Tag X

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Band 1 Wer ermordete den Präsidenten?

      Ich versuch mal hier nicht allzu ausufernd zu werden.
      Das Ding ist an sich nicht schlecht, aber irgendwie kommt es dann am Ende wie eine Mogelpackung rüber. Das geht ja alles ganz frisch und realitätsnah los, wird aber für mich mit zunehmender gelesener Seitenzahl immer mehr zu einem reinen Vietnam Drama und es schleicht sich kontinuierlich ein gewissen "Is mir egal" Gefühl ein. Es mag für machne interessant sein den Hintergrund des Attentäters explizit zu beleuchten, nur verschwimmt dadurch die politische Szenerie. Das Nixon ein böser Bube war, ja das wisssen wir alle, das er sich schlußendlich hier als neuer Adolf Hynkel aufschwingt ist mir doch etwas zu viel.
      Schade auch, und das ist für mich das allergrößte Manko, das der Band schon recht früh eine komplett andere Realität einnimmt und sich nicht etwas näher an realen Tatsachen entlang hangelt. Das ist für mich leider eine klare Thema Verfehlung, weil schlußendlich komplett egal ist wer hier am Ende auf wen schießt. Da nützen auch keine, fast plakativ eingesetzten, bekannten Persönlichkeiten dieser Zeitebene.
      Zeichnerisch ist das Ding gelungen, ein wenig zu viel braun/gelb, aber das liegt wahrscheinlich auch an der doch sehr ausfühlichen Vietnam Erzählung, die für mich einen zu großen Anteil der Story ausmacht.


      Mal sehen was Band zwei bringt.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Tag X 2: Die Kennedy-Gang

      Das selbe in grün.
      Hier wird die Wirklichkeit gleich mal um fast 100 Jahre zurückliegend verändert, so das es nicht mal die Vereinten Staaten gibt, sondern Amerika zwischen den einzelnen europäischen Staaten aufgeteilt ist. Nun ja, warum das relevant für die Entwicklung des Kennedy Clans ist, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ein paar zeitrelevante Gestalten wie Marylin Monroe, Jackie O, Henry-Georges Clouzot, Bugsy Siegel und Meyer-Lansky dürfen durchs Bild huschen, leider sind die wenigsten davon Story relevant. Was bleibt ist zumindest eine unterhaltsame Story in der Zeit der Prohibition, wobei fraglich ist warum die Prohibition überhaupt existiert, da es ja keine USA gibt und somit auch keine gemeinsame Rechtslage. Warum gibt es in einem Landstrich welches von England regiert wird ein Alkoholverbot? In England darf fröhlich gesoffen werden, in Neuengland nicht, das ist alles etwas unlogisch.

      Sieht man über dies und anderes hinweg und läßt sein Hirn etwas im Leerlauf fahren, ergibt sich zumindest eine unterhaltsame Story die zeichnerisch auf hohem Niveau ist. Die Kennedy Brüder auf Alkoholschmuggel Tour zu begleiten, ist flüssig geschrieben und kommt ohne große Durchhänger zum Ende.
      Aber wer sich ein wenig mit dieser Zeit beschäftigt, wird feststellen, das die echte Wirklichkeit weit aus interessantere Storys zu erzählen hat als diese "Was wäre wenn ..." Geschichte.

      Edit: Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch angesetzt, weil es per se ja kein schlechter Comic ist.

      Schade, aber ich glaube Tag X ist, wie es der Titel schon andeutet, für mich nix.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joe Kerr ()