Trigan

    • Nun, bereits auf der ersten Seite dieses Themas haben wir unseren Plan deutlich vermeldet: wir bringen Trigan chronologisch bis zum Ende von Don Lawrences Arbeiten - und da chronologisch, auch inklusive der Zwischenepisoden anderer Zeichner (die umfangreiche Auflistung findet sich ebenfalls vorne). Diesen Plan haben wir nicht geändert und sehen deutlich mehr Argumente dafür als dagegen, unabhängig davon (aber gleichsam darin gestärkt), dass hier offenbar die gleiche Ansicht vorherrscht.
      Nach der letzten Episode von Lawrence sehen wir weiter. Sicher ist nur, die Materialbeschaffung würde nicht leicht werden - aber vor 2018 müssen wir gar nicht erst anfangen, tiefer darüber nachzudenken....
    • Trigan 8 – Riskante Manöver

      In der achten Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 391 bis 424 aus dem Jahren 1969 bis 1970 enthalten. Alternative Cover sind in diesem Band nicht enthalten, dafür hat er aber ganze 78 Seiten. Sehr wertvoll für mich als jemanden der die Serie zum ersten Mal liest sind die redaktionellen Texte zu jeder Episode mit viel Hintergrundwissen.

      Episode 18: Unsichtbar auf der Flucht
      Wieder einmal ist es eine falsche Verdächtigung, die ein Mitglied der kaiserlichen Familie trifft. In diesem Fall ist es Janno, der einen Wissenschaftler umgebracht haben soll. Mit einer seiner Erfindungen, die Unsichtbarkeit verschaffen kann, gelingt Janno die Flucht. Doch nicht gesehen zu werden reicht nicht, um Jannos Unschuld zu beweisen…

      Episode 19: Die Ultimative Waffe
      In der nächsten Episode dieses Bandes erleben wir ein Abenteuer von Trigo, der die „Ultimative Waffe“, die lange unter Verschluss gehalten werden konnte, aus der Hand der alten Erzfeinde, der Loka, reißen muss, um den Untergang Elektons zu verhindern.

      Episode 20: Der Tyrann
      Dieses ist die längste Geschichte des Bandes, und handelt davon, dass Trigo freiwillig als Kaiser abdankt, und das Reich in die Hände von 3 Konsuln gibt, die die neue Republik regieren sollen. Ein unterdrückter Mathematiker hat indes andere Pläne. Er entwickelt eine Formel, um grenzenlosen Reichtum zu erlangen, und arbeitet sich mit seinem Geld zu einem Tyrann, der der die Republik abschafft. Nur Janno kann einer Verhaftungswelle entkommen, doch sein Onkel Trigo ist verschwunden.

      Episode 21: Der rote Tod
      In der letzten Episode gibt es erneut eine Begegnung mit außerirdischen Lebensformen, die auf Elekton landen. Rote Pflanzen nisten sich auf dem Planeten ein, und überwuchern schnell alles, was lebt. Doch die Pflanzen waren nur die erste Welle eines Angriffs, der den Triganern alles abverlangen wird.

      Fazit:
      Das ich Don Lawrence verehre habe ich schon bei jedem Band erwähnt, und auch in diesem Band ändert sich das nicht. Er hat viel Raum, um Fabelwesen, Außerirdische, Flugzeuge und exotische Schauplätze zu schaffen, und setzt das meisterlich um
      Der Autor Mike Butterworth hingegen bedient als Autor wieder seine Lieblingsthemen Verrat, Intrigen und Angriffe von Außen, baut aber gleichzeitig das damalige Zeitgeschehen mit ein. Sehr deutlich wird das z.B. bei „Die Ultimative Waffe“, die viele Anleihen an die Atombombe hat, was im Kalten Krieg zur Entstehungszeit der Geschichten ein stets präsentes Thema war. Interessant ist auch immer wieder der Gegensatz von Naturvölkern und der höher entwickelten Technik der Triganer, zwischen Reittier und Düsenjet und Bogen und Strahlenkanone. Die Römer-Thematik der Serie zeigt sich hauptsächlich bei der Kleidung der regierenden und Wissenschaftler, die Soldaten sind aber in einer damals neuzeitlichen Uniform zu sehen. Immer niedlich sind die Anleihen zu realen Welt wie zum Beispiel eine Glückspielstadt die Monte Carlo sehr ähnlich ist, oder wenn der Fluss Pyx statt Styx heißt, oder die Cobra zur Nobra wird.
      Auf Elekton ist eben alles möglich, ein Spielplatz zwischen Antike und Zukunft, zwischen Fantasy und Science Fiction. Da stören auch die Wiederholungen im Plot wenig, und man kann sich in die Weiten der klassischen Zukunftsvisionen der späten 60er Jahre fallen lassen, und die Zeichnungen von Don Lawrence genießen.

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      Comic-Podcast[/center]
    • Bin auch begeistert von der Ausgabe und habe vor, mir alle Bände zuzulegen. Und hoffe natürlich auch, dass es nach Don Lawrence noch weitergeht. So wie ich das sehe, würde es bis Geschichte 58 eh produziert werden; bleiben nur noch 25 restliche Geschichten oder 6 bis 7 Bände. Was Splitter mit Comanche geschafft hat, sollte doch für Panini auch kein Problem sein. :rolleyes:
    • Danke für Dein Posting - ein Neuling im Forum, willkommen!
      Ja, das ist richtig, bis inklusive Ausgabe 58 kommt's auf jeden Fall - 1.114 Comicseiten Trigan (plus das Bonusmaterial).
      Die nachfolgenden Episoden von Frey und Wood bis zur 83 kommen zusammen auf 528 Seiten. Wir würden gerne, allein schon der Vollständigkeit halber, und aktuell sind wir mit Trigan sehr zufrieden...
      Außerdem gibt's ja auch ne Zwischenoption, bis Episode 68 (152 Seiten) fortzufahren, dann ist ein weiterer Zeichner, nämlich Oliver Frey, komplett in der Reihe enthalten.
      Aber es ist alles noch Zukunftsmusik, wir haben ja noch einige Bände vor uns.... Die Entscheidung steht erst in etwas mehr als einem Jahr an.
    • Rezension zu Band # 8

      Der Titel ist Programm und roter Faden zugleich dieses Bandes, denn Kaiser Trigo und Co müssen alles riskieren, um an der Macht zu bleiben bzw. um ihr Volk zu retten.

      Der Band enthält die Stories Unsichtbar auf der Flucht, Die ultimative Waffe, Der Tyrann und Der rote Tod.

      Kernthema dieser Serie ist immer wieder der Kampf um den Thron, die Macht und damit verbunden das Wohl des Volkes. Ausgelöst werden diese existentiellen Kämpfe um die Macht meist durch Intrigen, Verrat oder auch mal durch einen Angriff Außerirdischer. Um die Stories zu verstehen bzw. einordnen zu können, muss man wissen, dass sie Ende der 60er bzw. Anfang der 70er Jahre geschrieben wurden. Wir befinden uns also im Kalten Krieg und es besteht eine zumindest latente Angst vor einem Atomkrieg, was Butterworth in der zweiten Story des Bandes, Die ultimative Waffe, aufgreift.

      Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich nicht zufällig, dass die außerirdischen Invasoren die Farbe "rot" tragen. Wie sich dann aber die Invasoren schließlich eingliedern, erinnert wiederum ein wenig an die Wikinger.

      Auffällig ist auch, dass Frauen nach wie vor keine Rolle spielen und Janno immer mehr in den Vordergrund tritt.

      Don Lawrence beweist auch mit dem vorliegenden Band, was für ein Ausnahmekünstler er war. Egal, ob er Monster, Kreaturen, Außerirdische oder Flugzeuge entwirft, Lawrence versteht es immer wieder, etwas Außergewöhnliches aufs Papier zu zaubern.

      Der Serie Trigan werden ja immer wieder faschistoide Tendenzen unterstellt. Bisher konnte ich diese bestenfalls am Rande wahrnehmen. Diesmal fällt auf, dass in Der Tyrann Elekton wirksamer und besser von einer Monarchie geführt wird als von einer Demokratie. Doch möglicherweise ist dies auch zu weit hergeholt.

      Tatsache ist, dass dem Band der erweiterte Seitenumfang gut steht und dass Trigan auch weiterhin zu begeistern weiß und das gilt nicht nur für Nostalgiker.

      Trigan, Band # 8,Panini, 80 Seiten, 16,99 €




    • Trigan 10 – Abgründe


      In der zehnten Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 462 bis 496 aus dem Jahr 1971 enthalten. Alternative Cover sind in diesem Band nicht enthalten, dafür hat er aber ganze 78 Seiten zum Preis von 16,99€.

      Episode 24: Gefahr aus der Tiefe

      Bereits im letzten Panel des letzten Albums wurde diese Geschichte angekündigt. Die Gefahr aus der Tiefe sind seltsame Maschinen, die aus den Tiefen des Meeres auftauchen und das triganische Reich angreifen. Mit einer Art messerscharfen Kabel durchtrennen die Maschinen selbst Metall, und setzen so der Seefahrt und Hafenbauwerken zu. Ganze Schiffe werden durchtrennt, und Türme halbiert. Und wieder einmal müssen Janno und seine Freunde ran, um auf dem Meeresgrund Ursachenforschung zu betreiben. Doch kaum sind sie dem Geheimnis auf der Spur, werden auf maritime Art und Weise überwältigt!

      Episode 25: Invasion der Rallus

      Perik hat wieder eine Idee für die Forschung, doch wie üblich gerät das Experiment etwas außer Kontrolle. Was eigentlich zu Bekämpfung von Hungernöten gedacht war führt dazu, dass den Loka-Rebellen ein Mittel in die Hände fällt, was kleine, rattenähnliche Nager zu einer ernsthaften Gefahr für das triganische Reich werden lässt. Kann Trigo die Rallus stoppen?

      Episode 26: Die Stadt der Juwelen

      Auf Expedition mit Trigo! Der Kaiser möchte sich auf die Suche nach der sagenumwobenen Stadt der Juwelen machen, aber es ist nicht Reichtum der gesucht wird, sondern nicht weniger als das ewige Leben, das alte Legenden von der Stadt versprechen. Begleitet wird Trigo da auch von einem berühmten Gladiator, der allerdings den Zenit seiner Popularität überschritten hat, und nun neue Heldentaten sucht. Doch die legendäre Ruine ist nicht so unbewohnt, die die Forscher geglaubt haben…

      Episode 27: Der gewissenlose Diener

      Als nach 3 Jahren ein totgeglaubter Kriegsheld wieder auftaucht, ist die Freude groß. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um dessen Bordschützen, der nun das Erbe seines wohlhabenden Piloten antreten könnte. Doch dieses Erbe hat bereits dessen fieser Diener durchgebracht, und damit nicht genug: Der Lakai kollaboriert mit den Feinden Trigans! Ob der Bordschütze das Blatt wenden kann, ohne in den Minen zu landen?

      Fazit

      Ein Band, der wieder alle Erwartungen erfüllt. Intrigen, riesige Monster, Action in der Luft und zur See, Periks verpeilte Erfindungen, die schon legendären triganischen Fehlentscheidungen der Justiz, Plotholes- und trotzdem klasse. Man muss immer bedenken aus welcher Zeit und für welche Zielgruppe die Geschichten entstanden, und wenn man klassische Science Fiction mag ist das hier pures Gold, was mich zumindest über fehlende Charaktertiefe und Logikfehler hinweglächeln lässt. Sehr wertvoll für mich als jemanden der die Serie zum ersten Mal liest sind die redaktionellen Texte zu jeder Episode mit viel Hintergrundwissen. So muss eine gute Gesamtausgabe aussehen.


    • Trigan 11 – Im Visier der Verräter

      In der elften Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 496 bis 526 aus dem Jahren 1970 bis 1971 enthalten.


      Episode 28: Der Duplikator

      Robi, ein Wissenschaftsstudent, schafft es durch etwas Trickserei, bei Perik, Trigans größten Wissenschaftler, als Assistent unterzukommen. Wie so oft ist es eine Maschine von Perik, die Unheil über das Reich bringt.Das Genie hat versucht einen Teleporter zu erfinden, aber die Arbeiten zwischenzeitlich abgebrochen. Was liegt da näher, als den Assistenten daran arbeiten zu lassen. Robi stellt schnell fest, dass die Maschine keinesfalls zum beamen geeignet ist, man aber mit ihrer Hilfe Materie duplizieren kann – und zwar genau einmal. Klar, dass er das nicht zum Wohle des Volkes einsetzen will.


      Episode 29: Die Maskierten

      Bei den Maskierten handelt es sich um eine Gruppe Verbrecher in Anzügen mit Helmen, auf die selbst Mysterio und Red Hood eifersüchtig wären. Immer wieder schlagen sie zu, rauben die Bürger aus, und schrecken auch vor Sprengstoff nicht zurück, um ihrer dunklen Ziele zu erreichen. Trigo ist außer sich, weil seine Exekutive es nicht fähig ist die Übeltäter dingfest zu machen. Nachdem Keren und sogar Rofa plötzlich verschwinden begibt sich der Kaiser selbst auf die Suche nach den Kriminellen, doch des Rätsels Lösung hätte er nicht so erwartet…


      Episode 30: Der Gefangene von Zerss

      Das triganische Justizsystem hat sich für den „gefährlichsten Mann des Planeten“ etwas Besonderes einfallen lassen. Dieser kommt nicht etwa zum Schuften in die Minen, sondern eigens für ihn wurde ein Spezialgefängnis ersonnen, das denn Überverbrecher halten soll. Das gelingt offenbar ganz gut, denn um ihn zu befreien wird Perik, der geniale Wissenschaftler, erpresst, der einen Weg ersinnen soll, um aus dem Supergefängnis auszubrechen. Als der Insasse frei ist kennt er nur ein Ziel – er will Kaiser an Stelle des Kaisers werden!


      Fazit:

      Als regelmäßiger Leser von Trigan ist man ja Logiklöcher gewohnt, und Autor Mike Butterworth hat davon wieder reichlich im Plot untergebracht. Diese werden in den redaktionellen Seiten zu jedem Kapitel wieder mal sehr informativ besprochen. Ich wünschte, dass alle klassischen Serien solch eine Bearbeitung hätten, weil gerade beim Jahrzehnte alten Serie die Entstehungsarten, Hintergründe und Intentionen für den Leser schwerer zu erschließen sind als bei neuem Material.

      An den Zeichnungen, bei den meisten sicherlich der Hauptgrund um die Serie zu lesen, gibt es wie immer nichts zu meckern. Lediglich einige wenige Seiten haben nicht die 100%tige Qualität, was daran liegt, dass manche Originale schlicht und einfach verschwunden waren, und man die Seiten auf andere Arten bekommen musste.

      Trigan ist und bleibt eine Serie die in keiner Sammlung von Liebhabern klassischer Zeichnungen fehlen darf.


    • Trigan 12 – Tödliche Mysterien




      In der zwölften Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 527 bis 558 aus dem Jahr 1972 enthalten. Zwei alternative Cover der holländischen Ausgabe sind in diesem Band in deutscher Erstveröffentlichung erschienen. Eine Besonderheit des Bandes ist, das die Episode 33 komplett von Miguel Quesada gestaltet wurde, und nicht von Don Lawrence.


      Episode 31: Die Spielzeugkiller

      Butterworth ging sehr kreativ in dieser Geschichte vor. Er erläutert, dass das Metall Zel sehr wichtig für das triganische Imperium ist, da es die gefragteste Energiequelle darstellt. Das Wundermetall ist nur im Königreich Zelph zu finden, welches mit den Triganern befreundet ist. Doch als der alte König stirbt, weckt dies Begehrlichkeiten bei seinem Nachfolger. Dieser versucht zunächst mit konventionellen Methoden Unfrieden zu stiften, doch als er in einem Spielzeugladen kleine, durch Befehle gut steuerbare Soldatenfiguren findet, wittert er seine Chance. Er hat sich so die unauffälligste Assassinentruppe des Planeten geschaffen…


      Episode 32: Das Hypnose-Medaillon

      Eine Serie von Attentaten überzieht das triganische Imperium. Immer wieder greifen als sehr loyal geltende Soldaten wichtige Würdenträger an. So wird mal ein Flugzeug zum Absturz gebracht, oder eine Wache eröffnet plötzlich das Feuer. Selbst ein Wissenschaftler sabotiert ein Labor, und bringt dieses zur Explosion. Die Polizei hat keine Spur, als plötzlich Janno etwas Seltsames bemerkt. Wie der Titel der Geschichte schon sagt ist die Ursache Hypnose, doch wer steckt dahinter?


      Episode 33: Der unheilvolle Kasten

      Es läuft nicht alles rosig im Kaiserreich. Vermehrt kommt es zu Aufständen, da die Wirtschaft nicht mehr floriert, und die Leute hungern. Von Handgreiflichkeiten bis zu tödlichen Attacken reicht die Palette. Eigentlich eine Zeit, in der die Politik stark gefordert ist, doch der ein oder andere Würdenträger ist plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen. Statt sich mit den Sorgen und der Bevölkerung zu beschäftigen, fermentieren die Entscheider lieber vor sich hin, und träumen vom Ruhme vergangener Taten. Fällt das Imperium in sich zusammen?


      Episode 34: Der Hydro-Man

      Erneut ist es eine Idee für eine Erfindung von Perik, die zu einer großen Gefahr führt. So oft, wie der sorglose Umgang mit seinen Wundermaschinen nun schon Trigan an den Rande des Unterganges geführt haben ist es verwunderlich, dass Perik noch nicht auf Befehl von Trigo exekutiert wurde. In diesem Fall stielt ein überschuldeter Soldat eine Apparatur Periks, mit der er sich in ein Wesen aus Wasser, ähnlich dem Marvel-Schurken, verwandeln kann. Statt unauffälliger Dieb zu werden geht er dabei sehr rabiat vor, und ruft schließlich Trigo auf den Plan.


      Fazit

      Bei Trigan finden wir wie die Vorstellung einer Zukunft genauso vor, wie sie damals bei den Kreativen vorherrschte – in einer Welt ohne die ganzen Vorstellungen und technischen Machbarkeiten, die vier Jahrzehnte Popkultur in uns heute erzeugt haben. Dabei schwankt die Darstellung von Lawrence zwischen Zukunftstechnik (Kampfjäger etc.) zu der damaligen Gegenwart (Panzer und Schiffe) bis zu antiken Darstellungen, mal fließend, mal sprunghaft. In „Die Spielzeugkiller“ sehen wir die kleinen Killer zunächst als mittelalterliche Soldaten mit Wehrmachtshelmen, später sogarkomplett als Wehrmachtssoldaten mit der passenden Bewaffnung. „Der unheilvolle Kasten“ hingegen ist gespickt mit Anspielungen auf Drogenkonsum und Hippies.

      In diesem Band kann man erleben, wie anders dann doch eine Episode wirkt, wenn jemand anders den Pinsel schwingt. Miguel Quesada half aus, als Lawrence sich doch mal einen Urlaub gönnte, und war in Spanien sicher kein Unbekannter. Insgesamt kommt er klassisch, aber etwas dynamischer als Lawrence rüber, kann aber an Detailgrad und Perfektion nicht aufschließen. Auch bei den Farbe git es deutliche Qualitätsunterschiede. Trotzdem finde ich gut das nicht nur Lawrence in der Gesamtausgabe enthalten ist, sondern die Serie komplett verlegt wird. Sehr hilfreich sind wie immer die redaktionellen Seiten, die viel zur Verständnis und der Einordnung der jeweiligen Episode beitragen.


    • Trigan 13 – Unheimliche Begegnungen

      In unserer beliebten Rubrik „Neues aus Trigan“ gibt es dieses Mal wieder einen Band der komplett von Don Lawrence gezeichnet wurde, Autor ist wie immer Mike Butterworth.

      In der dreizehnten Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 559 bis 596 aus den Jahr 1972 bis 1973 enthalten. Alternative Cover sind in diesem Band nicht dabei, dafür hat er aber ganze 86 Seiten zum Preis von 17,99€.

      Episode 35: Der Fluch der Mumie

      Wie das Cover bereits verraten hat, treibt eine Mumie ihr Unwesen auf Trigan. Bei Bauarbeiten unter der Stadt wird ein alter Tempel einer untergegangenen Zivilisation ausgegraben, in dem es auch einen Sarkophag zu finden gibt. Als dann nach und nach alle mit der Ausgrabung befassten Bürger auf wundersame Weise ums Leben kommen, entsteht schnell das Gerücht, dass ein Fluch dahintersteckt. Der Neffe des Kaisers nimmt die Ermittlungen auf.

      Episode 36: Die verlorenen Jahre

      Hauptperson dieser Geschichte ist dieses Mal wieder ein bislang Unbekannter. Narri ist ein einfacher Hirte, der sich durch einen Zufall plötzlich einige Jahre in der Zukunft vorfindet. Doch dort ist nichts mehr wie es war. Trigo ist nicht mehr an der Macht, vielmehr wurde seine gesamte Familie von einem Diktator ausgelöscht. Kann Narri das Rad der Zeit zurückdrehen?

      Episode 37: Reise nach Orcadia

      Bei einem Flugzeugunglück kommt es zur Katastrophe. Der Kaiser ist im Flugzeug, zufälligerweise auch nuklearer Abfall, und als es zur Explosion kommt, kann der Kaiser gerettet werden. Doch zu welchem Preis? Der Kaiser wird immer kleiner, so dass bald schon Nager zu einer Bedrohung für ihn werden. Doch das Schrumpfen geht weiter, und so ist Trigo bald zwischen Atomen verschwunden…

      Episode 38: Das Geheimnis um Burg Doum

      Janno, Kerren und Roffa sind schon alte Hasen bei der triganischen Luftwaffe. Neu am Start ist der junge Dubal, der äußerst talentiert mit dem Steuerknüppel umgeht. Doch eines Tages verändert sich der Lebensfrohe Kadett, und zieht sich mehr und mehr zurück. Bei einem Absturz wird Dubal verletzt, und als er im Krankenhaus im Schlaf spricht, hört Janno etwas von einem alten Familiengeheimnis, welchen seinen Freund bedrückt. Klar, dass er da mal nach dem Rechten sehen muss.

      Fazit

      Es ist immer wieder erstaunlich, welche Genres und Einflüsse Butterworth in die Serie integriert. In diesem Band baut er das Horrorthema Mumie in Verbindung mit den Gerüchten zum angeblichen Fluch der Mumie ein, ebenso wie das Thema Zeitreise (kann man die Zukunft ändern?) und Episoden um alte Burgen und Landsitze, die auch Sherlock Hilmes bereist haben könnte. Das alles setzt er in Kanon mit der triganischen Geschichte, so dass es vollkommen normal ist, dass unter Trigopolis, einer sehr modernen Stadt, welche von einem einstigen Reitervolk erbaut wurde, ein ägyptisch anmutender Tempel liegt, oder auch, dass das Reitervolk auch prunkvolle Landsitze in den Highlands hat. Auch dass das Staatsoberhaupt zusammen mit Atommüll transportiert wird, ist kein Widerspruch in Trigan. Und trotzdem (oder vielleicht deswegen?) macht es immer wieder Spaß sich auf diesem Planeten umzusehen, denn da ist alles möglich. Und sieht, dank Don Lawrence, auch noch klasse aus.

      Sehr nützlich sind auch wieder die redaktionellen Seiten zu jeder Ausgabe, die sehr gut die geschichtlichen und popkulturellen Hintergründe der jeweiligen Episoden erlären.
    • Bubi schrieb:

      Danke für Dein Posting - ein Neuling im Forum, willkommen!
      Ja, das ist richtig, bis inklusive Ausgabe 58 kommt's auf jeden Fall - 1.114 Comicseiten Trigan (plus das Bonusmaterial).
      Die nachfolgenden Episoden von Frey und Wood bis zur 83 kommen zusammen auf 528 Seiten. Wir würden gerne, allein schon der Vollständigkeit halber, und aktuell sind wir mit Trigan sehr zufrieden...
      Außerdem gibt's ja auch ne Zwischenoption, bis Episode 68 (152 Seiten) fortzufahren, dann ist ein weiterer Zeichner, nämlich Oliver Frey, komplett in der Reihe enthalten.
      Aber es ist alles noch Zukunftsmusik, wir haben ja noch einige Bände vor uns.... Die Entscheidung steht erst in etwas mehr als einem Jahr an.
      Das ist meines Wissens der letzte Stand der Dinge gewesen. Es könnte auch ohne Lawrence noch etwas weiter gehen.
    • Nach wie vor gilt: Chronologisch bis zum Ende von Lawrence, dadurch auch mit den Episoden anderer Zeichner dazwischen. Im Fall von Band 15 also Corke.

      Die Nach-Lawrence-Stories von Frey und Wood sind aktuell unwahrscheinlich - es gibt keine Daten, wir müssten also alles scannen und aufbereiten, und das zeigt sich leider in der Druckqualität. Sollten wir eine geeignete Datenquelle finden, steht es nach wie vor im Raum, die Entscheidung fällt aber erst im Herbst.