Der Diskussions-Thread zu den Fantasy-Redaktionsmitteilungen

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    • rettet_sups_und_co schrieb:

      Wenn man sich dabei noch auf eine Limitierung wie bei einigen Cross Cult Comics (1200 - 1500 Exemplare etwa) einlassen würde, dann könnte ma so manche Sci-Fi oder Vertigo-Perle zumindest ohne Verluste an dem Mann bringen.


      Na ja, dazu muss man aber fairerweise sagen - wie auch Bubi schon öfters erwähnt hat -, dass das ein reines Marketinginstrument ist. Das sind Sachen, bei denen die Auflage auch nicht höher wäre, wenn sie nicht "limitiert" wären. 1500 Stück ist für die meisten in Deutschland erscheinenden Titel außerhalb der Bestsellerserien eine ganz gewöhnliche reguläre Startauflage. Klar, die kriegt man halt schneller los, wenn man sagt, dass sie "limitiert" ist, weil die Leute dann Angst haben, am Ende leer auszugehen. Ändert aber nichts dran, dass das mit dem eigentlichen Sinn von "limitiert" nicht mehr viel zu tun hat. ;) (Hm ... vielleicht hätte ich bei Tale of Sand auch limitiert draufschreiben sollen ... dann wär ich potenziell ein paar mehr von meinen 1500 losgeworden als die 220, die's am Ende geworden sind ... :D)
    • klar, das ist Marketing. Aber Cross Cult scheint bestimmte Sci-Fi/Fantasy-Titel dadurch so gut kalkulieren zu können, dass die Rechnung für den Verlag aufgeht. Sie machen das ja auch nur bei Reihen, die es schwer auf dem Markt haben oder die komplett in dicken Bänden abgedruckt werden. Fette, abgeschlossene Ausgaben in schöner HC-Gestaltung zu einem entsprechend anspruchsvollen Preis. Ein Geschäft das überschaubar, aber solide zu laufen scheint...
    • Jano schrieb:

      vielleicht hätte ich bei Tale of Sand auch limitiert draufschreiben sollen ... dann wär ich potenziell ein paar mehr von meinen 1500 losgeworden als die 220, die's am Ende geworden sind ... :D)


      Das ist eh ein Skandal. Eine der schönsten Bände der vergangenen Jahre und dann solche Verkaufszahlen. Bei Egmont Graphic Novel, Splitter oder Carlsen hätte sich das Teil wahrscheinlich zehnmal so oft verkauft. Ist halt ein anderes Klientel zu weiten Teilen. ;(
    • Sehr schade. Image hat imho aktuell das innovativste Programm bei den Amis. Es ist klar das bei 9,99€ für das erste Trade viele zu US greifen, ich eingeschlossen. Wer hätte auch gedacht, dass Dinge wie SEX übersetzt werden? Die Nachfolgetrades sind da aber aufgrund des Dollarkurses nicht mehr so günstig.

      Aktuell gibt es ja auch ein Überangebot. Soviel Auswahl, daß kann man unmöglich alles kaufen/lesen. Also setzt man sich sein eigenes Limit, und/oder sucht die beste Bezugsquelle, was eben auch US-Trade und Comixology heißen kann.

      Auch die Fixierung auf Marvel und DC wurde hier schon angesprochen. Ich finde Serien wie Sheltered oder Bitch Planet richtig gut, aber ob das hierzulande läuft? Vermutlich nur, wenn es eine Fernsehserie dazu gibt. :S
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      Comic-Podcast[/center]
    • Vielleicht weniger Serien bringen, aber , die die man dann schließlich bringt und an die man glaubt dann auch stark bewirbt , fördert und durchzieht
      Notfalls wie schon geschrieben, erst einmal abwarten wieviele Bände es werden und wie der Vorlauf in den USA sich so entwickelt und sich dann eine passende Veröffentlichungsform entwickeln.
      Ansonsten es wirklich kleineren Verlagen überlassen für die kleinere Auflagen evtl. anders als bei Panini ok sind, oder die Paninileute machen noch nen Hobbysublabel für Ihre ganz schwierigen Fälle nach Feierabend auf ;)
      Obwohl, dass gibt es ja als Dani Books schon :D
      Toll wäre es, wenn Panini Ihre abgebrochenen und woanders weitergeführten Versuche z.B Danibooks noch irgendwie in die Paninivorschau bringen könnte, so als Fanservice für die die sich die esrten Bände geholt haben.

      Oder man testet ne Serie bei einem kleinem Verlag oder als Onlinecomic , beteiligt sich an den Kosten und holt bei Erfolg diese wie so bei manch einer deutschen Serie oder der Ellisserie später zu Panini(print) zurück ; wie bsw, die Toten, Freakangels, das Leben ist kein Ponyhof, Schisslaweng


      Ich frage mich , ob Panini heute bsw. eine lange unbekannte s/w Serie wie TWD riskieren würde oder aus Fansicht überhaupt sollte , so ganz ohne TV Serie und Bekanntheitsgrad , also gleichen Parameter wie damals .Doch wohl kaum...ausser als GN vielleicht :P
    • Mit dem Veröffentlichen zu warten ist wirtschaftlich unsinnig. Bei Akte X komm ich z. B. nur deshalb auf meine Umsätze, weil die Bände relativ zeitnah zu den US-Bänden erscheinen (mittlerweile sind sie ein bisschen verrutscht, aber die ersten drei waren gleichzeitig zu den US-Bänden oder sogar etwas vorher im Handel). Wenn man den (in der Regel günstigeren) US-Band schon ein Jahr vorher kaufen kann, ist die Motivation zum Kauf der deutschen Fassung natürlich gleich noch mal ein gutes Stück geringer als eh schon. Zumal man dann auch immer mehr ins Hintertreffen gerät. Ich liebe z. B. Powers und hätte das gern gebracht. Durch die bald drei Jahre Auf-Eis-Liegen bei Panini lohnt sich das aber einfach nicht mehr. Die Serie war schon bei Panini-Start sehr weit fortgeschritten und die 2500+ Seiten ließen sich nie mehr sinnvoll aufholen. Das wäre genauso unsinnig wie Invincible zu bringen. Von daher bleibe ich da halt nur Leser und erfreue mich an meinen Definitive-Collection-Bänden von Icon.

      Wenn ich mal ganz viele Bestsellerreihen und entsprechend ganz viel finanziellen Puffer habe, mach ich vielleicht mal 'ne deutsche Ausgabe der Definitive Collection in Kleinauflage oder limitiertes Blah, aber das kann noch ein paar drölfzig Jahre dauern. :D
    • Ja aber genau diese Verhalten ist doch ein Teufelskreis aus dem hier niemand ausbrechen will, also von Verlagsseite aus.

      Als Beispiel mal TWD, würde das bisher nicht in deutsch erhältlich sein, jeder würde sich aktuell drum reissen es selbst nach 2500+ Seiten noch zu bringen. Eine Serie kann doch auch erst später richtig Erfolg haben, siehe Invincibles, das lief doch auch nicht von Heft eins an super, oder wieder TWD.

      Ich, und das mein ich aus reiner Käufersicht, würde schon gerne Serien kaufen die evtl. ein wenig hinterherhinken, eben weil ich sie mir in deutsch holen würde, aber niemals in englisch. Und das ist ein Punkt der gerne übersehen wird! plemplem hat doch eigentlich genau solche Serien im Programm, im Original kauft die doch keiner, aber als deutsche Version, da greift man schon eher mal zu.


      Und ich bin der Meinung das ich nicht der einzige bin der so denkt, sonst hätte doch kein Mensch sich Transmet, Preacher, Freakangels oder Sandman von panini ins Haus geholt. Kann nicht nur an der Aufmachung liegen, da waren doch garantiert viele Erstleser dabei. Von der drölften Auflage von DKR oder Killing Joke fang ich gar nicht an, das ist ja Superheldengelände, da geth eh alles meist irgendwie.

      Das die Verlagsseite dies wohl anders sieht, scheinbar allesamt, auch OK. Dann bringt halt neue Serien, stellt diese nach 1-4 Bänden ein und wundert euch nicht wenn die nächste gerade begonnene Serie dann gar keiner mehr kauft. Das man hier von einer Leserandgruppe spricht ist mir auch klar, dann muss man halt die Erwartungen runterschruaben und diese Serien outsourcen und evtl. auch gerne mal neue Wege probieren. Meintewegen Kickstarter, jetzt nur als Beispiel!!!!!

      Aber wenn ich dann von sämtlichen Verlagsmitarbeitern, egal ob Indie-, Klein- oder Großverlag, immer nur die glichen Antworten auf diese seit Jahren unveränderte Vorgehensweise lese. Tja dann fehlen wohl Ideen, Inovationen oder wir haben hier in Deutschland schlicht und einfach nur 2 Allesfresser: Superheldenleser und Albenkäufer. Die Kaufen alles und der Rest darf gerne die Originalversionen lesen. Danke auch!

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Joe Kerr () aus folgendem Grund: äh, ja, da war ein Fehler

    • Jano schrieb:

      Na ja, dazu muss man aber fairerweise sagen - wie auch Bubi schon öfters erwähnt hat -, dass das ein reines Marketinginstrument ist.

      Jetzt mal ganz blöd gefragt Jano, aber was sollte eine „Limitierung“ denn sonst sein. Fanservice? Edelmut? :D Und fairerweise darf dann aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass obiges auf nahezu alle - als limitiert angepriesene - Produkte zutrifft. Warum sollte ein Verlag auch weniger verkaufen wollen als eigentlich möglich wäre.

      Die „Kunst“ besteht halt darin die Nachfrage möglichst „punktgenau“ zu decken, keinesfalls darunter und möglichst nur knapp darüber, um den Schein einer Begehrlichkeit zu wahren. Das trifft auf die limitierten Absolute Editions, die als Mitnahmeartikel ja quasi weggehen wie heiße Semmeln, ebenso zu, wie bei der zölfunddreissigsten, natürlich streng limitierten, Neuauflage von „DKR“, den „Messeexklusiv“ Titeln, sowie auf ALLE anderen Panini HCs auch.

      „Fehlkalkulationen“ werden sogar innerhalb einer Serie gerne mal korrigiert, indem einfach mal die strenge Limitierung von Band 1 zu Band 2 um 50% erhöht wird, was den Grundgedanken einer jeden Limitierung nicht nur ad absurdum führt sondern fast schon von innen heraus torpediert. Aber eigentlich, könnte man ja um soooviel mehr verkaufen, ist ja eh klar – nur halt nicht mir. :D
    • Karate Lothar schrieb:


      Jetzt mal ganz blöd gefragt Jano, aber was sollte eine „Limitierung“ denn sonst sein. Fanservice? Edelmut? :D Und fairerweise darf dann aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass obiges auf nahezu alle - als limitiert angepriesene - Produkte zutrifft. Warum sollte ein Verlag auch weniger verkaufen wollen als eigentlich möglich wäre.


      Nein, natürlich sind Limitierungen jeder Art nichts als Geldmacherei und auch ausschließlich darauf ausgelegt. Macht wohl auch niemand ein Geheimnis draus. :D Das "Besondere", das eine Limitierung ausmacht bzw. ausmachen soll, um für den Leser/Käufer interessant zu werden (andere Ausstattung, anderes Cover, signiert, mit Zeichnung, was auch immer), ist aber nicht so wirklich vorhanden, wenn ein Band einfach in ganz normaler Ausgabe mit ganz normaler Auflage erscheint, in der man ihn auch ohne "Limitierung" veröffentlichen würde, nur weil man halt "limitiert" draufschreibt. Da könnte ich auch bei meinen Bänden überall "limitiert" draufschreiben, die liegen in der Regel bei 1000 bis maximalstens 1500 Exemplaren und werden zu 90 % nicht nachgedruckt, weil die Startauflage in fünf Jahren noch nicht ausverkauft sein wird. ;) Dann könnte ich vielleicht das Interesse künstlich hochtreiben, aber wozu ... Bei "Corto Maltese" ist die "limitierte" S/W-Ausgabe auch schon "vergriffen", aber nicht weil die so toll und beliebt ist, sondern weil die Auflage davon viel kleiner was als von der regulären Farbversion und von den S/W-Dingern jetzt ein Großteil bei den Händlern rumfliegt. Die realen Verkäufe, die die Händler erzielen, werden dann zeigen, ob die Folgebände auch so superschnell "vergriffen" sein werden.

      Der Plemplem-Vergleich hinkt außerdem. Das sind im Original schon kaum oder gar nicht bekannte Sachen, an die man selbst in den USA oder woher sie jeweils kommen kaum rankommt. Da sind die Leute froh, wenn jemand als Hobby 50 deutsche Exemplare drucken lässt (oder lass es von mir aus auch 500 sein, wobei 50 wohl näher dran ist). ;) Das ist mit keinen großen Kosten verbunden und die Plemplem-Leute machen das halt - wie ihre eigenen Titel - hauptsächlich aus Spaß an der Freude, ohne davon leben zu wollen oder großartige Gewinne damit einzufahren. (Fanboy möge mich ggf. korrigieren, falls es anders sein sollte. :D) Dass sich so was nicht auf eine reguläre Auflage ab 1000 Exemplaren aufwärts und die damit verbundenen Kosten übertragen lässt, sollte doch eigentlich klar sein. ;)
    • Das Dilemma erinnert mich irgendwie an das der US-TV-Serien im deutschen Free-TV. Da werden auch immer mehr Serien nach einigen Episoden ins Nachtprgramm verschoben oder ganz abgebrochen. Das frustriert dann wieder Zuschauer und der Sender verliert das Vertrauen. Bei einer neuen Serie hat der Zuschauer dann gar keinen Bock mehr einzusteigen und sich das ganze noch mal anzutun, wodurch die Quoten noch schlchter sind und noch mehr abgebrochen wird. Ein Teufelskreis eben.

      Auch hier besteht Konkurrenz zur unsynchronisierten US-Version, die natürlich eher um einiges früher ausgestrahlt wird. Aber wenn ich dann als Sender nicht versuche, durch Kontinuität, ein erkennbares Senderprofil, zeitliche Nähe der Ausstrahlung und evtl. Erkennen des Binge-Watching-Trends Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich der Zuschauer immer die für ihn bequemere Alternative suchen.

      Das scheinen mir schon Punkte zu sein, die auch auf Comicverlage zutreffen.

      So eine kleine feine Sparte für gute Image-Titel (nur als Beispiel), wo diese im kleinen Rahmen gehegt und gepflegt werden, aber diese durch Marketing einem anspruchsvollen, erwachsenen Publikum (nennen wir sie Graphic Novel-Enthusiasten) schmackhaft gemacht werden und deren inhaltliche Tiefe herausgestellt wird, das bräuchte es irgendwie. Und sowas wie Autorenpflege. Es kauft ja auch keiner den neuen Comic von Carles Bunrs oder Daniel Clowes auf Englisch, weil man eben davon ausgeht, dass die eh bei Reprodukt in bester Aufmachung kommen werden. Aber bei Panini? Schwierig.
    • Popcom setzt jetzt bsw. auf eine günstige Digital Version bei US Titeln hier EI8HT von Rafael Albuquerque Orignal bei Dark Horse erschienen
      Vielleicht kommt bei Erfolg und Nachfrage ja auch noch eine Printversion :
      comicforum.de/showthread.php?1…%29&p=5066421#post5066421

      Vielleicht ja auch eine Lösung für zukünftige Risikoprojekte bei Panini oder abgebrochene Serien wie z:B SEX
    • @Jano: Gebe dir da vollkommen recht, sehe ich grundlegend ja genauso (aber nicht unbedingt auf der wertenden Ebene) und natürlich entsprich diese Praxis - einfach eine übliche 1. Auflage als limitiert zu betiteln - auch nicht einer allgemeinen Vorstellung einer Limitierung – denn wo nichts Reguläres, da auch nichts Besonderes. Aber folgende Aussage...

      Jano schrieb:

      Das sind Sachen, bei denen die Auflage auch nicht höher wäre, wenn sie nicht "limitiert" wären.

      ...trifft strenggenommen eben auf alle Arten von Limitation zu, egal wie exklusiv, edel oder mit noch soviel Blingbling vollgestopft sie auch sein mögen. Ob CrossCult jetzt mit dem Fehlen eines günstigeren SC-Pendants ein neues Level an Bauernfängerei betreibt oder, so wäre dieses vorhanden und die Limitierungshöhe der HCs dementsprechend nach unten angepasst, es sich dabei wiederum, um eine echte Limitierung im PANINIschem Sinne handelt, bleibt schlussendlich eine Frage der Definition.

      Zumal es andere Verlage, nehmen wir hier als Beispiel mal Panini :D, sehr ähnlich, eigentlich sogar keinen Deut anders handhaben, zumindest gehandhabt haben – siehe „History of Violence“, „Battler Britton“, die Neuauflage des schon stark verbreiteten „DKR“, „Die Abenteuer von Conan“ etc. Denn ob jetzt 1000 oder 1200 Exemplare ist doch wumpe, da beißt die Maus kein Faden ab. Und genau deshalb fand ich - und finde auch immer noch - Bubis öffentlichen Vorwurf der „Scheinlimitierung“ irgendwie...naja...scheinheilig. :D
    • AHa schrieb:

      Popcom setzt jetzt bsw. auf eine günstige Digital Version bei US Titeln hier EI8HT von Rafael Albuquerque Orignal bei Dark Horse erschienen
      Vielleicht kommt bei Erfolg und Nachfrage ja auch noch eine Printversion :
      comicforum.de/showthread.php?1…%29&p=5066421#post5066421

      Vielleicht ja auch eine Lösung für zukünftige Risikoprojekte bei Panini oder abgebrochene Serien wie z:B SEX
      1 US-Heft a 2,99. Da die Serie 5 Hefte hatte, ist man aufsummiert auch digital wieder bei einem ganz normalen Preis.
      "He had this disease, called, um, Wisenheimers, I think. You know, where your brain cells run out into your pee."
    • Schade, daß es einen Nebendiskussionsschauplatz gibt, aber da ich ja explizit ("scheinheilig") angesprochen werde, will ich mal was ergänzen für die, die das damals nicht mitbekommen haben. Meiner Erinnerung nach ging es um das Thor-Erlangen-Special und dann nachgeschoben um einen (Alien?)-Comic von Crosscult. Ich erkläre gerne nochmal, was ich gemeint habe: Wenn wir einen Thor auf 999 limitieren, dann gehen wir von einem Ausverkauf aus. In diesem Fall haben wir dann sicherlich potentielle Verkäufe durch die Limitierung verpaßt, aber aus Marketing- und Sammlersicht etwas richtig gemacht (wie auch bei den diversen Hardcovern von DC Premium/Marvel Exklusiv, die teilweise in der Erstauslieferungswoche ausverkaufen) - und ja, das ist durchaus so kalkuliert! Verkaufen wir ihn nicht aus (war hier der Fall), haben wir dreimal "Mööp" gemacht. Trotzdem ist das eine Limitierung (weshalb wir Reste auch vernichten). In einer Auswertung im Paperback läge nämlich der theoretische/praktische Käuferkreis bei einem Faktor von mindestens 4, von einer Heftauswertung gar nicht zu sprechen. Wenn ich darf, nehme ich jetzt Dich, Jano, als Gegenbeispiel (was Du ja selber schon gebracht hast): Wenn der normale Auflagenhöhenkreis zwischen 1.000 und 1.500 liegt, dann ist eine Limitierung auf 1.200 was? Im Prinzip nur eine Aussage, keine zweite Auflage zu fahren. Das war's. Und ob "Thor" exklusiv oder ein "DK" parallel (wo eine Begrenzung auf 1.500 immer noch eine starke Limitierung darstellt angesichts der regulären Paperbackverkäufe) - darum ging es mir: Den Unterschied zwischen einer regulären Auswertungsmöglichkeit und der Sammlerauflage. Nicht mehr, nicht weniger.
    • Wo bitte geht’s zum Hauptkriegsplatz, wollt dort ja auch noch mal vorbeischauen. :D

      Mich überzeugt deine Argumentation übrigens immer noch wenig, da

      a) nicht auf andere, unbekanntere Titel, wie etwa „Battler Britton“, History of Violence“ übertragbar
      b) du nicht zwischen dem eigentlichen Inhalt und dem finalen Produkt differenzierst (und eine Limitierung eben Produkt- und nicht Inhaltsbezogen ist)
      c) die erhöhte Preisgestaltung vollkommen außen vorgelassen wird.

      Dass sich der gleiche Inhalt (Thor) als komplett anderes Produkt (Heft Special) zu einem Bruchteil des Preises (6,- statt 20,-) um ein vielfaches häufiger verkaufen lässt, sollte wohl einleuchtend sein – ist ja auch ein völlig anderes „Gesamtpaket“. :D
    • a) Battler Britton als Garth Ennis-Titel im Paperback wären wir sicherlich mit eher 3.000+ rangegangen. History of Violence war ein Fehler, denn als Paperback hätte er eine längere Laufzeit gehabt.
      b) tue ich durchaus.
      c) Battler Britton mit 999 Stück im Albenformat ist zum Beispiel annähernd vergleichbar mit Tex. Gleicher Preis, Tex hat aber eine deutlich höhere Auflage. Warum wir den Battler dann auf 29,99 € gesetzt hatten? Weil wir von einem schnellen Ausverkauf ausgegangen sind, die Herstellkosten (u.a. Lizenz/Übersetzung) anders und noch das Variant mit von beiden signiertem Druck hatten, das sofort ausverkauft war. Quasi das Limitierte zum Limitierten. Ich finde bei diesem Band in der Gesamtbetrachtung von Produkt und Inhalt daher keinen überhöhten Preis. Bei Thor? Ja, der ist natürlich teurer als wenn er mit einer vierfach höheren Auflage daherkommt. Das ist wohl logisch. Aber bitte nicht unterschlagen, daß das 96 Seiten waren, als Sonderband und Thema Thor also wohl mit 12,99 € zu Buche schlagen würde. In der aufgelegten limitierten Fassung mit 19 € also rechnerisch etwa 50 % teurer, aber angesichts der Auflage und Besuch des Künstlers meiner Meinung nach vertretbar. Zumal er nicht ausverkauft war und dadurch für uns teuer (was Konsumenten aber schnurzpiepegal sein kann). Aber das wäre ja bereits eine weitere, andere Diskussion. Denn bisher ging es um Limitierungseinstufungen, ob etwas limitiert ist, wenn es praktisch der normalen Auflagenhöhe entspricht oder das eher nicht so ist. Aber auch hier nochmal: Ist mir völlig wurscht, wer was wie warum limitiert. Wenn Panini limitiert, sollte es bedeuten, daß wir die Zugkraft des Titels höher einschätzen als es der Auflagenhöhe entspricht. Denn damit wollen wir den Sammlermarkt bedienen, der uns auch wichtig ist. Ja, klappt nicht immer. Gerade bei Messespecials kommt das vor. Die Alternativ ist, darauf zu verzichten. Wäre auch schade, oder?
      Und vielleicht könnt Ihr jetzt zurück zum Thema gehen. Denn wir beide kommen hier einander nicht näher, denke ich.
    • Joe Ker schrieb:

      Bubi schrieb:


      549 b - Über: Meine alte Antwort muß wohl revidiert werden, sieht danach aus, dass wir es bald bringen.
      Das ist doch jetzt ein Aprilscherz von dir 8| aber wir haben gar nicht April. 8|

      Also heißt das wenn über einen längeren Zeitraum so um die 3-5 User nach einer Serie hier fragen, dann hebt sich langsam der Daumen. Oder wie soll ich das plötzliche Umschwenken innerhalb von nur 4 Monaten deuten?
      Solltet ihr wirklich Uber bringen, ich kaufs! Die Us Bände sind bisher nämlich über(!)raus Preisstabil :(
















      Kann mal einer bitte nach Warren Ellis' Trees fragen :P :whistling:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joe Kerr ()