Wie wichtig ist euch Kontinuität bei den großen Verlagen (DC und Marvel)?

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    • Wie wichtig ist euch Kontinuität bei den großen Verlagen (DC und Marvel)?

      Wie wichtig ist euch Kontinuität bei den großen Verlagen (DC und Marvel) 78
      1.  
        Sehr wichtig, jeder Autor sollte sich an die von seinem Vorgänger geschriebenen Entwicklungen halten und Änderungen daran plausibel erklären (29) 37%
      2.  
        Eher wichtig, grundsätzlich sollte die Kontinuität gewahrt bleiben, in Einzelfällen ist eine Abweichung aber ok, wenn es der Story dient (32) 41%
      3.  
        Eher unwichtig, wenn der grobe Rahmen stimmt reicht mir das (10) 13%
      4.  
        Total unwichtig, Kontinuität interessiert mich überhaupt nicht, hauptsache die Story ist in sich logisch (7) 9%
      Das Thema beschäftigt mich seit einer Weile, gerade bei den großen Verlagen ist die Kontinuität in den Storys ja immer ein großes Thema und kann bei langjähriger Verlagsgeschichte schon ziemlich kompliziert werden...
      Vielleicht nochmal zur Definition des Begriffs Kontinuität aus dem Duden:
      "kontinuierlicher Zusammenhang; Stetigkeit; gleichmäßiger Fortgang von etwas"
      Im Kontext der Comics verstehe ich darunter die Einhaltung der vorangegangenen Story und Charakterentwicklungen über eine gewisse Zeit...
      Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen.
      "Defying gravity, together..."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heatwave ()

    • Für mich ist das schwer zu beantworten, ich schwanke zwischen den ersten beiden Optionen...
      Ohne eine gewisse Kontinuität hätte ich an den großen Verlagen kaum noch Interesse, die Storys, die mich mal so richtig in die Verlage reingezogen haben als Jugendlicher (Infinite Crisis bei DC, Civil War bei Marvel) waren schon sehr kontinuitäts-lastig... Andererseits gibt es dann aber auch sehr komplizierte Geschichten und Hintergründe, die einem Neuleser schwer beizubringen sind...
      Als aktuelles Beispiel mal die Geschichte der Figuren Hawkman und Hawkgirl:


      Da kann ich dann schon nachvollziehen, dass man bestimmte Sachen in der Kontinuität ignoriert. Trotzdem mag ich es nicht, wenn sich Storys, die parallel oder kurz hintereinander spielen gegenseitig ignorieren, oder die Charakterisierung komplett anders als beim Vorgänger ist...
      Ich entscheide mich letztendlich mal für Option 2, früher wäre es vermutlich eine deutliche Tendenz zu 1 gewesen...
      "Defying gravity, together..."
    • Absolut nachvollziehbar, aber dann stellt sich die provokante Frage: Warum überhaupt noch Marvel und DC lesen? :D
      Also unter der Hypothese: "Es gibt keine Continuity mehr", ein Argument wäre natürlich, wenn jeder schreibt wie er will, werden auch die Storys qualitativ besser... Ansonsten findet man ja heutzutage auf dem breit gefächerten Comic-Markt zig qualitativ bessere Alternativen, auch zum Thema Superhelden...
      "Defying gravity, together..."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heatwave ()

    • Für mich ist bei DC und Marvel gerade das spannende, Figuren über teilweise Jahrzehnte in ihrer Entwicklung zu verfolgen, man verbindet also etwas mit den Figuren, was auch eine Story für mich aufwerten kann.
      Bei mir ist das bei den X-Men so, wenn ich bspw. von einem guten Autor mit Sinn für die Geschichte der Figuren wie Christina Strain in Generation X Jubilees Probleme als Vampir und junge Mutter und in ihrer freundschaftlichen Beziehung zu Chamber, die sich langsam zur Liebe entwickelt, verfolgen kann...
      Ohne so etwas hätte ich die Großverlage schon längst aufgegeben.
      "Defying gravity, together..."
    • Ich finde Kontinuität auch wichtig, damit der Rote Faden nicht verlorgen geht und zudem bin ich der Meinung, dass man die Leser so langfristig bindet. Man baut eine Art Beziehung zu den Charakteren auf und fiebert mit der Entwicklung mit. Allein stehende Storys haben auch ihren Charm und sind sehr spannend, diese sind aus meiner Sicht aber eher etwas für zwischendurch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thias ()

    • Heatwave schrieb:

      Absolut nachvollziehbar, aber dann stellt sich die provokante Frage: Warum überhaupt noch Marvel und DC lesen? :D
      Also unter der Hypothese: "Es gibt keine Continuity mehr", ein Argument wäre natürlich, wenn jeder schreibt wie er will, werden auch die Storys qualitativ besser... Ansonsten findet man ja heutzutage auf dem breit gefächerten Comic-Markt zig qualitativ bessere Alternativen, auch zum Thema Superhelden...
      Ja, warum sollte man? Warum sollte ich einen der anderen Verlage lesen? Weil die Geschichten mindestens unterhaltsam sein sollten, müsste da die Antwort sein. Da mache ich zwischen den Verlagen keinen Unterschied. Mich durch irgendeinen Rotz zu quälen wegen der Continuity, darauf hätte ich keine Lust.

      Fakt ist: Marvel und DC sind immer noch die größten Platzhirsche auf dem Markt, mit den tiefsten Taschen. Und da jeder Rechnungen zahlen muss, können sie somit auch große Talente anlocken. Und da es in Zukunft es ja nur weitere Aufträge bei den Großen Zwei gibt, wenn die Qualität stimmt (und das auch die beste Werbung für unabhängige Arbeiten bei anderen Verlagen ist), müssten bei DC ubd Marvel hin und wieder auch mal Titel erscheinen, die so gut wie das Zeug bei anderen Verlagen sind.
    • Für mich gibt es nichts unwichtigeres als Kontinuität bei DC oder Marvel.

      Ich will einfach nur gut geschriebene Geschichten mit geilem Artwork haben.

      Taskmaster schrieb:

      Das Forum ist ein Schweinestall. Da kannste nix mehr machen. Das kriegt nicht mal mehr Tine Witler aufgeräumt, selbst wenn du auf jeder zweiten Seite ein Mettbrötchen versteckst.

      facebook.com/groups/163295280832731/
    • Ich finde Kontinuität auch sehr wichtig. Sonst werden Entscheidungen getroffen, die später keinen Sinn mehr machen. Jede beliebige Figur darf getötet werden. Ist ja kein Problem, holen wir sie eben wieder hervor. Ohne plausiblen Grund (siehe Dallas).
      Einer alleinstehenden Elseworld Story dagegen bin ich aber auch nicht abgeneigt.
      All the psychos in the world can't bring me down!



    • Das stört ja tatsächlich. Kontinuität ist finde ich wirklich wichtig, damit sich Figuren und Geschichten entwickeln können, problematisch ist es aber dann, wenn wirklich tiefgreifende Veränderungen ignoriert/zurück gedreht werden. Das ist schade und führt meiner Meinung nach dazu, dass sich viele Geschichten/Helden nach einigen Jahren im Kreis drehen. Dann lieber eine Figur sauber zu Ende schreiben und gut ist (wie bspw Hellboy) oder durch eine neue/ähnliche Figur dauerhaft ersetzen (wie Spider-Man im UU).
    • Vielleicht sollte man die Kontinuität auf einen bestimmten Zeitraum begrenzen. Manche Helden schleifen da 70 Jahre Geschichte mit sich rum. Da ist es einfach unmöglich auf jedes Detail zu achten. So wie die Menschen verändern sich auch unsere Superhelden.
      Die Gesellschaft bzw. der Autor hatte vor 30 oder 40 Jahren noch ein anderes Weltbild wie der Autor heute. Die ganze Geschichte verändert und auch die Autoren die sie schreiben. Verschieden Autoren legen verschiedene Werte auf bestimmte Charakterzüge. Dabei stehen ihnen die Geschichten und Ereignisse , die die Autoren vor ihnen geschrieben haben auch mal im Weg. Deshalb finde ich kurzfristige Kontinuität für den Leser als Wiederkennungswert gut, langfristig muss man jedoch Zugeständnisse machen können.
      Wieder da: Comic Review
    • ders schrieb:

      Das stört ja tatsächlich. Kontinuität ist finde ich wirklich wichtig, damit sich Figuren und Geschichten entwickeln können, problematisch ist es aber dann, wenn wirklich tiefgreifende Veränderungen ignoriert/zurück gedreht werden. Das ist schade und führt meiner Meinung nach dazu, dass sich viele Geschichten/Helden nach einigen Jahren im Kreis drehen. Dann lieber eine Figur sauber zu Ende schreiben und gut ist (wie bspw Hellboy) oder durch eine neue/ähnliche Figur dauerhaft ersetzen (wie Spider-Man im UU).
      Hat bei DC jahrelang funktioniert: Barry Allen wurde zu ende erzählt und wurde hervorragend von Wally West beerbt. Hal Jordan wurde zu ende erzählt und hervorragend durch Kyle Rayner/Guy Gardner/John Stewart ersetzt.
      Beide hatten ja auch schon Vorgänger.

      Jetzt sind sie halt alle wieder da, ok, ist für mich kein so großes Problem, aber warum nicht mal auch bei anderen versuchen und dies dann auch mal Jahrzehnte aussitzen. Dadurch entstünden neue Impulse und somit auch Raum für neue frische Geschichten ohne 100jähirgen Rattenschwanz. Das sich die Leser darauf einlassen können, sieht man ja beim UU Spider-Man oder auch beim Tod von Jason Todd. Und man braucht nicht ein an den Haaren herbeigezogenes BND das eher nach Dallas klingt als nach einem durchdachten Plot.
      Aber die beiden großen Verlage scheuen halt das Risiko und gerade Marvel kann wegen ihrem Cinematic Universe da eh nicht viel ändern, da wird ja auch mehr vom Film auf die Comics übertragen als umgekehrt.
      Dass ein Bruce Wayne, Clark Kent oder in maßen Peter Parker nicht einfach ersetzt werden könnten ist klar, das sind Comic Ikonen bei denen selbst 4jährige wissen wer da, wer ist.

      Trotzdem wäre ein wenig mehr Mut, und den hat DC zumindest öfters bewiesen (u. a. auch mit der CoiE) als Marvel jemals, einfach nötig. Da werden lieber X-Men aus der Vergangenheit ins heute geschubst damit die wieder jünger werden, hey sorry wie bescheuert klingt das wohl für einen Comicneueinsteiger :tick: .
      Das einzig konsequente was Marvel jemals gemacht hat, die FF einstellen ..... ach scheiße, hatte ja mit dem Filmuniversum zu tun und die kommen ja demnächst auch wieder zurück. Warum nicht mal nur noch eine SM Serie laufen lassen nur mit Morales? Den hat man halt aus dem UU übernommen. Warum eigentlich? Genau das sollte man sich mal fragen!

      Sollte mal Skottie Young alle Marvel Charaktere in Babys verwandeln, am besten durch Mephisto, und dann kann man das MU neu starten und von vorne beginnen.

      Ach und zum Kern dieses Thread, ja mir ist Continuity schon wichtig, aber noch lieber wäre mir das "Zu Ende" Erzählens einer Figur um einen frischen ballastfreien Neustart mit jemand anderem unter der Mütze hinzulegen.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
    • Mir ist Kontinuität eigentlich schon wichtig, am besten kombiniert mit einer guten Story. Natürlich gefällt mir beim lesen eine gute Geschichte, die ein wenig die Vergangenheit ignoriert besser als eine lahme Story bei der zumindest jedes Detail stimmt. Auf lange Sicht ärgert mich das dann aber schon.
      Wobei es für neue Autoren immer schwerer wird alles zu berücksichtigen, da ja immer wieder neues hinzukommt. Und wenn ein ein Autor richtigen Schwachsinn schreibt bin ich auch nicht traurig wenn Geschehenes ignoriert oder einfach wieder zurecht gebogen wird.
      Bin also etwas hin und her gerissen. Ich hätte zwar am liebsten Kontinuität, weiß aber auch das es schwierig und nicht immer dem Lesevergnügen dienlich ist.