LaLes DC Dark Re-Read

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    • Ich bin mit dem 5. Block durch und habe zu jedem Trade einen Beitrag in Kladde geschrieben. Ich komme aktuell nur leider nicht dazu das Ganze in Reinform zu bringen und mag deshalb auch keinen Termin für die Fortsetzung rausposaunen.

      Das gewünschte Zwischenfazit zum 1. Block wird es aber wohl nicht geben, zumindest nicht in der Ausführlichkeit wie ich mir das mal vorgestellt habe. Zu den Gründen dann beizeiten mehr.

      Die Nummer mit den internen Links ist natürlich :cursing: .


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


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    • Ich krieg demnächst die letzten beiden JL-D Bände und den Phantom Stranger :D
      Es fehtl immer noch so viel :/
      You know, the very powerful and the very stupid have one thing in common:
      they don't alter their views to fit the facts;
      they alter the facts to fit their views.”

      __________

      "Als sie die kreischende Frau von mir wegzerrten, verstand ich plötzlich, was Wahnsinn wirklich ist. Es bedeutet, an eine realität zu glauben, an die sonst Niemand glaubt und so zu handeln als ob es keine Andere gäbe."
    • So, nachdem eine ganze Zeit ins Land gezogen ist, will ich den ersten Block meines Re-Reads mit einem kurzen Fazit zum Abschluss bringen bevor es endlich mit dem zweiten weitergeht. Das allerdings erst nächste Woche (hat dann doch nicht so lange gedauert) und bis dahin hoffe ich, alle internen Links repariert zu haben.

      Andi hatte ja den Wunsch eines persönlichen Rankings geäußert und obwohl ich mich damit echt schwer tat, will ich das gerne versuchen. Die Origins lasse ich dabei mal außen vor und schreibe zu jeder Serie eine (ganz) knappe Zusammenfassung meiner persönliche Meinung nebst Bewertung ( :) = ganzer Punkt, :| = halber Punkt). Daraus soll sich dann am Ende ein Ranking mit einem Gesamtfazit zum ersten Block ergeben. Los geht´s.

      DC Universe Presents Vol. 1: Deadman & Challengers of the Unknown

      Deadmans Origin hatte einiges Potenzial und ließ viel davon liegen bzw. rückte teils hanebüchene Handlungselemente gerade gegen Ende hin zu sehr in den Vordergrund. Ohne wirklich schlecht zu sein konnte mich die Geschichte nur streckenweise überzeugen.

      :) :) :)

      Die Challengers of the Unknown waren für mich in jeder Hinsicht durchschnittlich und bleiben wohl unvollendet. Da macht DC mit der Dark Matter Line hoffentlich mehr draus. Hier langt es nur für

      :) :) :|

      Justice League Dark #1 - Im Dunkeln

      Der Grundplot hat in der Tat eine ganz große Schwachstelle. Die kann ich aber ignorieren, weil für mich ansonsten fast alles an diesem Serienauftakt stimmte. Starke und teilweise stark charakterisierte Protagonisten treffen auf herrlich Schräges und Mystisches. Die Zeichnungen finde ich super. Das sind für mich glatte

      :) :) :) :)

      Ich, der Vampir #1 - Tainted Love

      Für mich die größte Überraschung zum Start der Dark-Sparte. Optisch überragend (das Traumduo Lemire und Sorrentino lässt mich ernsthaft überlegen noch bei Old Man Logan einzusteigen) weiß auch die Story zu gefallen und ist meilenweit von jeglichem Blutsauger-Kitsch entfernt.

      :) :) :) :) :)

      Animal Man #1 - Die Jagd

      Im Vorfeld hoch gelobt und von mir mit der höchsten Erwartungshaltung herbeigesehnt, konnte mich die Serie vom Start weg begeistern. Ganz großes Kino mit perfektem Horror-Look von Travel Foreman. Ein moderner Klassiker.

      :) :) :) :) :)

      Swamp Thing #1 - Die Auferstehung der Toten

      Der Auftakt stand dem von Animal Man kaum nach und neben der Story begeisterte vor Allem Yanick Paquette, den ich richtig klasse finde (Wonder Woman Erde Eins!!!). Auch hierfür gibt es von mir

      :) :) :) :) :)

      Superagent Frankenstein #1 - Der Monsterkrieg

      Lemire kann auch Trash pur und erinnert dabei durchaus an Mignolas Hellboy. Dafür verbrät er alle nur denkbaren Klischees, versteckt viele Anspielungen und macht deutlich, dass sich die Serie nicht im Ansatz ernst nimmt. Die Zeichnungen passen dazu. Für mich überraschende

      :) :) :) :)

      Demon Knights 1 - Sieben gegen die Finsternis

      Da hat sich der Autor gut inspirieren lassen und einen klassischen Plot in das Mittelalter des neuen DCU übertragen. Die Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, die auch noch teils gut charakterisiert werden, überzeugte mich genauso wie der Humor. Die Zeichnungen fand ich richtig gut.

      :) :) :) :)

      Resurrection Man Vol. 1 - Dead Again

      Die Geschichte eines hierzulande eher unbekannten Charakters wird temporeich erzählt und weiß mit durchaus guten Zeichnungen auch optisch zu überzeugen. Ich hätte mich vermutlich sehr viel leichter mit dem Band getan, läge der auf Deutsch vor. So musste ich mich im Sinne dieses Threads tatsächlich in das Abenteuer US-Trade wagen. Die Verständnisprobleme hielten sich dann aber arg in Grenzen und ich fühlte mich ganz gut unterhalten. An die Dark-Serien, die panini nach Deutschland brachte kommt diese allerdings nicht ganz heran.

      :) :) :) :|

      Damit ergibt sich folgendes persönliches Ranking für den ersten Block:
      1. Animal Man
      2. Swamp Thing
      3. Ich, der Vampir
      4. Justice League Dark
      5. Superagent Frankenstein
      6. Demon Knights
      7. Resurrection Man
      8. Deadman
      9. Challengers of the Unknown
      Kurzes Zwischenfazit:

      Mit dem Start der New 52 habe ich einiges an Serien ausprobiert, die nichts mit Batman oder Superman (die ließ ich komplett außen vor) zu tun haben. Abgesehen von Titeln, die ein "Justice League" im Titel führen und Erde 2, blieb nach diesem Vorfühlen nichts mehr übrig, das sich nicht in der Dark-Sparte abspielte. Aquaman, Flash, Green Lantern, Hawkman, Legion der Superhelden, Red Lanterns, Suicide Squad und Wonder Woman fielen hinten runter. Nur die Amazone, deren erster Band mir durchaus gefallen hatte, holte ich später dank anhaltend guter Kritiken nach.

      Aus der Dark-Sparte hatte ich eigentlich nur Animal Man, Justice League Dark und Swamp Thing antesten wollen. Die guten bis sehr guten Eindrücke - speziell zu Ich, der Vampir - haben dann dafür gesorgt, dass ich alles geholt habe, was die Paninis aus der Dark-Sparte brachten. Den Rest kaufte ich für diesen Thread nach. Im Nachhinein habe ich die Entscheidung zugunsten der Dark-Sparte nicht bereut, wurde ich doch mit vielen tollen Veröffentlichungen belohnt, wie auch die von mir vergebenen Punkte zeigen dürften.

      Reading Order


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    • Resurrection Man Vol. 2 - A Matter of Death and Life
      (enthält US-Resurrection Man 0, 8-12, Suicide Squad 9)




      Autoren: Dan Abnett & Andy Lanning, Adam Glass (Suicide Squad 9)
      Zeichner: Jesus Saiz (0, 9-11), Fernando Dagnino (8, Suicide Squad 9), Ramon Bachs (0), Javier Pina (12)

      Wie zum ersten Trade fasse ich die Handlung mangels Spoilerthreads mal etwas ausführlicher zusammen.

      Spoiler anzeigen
      Mitch Shelleys Versuch mehr über seine Vergangenheit herauszufinden endet vorerst in einem Fiasko. In Metropolis wird er von Kim Rebecki, die über die gabe der Psychometrie verfügt, und den Nekromanten Butcher aufgespürt. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Letzterem tritt die Suicide Squad auf den Plan und stellt Shelley kalt.

      Das hält jedoch nicht für lange an und Amanda Waller "vergass" wohl ihre Leute über die Fähigkeiten des Resurrection Man zu informieren. Zu allem Überfluss treten erneut die Body Doubles auf den Plan und im Verlauf der sich anschließenden Auseinandersetzung zwischen beiden Interessengruppen kann sich Shelley absetzen. So muss sich Wallers Squad mit einer "DNA-Probe" Shelleys zufrieden geben.

      Auf sich allein gestellt, versucht das Duo Shelley/Rebecki mehr über die Vergangenheit des Resurrection Man herauszufinden. In einem geheimen Labor findet sich eine Spur zu Darryl, dem Transhuman. Bevor sie dieser nachgehen können, taucht Suriel mit Verstärkung auf um Shelleys endlosen Zyklus von Sterben und Auferstehen endgültig zu beenden. Da greift die Hölle mit einem ihrer Repräsentanten ein und Shelley erhält eine Wochenfrist um das Geheimnis um seine Vergangenheit zu lüften. Danach muss er seinen Platz in Himmel oder Hölle einnehmen.

      Im Anschluss an diese Vereinbarung sucht Shelley das Hauptquartier von The Lab auf, wohin ihn die Spur zu Darryl führt. Dort gerät er in eine Falle Direktor Hookers, der multiple Tests an ihm vornehmen lässt. Er will ergründen warum die Tektiten in Shelleys Körper spezielle Fähigkeiten entwickelt haben, die über die der Tektiten in seinem Körper hinausgehen. Die lassen ihn zwar nicht sterben, verfügen jedoch über keinerlei Heilkräfte weshalb Hooker einer wandelnden Leiche gleicht.

      Darryl kann seinen Freund aus der Testreihe befreien und so kommt es zur finalen Auseinandersetzung mit dem Leiter von The Lab. Bei diesem handelt es sich um das Original Mitch Shelleys, das vor fünf Jahren während eines Einsatzes einen Arm verlor. Aus diesem Körperglied entstand eine Kopie ohne Erinnerungen. Die Kopie schlägt das Original und Suriel erhält dessen Seele. Die Kopie steht nun hingegen in Diensten des Dämons, der den ein oder anderen Plan mit ihr hat.


      Das war sie nun, die recht kurzzeitige Wiederbelebung des Resurrection Man. Diese bot einen, wie ich finde, durchaus gelungenen Mix aus Black Ops und Übernatürlichem, wobei letzterer Part gerade erst so richtig aus den Startlöchern kommen wollte. So bleibt offen was genau die Seele Mitch Shelleys bzw. seines "Arm-Klons" so wertvoll macht. Wie mir überhaupt das Konzept Seele in der Serie recht unverständlich bleibt. Unklar bleiben auch die Motivlage des Dämons und seine weiteren Pläne mit Shelley. Völlig im Dunklen tappe ich auch noch bei der Identität des geheimnisvollen Angreifers, der Shelley seinerzeit die Tektiten spritzte aus denen dieser dann das Serum herstellen ließ, das ihm, Hooker und den Body Doubles verabreicht wurde.

      Unterm Strich hinterlässt die Serie bei mir einen ganz guten Eindruck und deutsche Ausgaben (zwei Sonderbände oder einen Megaband) hätte ich gekauft. Für den klassischen Superheldenleser ist die Serie aber möglicherweise nichts.

      Randnotizen
      Gast- bzw. Cameoauftritte haben The Butcher, die Suicide Squad, die Justice League, Darkseid und Deathstroke.
      Todesarten sind Messerstiche, Kopfschüsse, Zerstückeln, Sturz aus ungesunder Höhe und ein Dasein als Versuchskaninchen.
      Erhaltene Superkräfte habe ich wie folgt identifiziert: Elektromagnetismus, Körper aus Flüssigmetall und Lava, Schattenmanipulation, Photonenstrahl und telekinetische Energiestöße.

      Link Section

      Setzt die Handlung fort aus Resurrection Man Vol. 1: Dead Again

      Hier geht es zur spärlich geratenen Vorschau (Leseprobe kann man das leider nicht nennen).

      Reading Order


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    • Ich habe jetzt mal versucht sämtliche Links zu reparieren. Sollte euch noch einer auffallen, der nicht funktioniert oder zum falschen Ziel führt, dann gebt mir kurz Bescheid.


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    • Ich, der Vampir #2 - Die Vampire erheben sich
      (enthält US-I, Vampire 7-12, US-Justice League Dark 7-8)




      Autoren: Joshua Hale Fialkov (Ich, der Vampir) und Peter Milligan (Justice League Dark)
      Zeichner: Andrea Sorrentino (Ich, der Vampir)und David Sampere (Justice League Dark)

      Den ursprünglichen Spoilerthread gibt es hier. Ich fasse mal kurz wie folgt zusammen:

      Spoiler anzeigen
      Cain, der Vater der Vampire, erwacht und während Andrew Bennets Gefährten gemeinsam mit der Bat-Family versuchen Gotham City vor einer Vampir-Armee zu retten, bemühen sich Constantine und Deadman darum, Bennett aus dem Zwischenreich zurückzuholen. Mit vereinten Kräften und massiver Hilfe übergeordneter Kräfte gelingt es dem auferstandenen Bennett ein ungeheures magisches Potenzial auf sich zu vereinen und die Armee unter seinen Befehl zu bringen.

      Nach dem Rückzug der Vampire versucht Bennett mit diesen in Utah eine Enklave zu errichten und mit den Erzfeinden, den Van Helsings, ein Friedensabkommen zu schließen. Die sehen allerdings ihre Chance gekommen, einen Großteil der auf engstem Raum versammelten Vampirpopulation auf einen Schlag zu vernichten. Als der Konflikt eskaliert greift die Stormwatch ein und Andrew Bennett sieht sich gezwungen alle anwesenden Vampire von ihrem Dasein als Blutsauger zu erlösen. Speziell für ihn bleibt dies aber nicht folgenlos...


      Die Serie bleibt nach dem starken Auftakt auf konstant hohem Niveau und setzt die Handlung des ersten Sammelbandes wunderbar fort. Das Crossover mit der Justice League Dark überzeugt inhaltlich. Die JLD-Ausgaben passen optisch aber leider so gar nicht zum Sorrentino-Stil.

      Die Van Helsings bringen ein trashiges Element mit rein ohne dabei albern zu wirken. Der Dialog zwischen ihrem Anführer und Professor Troughton über Moralischen Objektivismus fand ich ziemlich gelungen und als die Sprache auf weitere Ziele kam, die man angehen wolle, wenn man mit den Vampiren fertig ist, wurde es richtig interessant. Ich, der Vampir bleibt auch mit diesem Sammelband die für mich größte positive Überraschung der New52.

      Randnotizen
      Seinen letzten mir bekannten Auftritt hatte Shade, der in der US-Nr. 8 der JLD den Rücken kehrt. So richtig ins Team zu passen schien er mir aber auch nicht.
      Dass die Serie bei aller Eigenständigkeit nicht losgelöst vom Rest des DCU geschrieben wird und nach der Bat-Family nun auch die JLD und die Stormwatch auftreten, finde ich absolut schlüssig.

      Link Section
      Setzt die Handlung fort aus Justice League Dark #1 - Im Dunkeln und Ich, der Vampir #1 - Tainted Love

      Wird fortgesetzt in Justice League Dark #2 - Die Bücher der Magie und Ich, der Vampir #3 - Böses Blut.

      Hier geht es zur Leseprobe.

      Reading Order


      Die Katze grinste.
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    • I Vampire gehört für mich immernoch zu einen Highlight der Dark Serien,

      Das zwanghafte einfühgen des restlichen DCverse ist meier Meinung nach aber immernoch ein Fehler gewesen die JLD passte natürlich gut dazu, Stormwach wurde auch noch passen in die Story eingebaut wobei ihr Auftauchen nicht zwingend nötig gewesen wäre. Batman Auftauchen hingegen kamm mir einfach nur die Fanservice vor war nett aber wirklich sinnvoll fand ich es nicht.
    • Das sehe ich ähnlich. Batman hätte nicht zwingend sein müssen. Aber Vampire und Fledermäuse passen ja ganz gut und welchen stimmungsvolleren Handlungsort als Gotham kann es für Blutsauger geben? ;)
      Die JLD als magische Superheldentruppe musste bei dem Bedrohungspotenzial allerdings genauso mitmischen wie die Stormwatch (wenn auch nur wegen des Autors und dem, was die Demon Knights mit Cain an gemeinsamer Geschichte haben - dazu aber ein andermal mehr).


      Die Katze grinste.
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    • LaLe schrieb:

      Das war sie jetzt also, die längere Version der ersten Seiten von Deadmans Secret Origin und diese erzählt die Geschichte wie Boston Brand zum Deadman wurde und sich in seiner neuen Existenz von den Fesseln einer Quasi-Gottheit befreit.

      Das Ganze wird nicht schlecht erzählt aber wenn ich ehrlich sein soll, dann hat mich Jenkins hier nicht wirklich packen können. Entweder fehlt an der ein oder anderen Stelle der letzte Kick oder für mich Überflüssiges zerstört den ansonsten guten Gesamteindruck. Als Beispiel für Ersteres würde ich das Gespräch mit dem Sohn des Morgens anführen, das man optisch sehr viel surrealer hätte inszenieren können. An der Stelle ist dann aber Bernard Chang vielleicht nicht der richtige Mann, der ansonsten einen soliden Job abliefert. Ein Beispiel für Letzteres wäre dann die IMO "bescheuerte" Rahmenhandlung um den Kriegsveteranen, die ihr Attribut spätestens dann verdient, wenn dieser im Alleingang eine Terrorgruppe hochnimmt. Das war mir too much und zerstörte den ansonsten guten Eindruck von einer Serie, die sich in durchaus positiver Weise auch philosophischen Fragen widmete. Ob die Antworten darauf befriedigen sei mal dahingestellt.

      So bleibt unter dem Strich ein durchschnittlich geratener Arc, den ich weder dem Freund des Superhelden-Mainstream noch dem eher anspruchsvolleren Leser empfehlen möchte. Wer wie andi aber gerne etwas aktuelles von seinem seiner Lieblingshelden lesen will, der darf bedenkenlos zugreifen. Einen deutschen Sammelband mit diesen Ausgaben nebst Secret Origin und den Seiten der Nullnummer hätte ich ziemlich sicher gekauft und nicht wieder versetzt.
      Ja halli hallöchen, ich hab jetzt das Meiste zusammen und geb dann mal Stück für Stück meinen Senf hier dazu, wenns recht is :D

      Habe die Secret Origin ausgelassen und startete gleich mit Deadman/Challengers of the unknown.

      Deadman war in der Tat die erste Solo Geschichte von Boston Brand die ich bis jetzt lesen durfte und es kam mir vor wie die Blaupause einer Origin bzw. einer Sinnfindungs Story.
      Das ist ja nun erst mal nichts schlechtes, kommt immer drauf an wie es verpackt wird.
      Hier wurde das ziemlich gut bewerkstelligt, finde ich. Ich selbst hatte erst einmal überhaupt keinen Plan was abgeht, brauchte ne Weile bis ich mich in die Welt eingefunden hatte. An all die seltsamen Figuren die Vorgestellt wurden, wie der Sohn oder die Bibliothekarin, wurde man irgendwie nicht besonders herangeführt haben aber im Verlauf ihres (kurzen) Erscheinens einen klaren Nutzen zugeschrieben bekommen und haben, zumindest mir, Lust gemacht sie irgendwann evtl noch einmal wieder zusehen.
      Die Rahmenhandlung um den Veteran war natürlich nur Mittel zum Zweck, mich hat jedoch die Terroristenszene jetzt nicht unbedingt aus dem Lesefluss geholt. Das war mehr so ein "Aha sowas kann Deadman also auch" -Moment.

      Die Frage und Antwort - Findung war hier schon mein Highlight muss ich sagen, zwar waren die Antworten wie erwartet eher ernüchternd, allerdings von einem esotherischen Standpunkt aus betrachtet trafen sie wohl schon ins Schwarze. Kurz danach, als Deadman dann mit Rama neu verhandelt hat, zähle ich auch zu meinen Lieblingsmomenten hier, einfach aus dem Grund weil Boston schafft die Gottheit völlig ausszuspielen und ahnungslos dastehen zu lassen. Fand ich persönlich schlüssig auf den Punkt.

      Gespickt mit einer Note trockenem Sarkassmus und Witz gabs zwischendrin immer mal wieder was zu schmunzeln und der Band schaffte es nachdem ich ihn zu ende las, dass ich ihn gleich noch einmal lesen wollte,


      jedoch kam dann ja gleich die


      Challengers of the unknown

      LaLe schrieb:

      Die Geschichte ist - erwartungsgemäß muss man sagen - etwas weird und wird wohl unvollendet bleiben. Zumindest wäre mir nicht bekannt, dass dieser Faden im Zuge des Convergence-Events, das ich hinsichtlich der Tie-Ins aber auch nur rudimentär kenne, aufgegriffen wurde. Ich fand die Story ganz passabel ohne dass sie mich vom Hocker riss. Den Hintergrund mit der Reality-Show brauchte ich beispielsweise nicht.

      Die Zeichnungen waren bestenfalls Durchschnitt und rissen nichts raus. Da mache ich mal einen Haken dran.
      Jau also das kann ich so schon unterschreiben. Das Ding las sich irgendwie wie eine Folge "Outer Limits" oder so was. Oder wie der Pilot dazu. Die Reality Show war wohl nur Mittel zum Zweck die Geschichte in die Neuzeit zu holen, könnte ich mir vorstellen.
      Naja ansonsten ganz nett das Nanda Parbatt aufgetaucht is, aber das wars im Grunde auch :D
      Wird man schnell wieder vergessen.
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    • Schön, dass du jetzt auch richtig mitmischst. :D
      Was hast du dir denn aus der Reading Order alles besorgt bzw. was nicht?

      Deadman kann einem gefallen, ich eckte für eine uneingeschränkte Empfehlung aber einfach zu oft an.

      Was das Reality-Format bei den Challengers angeht, ist das wohl recht eng an der klassischen Origin angelehnt. Wusste ich damals aber auch noch nicht.


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    • LaLe schrieb:

      Schön, dass du jetzt auch richtig mitmischst. :D
      Was hast du dir denn aus der Reading Order alles besorgt bzw. was nicht?

      Deadman kann einem gefallen, ich eckte für eine uneingeschränkte Empfehlung aber einfach zu oft an.

      Was das Reality-Format bei den Challengers angeht, ist das wohl recht eng an der klassischen Origin angelehnt. Wusste ich damals aber auch noch nicht.
      Find ich auch :D werden zum Großteil 1st-reads sein. Aber selbst das was ich schon mal gelesen habe, ist ja schon ein weilchen her. Ich freu mich.

      bis jetzt hab ich die Demon Knights und die secret origins weggelassen und dabei wirds denke ich auch bleiben, es sei denn im Verlauf des Threads packt es mich bei den Knights noch mal.
      Sword of Sorcery fehlt noch, da hab ich allerdings so viel gutes drüber gelesen dass ich überleg den noch zu holen.
      Klarion - The new Witch in Town und Trinity of Sin: The Wages of Sin fehlen noch sowie alles aus dem Block 8.

      Ansonsten bin ich erst mal gut aufgestellt, Forever Evil hab ich alles hier noch zum Großteil ungelesen rumstehen.
      Ein Problem hab ich noch, ich hab zwar die JL-Trades bis zur 9 hier stehen, allerdings auch noch nicht gelesen. Prinzipiell müsste ich dann ja wenn es auf den Trinity war und forever evil zugeht, das erst mal einschieben um an den Punkt zu kommen dass ich das event wie in der reading order angegeben lesen kann :kratz:

      schaun wir mal :lesen:
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    • Bis zum Trinity War ist ja noch ein bisschen hin und Sword of Sorcery kann ich nur empfehlen. Da versteht man das ein oder andere lose Ende bei der Justice League Dark sehr viel besser und vor allem die "Spannungen" zwischen Constantine und Lady Amethyst in Futures End erklären sich. Zumindest kann man sich dann vorstellen was da passiert ist.

      Die Secret Origins kannst du bedenkenlos weglassen.

      Mir fehlen nur noch Klarion, Doctor Fate #3 und DC Universe presents #0. Letzteres werde ich wohl weglassen, da dort nur wenige Seiten (4?) zu Deadman drin sein sollen.


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    • Animal Man #2 - Tier gegen Mensch
      (enthält US-Animal Man 7-11 und US-Animal Man Annual 1)




      Autor: Jeff Lemire
      Zeichner: Steve Pugh, Travel Foreman, Timothy Green II und Alberto Ponticelli

      Den ursprünglichen Spoilerthread gibt es hier. Ich fasse mal kurz wie folgt zusammen:

      Spoiler anzeigen
      Die Bakers sind weiter auf der Flucht vor den Agenten der Fäule und werden von einem der Jäger gestellt. Während die Familie weiter flieht nimmt Buddy Baker den Kampf auf und unterliegt. Während der Jäger seinen Körper übernimmt und den Bakers weiter folgt, tritt Buddy vor die Totems, die ihm einen neuen Körper zur Verfügung stellen. Als Animal Man kehrt er zurück und kann den Jäger in einem zweiten Anlauf besiegen.


      Damit ist die Serie an dem Punkt angelangt, wo es in das Rotworld-Crossover mit Swamp Thing übergeht. Die Geschichte setzt nahtlos die Handlung des ersten Bandes fort und begeisterte mich gleich in mehrfacher Hinsicht.

      Die Welt des Rot, die vom jeweiligen Avatar in ihrer Gestaltung geprägt wird, verwandelt sich in eine Märchenwelt mit allerdings arg gewöhnungsbedürftiger Optik. Mich erinnerte es hier schon leicht an Gaimans Sandman, speziell die Geschichte "Über das Meer zur See". In einem späteren Band soll das aber noch viel offensichtlicher werden. Eingeführt wird hier der Hirte, der "Butterbäcker" ein treuer Begleiter im Rot wird.

      Das Machtpotenzial Maxines wird mehr als nur angedeutet. Als ihr Körper von Tieren zerfleischt wird, wechselt sie in den eines Fuchses und gestaltet diesen nach Belieben neu. Damit ist Schwänchen quasi unsterblich. Gerne kommentiert sie das dann in dieser Weise "Alles okay, Mami. Ich hab nur meinen Körper verlassen und mir einen neuen gemacht."

      Und dann gibt es immer wieder schöne Verweise auf den Morrison-Run, wie z. B. diese Aussage Buddys "Dann wurde es bizarr ... ich trat vor meinen Schöpfer ... und er war ein komischer, magerer Schotte, der behauptete, ich wär ´ne Figur in einem Comic. Echt, Leute. Ungelogen."
      Es fehlen natürlich auch nicht die "Außerirdischen", die hier hier als königliche Schneider der Totems auftreten und Buddy einen neuen Körper "schneidern".

      Die vielen Zeichnerwechsel fallen natürlich auf. Speziell das Annual, das die ältere Geschichte eines Kampfes gegen die Fäule schildert, zu dem sich die damaligen Avatare von Rot und Grün verbündeten, kommt optisch gänzlich anders rüber. Wirklich störend fand ich das aber nicht, passen die Zeichenstile irgendwie alle gut zur Serie.

      Wem Animal Man an diesem Punkt angelangt noch immer nicht gefällt, dem kann nicht mehr geholfen werden. Die Serie ist, und da greife ich einem Spartenfazit schon mal vor, so ziemlich das Beste was DC in diesem Jahrtausend veröffentlicht hat. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

      Link Section
      Setzt die Handlung fort aus Animal Man #1 - Die Jagd

      Die Handlung wird mit dem Prolog zu Rotworld fortgesetzt in Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule

      Hier geht es zur Leseprobe.

      Reading Order


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


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    • Justice League Dark #1 - Im Dunkeln

      LaLe schrieb:

      Dieser Serienauftakt hat mir bei allen Wirrnissen durchaus Spaß gemacht., Neben bekannten Figuren wie Zatanna, Deadman und Constantine tauchen auch Namen wie Shade und Mindwarp auf und so brachte Madame Xanadu ein spannend zusammengesetztes Team wider Willen an den Start. Das hierfür gewählte Mittel und noch mehr dessen Folgen fand ich jedoch ziemlich krass (wie viele Tote waren das noch gleich?) und hätte eigentlich andere Helden auf den Plan rufen müssen. Aber auch den Rest der magischen Truppe kann Madame X mit Andeutungen über finstere Zukünfte recht leicht besänftigen. Das ist für mich der eine Schwachpunkt des Arcs, der ansonsten auf sehr unterhaltsame Art und Weise herrlich Schräges (Zähne bearbeiten die Justice League, Kühe gebären Aufschnittmaschinen, die Sphinx entwickelt mächtigen Appetit, etc.), tiefere Einblicke in das Seelenleben der Protagonisten (Deadman und Shade) und eine verblüffend einfache Lösung für die Krise (Hänsel und Gretel...) verbindet. Durchaus unterhaltsam sind auch die Animositäten der Teammitglieder untereinander. Da kann keiner mit irgendwem.


      Die Zeichnungen gefallen hinsichtlich ihrer Klarheit und die insgesamt düster wirkende Farbgebung passt wunderbar zur Handlung und dem Serientitel. Kritik würde ich lediglich an den mitunter gekünstelt wirkenden Gesichtsausdrücken üben wollen, die stellenweise wie in einem Barbiefilm auf mich wirkten. Da sind wir aber auf ganz hohem Niveau am Jammern.

      Auch hier kann ich prinzipiell nichts außer Zustimmung verlauten lassen.

      Es ist, in einem Wort, wunderschön. Die Zeichnungen alleine ziehen mich so stark in ihren Bann (pun intended) ich könnte ewig auf die Panels starren und hätte mich doch noch nicht satt gesehen. Die Story lässt sich ja mehr oder weniger in einem Satz zusammen fassen, is aber auch nicht schlimm, finde ich. Für mich glänzt der Band eindeutig durch das Artwork. Bin ein sehr visueller Typ und das war einfach orgasmisch für meine Augen :D.

      War nicht das erste mal dass ich den Band gelesen habe, die ersten 6 Bände der JLD hatte ich mir vor 2 Jahren oder so schon einmal zu Gemüte geführt, was ich jedoch anmerken muss ist, dass ich jetzt mit den Namen und verweisen innerhalb der Geschichte besser zurecht komme als damals noch. Es is eben doch einiges hängen geblieben, sodass ich mich doch etwas besser auf das Geschehen konzentrieren konnte ohne mich die ganze Zeit zu fragen: "Hä?"

      Es wirkt einfach so als ob man die Effekte der Zauberei und der Magie als zweite "Schicht" über den normalen Comic gelegt hat. So voller Leuchtkraft und Intensität es ist ne wahre Freude :D
      Dazu steckt der Band voller Momentaufnahmen die ich mir sofort als Poster ins Zimmer hängen würde.

      Man merkt ich bin sehr froh dass ich das Ding noch mal gelesen habe :D großes Kino, finde ich.

      Freu mich auf mehr!
      You know, the very powerful and the very stupid have one thing in common:
      they don't alter their views to fit the facts;
      they alter the facts to fit their views.”

      __________

      "Als sie die kreischende Frau von mir wegzerrten, verstand ich plötzlich, was Wahnsinn wirklich ist. Es bedeutet, an eine realität zu glauben, an die sonst Niemand glaubt und so zu handeln als ob es keine Andere gäbe."
    • LaLe schrieb:

      Ich, der Vampir #1 - Tainted Love
      (enthält US-I, Vampire 1-6)
      Mit dieser Serie bekamen Vampire ihren festen und durchaus prominenten Platz innerhalb des DCU. Und obwohl die schwierige Beziehung zwischen Andrew und Mary der Treibstoff ist, der die Geschichte vorantreibt, bewegt sich diese fernab jeglicher Düsterromantik. Dieses Vorspiel zum Aufstand der Vampire macht von vornherein deutlich, dass die Serie vor Allem auch blutig und brutal ist, einen gehörigen Horroreinschlag aufweist, der über wohlige Schauer hinausgeht und mit schmusigen Vampiren so gar nichts zu tun hat. Auf der anderen Seite hindert der düstere Grundton Fialkov nicht daran immer wieder locker-flockige Dialoge unterzubringen. Hier mal ein paar Beispiele:

      "Und du glaubst, du und deine "Armee", ihr habt eine Chance gegen Superman und ein halbes Dutzend Green Lanterns und Wonder Woman und ..."
      "Schhh. Ich jage gerade."
      Die Blutkönigin weiß Prioritäten zu setzen.

      "Wir müssen..."
      "...gehn..."
      "Heh, ich mag den Kerl."
      Batman lässt nicht nur Jim Gordon stehen. :D

      "Und da wir in Amerika sind, gibt es hier sicher irgendwo ´ne Schrotflinte."
      Wenn Constantine mal keinen Pflock zur Hand hat...

      "Er ist ein Vampir!"
      "Und offenbar auch ein Werwolf!"
      "Und ein Dampf...äh..."
      "Ein Dampfrauchnebel."
      Was Tig sagen will, ist, der Vampir muss sterben.

      Highlight des Auftaktbandes ist für mich die US-Nummer 4 "In between days". Dort trifft Andrew auf einen anderen Vampir der ebenfalls auf Blutkonserven umgestiegen ist und seinen Blutdurst nicht am lebenden Menschen stillen will. Der Versuch diesem Artgenossen zu zeigen wie stark er ist und wie er seinen Durst auch langfristig in Zaum halten kann gerät allerdings zum Fiasko. Bennett muss ihn töten, nicht wissend, dass er den Vater seiner "Verbündeten" vor sich hat. Hätte er den Job vielleicht doch besser Constantine machen lassen.

      Die Zeichnungen sind vielleicht nicht jedermanns Sache, ich finde jedoch, dass sie die Geschichte nicht nur treffend illustrieren sondern perfekt ergänzen und miterzählen. Lasst euch dabei nicht von den Covern der ersten fünf US-Hefte irritieren, die alle von Jenny Frison stammen. Die vermitteln einen falschen Eindruck.

      Richtig gelungen fand ich z. B. die "Hippie-Szene" in der Andrew erstmals auf seinen späteren Freund John Troughton traf. Hier einmal das Finale des Ereignisses.
      Wie toll der Band war.
      Ich hab während des Lesens bei genau den genannten Zitaten am meisten schmunzeln müssen :).

      Auch die Nummer 4 mit dem Auftauchen Constantines war mein Highlight. Batman fand ich zwar nicht allzu aufdringlich, er war ja schon eher nur Beiwerk, allerdings hatte ich mir Zeichnerisch was Anderes gewünscht. Evtl etwas pompöser? Kräftiger? Ich weiß nicht genau... er wurde mir einfach zu menschlich dargestellt, ich mein ich weiß dass er ein Mensch ist, schon klar. Aber im Zuge dieser Geschichte... vll ist das aber auch der Witz? Bei all den Monstern braucht es im Prinzip ja keinen Batman der ebenfalls wie ein Dämon oder so aussieht... da bin ich ziemlich hin und her gerissen.

      Erzählerisch fand ichs sehr gut. Die Stimmen aus dem off sind durchgehend gut platziert, die Geschichte entwickelt sich in nem angenehmen Tempo, jeder Teil erzählt eine eigene. Die Romanze beschränkt sich auf ein Minimum und ist ja sowieso schon am Ende als alles Andere, daher gibts hier Pluspunkte :D
      Wie du schon sagtest sollte man sich von den Covern nicht abschrecken lassen, die vermitteln echt ein total falsches Bild der Serie.

      Das Ganze wirkt zeichnerisch teilweise wie eine Crime-Noir-Story, zb als man in Gotham ankommt und dort die Cops vor dem Zug zu sehen sind. Die Fratzen der Vampire, vor allem wenn sie sich verwandeln, sind so herrlich grotesk gelungen, direkt aus Fright Night :D
      Die Darstellung der gemeinen Vampire generell ist genau so wie sie sein soll, mMn. Jeder Ausschnitt von geifernden nach dem Opfer greifenden Vampire scheint direkt aus nem Horrorfilm genommen zu sein. Man kann sich richtig vorstellen wie animalisch sie sich bewegen. Toll :thumbup:
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    • Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule
      (enthält US-Swamp Thing 0, 8-12 und US-Animal Man 12)



      Autoren: Scott Snyder, Jeff Lemire (Animal Man 12)
      Zeichner: Yanick Paquette (8, 9), Marco Rudy (8, 9, 11, 12), Francesco Frankavilla (10), Kano (0), Steve Pugh (Animal Man 12)

      Den älteren Spoilerthread findet ihr hier.

      Spoiler anzeigen
      Das Swamp Thing stellt sich Sethe, dem König der Fäule und seiner Königin Abigail Arcane. Letztere kann er von der Fäule befreien und tötet Sethe. Damit setzt er jedoch die Auferstehung Anton Arcanes in Gang, der ihn in eine Falle lockt. Gemeinsam mit Animal Man Buddy Baker dringt Holland in das Reich der Fäule vor um Arcane zu stellen. Der kann sie dort aber für ein Jahr festsetzen und als beide den Weg zurück finden hat die Fäule ihre Herrschaft über die Erde längst angetreten...


      Das Vorgeplänkel hat ein Ende und das Rotworld-Crossover ist da. Der Weg dorthin wurde in den ersten Jahrgängen der Serien Animal Man und Swamp Thing gelegt und großartig inszeniert. Die Idee, die erwartete finale
      Schlacht im Reich der Fäule einfach ausfallen zu lassen und die Helden dank einer Stasis mit einem gänzlich neuen Status Quo zu konfrontieren gefiel mir richtig gut.

      Für Kenner älterer Ausgaben ist die Einbindung des Arcane-Clans sicher ein Schmankerl. Nur kommt Abigail irgendwie gänzlich anders rüber als man sie eigentlich kennt. In Verbindung mit der Fäule trägt die Familie nicht unmaßgeblich zum Horror-Faktor der Serie bei, der in dieser Ausgabe recht hoch ist.

      Richtig böse ist diesbezüglich die Nullnummer am Schluss. Da wird für manch einen sicher eine Grenze überschritten wenn Arcane einen kommenden Avatar des Rot im Säuglingsalter ermordet. Das muss auch im Horror-Kontext nicht jeder haben zumal die Darstellung IMO recht explizit ist. Darüber hinaus ist diese Nummer die eindeutig bessere Secret Origin und wenn ich aus diesem Band ein Einzelheft hervorheben wollte, wäre es dies.

      Größtes Manko des Sammelbandes sind für mich die häufigen Zeichnerwechsel. Ich hatte mich richtig auf Paquette gefreut, am Ende steuert er aber gerade einmal 19 Interior Pages bei.

      Die Serie bleibt auf einem ganz hohen Niveau und der Cliffhanger ließ einen ganz gespannt auf die Fortsetzung von Rotworld hinfiebern.

      Randnotizen
      - Flash hat einen Kurzauftritt als Toter (fies!)

      Link Section

      Setzt die Handlung fort aus Animal Man #2 - Tier gegen Mensch und Swamp Thing #1 - Die Auferstehung der Toten.

      Wird fortgesetzt in Animal Man 3 - Tote Welt: Das Rote Reich und Swamp Thing 3 - Tote Welt: Das Grüne Reich.

      Hier geht es zur Leseprobe.

      Reading Order


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von LaLe ()

    • Mal ne Frage am Rande, wie wird eigentlich Jeff Lemire ausgesprochen?

      Lemeier? oder doch Lemier? :D
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      they don't alter their views to fit the facts;
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