Comic Salon Erlangen 2018

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    • Joe Kerr schrieb:

      Ach, in München gabs Fördergeld?








      Wo steckten die das bisher eigentlich immer rein? :grinsepopo:


      Das München tot ist glaub ich erst, wenn mal 5 jahre lang nix is. Irgendwie gabs das Münchner Comic ... ja schon seit 30 jahren und inzwischen hat man auch alle möglichen Lokations durch.

      Was denkst du denn, was München kostet? Raummiete, Mitarbeiter, Fahrtkosten ... die Stadt hat das ordentlich mit Fördergeldern mitgetragen.

      Ich mein, selbst unser kleines Leipziger Comicgärtchen kostet einen Tausender, und wir haben eigentlich fast keinerlei Kosten. Klingt komisch, ist aber so.

      Für München möcht ich wenigstens zwei Nullen dranhängen. Festivals sind teuer.



      Mein Name ist Jochen. Ich mag es, zu kochen.
    • Ist halt etwas verwunderlich, das die Stadt das Festival finanziell unterstützt, es aber dann jedes (zweite) Jahr wieder, extrem Stiefmütterlich behandelt. Gerade von einer Landeshauptstadt sollte doch etwas mehr rüberkommen als von einer kleinen Studentenstadt die isch da immer komplett reinhängt.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • München ist reich. Für die ist das pillepalle. Du sagst ja selber: Landeshauptstadt.

      Wie viele international erfolgreiche Fußballmannschaften hat München, wie viele Erlangen?

      Und der Comicsalon findet auch nur statt, weil das Kulturamt den MAG. Säße da ein Leiter, der auf Comics nicht könnte, schwupps, weg.



      Mein Name ist Jochen. Ich mag es, zu kochen.
    • Eben. Man muss auch sehen, dass München mal kurz "nebenher" organisiert wird. Man kann sicher noch einiges verbessern, aber es steckt schon viel Mühe und Arbeit drin, ohne das groß Profit bei rum kommt. Und das Künstleraufgebot ist eigentlich immer top.

      Zudem geht so eine recht kleine Messe in einer Großstadt wie München — wo halt auch jede Menge anderer Veranstaltungen stattfinden — mal unter. Das ist anders als in einem gediegenen Städtchen, das zu großen Teilen in die Veranstaltung miteingebunden wird.
    • Wie schon erwähnt, finden in München dauernd Veranstaltungen statt. Da ist ein Comicfestival eben nicht so ein großes Ding wie für eine kleine Stadt wie Erlangen. Hier steht nicht die gesamte Stadtverwaltung mit Organisation, Zuschüssen und allem was dazu gehört bereit, um die Veranstaltung zu unterstützen. Da muss tatsächlich immer wieder verhandelt, gehofft und ständig selbst angepackt werden. In diesem Fall ist es durchaus ein gewisser Nachteil, sowas in der "Landeshauptstadt" zu organisieren. Man kann es vielleicht mit der Situation in Frankreich bezüglich Angouleme vergleichen. Würde das Festival in Paris stattfinden, wäre der Rahmen trotz Comicbegeisterung des Landes sicherlich kleiner ausfallen, als in einer Ortschaft, die außerhalb der eigenen Mauern quasi nur für das Festival bekannt ist.

      Außerdem muss bedacht werden, dass das gesamte Festival von Leuten gestemmt wird, die das "nebenbei" machen. Es ist durchaus eine Leistung so etwas großes auf die Beine zu stellen, während man andere Verpflichtungen hat. In diesem Sinne ist es eine Veranstaltung von Fans für Fans.

      Wie man außerdem darauf kommt, dass das Comicfestival tot sein soll erschließt sich mir nicht. Es gab über die letzten Jahre hinweg keinen Termin, an dem es schlecht lief (die Verteilung mit dem Alten Rathaus usw. mal ausgenommen), es kamen immer hochkarätige Gäste und die dazu passenden Ausstellungen sprechen für sich selbst.

      2019 wird keine Ausnahme sein. Abulí und Risso sind gesetzt und andere große Namen folgen eventuell früher, als man denken könnte.
    • Alles schön und gut, aber als langjähriger Besucher/Beobachter muss ich schon sagen dass die Werbung bezüglich des Festivals seit Jahren stetig kleiner wird. Früher war da wesentlich mehr Presse und Plakate. Und die Kongresshalle ist jetzt auch nicht unbedingt ein Ort wo Laufkundschaft vorbei kommt.

      Selbst im Künstlerhaus, vor ein paar Jahren, hat man es nicht geschafft mal um die Ecke, also in der Kaufinger Str. (Fußgängerzone) einen Aufsteller zu platzieren oder ein Plakat anzubringen, aber dafür gibts halt Bierfilzel gratis, yeah :thumbup:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • So ganz stimmt es ja nicht. Beim letzten Mal gab es so ziemlich die gleiche Art und Masse der Werbung mit über die Stadt verteilten Plakaten, in der Nähe des Lenbachhauses gab es ein gigantisches Plakat von Uli Oesterle, die lokalen Zeitungen, sowie die Süddeutsche haben berichtet usw. Weniger wird da nix. Die große Ausnahme war vorletztes Mal wegen dem G8-Gipfel. Der war für die Presse leider aber verständlicherweise wichtiger.

      Was die Platzierung von Aufstellern und Plakaten anbelangt, glaubst du gar nicht was für Auflagen man erfüllen muss.

      Bezüglich einer Laufkundschaft sieht man auch hier den großen Unterschied zwischen Erlangen und München. Du wirst im Innenstadtbereich so gut wie gar nichts finden, dass den aktuellen Ansprüchen bezüglich der Größe genügt, bezahlbar ist und generell für sowas zur Verfügung steht.

      Wenn man zum Festival möchte, empfinde ich zwei Stationen (ergo 2-3 Minuten) vom Hauptbahnhof zu fahren durchaus als sehr zentral und den Bau an sich für passend. Mir persönlich würde aktuell keine Alternative einfallen, die sowohl Raum für Verlage, Ausstellungen, Gesprächsrunden als auch Workshops bietet.

      So ist München als Stadt nunmal: Aufmerksamkeit, Unterstützung, Medieninteresse und Raum müssen durchgehend erkämpft werden, weil dort wortwörtlich jeden Tag etwas spannnendes in jeder Größenordnung stattfindet. Daher empfinde ich den Vergleich mit Erlangen immer als etwas schwierig, da der Salon ein zentrales Ereignis für die Stadt ist, während man so etwas in München höchstens beim Oktoberfest oder dem Filmfestival sagen könnte, während ersteres für sich spricht und zweites fest im Mainstream verankert ist.
    • Die Kongresshalle ist ja auch ein guter Ort, da will ich gar nicht meckern und das mit den Auflagen bzgl. Werbung war mir so auch nicht bewußt, aber ganau da zeigen sich leider auch die Priotitäten, das Filmfestival bekomm ich immer mit, egal ob es mich interessiert oder nicht. Für das Comic Festival muss man sich im voraus interessieren, sonst geht es an einem vorbei.
      Bei der wenigen Laufkundschaft an der Kongresshalle, wäre es zumindest einen Versuch wert, die Front am Eingang ordentlich zu bewerben. Die paar unmotiviert platzierten, schon etwas abgehalfterten Aufsteller wirken leider gar nicht und vermitteln leider auch einen etwas ranzigen Geschmack.

      Wird das Festival eigenlich noch im IN München beworben?

      Allerdings höre ich jetzt zum ersten mal das neben Risso auch noch Abuli angekündigt ist, das ist schon mal ne Bank :thumbup: Gut das es einigermaßen Parkplätze da gibt, den Torpedo Gesamtband zum signieren mitzuschleppen, da hätte ich schon Rücken bevor ich ankomm :D

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Ist zwar unpopulär (auch bei mir weil ich den Biergarten nebenan liebe) aber wenn eh keine Laufkundschaft kommt, wieso legt man es nicht noch etwas mehr ausserhalb, wo man auch noch an den Öffis liegt und es nicht so viel kostet oder ist das keine Alternative? Weil es dort keine Schlafmöglichkeiten gibt? Weil das Flair nicht so ankommt?
      Und ja auch wenn man es nicht ansprechen sollte, vielleicht macht die Kooperation mit einer Con (und den Filmfans) doch Sinn?

      Und was Erlangen betrifft bin ich richtig gespannt wie das funktioniert. Wie die Zelte aussehen, welche veranstaltungen man evtl. Feiluft machen kann (immer ein Highligt in München wenn zeichner im innenhof werkeln)
    • @Joe Kerr: Diese "Priorität" geht aber komplett auf den Umstand zurück, dass hinter dem Filmfestival eine gigantische (finanziell starke) Industrie steht, die es in Deutschland im Bereich der Comics faktisch in diesem Ausmaß nicht gibt. Hier treffen sowohl die Probleme einer Landeshauptstadt, als auch die stiefmütterliche Sichtweise auf das Medium aufeinander...leider.

      Was die Aussteller und den Vorplatz anbelangt, muss man erneut auf Auflagen verweisen, auf die das Comicfestival keinen Einfluss hat. Mehr als das, was man schon die letzten male hingestellt hat, wird schwierig durchzusetzen sein. Der Platz ist da, die Bürokratie aber leider auch. Und ja, es wird noch im "In München" beworben. Es gab beim letzten mal nur einige Schwierigkeiten von Seiten der Macher.

      @Oskar: Tatsächlich ist eine Alternative außerhalb nicht wirklich im Raum, da das Festival in der Nähe anderer Veranstaltungsorte (Amerikahaus, Bier- & Okoberfestmuseum, Valentin Karstadt Musäum (sic), Instituto Cervantes) liegen soll, die Miete sich im München für solche Veranstaltungen immer recht hoch ist und für Besucher und Künstler mehr von der Stadt geboten werden soll, als ein trostloser Industriebau, in dessen Nähe nichts von Interesse ist.

      Was eine Kooperation anbelangt sprechen gleich mehrere Gründe dagegen. Der wichtigste ist wohl, dass das Comicfestival sich nicht als kommerziell ausgerichtete Veranstaltung sieht, sondern sich primär der Förderung der Comic-Kultur verschrieben hat (daher eben die Workshops, Lesungen, Kurse, Ausstellungen, die teils über Monate gehen usw.). Den Rest dazu kann man sich vielleicht denken...wobei es meine persönliche Meinung ist.

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    • Und das Gegenteil wäre, seine Idee zu verraten.

      Außerdem besteht eine Gefahr: Wenn München (und sogar Erlangen) auf Profit ausgerichtet werden, werden Comics bei den Messen eine immer geringere Rolle spielen. Denn Fakt ist, dass das Comicpublikum in Deutschland einfach sehr klein ist und sich durch die paar Leutchen allein keine gewinnbringende Veranstaltung finanzieren lässt. Auch bei den Comic Cons ziehen ja nicht die Künstler und Verlage die Leute in die Messehallen.
    • Ja schon, aber wenn ich die Wahl zwischen Koop und gar nicht habe, nehm ich Koop. Wenns nach altem Muster weitergeht ists mir aber lieber.

      All die anderen Gründe sind halt Gründe, die immer auf anderen Parametern beruhen, die halt fix angenommen werden, es aber nicht sind. Das mit der Nähe zähl ich nicht dazu, sehr wohl aber den Flair einer Großstadt, wobei ich seit der Umsiedlung von der Stadt eh nix mehr mitkriege außer den Biergärten nahe der Messe. Und evtl. wäre die Förderung futsch, wenn man es weit ausserhalb machen würde.
    • Ich sags mal so: Das Comicfestival steht nicht auf wackligen Beinen und es stand meines Wissens nach nie zur Debatte, es ausfallen zu lassen oder anderweitige Schritte in diese Richtung zu unternehmen. Dementsprechend gibt es auch keinen Zwang eine Kooperation einzugehen, die sowieso bis dato ausgeschlossen ist.

      Wenn man es außerhalb Münchens veranstalten wollen würde, ergibt sich natürlich auch die Logik der fehlenden Fördergelder. Was Nähe und Stadtflair anbelangt, ist es zu Fuß natürlich ein Stück bis zum Stachus und damit in die Altstadt. Ich traue aber jedem Besucher zu, exakt 4-5 Minuten mit der direkt an der Halle befindlichen U-Bahn zu fahren um mittendrin zu sein. Ansonsten befindet sich genau neben Der Alten Kongresshalle die Bavaria, das Oktoberfest-Gelände und vor dort zahllose Wege in angesagte Stadtviertel. Es ist definitiv nicht so abgelegen, wie hier manchmal behauptet wird. Wie gesagt: Wenn man Erlangen nicht ständig zum Maßstab nehmen würde, gäbe es auch ein anderes und in meinen Augen deutlich positiveres Bild der Veranstaltung.