Bachelorarbeit über Deadpool - Ich brauche eure Hilfe

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    • Bachelorarbeit über Deadpool - Ich brauche eure Hilfe

      Hallo


      Ich wende mich mal mit einem sehr speziellen Anliegen an euch. Ich werde meine Bachelorarbeit über die Heldenreise schreiben und der Frage
      nachgehen, ob und wie ein Anti-held wie Deadpool eine solche Reise durchläuft.


      Ein gutes Beispiel für eine Heldenreise ist Neo bei Matrix. Wir haben am Anfang einen Protagonisten, der quasi nur der Schatten seiner selbst
      ist. Es erfolgt ein Ruf zum Abenteuer und im Verlauf dieses Abenteuerswächst er an seinen Aufgaben und wird vollends er selbst. Er kommt quasi zu einer gewissen Reife und erlernt heldenhafte Attribute wie Mut und Opferbereitschaft.


      Mein Fokus wird auf dem Deadpool Film von 2016 liegen, jedoch soll ich auch die Comics heranziehen, um den Charakter besser zu verstehen.


      Deswegen hoffe ich, dass ich hier Hilfe bekomme, in welchen Comics man mehr über ihn und seinen Hintergrund lernt. Oder Momente, in denen er sich eindeutig wie ein echter (Super)held verhält.


      Würde mich über jegliches Feedback freuen
    • In den heutigen amerikanischen Endlos-Superheldencomics gibt es eine derartige Heldenreise zumeist nicht - einfach deswegen, weil sich die Charaktere nicht entwickeln dürfen. Falls doch mal eine Entwicklung eintritt, wird diese mit der Ankunft eines neuen Autoren wieder auf Null gedreht.
      Die Figuren sind für Warner (DC) und Disney (Marvel) Vehikel zur Vermarktung in TV, Film, Videospielen - und wenig mehr. Deshalb wird nicht zugelassen, dass sie in ihren Grundzügen verändert werden.
      Und Deadpools "Charakter" im Besonderen ist es seit einigen Jahren doch, alles zu sein, was der Autor gerade braucht. Mal ein Pirat, mal ein Cowboy, mal ein Kopfgeldjäger, Ehemann... whatever. Dabei ist er mal mehr Schurke, mal weniger, ist mal mehr Superheld, mal weniger, zeigt Mitgefühl oder auch nicht. Und mit der nächsten Miniserie oder dem nächsten Storyarc ist alles wieder vorbei. Die Figur ist kein festgelegter Charakter mehr, wie sie es mal zu Beginn der ersten Serie von 1997 war. Anders gesagt: Mit Deadpool ist inzwischen soviel Mist gemacht worden (und wird immer noch gemacht), dass keinerlei Charakter mehr übrig ist.
    • Das beste Beispiel für eine Heldenreise ist natürlich der Herr der Ringe.
      Die Deadpool Comics sind so ausgelegt, dass er sich eben nicht wie ein Held verhält, oder eben gerade so viel, dass er als Identifikationsfigur bzw. Antiheld noch funktioniert. Kenne mich jetzt auch nicht so mit der Deadpoolreihe aus, dass ich da eine bestimmte Entwicklung feststellen könnte.
    • Eine Heldenreise im klassischen Sinne über einen Comic zu verfassen, stelle ich mir schwer vor. Du müßtest dein Augenmerk wohl auf die Ursprünge legen, da die Motivation zum "Heldentum" eine wichtige Rolle spielt. Der Protagonist sollte auch etwas Tiefe besitzen und der zu betrachtende Zeitraum sollte mit einigen Schlüsselelementen versehen sein. Deadpool wäre da nicht meine erste Wahl, eher jemand wie Daredevil. Am besten etwas außerhalb des Superheldenkosmos, wie The Walking Dead oder Outcast. Da findest du deine "Helden" wider Willen.
    • Ab davon...

      Der Comic-Charakter hat mit dem Film-Charakter nicht viel gemein.
      Der Comic biete ein grobes Grundgerüst, eine Idee wie der Charakter funktioniert.
      Allein durch die 1000 unterschiedlich ausgerichtetet Autoren wir des mehr als schwierig den (wahren) Charakter von DP zu erfassen.
      Uund tatsächlich wurde das vor kurzem durch einen Autoren sogar unmöglich gemacht.

      Eine bleibende Entwicklung im Marvel-Cosmos, die nicht wirklich mehr umgekrempelt wird und bis zur unkenntlichkeit pervertiert wird hat bisher meiner Erinnerung nach nur
      Spider-Man im "Ultimativen Universum" erhalten... bzw. das komplette "Ultimative Universum".

      Sind nur so ca. 500 Ausgeben... viel Spaß!

      So long...

      EDIT:

      DD ist natürlich IMMER eine gute Wahl... :thumbsup2:
      allerdings empfehle ich da tatsächlich eher Capatin America ... Den Weg vom Symbol zur "lebenden" und gelebten Inkarnation des amerikanischen Traums? (Mark Gruenwald war da der maßgebliche Autor!)
      RETTET DAREDEVIL !!

      Wenn Ihr DD veröffentlicht haben wollt, dann tragt ab jetzt auf den Messen "I'm not Daredevil"-Shirts!

      KLICK!
    • Euer Kanzler Moonie schrieb:

      Wenn es noch geht, würde ich an Deiner Stelle ganz schnell Abstand von Deadpool nehmen und eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema lieber über den talentierten Mr. Ripley von Patricia Highsmith verfassen, da hast Du sogar zwei Verfilmungen und ein Buch.
      Mal abgesehen, dass es nicht nur ein Buch und zwei Verfilmungen sind, weil Tom Ripley noch einige Male in Erscheinung tritt und seine Reise mit dem Ende vom talentierten Mr. Ripley noch lange nicht vorbei ist und ich zusätzlich den 99er Film liebe. Warum?
    • Ich weiß, es folgten noch weitere Bücher, die auch teils verfilmt wurden, aber für eine Gegenüberstellung sind die beiden Verfilmungen und der Originalroman doch quasi prädestiniert.

      Den Film von Minghella liebe ich übrigens auch, da möchte ich irgendwann auch mal die Drehorte besuchen. Die Bücher haben einen Ehrenplatz bei mir im Regal, die Highsmith zählt zu meinen absoluten Favoriten.

      Ich kam einfach drauf, weil Ripley in meinen Augen der ultimative Antiheld ist. Man kann immer nachvollziehen, was er da tut, obwohl man es nicht gutheißt und wünscht ihm dennoch, dass er damit durchkommt. Er ist einfach so sophisticated.
    • Warum meinen denn alle Deadpool eignet sich nicht? Eine wissenschaftliche Untersuchung kann und darf doch auch negativ ausfallen. Dann ist Deadpool halt ein Anti-Held der keine Entwicklung durchläuft und stark von Autoren beeinflusst ist. Der Aufbau der Persönlichkeit, deren Motive sind halt superheldencomicspezifisch. Ist doch auch interessant das man eine Erzählstruktur z.B. von nur schriftlichen Erzählungen nicht einfach übertragen kann.
    • Am ehesten verhält - oder eher verhielt - sich DP noch wie ein Held (nach der allgemeinen Auffassung von 'Held') wenn es um seine angebetete Siryn geht. Um ihre Liebe zu gewinnen , versuchte er tatsächlich , sich anständiger zu verhalten. War aber nur ne kurze Episode und vllt trügt auch meine Erinnerung. :rolleyes: Zu finden in den ersten DP-Classic Bänden. Da war DP noch lesbar und 'frisch'

      Nach Secret Invasion hab ich kein DP-Heft mehr angerührt.
      #MarvelZombienomore
    • Erstmal Danke für euer Feedback.

      Zum dem Thema, dass Deadpool nicht besonders gut da rein passt...Das ist ja in dem Sinn nicht wichtig, dasss ich da jemanden finde, der perfekt in das Schema passt. Alles was ich mache, ist dass ich der Frage nachgehe, ob er eine Heldenreise macht und wenn es am Ende ein Nein ist, ist das ja auch gut.
      Am Anfang des Studiums dachte ich auch, dass man seine eigene Theorie oder Anfangsfrage nicht zerstören darf, aber es liefen insbesondere die Hausarbeiten gut, in denen ich meinen anfänglichen Ausgangspunkt durch die analyse selbst zertört habe.

      Zum anderen muss ich jetzt gucken, inwiefern und wie weit ich die Comics integriere. Meine Erstprüferin meinte, dass ich mich auf sie beziehen muss, und wenn es nur in Fussnoten ist, da der Charakter im Film nicht ausgereift genug ist. Ich könnte mich ja gar nicht wirklich auf alles beziehen, immerhin sind es nur 40 Seiten, die ich habe.
      Es ist nur wirklich schwierig, da die unterschiedlichen Autoren sich auf unterschiedliche Attribute fokussieren. Manche pushen das heldenhafte in ihm, andere lassen ihn einfach als egoistischen Sack darstehen.
      Gibt es denn Comics die als Grundlage für den Filmdeadpool fungiert habe oder wurde aus ihm etwas komplett anderes gemacht?
    • Würde ja sagen jede andere Figur eignet sich besser. Zum einen gibt es durch die vielen Ansätze keine konsequente Reise(was aber auch auf die meisten anderen Mainstream-Superhelden zutrifft), zum anderen liegt gerade Deadpools Alleinstellungsmerkmal ja nicht im Plot, sondern daran, wie die Figur angelegt ist. Da kannst du auch die Heroes Journey in Wile E Coyote suchen. Geht sicher auch irgendwie, aber ob man sich das unnötig schwer machen muss. Wenn man nur den Film sieht ist das sicher leichter, aber auch da würde ich mich als Leser fragen warum es dann unbedingt eine Adaption sein muss, statt ein originäres Werk. Zumal dann genau auch noch eine Adaption, die sich genau darin von der Quelle unterscheidet, dass sie den Punkt hinzufügt, um den es dir geht.
    • manwithoutfear schrieb:

      Der Comic-Charakter hat mit dem Film-Charakter nicht viel gemein.
      Das fiel mir auch als erstes auf. Figuren aus Comicverfilmungen sind nicht die selben wie in den Comics auf denen sie basieren. Zumindest bei Marvel.

      Dann hätte ich als Kenner eine andere Figur gewählt: Gravity oder Darkhawk oder bekannter und aktueller: Doctor Doom.

      Im Grunde habe ich aber absolut keine Motivation zu helfen, weil mir schon deine Erstprüferin zu wenig Ahnung hat von Comics und Comicverfilmungen. Und solche Leute sollen dann deine Arbeit bewerten? Viel Glück.
      Außerdem - es kommt ja ein paarmal im Jahr vor, dass Hilfe dieser Art gesucht wird. Warum wählt man eine Comicthema, wenn man nichtmal den betroffenen Comic liest? Das geht über meinen Verstand.
    • Hier mal was produktives. Ich würde folgende Hefte empfehlen, um den Charakter besser kennenzulernen:
      - Hey, hier ist Deadpool! (paninishop.de/artikel/ddppb002…dpool-softcover-softcover)
      - Der Kuss des Todes (paninishop.de/artikel/ddppb005…ion-5-softcover-softcover)
      - Drei gloreiche Harlunken (paninishop.de/artikel/dmndp003…ool-3-softcover-softcover)
      - Sins of the Past (paninishop.de/artikel/ddppb001…zen-und-moneten-softcover)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lorion42 ()

    • Taskmaster schrieb:

      lorion42 schrieb:

      Hier mal was produktives.
      Find ich arrogant und unhöflich.Jeder der vorhergehenden Beiträge war produktiv, denn auch ein Abraten ist eine Hilfe.

      lg Task
      Ok du hast Recht. Entschuldigung!

      Ich denke man kann das Thema schon machen und gerade beim Film denke ich auch, dass man die Grundzüge einer Heldenreise erkennt. Das Problem bei Deadpool ist mMn nicht die Tatsache, dass er ein Antiheld ist, sondern die Tatsache, dass es eine Komödie ist, die mehr Antrieb aus den Gags als aus dem Spannungsbogen bezieht.