Quo vadis Vertigo ?

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    • Bendrix schrieb:

      Und klar läuft eine Serie die sich auch an Kinder richtet und ein bekanntes Franchise hat im Buchhandel super.


      Leider nein. Oh nein. ;(

      Bendrix schrieb:

      Du hast ja mit allem Recht was du sagst. Klar sind die Tradeverkäufe bei so Serien wichtig. Und bei TWD sehr wichtig. (Jetzt unbedingt den Extremfall "Oz" als Argument zu bringen tut ja nicht wirklich was zu Sache.


      Warum nicht? Okay, anderes Argument mit höheren Mengen im Monatsverkauf, und weil ich da die Verkaufszahlen kenne: Batman ist als Heftserie toll, nicht wahr? Schafft gerne mal seine 100.000 Heftchen im Monat. Aber jetzt mußt Du mir einfach was glauben: Die Trades bringen das richtige Geld. Geh nicht nach Aufstellungen, wieviele Diamond ausliefert. Im Buchhandelsweg (inkl. amazon) spielt die Musik (auch bei Walking Dead). Und gerade bei allen kleinen Serien ist das eminent wichtig. Walking Dead oder Batman können über die Hefte überleben, Northlanders nicht. DMZ nicht. Image-Titel XYZ nicht.

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      Bendrix schrieb:

      Daraufhin meinst du, dass Marvel Zombies den Weg für den Erfolg von TWD geebnet haben und vor Marvel Zombies KEIN Hit war (siehe oben). Wenn eine Image-Serie damals fast 20.000 Hefte verkauft, Tendenz steigend, argumentiere ich, dass es sehr wohl schon ein Hit war. Außerdem zeigen die Heftzahlen, dass sich da nach Marvel Zombies nicht derart signifikant was geändert hat, dass man von "weg geebnet" sprechen kann.


      Ich erkenne unser Problem. Du sprichst von was anderem als ich, und zudem nochmal, ich habe nie gesagt, daß die Heftserie nicht erfolgreich war, sorry, das ist einfach falsch. Ich sage: Die Verkäufe von Marvel Zombies in TRADES haben den Erfolg von Walking Dead in TRADES unterstützt. Nochmal: Die Heftserie lief sehr gesund und wachsend. Toll. Der letztliche Durchbruch war die TV-Serie. Toll (das hat sowohl Heftserie hochgezogen als auch den Megaerfolg bei den Trades gebracht). Zwischendurch hat der Erfolg von Marvel Zombies dieser Serie aber sehr wohl geholfen – zu einem Zeitpunkt, als es Marvel noch gelang, den Buchhandel zu bedienen, und deutlich mehr Trades verkauft hat als Walking Dead, so daß die MZ-Leser auch auf die andere Serie übergesprungen sind. Aber seien wir mal ehrlich: Ob das jetzt 10.000 sind oder nicht, spielt gerade bei dieser Serie keine wirkliche Rolle, oder? Wir diskutieren uns hier definitiv neben dem eigentlichen Thema fest. Also back to topic, okay?

      Bendrix schrieb:

      Zu Vertigo: Da hast du sicher recht. Die Qualität der Vertigo-Titel aus dieser Zeit war sicher durch die Bank höher als bei Image. Aber der Output auch deutlich geringer. Und natürlich erinnert man sich auch lieber an die Klassiker, als an Air, Army@Love oder Codename:Knockout. Andererseits glaube ich das Chew oder Saga schon das Zeug haben, ein Klassiker zu werden. Powers ist einer (wenn auch nicht sooo gut gealtert) und The Maxx auf jeden Fall auch. Beides keine Image-Titel mehr, aber ohne Image undenkbar. Fell ist mit Sicherheit ein Kulthit denn weder Ellis noch Templesmith können irgendwo auftauchen, ohne danach gefragt zu werden.


      Das meinte ich. Ich liebe Northlanders, aber in zwanzig Jahren kräht da kein Hahn mehr danach. Wie die anderen von Dir genannten Beispiele. Oder, schauder, Vamps. Auch Unwritten, das ich sehr schätze. Und nein, für Chew gilt das auch. Saga werden wir sehen, Du hast aber Recht, der kann was werden. Powers und The Maxx sehe ich wiederum ähnlich – außerhalb der engen Comic Community interessiert das niemanden, kennt auch keiner. Vielleicht ist tatsächlich "wenig Ausstoß = größere Bedeutung" eine Gleichung? Ich weiß es nicht. Ich würde das heute nicht so sehen, sondern nur auf die Anfangszeit von Vertigo bezogen, wo es als David-Gegenpol zum Goliath-Superhelden-Output auffiel. Würden sich die heutigen Konsumenten aber damit zufrieden geben? Ich glaube nicht, daß die Anzahl der Titel dafür verantwortlich ist, ob neue Klassiker entstehen, sondern rein die inhaltliche Qualität. Darf ich hier ein Beispiel aus dem Superheldenbereich nehmen? In die Reihe der Klassiker bei Marvel, die uns noch lange erhalten bleiben werden, haben sich Civil War und Wolverine Old Man Logan und Iron Man Extremis eingereiht. Die müssen Dir persönlich nicht gefallen, aber gerade bei Marvel, wo es scheinbar viel schwerer ist als bei DC, solche Longseller zu schaffen, haben sie es geschafft. Es ist also immer möglich. Am wahrscheinlichsten mag es aber sein, daß kürzere Werke das schaffen. Die richtig großen sind in einem Band abgeschlossen (um bei DC generell zu bleiben: Watchmen, Vendetta, Dunkle Ritter kehrt zurück, Killing Joke, Das erste Jahr), da nimtm Sandman definitiv eine Sonderstellung ein. So gerne ich Fables mag, ich rechne es eher der intelligenten Unterhaltung zu als dem Status eines Jahrhundertwerkes. Walking Dead genauso, das ist (zumindest bis vor ein, zwei Jahren) extrem unterhaltsame Spannung, aber ist das ein Meilenstein der Comicgeschichte? (Bitte jetzt nicht falsch verstehen, es liegt mir fern, die Serie runterzumachen - ich frage hierbei nach innvovativer Zeichenkunst oder bahnbrechender Erzählformeln oder einem noch nie dagewesen Plot)

      So oder so: Vertigo hat eine Zukunft, aber wir werden uns überraschen lassen müssen, was DC auskungelt. Bis dahin sollten wir viele andere Comics lesen. Image, ja. Aber auch über den US-Rand hinaus. Es gibt so viele wunderbare Sachen da draußen, lassen wir uns nicht von Formaten einschränken!
    • rettet_sups_und_co schrieb:

      Ich denke schon, dass es bei Image Serien gibt, die auch in vielen Jahren noch als Meisterwerk gelten oder zumindest sehr erinnerungswürdig sein werden. Saga, Walking Dead, Savage Dragon, Invincible und bestimmt noch eine Handvoll weiterer Comics, die ich jetzt vergessen habe.


      Auch hier wiederhole ich mich und stimme Bendrix zu: Weder Savage Dragon noch Invincible haben jetzt noch werden sie zukünftig über ihre Stammleser hinaus Bedeutung haben. Ich sage das nicht, weil ich die Serien schlecht finde. Aber ich versuche, objektiv zu sein. Anderes Beispiel: Ich liebe OZ. Absolut. Ich finde die Comics genial. Aber werden sie in dreißig Jahren "Klassiker" sein? Ich fürchte nicht. Wenn, dann bleiben sie ihrer Grafik wegen in Erinnerung, auf der Erzählebene ist das kein Aha-Erlebnis der Comichistorie.
    • Was natürlich die Frage aufwirft: Kann ein Comic heutzutage rein auf der Erzählebene so einschlagen, wie das damals bei Watchmen, Dark Knight Returns der Fall gewesen ist? Viele von deren Stilmitteln sind mittlerweile längst im Mainstream angekommen.
      Ich für meinen Teil liebe z.B. Scalped, das hat mich gepackt und bis zum Schluß nicht mehr losgelassen. Dennoch ist das eine Serie, die in Deutschland überhaupt nicht stattfindet. Als ich vor zwei Jahren in Paris in einer Buchhandlung gewesen bin, konnte ich meinen Augen nicht glauben, dass da die Scalped-Hardcover stapelweise auslagen, noch dazu mit brandneuen Covern von R.M. Guera.

      Bendrix hat schon Recht mit seinem Musikvergleich.
    • Das es kein neues Pink Floyd und Led Zeppelin mehr gibt und geben wird oder eben kein neues Watchmen oder Preacher ist normal.
      Aber wenigstens kann man doch zukunftsorientiert die zweite Reihe der anspruchsvollen und netten Unterhaltung wie bsw. Fables , Unwritten usw. doch auch in Zukunft ein gutes Ambiente und Umfeld schaffen und ermöglichen (Vertigo früher)
      Also, wo wenigstens noch die hohe theoretische Möglichkeit besteht, das solche Serien auch in Zukunft noch möglich sein könnten (das schliesst bahnbrechende Meisterwerke ja nicht aus)

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    • Bendrix schrieb:


      DC ist auf jeden Fall nur daran interessiert, ihre Marken zu...äh...vermarkten. (Marvel sicher auch, da ist es aber nicht ganz so offensichtlich) . Das heißt natürlich nicht, dass Autoren, Zeichnern und Editoren egal ist, was sie da machen Die möchten sicher auch in dem Rahmen der ihnen ermöglicht wird möglichst gut Arbeit abliefern, aber für die Führungsetage ist es nur wichtig, dass da jeden Monat ein Heft im Regal steht auf dem groß BATMAN steht. Egal wie und egal von wem.


      Bitte?!? Gerade Marvel bringt doch momentan fast nur Serien von Figuren raus die in ihrem Cinematic Universe eine Rolle spielen. Daraus richtet sich doch deren ganzes Programm, inzwischen(Den obrigen Satz kannst du genausogut auch auf die Avengers anwenden).
      Ich würde also sagen dass sich die großen 2 da beide nix schenken, in der Hinsicht.
    • Bendrix schrieb:



      Ob man überhaupt noch mal einen Stellenwert wie Preacher oder Sandman erreichen kann, weiß ich nicht. Es ist eine andere Zeit, ein anderer Markt. Es wird ja auch niemand mehr Pink Floyd oder Led Zeppelin.

      Das würde aber bedeuten das alle Geschichten erzählt, alle zeichnerischen Stilmittel ausgelotet und alle erzählerischen Möglichkeiten bereits verbraten wurden. Das kann ich nicht so ganz glauben. Seit tausenden vn Jahren erfinden sich Geschichten neu, seit einigen Jahrzehnten Comics ebenso. Auch wenn wir in der wohl schnelllebigsten Zeit ever leben, muss doch noch Neues nachkommen welches nachhaltig wirkt. Da muss ein Verlag einfach mut haben und wie schon öfter geschrieben, Umsätze als zweitrangig hinnehmen. Ob etwas zum Klassiker (oder auch einfach ein Top-Seller) wird und sich nach 10 Jahren evtl.besser verkauft als zu Beginn, ist ja extrem schwer einzuschätzen.

      BtW: Unglaublich interessante Diskussion hier :ok:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Gut, die von dir genannten Beispiele von Marvel sind aber auch nur für Marvel/Superheldenleser Klassiker, verkaufen sich da mit Sicherheit sehr gut und stetig (ist ja auch noch ein vergleichsweise großer Markt), aber sind doch auch nicht mal ansatzweise mit Preacher oder Sandman vergleichbar (oder Watchmen oder Dark Knight). Und das meine ich nicht Qualitativ (kann ich teilweise gar nicht beurteilen) , sondern rein vom Standing her. Wenn Chew außerhalb der Comic-Community keinen Bestand hat, dann doch Iron Man Extremis schon gar nicht. Das sind sicher Marvel-Klassiker, oder Verkaufs-Klassiker, aber keine Comic-Klassiker.

      Ich sage die Zeiten solcher einflussreichen Evergreens sind einfach vorbei. Woran auch immer das liegen mag. Ob man alles schon gesehen hat (ich finde ja Ennis macht oft nicht so viel anders als bei Preacher, aber was damals neu war wird heute mit einem müden lächeln quittiert)? Es gibt kein Tabu mehr zu brechen, keine Helden mehr zu demontieren. Been there, done that. Bezeichnenderweise gibt es ja auch schon seit Jahren keine Klassiker von dem hier besprochenen Format mehr. Auch nicht von Vertigo.

      The Walking Dead ist da vielleicht das Einzige, und das, da gebe ich dir Recht, ja nur auf Grund der Erfolgsstory und des medialen Ausbaus (oder Ausschlachtens, wenn man es böse formulieren will). Ich mag die Serie nach wie vor und lese sie auch noch gerne, aber das vor allem Kirkman als Autor hier nur mit lauwarmen Wasser kocht, darüber müssen wir nicht diskutieren.

      Vielleicht ist es dann in 20 Jahren ja doch sowas wie Crossed, dass auf Grund seiner grenzüberschreitenden Kompromisslosigkeit (oder der plakativen Schocker, wie man will) und dem Konzept wie bei Hellblazer mehrere Autoren mit unterschiedlichen Ansätzen mal ran zu lassen etwas, das Bestand hat. Muss man eh abwarten. Der Titel hält sich ja extrem hartnäckig.

      Das mit den kürzeren, abgeschlossenen Werken ist auf jeden Fall ein Punkt. Preacher hätte wohl kaum den Stellenwert, würde es heute noch laufen. Und wer viel macht, macht auch viel falsch und es ist schwer die Aufmerksamkeit an einer Serie lange aufrecht zu erhalten. Und es wird gefühlt immer schlimmer, die Lust der Leser nach dem nächsten großen Ding.

      Wir werden sehen.

    • El Duderino schrieb:

      Bendrix schrieb:


      DC ist auf jeden Fall nur daran interessiert, ihre Marken zu...äh...vermarkten. (Marvel sicher auch, da ist es aber nicht ganz so offensichtlich) . Das heißt natürlich nicht, dass Autoren, Zeichnern und Editoren egal ist, was sie da machen Die möchten sicher auch in dem Rahmen der ihnen ermöglicht wird möglichst gut Arbeit abliefern, aber für die Führungsetage ist es nur wichtig, dass da jeden Monat ein Heft im Regal steht auf dem groß BATMAN steht. Egal wie und egal von wem.


      Bitte?!? Gerade Marvel bringt doch momentan fast nur Serien von Figuren raus die in ihrem Cinematic Universe eine Rolle spielen. Daraus richtet sich doch deren ganzes Programm, inzwischen(Den obrigen Satz kannst du genausogut auch auf die Avengers anwenden).
      Ich würde also sagen dass sich die großen 2 da beide nix schenken, in der Hinsicht.

      Siehe auch die geplante FF Einstellung um Fox eins auszuwischen :whistling:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • El Duderino schrieb:

      Bendrix schrieb:


      DC ist auf jeden Fall nur daran interessiert, ihre Marken zu...äh...vermarkten. (Marvel sicher auch, da ist es aber nicht ganz so offensichtlich) . Das heißt natürlich nicht, dass Autoren, Zeichnern und Editoren egal ist, was sie da machen Die möchten sicher auch in dem Rahmen der ihnen ermöglicht wird möglichst gut Arbeit abliefern, aber für die Führungsetage ist es nur wichtig, dass da jeden Monat ein Heft im Regal steht auf dem groß BATMAN steht. Egal wie und egal von wem.


      Bitte?!? Gerade Marvel bringt doch momentan fast nur Serien von Figuren raus die in ihrem Cinematic Universe eine Rolle spielen. Daraus richtet sich doch deren ganzes Programm, inzwischen(Den obrigen Satz kannst du genausogut auch auf die Avengers anwenden).
      Ich würde also sagen dass sich die großen 2 da beide nix schenken, in der Hinsicht.


      Das stimmt (allerdings hat DC ja auch kein Filmuniversum. Also mal abwarten was uns da erwartet) Ich hatte mein Augenmerk eher auf den Kreativen. Die kehrt man bei Marvel gerne nach vorne, während ich bei DC oft den Eindruck habe, sie würden am liebsten komplett verschweigen, wer die Comics macht, denn gekauft werden sollen sie wegen der Figuren. Und nur wegen denen.

    • Joe Ker schrieb:

      Bendrix schrieb:



      Ob man überhaupt noch mal einen Stellenwert wie Preacher oder Sandman erreichen kann, weiß ich nicht. Es ist eine andere Zeit, ein anderer Markt. Es wird ja auch niemand mehr Pink Floyd oder Led Zeppelin.

      Das würde aber bedeuten das alle Geschichten erzählt, alle zeichnerischen Stilmittel ausgelotet und alle erzählerischen Möglichkeiten bereits verbraten wurden. Das kann ich nicht so ganz glauben. Seit tausenden vn Jahren erfinden sich Geschichten neu, seit einigen Jahrzehnten Comics ebenso. Auch wenn wir in der wohl schnelllebigsten Zeit ever leben, muss doch noch Neues nachkommen welches nachhaltig wirkt. Da muss ein Verlag einfach mut haben und wie schon öfter geschrieben, Umsätze als zweitrangig hinnehmen. Ob etwas zum Klassiker (oder auch einfach ein Top-Seller) wird und sich nach 10 Jahren evtl.besser verkauft als zu Beginn, ist ja extrem schwer einzuschätzen.

      BtW: Unglaublich interessante Diskussion hier :ok:


      Sollte nicht heißen, dass es nichts gutes, interessantes, bahnbrechendes mehr gibt und geben wird. Ich finde es gibt so viele gute Comics wie schon lange nicht mehr. Es wird nur nicht mehr den Stellenwert haben. Preacher und Transmet würden nicht mehr den Stellenwert haben, kämen sie heute raus. Die Gesellschaft und das Umfeld hat sich einfach verändert.

    • Bendrix schrieb:

      ...Das mit den kürzeren, abgeschlossenen Werken ist auf jeden Fall ein Punkt. Preacher hätte wohl kaum den Stellenwert, würde es heute noch laufen. Und wer viel macht, macht auch viel falsch und es ist schwer die Aufmerksamkeit an einer Serie lange aufrecht zu erhalten. Und es wird gefühlt immer schlimmer, die Lust der Leser nach dem nächsten großen Ding....



      Das glt für das Hauptwerk

      Aber im Abstand von Jahren und Jahrzehnten kann das losgelöst davon als ganzer Kosmos später sepreat extrem proftieren
      Hier die Orign..Jahrzehnte später die Fanmassen ,die losgelöst davon Ihren Kult ausleben sich irgendwie auf den Mythos des Orignals berufen und neue Nachfolgesachen kaufen
      Gerade was Spin Offs, Prequel, Merchendising, TV-Serien , Messen usw angeht
      Siehe Star Wars, Star Trek zukünftig TWD
      So etwas entwickelt sich meist erst im Laufe von Jahrzehnten, genau wie in der Musik oder im Film.

      Berfore Watchemen oder TDK haben durch den zeitlichen Abstand auch nicht (großartig) geschadet
      Anders als ein schneller Teil 1 ,2 , 3 wird dies mit ausreichenden Abstand eher einzeln gesehen

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    • Bendrix schrieb:


      Ob man überhaupt noch mal einen Stellenwert wie Preacher oder Sandman erreichen kann, weiß ich nicht. Es ist eine andere Zeit, ein anderer Markt. Es wird ja auch niemand mehr Pink Floyd oder Led Zeppelin.
      Ich glaube Vertigo kann nur zurückkommen, wenn DC es als Prestige-Imprint sieht und nicht auf die Verkäufe guckt. Aber da bin ich mehr als skeptisch.

      Das ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Ich frafe mich, ob das wirklich immer eine generelle Frage des Verlages ist oder nicht doch der Zeitgeist der Leser eine Rolle spielt. Gerade im Musikbereich kann man das gut sehen. Da gab es Firmen, wie Island oder Virgin in den 70ern oder Rough Trade in den 80ern die sehr erfolgreich waren. Irgendwann war die Zeit für bestimmte Inhalte aber trotz weiterhin guter Arbeit einfach vorbei.
    • Zeitgeist spielt bei sowas immer eine Rolle. Eine große sogar.

      AHa schrieb:

      Das glt für das Hauptwerk

      Aber im Abstand von Jahren und Jahrzehnten kann das losgelöst davon als ganzer Kosmos später sepreat extrem proftieren
      Hier die Orign..Jahrzehnte später die Fanmassen ,die losgelöst davon Ihren Kult ausleben sich irgendwie auf den Mythos des das Orignals berufen und neue Nachfolgesachen kaufen
      Gerade was Spin Offs, Prequel, Merchendising, TV-Serien , Messen usw angeht
      Siehe Star Wars, Star Trek zukünftig TWD
      So etwas entwickelt sich meist erst im Laufe von Jahrzehnten, genau wie in der Musik oder im Film.

      Berfore Watchemen oder TDK haben durch den zeitlichen Abstand auch nich (großartig) geschadet



      Ja gut. Das Abmelken von Klassikern aus Geldgründen geht natürlich immer. Aber Before Watchmen interessiert ja z.B. jetzt schon keinen mehr. Aber das passiert ja erst, nachdem das Hauptwerk ein Klassiker ist.

    • Bubi schrieb:

      Walking Dead genauso, das ist (zumindest bis vor ein, zwei Jahren) extrem unterhaltsame Spannung, aber ist das ein Meilenstein der Comicgeschichte? (Bitte jetzt nicht falsch verstehen, es liegt mir fern, die Serie runterzumachen - ich frage hierbei nach innvovativer Zeichenkunst oder bahnbrechender Erzählformeln oder einem noch nie dagewesen Plot)


      Ich verstehe was du meinst. Walking Dead hat vielleicht keine innovative Zeichenkunst oder oder erfindet das Rad des (Comic)-Erzählens grundsätzlich neu. Aber ich muss sagen, dass ich die Serie bereits vor dem medialen Hype als eine der spannendsten und interessantesten empfand (und bis heute empfinde). Das liegt auch an der kompromisslosen Präsmisse, die besagt, dass reihenweise Hauptfiguren sterben dürfen, dass die Handlung quasi open-end gestaltet ist und die Ursache der Zombifizierung nie geklärt wird. Außerdem hebt sich die Reihe für mich auch deshalb heraus, dass sie als Survival-Horror das Genre ein Stück auf den Kopf stellt. Denn im Prinzip ist TWD ja weniger Horror als vielmehr Drama. Und dieser menschliche Aspekt wird von Kirkman sehr gut herausgearbeitet, wie ich finde. Und dazu finde ich es auch konsequent, den Comic komplett in schwarz-weiß zu erzählen. Auch das macht die Serie besonders. Ich würde das schon als Meisterwerk definieren. eben eines, das sich über die Länge des Gesamtwerkes, einer gewissen Kompromisslosigkeit und einem Umdrehen der Genrekonventionen auszeichnet.
    • @ Bendrix: Ich wollte mit den Marvel-Titeln zeigen, daß sich innerhalb einer Sparte neue Meisterwerke etablieren können, gebe Dir aber selbstverständlich recht, daß keiner der genannten Titel einem Watchmen, Vendetta oder auch Preacher das Wasser reichen kann.
      @ Rettet Sups: Mir wäre es lieber, wenn wir hier nicht länger im Detail über TWD diskutieren würden, denn alles, was ich aus privater Sicht dazu sagen möchte und könnte, bekommt durch das Umfeld dieses Forums eine andere Konnotation, da wir nicht der Verleger der Serie sind. Nur so viel: Ich habe mit Begeisterung die ersten zehn Trades gelesen, habe alle TV-Staffeln zuhause, aber nein, ich stimme Dir nicht zu.

      Generell wieder: Ich weiß nicht, kein neues Pink Floyd? Mag sein, daß das für unsere Generation an Konsumenten und dadurch unseren festgefahrenen Geschmack zutrifft, aber es gibt durchaus jüngere Musiker, die sich entsprechend behaupten. Ich mag Björk nicht, aber ich denke, sie hat einen Einfluß auf die experimentelle Seite der Musik. Nur ein Beispiel. Ich gehe nicht soweit, die Proclaimers als Meister der Musikgeschichte einzustufen, aber die machen in diversen Songs so einiges, was unglaublich ist. Da startet dann eh eine Generationendiskussion - ist so etwas wie Pink Floyd überhaupt als Meisterwerk zu bezeichnen, wenn man Mozart oder Dvorak dagegenstellt? Ich würde nicht so argumentieren, sondern in der Musikgeschichte einen linearen Fluß sehen, aus dem im Zeitgeist für eine mehr oder weniger lange Zeit Meilensteine herausragen, aus denen im besten Fall tatsächlich "ewige", weil Generationen und Kulturkreise umspannende Klassiker werden. Dito bei Comics, wobei wir uns keine Illusionen machen sollten: Obwohl sie als Verschmelzung von Literatur und Film ein eigenes Medium sind, das im besten Fall die anderen Sparten deutlich übertrifft, ist der generelle Stellenwert niedrig. Musik, Literatur und Film liegen vorn...
      Weiteres (redundantes) Beispiel Filme. Es gibt immer wieder innovative Regisseure. Tarantino oder Nolan, auch das nur zwei Beispiele, sind nicht Hitchcock oder Griffith oder Welles, aber sie bringen neue Sichtweisen und schufen moderne Klassiker, von denen einige Bestand haben werden. Romane? Oh, es ist unglaublich, wie viele sprachgewaltige Autoren mit ungewöhnlichen Sichtweisen immer wieder aus dem Nichts auftauchen.
      Und das wird auch bei Comics so bleiben. Es gibt keinen Grund, das Gegenteil anzunehmen - wenn alle Geschichten auserzählt wären, wenn alle Innovationen bereits stattgefunden hätten, bräuchten wir keine Romane, Comics, Filme, etc. mehr.
      Ich bin persönlich fest davon überzeugt, daß "Geschichten" und unser Interesse an ihnen uns Menschen definieren und einen Wesenskern ausmachen. Und der Bedarf an Nachschub wird genauso wenig versiegen wie die Kraft der Imagination bei den kreativen Menschen unter uns, so daß ihre Ideen sich in Werken niederschlagen, die uns bewegen, berühren und begeistern werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bubi ()

    • Um mal wieder auf Vertigo zurückzukommen ...

      Seht Ihr bei den aktuellen noch nicht in Deutschland erschienenden, relativ neuen oder ganz neu gestarteten Titeln, etwas das vielleicht wirklich in der Zukunft mal ganz nette oder anspruchsvolle Unterhaltung (keine Meisterwerke) sein könnten oder werden ?
      (z.B Hinterkind,Bodies,Trillium,FBP,Coffin Hill, The Wake oder brandneu Wolf Moon,The Names, The Kitchen, Effigy und Suiciders usw.)
      Ist nun generell bereits mehr als 1,5 Jahre nach Bergers Ausscheiden bereits wieder eine neue klare einheitliche Verlagsstrategie oder Ausrichtung wo die Reise bei Vertigo jetzt hiingehen könnte erkennbar ?
      Für mich sieht das vor allem bei den neuen Titeln, die ich zeichnerisch oft auch nicht gerade toll finde, meistens eher nach einer Kopie von Image aus, Nur mit viel weniger Titel und der Rest der Strategie ist eine Konzentration und die Anbindung an das eigene Universum.


      Werden wir in Deutschland vielleicht auch deswegen nochmal in späterer Zeit ,auf einige der bislang nicht erschienenden alten größeren Vertigoerfolge bzw. Titelklassiker doch noch mal zurückgreifen (müssen) ?
      Gerade was die vermehrte Umsetzung von Klassikern in TV oder Kino angeht.
      Also die Titel , wo man meint, das die in Deutschland nicht funktionieren werden oder wird man dieses mit Image Titeln oderer anderer Verlage oder den GN bei Panini locker kompensieren und abfangen können ?
      Bei dieser Frage, darf Bubi aus verständlicher Befangenheit leider nicht antworten, höchstens als Privatperson. ;)
      Die reine Lesermeinung bzw. Prognose ist hier vor allem gefragt


      Ansonsten möchte ich mich hier bei allen wirklich bedanken für diese sehr interessante,sachliche und lebhafte Diskussion , auch mal über den Tellerrand der Comics, vielen Dank :thx:

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    • Bubi schrieb:


      Generell wieder: Ich weiß nicht, kein neues Pink Floyd? Mag sein, daß das für unsere Generation an Konsumenten und dadurch unseren festgefahrenen Geschmack zutrifft, aber es gibt durchaus jüngere Musiker, die sich entsprechend behaupten. Ich mag Björk nicht, aber ich denke, sie hat einen Einfluß auf die experimentelle Seite der Musik. Nur ein Beispiel. Ich gehe nicht soweit, die Proclaimers als Meister der Musikgeschichte einzustufen, aber die machen in diversen Songs so einiges, was unglaublich ist. Da startet dann eh eine Generationendiskussion - ist so etwas wie Pink Floyd überhaupt als Meisterwerk zu bezeichnen, wenn man Mozart oder Dvorak dagegenstellt? Ich würde nicht so argumentieren, sondern in der Musikgeschichte einen linearen Fluß sehen, aus dem im Zeitgeist für eine mehr oder weniger lange Zeit Meilensteine herausragen, aus denen im besten Fall tatsächlich "ewige", weil Generationen und Kulturkreise umspannende Klassiker werden. Dito bei Comics, wobei wir uns keine Illusionen machen sollten: Obwohl sie als Verschmelzung von Literatur und Film ein eigenes Medium sind, das im besten Fall die anderen Sparten deutlich übertrifft, ist der generelle Stellenwert niedrig. Musik, Literatur und Film liegen vorn...

      Es ist schon eine Generationendiskussion aber mMn unter etwas anderen Gesichtspunkten, als von Dir angenommen. Als Prog-Fan kann ich Dir versichern, dass es auch heute junge Bands gibt, die genauso gut oder besser wie Pink Floyd sind, bzw. ganz andere spannende progressive Rockmusik machen. Björk ist da nur ein Beispiel.
      Der Knackpunkt ist aus meiner Sicht, dass es für neue Bands schwerpunktmäßig nur Anfang der 70er die Chance gab, mit so Musik Hitparaden zu stürmen und das ist dann tatsächlich eine Frage des Zeitgeistes oder der Käufergeneration. Mein Gefühl ist, dass das mit den großen Vertigo-Klassikern ähnlich ist. Die hatten ihren Stil und ihre Zeit. Wenn jemand sowas heute versuchen würde, wäre es vermutlich nicht mehr im Trend. Rettet-Sups hat ja recht schön erläutert, wie sich ein heutiger Erfolg wie TWD von Konzepten her z.B. von Sandman unterscheidet.