Swamp Thing - die Toten schlafen nicht (nostalgie spoiler)

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    • Swamp Thing - die Toten schlafen nicht (nostalgie spoiler)



      Zunächst nimmt Swamp Thing den Kampf mit einem schier unbesiegbar erscheinenden Zombie auf, um sich darauf aber mit einem viel tödlicherem Feind konfrontiert zu sehen. Mit Swamp Thing. Wie es dazu kommt? Lest selber. ;)

      Der Band schließt recht nahtlos an Snyders run an und lässt Soules Arbeit aussen vor, was ich sehr begrüße. Len Wein konzentriert sich auf das, was die Figur so stark macht, auf seine Menschlichkeit und setzt Alec Holland einmal mehr der Versuchung aus, wieder einer sein zu können. Perfekt verbindet er hier den Geist und das Flair seiner alten Geschichten mit den Neuerungen der new 52, was mir sehr gut gefällt. Zahlreiche Cameos zaubern einem ein Grinsen ins Gesicht, täuschen aber nicht darüber hinweg, dass die eigentliche Geschichte nicht wirklich neu und dazu noch recht dünn ist. Das wird aber dadurch locker wettgemacht, dass man auf jeder Seite Weins Liebe zu den Figuren spüren kann. Der Band ist einfach ein Kniefall und eine liebevolle Hommage an die eingestampfte DC Dark Schiene. Die Zeichnungen von Kelley Jones passen hier wie die Faust aufs Auge und lassen den Geist von Bernie Wrightson durchs Heft wehen. Einfach wunderbar creepy das Ganze.
      Ich gebe allerdings zu, dass man die Figuren mögen und kennen muss, um den Band wirklich geniessen zu können. Einzig zu bemängeln habe ich, dass der Umgangston der Figuren wenig ernst und allszu flappsig erscheint, dafür gibts leider einen Punkteabzug, weil das hier und da tatsächlich die wunderbare Atmosphäre kaputt macht. Ists die deutsche Übersetzung? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wieso Wein das so machen sollte. Trotzdem hat der Band viel kurzweiliges Vergnügen bereitet.

      Story7/10
      Zeichnungen 8/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Damian ()

    • Damian schrieb:

      Der Band schließt recht nahtlos an Lemires run an und lässt Soules Arbeit aussen vor, was ich sehr begrüße.
      habe den Band auch schon hier liegen und bin jetzt echt gespannt, wie Swamp Thing wohl Animal Man fortsetzen wird.
      Vielleicht wird Scott Snyders Swamp Thing ja irgendwann mit Animal Man fortgesetzt, fand den Run nämlich genial.

      Kleiner Scherz am Rande, kann jedem mal passieren ;)
    • Hat mir auch wieder sehr gut gefallen und ich kann mich Damians Bewertung absolut anschließen. Toller Band der schon irgendwie ein recht nostalgisches Lesefeeling bei mir ausgelöst hat. Sehr schön dargestellt fand ich die innere Zerrissenheit Alec Hollands in seinem Wunsch wieder menschlich zu sein aber andererseits eine Verantwortung als Avatar des Grüns zu haben. Joa.. und die Auftritte einiger JLD Mitglieder waren natürlich noch das Sahnehäubchen! :ok: Hoffe sehr, dass wir bald wieder mit neuem Stoff von good old Swampy beglückt werden!!
    • Damian schrieb:




      Die Zeichnungen von Kelley Jones passen hier wie die Faust aufs Auge und lassen den Geist von Bernie Wrightson durchs Heft wehen. Einfach wunderbar creepy das Ganze.
      Ich schließe mich hier mal der Meinung von Damian an, das ich das mal sagen würde und das ich es nochmal erlebe das Damian anatomisch nicht korrekte Zeichnungen lobt. Was ist da los?

      Die Zeichnungen von Kelley Jones liebe ich für meinen Teil schon seit den 90ern und seinem Batman Run, auch wenn es Anfangs schwer zu ertragen war besonders wenn man nur Batman Adventures gewohnt war, aber seit dem gibt es kein halten mehr. Mir gefällt das ganz ausgezeichnet und so erkenne ich eventuelle Inhaltliche schwächen nicht, es war einfach ein Traum. 10 von 10 Punkte (mit der Rosaroten Fanboybrille)

      Freue mich schon auf das kommende US Lobo/Looney Tunes Special von Kelley Jones :love:


      Der Spider-Man Komplett Lesemarathon (Die Leseliste im Link)
    • Diesen Band sollte man schon mit der nostalgischen Brille lesen, wenn man mit ihm seinen Spaß haben will. Das gilt speziell für die Handlung, die sich stark an ganz alten Storys orientiert. Was in den US-Heften 3-6 passiert, erinnerte mich z. B. an eine Storyline von Moore. War es Woodrue, der damals eine Stadt in Geiselhaft nahm? Und die Nummer mit der Sauerstoffanreicherung war auch nicht wirklich neu.

      Von den Zeichnungen hatte ich mir etwas anderes erhofft. Jones Batman kam mir immer deutlich eckiger und kantiger vor. Hier wirkte alles so ... rund.

      Am Ende sind das für mich aber auch nostalgisch gut gemeinte 7 Punkte.


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LaLe ()

    • Die bisherigen Meinungen treffen es eigentlich ganz gut: Zeichnungen toll, Story nett, aber eher fade.
      Ich stelle übrigens mal die ganz wagemutige These auf, dass der Band mit einem anderen Zeichner und alter Kolorierung "besser" wäre. Klingt etwas komisch, aber ich glaube, dass der nostalgische Charm von Wein in Verbindung mit einem "angestaubteren" Aussehen (aufgrund der Grundeinstellung gegenüber älteren Comics) durchaus über die Probleme der Story hinwegtäuschen könnte.
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    • Erklärung: Du kannst nicht richtig lesen.

      MaBuGu schrieb, dass andere Zeichnungen über die Schwächen der Story hinwegtäuschen würden. Das macht die Story nicht besser, den Band als Ganzes aber schon. ;)


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read
    • chaz schrieb:

      Die Story wäre besser, wenn die Zeichnungen anders wären? :kratz:

      Erklärungen bitte.

      das steht doch da überhaupt nicht..... lies mal noch mal bitte
      You know, the very powerful and the very stupid have one thing in common:
      they don't alter their views to fit the facts;
      they alter the facts to fit their views.”

      __________

      "Als sie die kreischende Frau von mir wegzerrten, verstand ich plötzlich, was Wahnsinn wirklich ist. Es bedeutet, an eine realität zu glauben, an die sonst Niemand glaubt und so zu handeln als ob es keine Andere gäbe."
    • ah, jetzt hab ich es auch verstanden. Immer Geduld mit den alten Leuten hier.....
      Seh ich trotzdem anders, die Zeichnungen finde ich schon ganz schön nostalgisch, gut, die Colorierung hätte noch mehr 70er 80er Aussehen können. Aber auch das hätte nicht mehr von der Story (die ich auch gar nicht so schwach finde) ablenken können, aber das ist ja alles hätte hätte Fahrradkette
    • Nur durch die Nostalgiebrille zu ertragen.

      Autor: Len Wein
      Zeichner: Kelley Jones
      Colorist: Michelle Madsen
      Letterer: Astarte Design
      Übersetzung: Josef Rother
      Kaufen: Panini Shop
      Bewertung: 1/5

      Swamp Thing ist der Comic mit dem Alan Moore sich einen Namen gemacht hat. Seine Ideen, die Art zu schreiben, der eher subtile Horror und die Charakterisierungen waren damals schon genial und sind immer noch unerreicht. Das man jetzt versucht daraus Kapital zu schlagen ist durchaus verständlich, das man den Erfinder der Figur, Len Wein, daran setzt ebenso. Leider geht das in meinen Augen nicht wirklich auf.
      Vor Moore war Swamp Thing ein sehr dröges und gewöhnliches Horrorcomic. Ein gutes, keine Frage, aber eben nichts besonderes. Selbst Marty Pasko, der vor Moore die Figur schrieb und eine Menge sozialkritische und sogar Umwelt-Themen mit rein brachte konnte nicht wirklich die Tiefe erreichen die Moore geschaffen hat. Was Wein hier allerdings schreibt ist Nostalgie pur und das meine ich leider auf extrem schlechte Art und Weise. Man bekommt eine Zombie Story die nicht nur gewöhnlich sondern auch vorhersehbar ist und danach wirds noch schlimmer. Das Wein Matthew Cable wieder holt ist schon seltsam genug, hatte der doch unter Moore schon eine bewegte Geschichte, das er dann aber auch noch jemand die Macht von Swamp Thing missbrauchen lässt, inkl. der Tatsache das man sich in einem Dorf in den Sümpfen verschanzt und seine Forderungen über Reportern mit Kameras verbreiten lässt kam so 1:1 in Moores Swamp Thing vor und auch die Auflösung wer hinter allem steckt und wie er das bewerkstelligt hat hatten wir so schon mal.
      Wenn ich eine Geschichte neu lese und die sich wie eine Kopie liest erwarte ich zumindest neue Impulse oder neue Kleinigkeiten die Charaktere oder Geschichte in einem neuen Licht da stehen lassen, das fehlt hier völlig.
      Was den Band ein wenig besser macht sind die Zeichnungen von Kelley Jones der mir primär mit seinen „Over the Top“ Darstellungen von Batman in Erinnerung aber hier macht er seine Sache für die Umstände recht gut. Es ist ein Horrorcomics was er auch so dar stellt. Da kann man als Routinier auch nicht so viel falsch machen.
      Alles in Allem sehr enttäuschend.
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      Mein Blog über Nerdzeugs: nerdenthum.de
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