Constantine #1 - Der Funke und die Flamme (magische Spoiler)

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    • Constantine #1 - Der Funke und die Flamme (magische Spoiler)



      Leseprobe: hier

      nach vielen inkarnationen und verlagswechseln ist der hellblazer nun auch im universum der new 52 angekommen. nach diversen auftritten in anderen serien wie der justice league dark (in welcher er sowas wie der chef ist) oder z.b. in 'ich, der vampir' hat er nun auch seine eigene ongoing. hier enthalten sind die ersten 5 hefte seiner soloserie. die nr. 5 ist ein tie-in zum trinity war und spielt nach justice league 22!

      gleich zu beginn: ich kenne john constantine erst seit den new 52 bzw. brightest day und kann daher überhaupt nichts zu seiner zeit als vertigo-figur sagen. solltet ihr ihn bereits kennen, wäre ich doch mal sehr auf eure meinung und ggf. vorhandene unterschiede gespannt. gerade im hinblick auf sie anstehende serie und rückblickend auf den film mit keanu reeves wäre der comic mal auseinander zu nehmen.

      story:
      Spoiler anzeigen
      in den ersten drei heften lernen wir den charakter von john constantine besser kennen und werden auch gleich von anfang an mit dessen sucht nach zigaretten und magie konfrontiert. er betrachtet sich demnach als eine art letzte instanz zum schutz der menschheit vor allem was nach einem großen bösen zauberer oder eben unheil aussehen könnte.
      die handlung beginnt mit dem von einer bar nach hause laufenden john, der sich uns im monolog vorstellt. kurz vor seiner haustür (er ist untermieter in einer zoohandlung und wohnt dort im keller da tiere wohl lokalisierungszauber erschweren) trifft er auf seinen arg kränkelnden freund chris. dieser dreht frei und markiert im wahn auf einer weltkarte die fundorte der drei einzelteile von "croydons kompass". mit diesem kompass findet man magische gegenstände und john scheint ihn aus dem verkehr ziehen zu wollen. er gibt vor, das aus reinem schutz vor dessen missbrauch zu tun, wird aber ganz sicher auch ein eigeninteresse daran haben.
      die reise beginnt in einem flugzeug. john soll hier vom "kult der kalten flamme" vergiftet werden, bemerkt dies aber noch rechtzeitig und kann seinen vorläufigen tod abwenden (john vs. tod 1:0).
      am ziel angekommen trifft er auf sargon den zauberer bzw. dessen tochter. diese ist neben zatara, mister e und tannarak der kopf des kultes der flamme. es kommt zum kampf, chris wird von john nicht gerettet und stirbt deshalb. john gelingt erneut die flucht und kann die kompassnadel ergattern. (john vs. tod 2:0)

      heft zwei ist ähnlich. hier sucht john den zweiten teil des kompass und begegnet mister e. john wird wieder gefangen genommen, vom gefundenen kompassteil „erlöst“ und kann eben doch noch irgendwie fliehen (john vs. tod 3:0).
      in der nächsten szene, welche in bzw. auf einem buddhistischen tempel spielt, sucht er die windrose des kompass. es gibt ein kurzes intermezzo mit dem spectre, welcher ihn für seine bisherigen taten eigentlich töten will. john redet sich raus und kann weitersuchen. (john vs. tod 4:0…ach eigentlich kann sich der hellblazer andauernd irgendwie retten. das tut er mal nachvollziehbarer und mal weniger. er hats halt einfach drauf). im tempel findet er dann die windrose. zack! weiter gehts nach london.

      in london ergeht es dem hellblazer ja mal so richtig dreckig, denn es scheint eine art fluch auf ihm zu liegen. jedes mal wenn er in seine heimat kommt versucht die stadt in umzubringen. klingt komisch, ist aber so!
      es gibt ein kurzes widersehen mit jules, einer alten liebe. sie fahren durch die stadt, werden von einem auto angefahren und landen in einer magischen horrorversion von london, wo sie vom schlachtmeister empfangen werden…
      szenenwechsel: john, der offensichtlich vor dem schlachtmeister bzw. aufgrund dessen mithilfe aus dem horror-london fliehen konnte, ist bei einem optiker um dort die linse für den kompass zu holen. dort wird er von mister e und sargon empfangen. es folgt ein kurzes geplänkel mit diversen drohungen. der schlachtmeister erscheint, fegt die bösen zauberer weg und der laden explodiert…
      heft vier beschert uns papa midnight den magischen anführer einer gang die manhatten kontrolliert. die szenen von johns entführung werden durch flashbacks mit momenten mit zatana und anderen bekannten/freunden unterbrochen. wir bekommen dabei ein paar einblicke in seinen alltag.
      das fünfte heft spielt in der stammkneipe von john und nach jl 22; ist außerdem ein tie-in zum trinity war. shazam und er betreten die bar, es folgt ein kampf mit einem von dem kult der kalten flamme geschickten dämon. die „guten“ gewinnen. warum? dieses schmankerl solltet ihr vllt doch besser selbst lesen. im ergebnis verdrückt sich der nicht zu unrecht angepisste shazam und john ergeht es nicht unbedingt gut…es folgt ein wirklicher netter cliffhanger…
      ende


      wie man an meiner beschreibung der handlung vllt schon erkennen konnte, sind die einzelnen szenen doch sehr sprunghaft und manchmal ist damit für mich der lesefluss schon arg erschwert wurden. das dem band beigefügte interview mit einem der beiden autoren (ray fawkes) bestätigt mich darin. lemire und er hätten sich wohl szenenweise abgesprochen und einfach darauf los geschrieben; eventuelle ungenauigkeiten sind da nicht zu vermeiden gewesen. am beispiel der szene im horror-london sieht man das ganz gut. so schnell wie sie dort waren, so schnell sind sie auch wieder raus. inwiefern es da nun einen bezug zu seinem fluch gibt, wurde mir nicht ganz klar. manchmal hätte ich mir einfach fließendere übergänge gewünscht.

      wirklich faszinierend fand ich den charkter der figur. john steht sich selbst am nächsten und denkt als egozentrischer egoist zunächst immer erst einmal an seine eigenen ziele. wer ihm dabei im weg steht, muss ggf. dann auch sterben. der raucht kette und schert sich allem anschein nach einen dreck um seine eigene gesundheit. er ist rau, dreckig und smart genug um seinen kopf immer irgendwie rechtzeitig aus der schlinge zu ziehen. man kann ihn schon als ein richtiges schlitzohr bezeichnen. als einer von ganz wenigen echten antihelden kommt ihm so ein sehr besondere position innerhalb der new 52 zu.

      ich freue mich auf die folgenden bände, denn mit dem spectre, dem kult und seinem freund chris sehe ich da noch viele möglichkeiten für spannende storys.

      die zeichnungen fand ich wieder allesamt sehr gut. mir gefiel wie dreckig und staubig alles wirkt. das hat einfach gepasst.
      beispiele:



      fazit: ein toller erster band mit ruckelndem erzählfluss, der aufgrund der tollen bilder und dem interessanten fokus auf john als antiheld lust auf mehr macht. nach oben besteht da aber noch genug spielraum.

      7 von 10 kippen
    • Constantine #1


      John Constantine ist ein echter Bad-Ass. Magie hat ihren Preis, doch den muss sein Umfeld zahlen. Er selbst windet sich durch eine Mischung aus Glück, Tücke und Intelligenz aus jeder Situation heraus. Seine Gleichgültigkeit macht ihn zu einer coolen Socke. Und Johns Charakter in den Vordergrund zu stellen, ist auch das Kapital des Bandes.
      Leider hat es der Band dennoch an keiner Stelle geschafft mich zu packen. Wie beim Phantom Stranger finde ich Constantine zu unsympathisch. Wenn man ihn töten würde - es wäre mir egal. Bei einem Antiheld wie Constantine ist es natürlich schwer ihn so zu gestalten, dass ein Charakter entsteht, zu dem der Leser eine ambivalente Haltung hat. Bei Justice League Dark klappt das aber deutlch besser! Da hat man eher den Eindruck, dass John egoistisch und rücksichtslos, aber gleichzeitig auch eine Art Held ist.
      Die Handlung ist ansonsten nicht sonderlich erwähnenswert - gut daran ist nur, dass John anders als Superhelden eben nicht alles in die Tonne klopft, sondern nur mit Köpchen siegt.
      Wie schon von Appyfreak erwähnt, gibt es ein Tie-In zu "Trinity War". Es ist ganz nett zu sehen, wie Billy (Shazam) von Constantine reingelegt wird, aber letztlich auch schnell dazulernt. Aber Entwarnung: Es ist inhaltlich ein eher unwichtiges Tie-In, weshalb Panini es wohl auch nicht fett draufgeschrieben hat.

      Die Zeichnungen sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber letztlich sind sie gut. Vor allem die realistischen Farbtöne passen sehr gut zu der Serie (Constantines verschlafene Augen kommen sehr gut zur Geltung). Etwas seltsam ist, dass mir die Kunst mir digital klar besser gefällt als gedruckt, siehe z.B. Appyfreaks's Bilder. :kratz:

      Alles in allem dennoch enttäuschend, dass "Justice League Dark" die bessere "Constantine"-Serie ist.

      Story: okay bis gut
      Optik: gut
      2,5 von 5 Sternen: DURCHSCHNITTLICH
      Meine Empfehlungen:
      DC Rebirth: Wonder Woman, Superman, Hal Jordan & das Green Lantern Corps, Detective Comics
      Marvel: Thor
      Lieblingszeichner: Kenneth Rocafort

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Der Rote Hut ()

    • Hab mir wie schon bei Pandora die ersten 4 erlaubten, Spoilerfreien Heftchen durchgelesen..und fands soweit ganz nett. Aber wie schon von anderen gesagt, Constantine is bei Dark Knight cooler...liegt wohl daran. das er da einer von vielen is, herausstechen kann. Hier hat er zwar auch seinen unverwechselbaren Charme..kommt aber noooooooch nicht zu gut zur Geltung. Von den alten Vertigosachen hab ich auch einige Bände mal vor langer Zeit gelesen...muss das mal wiederholem um da nen Vergleich zu ziehen..wegen Weichgespült und so..augenscheinlich Brutal gehts ja schon zur Sache...

      Ganz nett, auch die Zeichnungen..doch wenn ne Serie eingestellt würd..würde eher auf Constantine verzichten können als auf JL Dark...

      Der Nerd: Ein perfekter Liebhaber, mit umfangreichen Wissen über: Comics, Kino, TV und Videospiele.
    • Bei mir isses schon wieder n weilchen her, dass ich #1-5 gelesen habe von Constatine, fand die Serie allerdings beim Start eher nur "ganz gut".
      Der coole Charakter und die tollen Zeichnungen haben dass aber wieder wett gemacht.

      Constantine gehört mittlerweile zu meinen liebsten Charakteren aus dem DCU, die Top 3 schlägt er sicher :D
      Ich denke für Constantine Fans taugt die Serie definitiv was, nur für Leute, die gar nichts mit dem Briten anfangen können werden mit der ersten Ausgabe bestimmt auch nicht warm.

      Was man aber sagen kann, ist, dass sich die Reihe meiner Meinung nach ordentlich steigert. Gleiches gilt für andere Hefte der Dark sparte (Phantom Stranger, etc.)


      <-Milo verkauft-> (Viele viele New 52 Serien, US, Top Zustand)
    • Constantine 1 – Der Funke und die Flamme

      Die Serie Hellblazer war mit 300 Ausgaben die am längsten laufende des DC-Imprints Vertigo. 2007 brachte Panini die Serie wieder nach Deutschland, nachdem Schreiber & Leser 2005 deren letzten Band veröffentlicht hatte. Nach dem DC Neustart New 52 wurde die Serie unter dem Namen „Constantine“ in das reguläre DC-Universum integriert, was zur folge hat, daß Constantine nun auch mit anderen DC-Figuren interagieren kann.
      In der Reihe Justice Leaugue Dark bekamen wir ihn zunächst im Team mit Madame Xanadu, Deadman, Shade und Zatanna zu sehen – merklich jünger, als in den letzten Ausgaben der Hellblazer-Reihe. Constantine ist ein Magier aus der Arbeiterklasse Englands. Er läuft in einem zerknitterten alten Trenchcoat herum, raucht Kette und ist nie um eine sarkastische Bemerkung verlegen. Sein Geschäft: Bekämpfung von Hölle, Dämonen und anderen fiesen übernatürlichen Gestalten. Die Ereignisse der letzten Zeit zwangen John Constantine London zu verlassen, und nach New York zu gehen. Auch dort hat er einige Freunde wie seine Liebschaft Zatanna, aber auch viele Feinde, die er sich erarbeitet hat.
      John begibt sich auf die Suche nach einem mächtigen magischen Kompass, der es seinem Besitzer ermöglicht, mystische Objekte zu finden. Leider ist der Kompass aufgeteilt in 3 Teile, die in der Welt versteckt sind. So muß sich John nach Norwegen, Myanmar und London begeben, um alle Teile zu finden. Doch auch andere sind dem Kompass auf der Spur, und so dauert es nicht lange bis er von anderen magisch begabten Kreaturen angegriffen wird…

      Fazit:

      Die Autoren Ray Fawkes (Batgirl, Pandora) und Jeff Lemire (Sweet Tooth, Animal Man) nutzen die neuen Möglichkeiten, und lassen Constantine auf Spectre, Zatanna, und Shazam treffen. Letzteres Treffen stammt aus einem Crossover mit dem Heft Justice Leaugue 22, das man zum Verständnis aber nicht unbedingt benötigt.
      Alle diese Figuren haben Bezug zum Thema Magie, und so ist es folgerichtig, daß Constantine auf sie stößt. Mir persönlich hat jedoch das Treffen mit Papa Midnite, einer alten Figur aus Hellblazer, am besten gefallen. Genau so wie John dort beschrieben ist, will ich ihn sehen, den alten Mistkerl und Betrüger.
      Die Interpretation aus den ersten 3 Heften, in denen er wie eine magische Version von Indiana Jones Artefakte jagt, mag massenkompatibel sein und den Standard-DC-Leser mitnehmen, doch Hellblazer war bislang mehr als das. Während mich sonst magische Figuren eher langweilen, hat mich der listige Brite gerade mit den Aktionen gefesselt, für die eigentlich keine Magie nötig war.
      Die Zeichner Renato Guedes und Fabiano Neves liefern einen guten Job. Besonders die Episode in London hat mir gefallen. Lediglich die Koloration von Marcelo Maiolo sind für meinen Geschmack etwas zu hell geraten.
      DC versucht hier einen Spagat zwischen den Fans der alten Hellblazer-Serie und den Superhelden-Fans herzustellen. Ob dies gelingt, wird die Zukunft zeigen. Mein Interesse jedenfalls ist geweckt. Ich hoffe, daß die Serie zu neuen Höhen geführt werden kann. Ein Anfang ist gemacht.
      [center]
      Comic-Podcast[/center]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von breedstorm ()


    • Und "Hellblazer" ist sogar noch eine viel, viel bessere "Constantine"-Serie!
      :thumbsup2:


      These ‘no-nonsense’ solutions of yours just don’t hold water in a complex world of jet-powered apes and time travel
      -Superman

      OMAC [...] should be immediately greenlit as a movie by the first DC Entertainment executive to read these words.

      -Grant Morrison

      EAT IT GRANDPA!
      -Cosmic Boy
    • bin froh nur im comic-laden reingelesen zu haben, fällt mir
      natürlich schwer hier objektiv zu sein, da ich ein absoluter fan der vertigo
      serie bin/war (und mir den arsch ab gemailt/telefoniert/finanziert habe), um an
      alle us-ausgaben der serie zu kommen (bis auf 3 hefte (nr 115, 124 und 126
      (falls die jemand hat und loswerden will)))...


      jedenfalls finde ich den wechsel von den (meist) vielschichtigen
      handlungen (und johns magischen tricks zur lösung solcher situationen) zu
      dieser DC-sache mit den magie-strahlen und allem hokuspokus-kram doch recht
      peinlich schlecht, und ganz davon ab, john in der welt der „strumpfhosen“...
      das geht so gar nicht, also neeee, ne danke!!!
      :alleskaese:
    • breedstorm schrieb:



      Die Autoren Ray Fawkes (Batgirl, Pandora) und Jeff Lemire (Sweet Tooth, Animal Man) nutzen die neuen Möglichkeiten, und lassen Constantine auf Spectre, Zatanna, und Shazam treffen. Letzteres Treffen stammt aus einem Crossover mit dem Heft Justice Leaugue 22, das man zum Verständnis aber nicht unbedingt benötigt.
      Alle diese Figuren haben Bezug zum Thema Magie, und so ist es folgerichtig, daß Constantine auf sie stößt. Mir persönlich hat jedoch das Treffen mit Papa Midnite, einer alten Figur aus Hellblazer, am besten gefallen. Genau so wie John dort beschrieben ist, will ich ihn sehen, den alten Mistkerl und Betrüger.
      Die Interpretation aus den ersten 3 Heften, in denen er wie eine magische Version von Indiana Jones Artefakte jagt, mag massenkompatibel sein und den Standard-DC-Leser mitnehmen, doch Hellblazer war bislang mehr als das. Während mich sonst magische Figuren eher langweilen, hat mich der listige Brite gerade mit den Aktionen gefesselt, für die eigentlich keine Magie nötig war.
      Die Zeichner Renato Guedes und Fabiano Neves liefern einen guten Job. Besonders die Episode in London hat mir gefallen. Lediglich die Koloration von Marcelo Maiolo sind für meinen Geschmack etwas zu hell geraten.
      DC versucht hier einen Spagat zwischen den Fans der alten Hellblazer-Serie und den Superhelden-Fans herzustellen. Ob dies gelingt, wird die Zukunft zeigen. Mein Interesse jedenfalls ist geweckt. Ich hoffe, daß die Serie zu neuen Höhen geführt werden kann. Ein Anfang ist gemacht.


      Genau so sehe ich es auch. Ich habe den Band, bis auf die letzte Story, die zum Trinity War gehört, am WE gelesen. Die 5. Geschichte möchte ich einfach an der korrekten Stelle lesen. Darum folgt hier nur eine Schilderung meiner Eindrücke zu den ersten 4 Heftem.

      Ich bin ein Hellblazer-Fan seit langer Zeit. Ich liebe Constantine, wie er von Alan Moore ersonnen war und unter vielen Autoren bei Vertigo weiterentwickelt wurde.

      Nun kommt diese "Neuinterpretation", die im Grunde eine komplette Neuverlagerung ist. Einige Versatzstücke des bekannten Constantine sind noch ersichtlich, wie auch in der von Breedstorm genannten Episode mit Papa Midnite ganz deutlich zu erkennen. Aber es wird auch "weichgespülter". Dennoch, und vor allem nach dem Interview mit Fawkes am Ende des Bandes, muss ich sagen, bin ich gespannt wohin die Reise gehen wird. Ich bin mir sicher, dass Fawkes das Wesen der Figur und ihren grundlegenden Ton verstanden hat. Nun bleibt abzuwarten, ob er es auch so umsetzt.
      Denn ich finde, dass der Kenner der alten Serie und der neuen Hefte, auch so ehrlich sein sollte sich einzugestehen, dass selbst in den ersten drei Heften der neuen Serie, ganz klar wird, dass John Constantine noch immer der Mann ist, der das tut, was getan werden muss - egal, ob er ein Arschloch ist, das seine Freunde verrät und ans Messer liefert oder sogar fast mal eine Heldenrolle einnimmt.
      Wie Breedstorm also schon im Grundtenor meinte: Gemessen an der alten Vertigoserie "Hellblazer", die weitem auch nicht nur Highlights zutage gefördert hat, ist das hier alles noch etwas seicht. Aber ich konnte mich nicht der Spannung und Unterhaltung entziehen. Handwerklich war es durchschnittlich bis ordentlich gemacht. Nun bleibt abzuwarten wohin die Reise von Constantine unters Regie Fawkes führen wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Dex_McCroul ()

    • @ Dex_McCroul:

      Danke für Deine Einschätzung. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich seinerzeit nur wenig Hellblazer gelesen habe.

      Das bißchen hatte mir damals wirklich gut gefallen, aber auch "Constantine" macht einen ordentlichen Eindruck. Deine Bewertung der Serie klingt für mich gut nachvollziehbar und lässt mich einige Dinge besser einordnen. Außerdem ist die Rezension ist in einem angenehm besonnenen Tonfall verfasst. :thumbup:
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey
    • Das war mein erster Kontakt mit John Constantine. Bis auf den Film den ich mittelmäßig fand. Doch das Comic hat mich gefesselt. Alles klar verständlich für Neu Leser wie mich. Besonders schmackhaft und cool war der Auftritt von SHAZAM!. Da hüpfte mein Fan Herz als John/SHAZAM! das Monster vermöbelte. Durchweg Super Unterhaltung mit tollen Zeichnungen. Da will ich mehr!

      7/10
    • Lazarus_132 schrieb:

      Hm, ich muss ja ganz ehrlich sagen: Ich will nicht, dass Constantine im großen DC Universum umherspringt, das passt einfach mal garnicht zum eigendlichen Charater, sich mit bunten Strumpfhosenträgern herumzuschlagen.
      Ich werde trotzdem mal reinlesen.
      ^
      Genau das.
      Ich fand den Comic eigentlich gar nicht so schlecht, aber die Tatsache, das John jetzt mit den Stramplern rumalbert, passt mir überhaupt nicht.

      Spoiler anzeigen
      Constantine als Shazam? Wirklich? Musste das sein? :oO:
    • So hatte damlas schon die ersten 3 US Hefte gelesen und dann gewartet da ich Justice League auf deutsch lese.
      Zur Rezension der Hefte wurde eigtl alles gesagt. Schon bei den US Heften fehlte mir ein wenig das Hellbalzer Feeling. Dennoch fand ich die "Funke und Flamme" Story noch ganz gut passend. Dies änderte sich mit dem Trinity War. Da wirkt er schon fehl am Platz.
      Ist da JL Dark wirklich besser? Wenn er in einem "Helden" Team kämpft?
      Das ist nicht mein erstes Rodeo Kleiner!

    • Schon klar. Die ersten 4 Hefte finde ich auch gut. Da stört auch Zatana nicht. Aber beim Trinity War mit den anderen Helden hier in Heft 5 mit Shazam finde ich es nicht gerade prall. Ich finde er ist einfach kein Teamplayer. Und nur weil er jetzt bei DC ist muss er ja nicht ständig mit Superhelden abhängen. Wenns so weitgeht wie in 1-4 is alles prima. Und weil es nicht Hellblazer ist, sondern Constantine hätte man das Feeling doch trotzdem mitnehmen können. Aber wie gesagt, damit kann ich auch leben. Und wenn er dafür sogar ne TV Serie kreigt sogar noch mehr
      Das ist nicht mein erstes Rodeo Kleiner!



    • und ganz ehrlich: was habt ihr denn anderes erwartet?
      Nichts. Aber das macht es ja nun auch nicht besser, oder?


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      -Superman

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      -Grant Morrison

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      -Cosmic Boy
    • die serie ist für einen "superhelden-im DCU-constantine" gut. nicht mehr nicht weniger.
      die vergleiche zwischen dem vertigo- und DC-constantine sollten einfach sein gelassen werden mMn.

      MartyMechanic schrieb:

      Und weil es nicht Hellblazer ist, sondern Constantine hätte man das Feeling doch trotzdem mitnehmen können.

      ne, eben nicht, weil hellblazer nicht im aktuellen DCU funktionieren oder wohl eher enttäuschen würde...
    • Käpt'n Kalamari schrieb:


      MartyMechanic schrieb:

      Und weil es nicht Hellblazer ist, sondern Constantine hätte man das Feeling doch trotzdem mitnehmen können.

      ne, eben nicht, weil hellblazer nicht im aktuellen DCU funktionieren oder wohl eher enttäuschen würde...


      Du hast recht, die alte Serie wäre dafür zu wenig plakativ und viel zu vielschichtig für das aktuelle DCU. :D

      Wie man Constantine gut ins DCU einfügen kann, hat man doch in seinen Anfangsjahren gut sehen können. Auch wenn damals der gute alte John ein paar mal neben Supie & Co. stand so wirkte das homogen, die Figur funktionierte als Trickser im Hintergrund und war nicht immer genötigt das Klischeehafte und grelle Pseudomagische aufzuziehen wie man es ja schon so "schön" am Cover der neuen Serie sieht.. In der neuen Serie wirkt es einfach nur aufgesetzt und gezwungen, aber mir kommts bei DC sowieso seit langem so vor als wolle man alles unbedingt miteinander verzahnen um ja eine besonders "bedeutungsschwangere"(=Magiegeklimper und Gekloppe) Geschichte aus den Boden zu stampfen.