten will. Die US-Comics kosten ja immer mal wieder ein paar $ mehr, wenn es mehr Seiten enthält. Panini kann so etwas verhinder indem sie zB Back-Ups weglässt, oder verschiebt.
    • Damian schrieb:

      aber ich frage nochmal, was hat dagegen gesprochen, Tec/Batman von Anfang an als Doppelausgabe zu veröffentlichen? Dann wäre man bei beiden Serien immer gleichauf gewesen.

      Du hättest in der deutschen Ausgabe 17 zuerst die Story gelesen, in der Batman der "Familie" davon erzählt, dass Joker möglicherweise in der Bathöhle gewesen ist (Batman 15: "But here's the kicker..."). Anschließend ließ Panini Deutschland gleich Batman 16 folgen, mit dem Buildup zum großen Showdown (Batman 16: "Castle of Cards").

      Nun hätte Panini Deutschland eine Dreierausgabe mit 'Tec 16 im Anschluss basteln können. Aber dann hätten in der nächsten Ausgabe auch wieder drei Storys sein müssen ('Tec 17 (I) und (II), um die Merrymaker-Geschichte nicht über drei Monate zu strecken und das Joker-Crossover zu lang zu dehnen, usw. Ein logistischer Alptraum, der zudem finanzielle Verluste bedeutet hätte, weil es das Heft teurer gemacht hätte und Spontankunden vom Kauf abgeschreckt hätte, oder weil man zu wenige Einnahmen bei zu hohen Druckkosten hat. Außerdem wäre die Reihenfolge dann wieder an anderer Stelle korrumpiert gewesen.

      Hier hat man sich viele Gedanken über uns gemacht.
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey
    • Aktaion schrieb:

      Ja, ich wette, ein Batman-Special über den Merry-Maker hätte viele Kiosk-Kunden gefunden.
      Wie das ausgesehen hätte, spielt ja keine Rolle. Man hätte auch ein Special zum Tod der Familie bringen können, however, ist eh nur Spekulation.
      Ich bleibe dabei, Inhalte eines Textes zu verfremden und zu verändern steht einem Übersetzer nicht zu, egal was da die Motive sein sollten. Wobei ich zugeben muss dass das bei Panini noch sehr Human verläuft, da gibt es wahrlich schlimmeres.

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest
    • Damian schrieb:

      Ich bleibe dabei, Inhalte eines Textes zu verfremden und zu verändern steht einem Übersetzer nicht zu

      Das ist für mich auch ein sehr empfindlicher Punkt, den ich sonst immer predige. Aber immerhin haben wir es hier nicht mit edlem Kulturgut zu tun oder gar mit Geschichtsschreibung.

      Deswegen neige ich hier dazu, das deutsche Comic-Endprodukt als besondere Ausnahmen doch anzuerkennen. Immerhin geht es auch nur um eine nette Fillerstory, die kaum kanonische Korruptionen gegenüber dem Original hinterlassen wird.
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey
    • JEDE Übersetzung ist eine Änderung, genau gesagt: eine Interpretation des Originals.

      Das Problem in eurer Debatte ist die sprachliche Ungenauigkeit: der Inhalt des Originals wird nicht verändert. Er steht ja weiterhin so im Original drin. Die Übersetzung ist die Schaffung eines neuen Originals auf der Basis des alten. Das ist wie in der Geometrie: man schaft Parallelen, a und a'. Und hier ist immer zu entscheiden: soll a' dem Wortlaut nach parallel zu a verlaufen oder dem Sinn nach? Beides zusammen ist in der Regel unmöglich oder nur bei einzelnen Sätzen möglich, nie beim gesamten Text.

      Gemeint ist hier vermutlich, dass der Sinngehalt eines Textes nicht verändert werden darf. Eine ehrenwerte Ansicht.

      Aber: einige der zentralen Comicüberstezungen Deutschlands leben exakt von jener Veränderung des Sinngehaltes, notable Beispiele hier die Barks-Übersetzung von Erika Fuchs oder die die Asterix-Übersetzung von Gudrun Penndorf. Bei der Übersetzung eines Titels steht immer die Übertragung eines Werkes aus dem kulturellen Horizont des im Original angepeilten Lesers in den kulturellen Horizont des in der Übersetzung angepeilten Lesers im Vordergrund.

      Darüber hinaus bitte ich folgendes zu bedenken: was stammt vom Übersetzer, was vom Redakteur? Tatsächlich liefert der Übersetzer seinen Text ab, aber das letzte Wort hat der Redakteur. In KEINEM Fall werden Übersetzungen einfach so durchgewunken. Im vorliegenden Fall gilt zu bedenken, dass die Änderung im Text (die MINIMAL ist) ja eine Reaktion auf die Erscheinungsreihenfolge ist, nicht umgekehrt.



      Mein Name ist Jochen. Ich mag es, zu kochen.
    • L.N. Muhr schrieb:

      Das Problem in eurer Debatte ist die sprachliche Ungenauigkeit: der Inhalt des Originals wird nicht verändert. Er steht ja weiterhin so im Original drin. Die Übersetzung ist die Schaffung eines neuen Originals auf der Basis des alten. Das ist wie in der Geometrie: man schaft Parallelen, a und a'. Und hier ist immer zu entscheiden: soll a' dem Wortlaut nach parallel zu a verlaufen oder dem Sinn nach? Beides zusammen ist in der Regel unmöglich oder nur bei einzelnen Sätzen möglich, nie beim gesamten Text.

      Gemeint ist hier vermutlich, dass der Sinngehalt eines Textes nicht verändert werden darf. Eine ehrenwerte Ansicht.

      Da ich mit diesen Reflexionen 50 Prozent meines Gehaltsschecks verdiene, ist mir das alles klar.

      Selbst der Sinngehalt kann ja unmöglich beibehalten werden, wo mit bestimmten Sprachbildern kulturell differente Assioziationen geschaffen werden, die sich nach der Übertragung durch ein Individuum eines anderen Kulturkreises in eine vollkommen andere Sprache ja auch der kulturell differenten Wahrnehmung und Empfindung des Lesers unterwerfen muss. Schon nach kurzer Zeit muss bei Übersetzungen zudem ein historischer Kontext berücksichtigt werden für bestimmte popkulturell geprägte Wörter, Slang, Fachbegriffe, usw.
      Um es kurz zu machen: Selbstverständlich sind keine "puren" Übersetzungen der Wörter möglich.

      Man muss nicht immer jedem unterstellen, seine Überlegungen griffen zu kurz, liebe Ellen. Denn um so reflektierte Feinheiten sollte es hier nicht gehen.

      Schließlich ist hier gezielt und bewusst ein anderer, neuer, veränderter zeitlicher Verlauf geschaffen worden. Das ist von der Schwere des Eingriffs her ähnlich wie das Hinzufügen des Wörtchens "nicht", wo zuvor keines stand.
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey