Han Solo Anthology Film

    • Forever DC schrieb:

      @Mathew

      Gerade dein vierter Punkt ist vielleicht wichtig. Der Film hat mMn keinerlei grandiose Momente. Sowas spricht sich vielleicht auch schnell rum. @Birdä hat oben gefragt, ob ich den Film sogar für besser als Ep1 halte. Also Ep1 hatte, bei all den Minuspunkten, die man für Ep1 anrechnen kann, immer noch grandiose Momente. Allein Darth Maul, die Laserschwertkämpfe, die epische Duel of the Fates-Musik fand ich grossartig.

      Solo hat nichts dergleichen. Es gibt da keine einzige Szene, die ich mir noch mal gerne anschauen würde oder dir gar episch ist. Stattdessen bekommt man Szenen,
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      in denen hochexplosives Material (!) auf einem Zug (warum eigentlich ein Zug? In Star Wars schwebt und fliegt doch alles immer so praktisch?) transportiert wird, der an eine Achterbahn erinnert.
      Das macht keinen Sinn. In Ep3, als die Order 66 gegeben wurde und die Klon-Soldaten auf die Jedi losgingen, sah man in kurzen Abständen verschiedenste Jedi auf fremdartigen, faszinierenden Welten kämpfen. Auch wenn man die nur für wenige Sekunden sehen konnte, war das trotzdem immer so ein Wow!-Effekt. Aber wenn Solo
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      im Dienst des Imperiums in einem Kriegseinsatz kämpft, erinnert das Schlachtfeld mehr an Verdun im ersten Weltkrieg und nicht an eine exotische Fantasywelt, wie ich sie gerne in Star Wars sehen möchte.
      Das ist einfach langweilig.
      Und das ist eindeutig falsch. :D ;)
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      In Star Wars schwebt und fliegt eben nicht alles. Da gibt es die AT-AT, oder AT-ST, oder in Episode III die Klon-Turbopanzer, die man auch in Rogue One wieder sieht.
    • @Langstrom Weiß ich doch. :D Ging mir hier um den unnötigen Rollercoaster-Einsatz für das dann wohl folgende Theme-Park-Erlebnis in Disney World o.Ä.

      So an für sich fand ich dieses klassische Westernfilmelement auch gar nicht so schlecht (Diebe überfallen und rauben fahrenden Zug aus). Aber hier wird mMn zugunsten des Achterbahneffekts übertrieben.
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    • 7,5 von 10 und damit besser als ich befürchtet habe.

      Wie schon geschrieben, es ist halt eine Origin und daher finde ich das vielfach angeprangerte Abarbeiten bestimmter Stationen völlig in Ordnung. MMn hat sich das alles sehr organisch zusammengefügt (ein Kritikpunkt, den ich allerdings teile: dass Han schon Wookiesch kann, fand ich auch irgendwie blöd). Der Tonfall des Filmes passt auch.

      Die Abzüge gibt es halt deshalb, weil natürlich tatsächlich keine Spannung aufkommen kann bezüglich des Schicksals der Hauptfiguren. Da fehlt dann was. Insofern hätte man versuchen können, die eine oder andere Überraschung einbauen zu können (Han befreit einen Wookie und nach 10 Minuten stellt sich heraus, dass das gar nicht Chewie ist, der erst dann auf den Plan tritt; oder ein „Jedi“ gehört zur Gruppe, der von Han für seine Fähigkeiten bewundert wird und am Ende stellt sich heraus, dass es sich um einen Scharlatan handelt, der Technik benutzt; sowas in der Art halt)

      Die Neubesetzung hat mich jetzt nicht groß gestört. Glover hat mir auch gut gefallen. Aber ich denke dennoch, dass der identische Film mit einem digital verjüngten Harrison Ford 300 Mio mehr eingespielt hätte, einfach weil das Bohei zuvor viel größer gewesen wäre.
      Den jetzigen Absturz hat der Film so in meinen Augen nicht verdient.
    • Ich hatte ja geschrieben, dass ich das Bild im Kino für u.a. viel zu dunkel empfunden hatte.

      Offenbar bin ich nicht der einzige:
      Solo: A Star Wars Story's Overly-Dark Aestetic Apparently The Fault Of Theaters

      Der Autor des Artikels schreibt, dass er das selbst auch so wahrgenommen hat und Beschwerden über das dunkle, unscharfe, dämmerige Bild vielfach im Netz gelesen hat.

      Die aus Kostengründen nicht auf 100% Helligkeit eingestellten Projektoren sollen das Problem sein.

      Ich kann mir vorstellen, dass das auch ein Teil des Problems ist. Allerdings wirken auf mich auch viel Szenenfotos und Trailer des Films zu schummrig, allgemein zu dunkel.

      Habt ihr das auch so empfunden?
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    • Mathew schrieb:

      Gibt wahrscheinlich viele rationale Gründe dafür, dass wir hier einen 700Mio "Flop" haben werden
      700 Mio halte ich mittlerweile für sehr optimistisch. In den USA hat der Film in den letzten Tagen nur noch ca ein Drittel der täglichen Einspielergebnisse, die z.B. Rogue One oder The Last Jedi hatten. Da bin ich eher gespann, ob der Film weltweit die 500 Mio überhaupt schafft.


      boxofficemojo.com/showdowns/ch…ily&id=starwarsdisney.htm
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    • Ich gehe da ganz einfach von mir aus. Ich bin echt so ein ganz durchschnittlicher Filmegucker und Kinogänger. Ich habe alle Star Wars Filme im Kino gesehen. Die Prequels fand ich nicht gut, hab sie aber trotzdem alle gesehen. Hab Rogue One gesehen, und Episode 7 und 8 auch. Fand die einen ganz gut, andere nicht. Kein Grund irgendwas zu boykottieren, nie wieder einen Star Wars Film zu sehen oder gar komplett die Lust dran zu verlieren Übersättigung auch eher nicht, denn wenn morgen Ant-Man and Wasp anliefe würde ich wohl reingehen.

      Aber ich hatte auf Solo einfach keinen Bock. Mich interessiert nicht wirklich, was Han vor Episode 4 gemacht hat, und im Trailer war auch nichts, was mich abgeholt hat. Es ist kein Schauspieler drin, denn ich unbedingt sehen muss, kein Regisseur, den ich nicht verpassen darf. Effekte sind ja nun auch auf einem Standard angekommen, weshalb man nicht den einen Film sehen muss.
      Ich glaube nicht mal, der Film ist richtig schlecht. Ich hab halt keine Lust dafür ins Kino zu fahren. Denke, so ähnlich dürfte es einigen gehen.

    • Solo ist nicht der Publikumsmangnet ,wie eine neue Episode Star Wars. Das mag verschiedene Gründe haben. Aber ich denke, das liegt auch daran, dass Solo für sich alleine steht. Bei Rogue One hatte ich das Gefühl, einen weiteren, "kleineren" Star Wars Episodenfilm zu sehen. Sozusagen eine Episode zwischen den Episoden. Solo steht da völlig für sich allein. Den "muss" man auch nicht gesehen haben.

      Und dann hat der Film auch noch nichts Besonderes zu bieten. Schon gar nicht das übliche Star Wars Spektakel. Sowas spricht sich schnell rum. Keine spektakulären Weltraumschlachten, keine spektakulären Laserschwertduelle. Selbst den Kesselrun, der eigentlich der spektakuläre Höhepunkt hätte sein können, entpuppt sich als Schlauchlevel mit Endgegner. Da finde ich der Grabenkampf am Todesstern aus Ep4, trotz seines einfachen Designs, immer noch tausendmal spannenden und spektakulärer.
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    • Gestern haben wir uns nun auch angeschaut. Er ist tatsächlich kein Muss. Aber schlecht ist er trotzdem nicht. Hat durchaus seine Momente und gibt uns ein neues Bild aus dem Universum, das wir so lieben. Habe mich zu keiner Minute glangweilt. Vom Hocker gehauen hat er mich allerdings auch nicht. Ein nettes Filmchen mit winzigen Highlights.
      All the psychos in the world can't bring me down!





    • Ich teile hier die Einschätzung vieler. Der Film war nach den katastrophalen Schlagzeilen rund um die Produktion am Ende ein unterhaltsames Erlebnis, weit weg von einem Flop oder gar Schandfleck des Star Wars-Universums. Es ist Ron Howard wirklich hoch anzurechnen, dass er es geschafft hat, den Film wie aus einem Guss wirken zu lassen, auch wenn natürlich für den Filminteressierten immer die Frage im Raum bleibt, wie ein Lord-Miller-Solo ausgesehen hätte.

      Mir wurden 2 Stunden Star Wars mit viel Unterhaltung, Action, coolen bis charmanten Ideen (L3) und auch überzeugender schauspielerischer Leistung geboten. Aiden Ehrenreich ist Aiden Ehrenreich und das ist auch gut so, nur leider soll er eben Harrison Fords ersetzen, und DAS fällt ihm auf die Füße. Was sich der Film grundsätzlich vorwerfen lassen muss, ist dass er sich in der epischen Star Wars-Reihe ein wenig unterdimensioniert anfühlt und ich, wenn ich die Fanbrille für die vielen netten Referenzen und Zusammenhänge abnehme, nicht erkenne, wo hier jetzt der große erzählerische Mehrwert steckt. Es ist immer wieder schön, in die Geschichte abzutauchen, ich habe eine Origin zu Han in Blockbuster-Form aber nie vermisst.

      Leider gab es ausgerechnet ganz am Schluss für mich eine harte Backpfeife.

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      Als Darth Maul auftaucht, hätte ich am liebsten etwas gegen die Leinwand geworfen. Es gibt so ein paar Dinge, die ich den Star Wars-Verwaltern wirklich "übel" nehme, und das sind Ashoka Tano und die Wiederbelebung von Maul. Dass war absolut drüber und ein gezwungener Teaser für ein Sequel oder einen Kenobi-Film, darauf hätte ich gut verzichten können. Bald gibt es dann CGI-Dooku mit Cyborg-Händen und Halskrause ...
      "Es war ein Ort, am dem sich kein vernünftiger Mensch je aufgehalten hätte, doch ich bin kein vernünftiger Mensch, und da war ich nun."
      Jeder zahlt drauf, Charles Bukowski

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jim Hawkins ()

    • Wir haben den Film am Wochenende auch endlich gesehen und ich kann @Jim Hawkins nur zustimmen.
      Für mich persönlich ist das (abgesehen von Episode IV-VI) der beste Film aus dem Star Wars Universum.
      Zwar ist der Film keine filmische Meisterleistung, aber ein durchweg gelungener Film. Hier und da gab es aus meiner Sicht ein paar Storystränge die für meinen Geschmack gerne etwas mehr hätten ausgeführt werden können. Klar, es fehlen die Raumschlachten und die Laserschwerter/die Jedi. Doch genau da ist was den Film für mich so gut macht. Der Film hat es geschafft mich glaubwürdig in das Star Wars Universum zu befördern und dabei weitestgehend auf die Raumschlachten und Jedi-Thematik zu verzichten. Und das hat er gut gemacht! Ich finde mit dem Film hat Disney gezeigt, dass es geht. Star Wars geht auch ohne Laserschwert (Episode IX-XXL dürfen davon natürlich trotzdem reichlich haben. :D)

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      Achja, die Rekrutierungssprüche des Imperiums haben mich schon sehr an Starship Troopers erinnert. :D