Dunkler Sammelwahn: Eaglemoss´ Batman Graphic Novel Collection - Der Rezi-Thread

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    • Dunkler Sammelwahn: Eaglemoss´ Batman Graphic Novel Collection - Der Rezi-Thread

      Nachdem sich bereits die meisten Ernst zu nehmenden Comic-Kollektionen mit Panini-Verwicklungen einen eigenen, in der Regel gut gefüllten und laufenden, Rezensionsbereich gesichert haben, soll dies natürlich auch der, ab August 2018 erscheinenden, "Batman Graphic Novel Collection" aus dem Hause Eaglemoss zur Seite gestellt werden.

      Die aktuellen Rezensionen speisen sich aus dem Testlauf der Reihe, es sind also durchaus noch Änderungen in Layout oder den Boni möglich. Des weiteren wäre sicher von Interesse, ob man in die Bewertung auch die Extras mit einfließen lassen sollte. Bisher habe ich dies meist unterlassen, da es mitunter das Bild von erzählerisch und/oder künstlerisch besonders gelungenen Bänden ziemlich nach unten hin verfälscht hätte. Da Kollektionen ja aber unter Umständen auch einen Mehrwert für Besitzer von Softcover- oder generell anderen Ausgaben bieten können, wäre der Gedankengang aber wiederum eine Überlegung wert.

      Kurz zu meinen aktuellen Wertungskriterien:

      Dramaturgie/ Erzählung = Wie, meist subjektiv, spannend ist die Geschichte? Bleibt man an ihr hängen, fesselt die Erzählung wie eine nietenbesetzte Stahlkette oder eher wie ein Gummiband? Ist die Spannungskurve gleichbleibend, gibt es gemächliche Passagen zum "Luft holen", sind die jeweiligen Anteile halbwegs ausgeglichen oder driftet man stark in eine bestimmte Richtung? Oder legt man den Band zwischendurch ständig zur Seite, kann sich schnell von der Story lösen oder muss sich ab und an sogar zum Weiterlesen zwingen?

      Zeichnungen = Wie attraktiv, auch das ist meist subjektiv, ist die künstlerische Seite des Bandes gelungen? Treffen wir auf majestätische, aber mitunter arg starr wirkende, Gemälde oder auf bewegungsfreudige, dynamische, aber dafür eher grobe Zeichnungen? Oder wird beides in hervorragender Synthese serviert? Passen die Zeichnungen zum Charakter der Geschichte? Oder ruinieren allzu "cartooneske" Elemente jegliche erdrückende Spannung? Was ist eventuell besonders innovativ geraten bzw. was hat man so noch nicht gesehen? Auch Farbgebung und alle anderen Bereiche abseits der reinen "Zeichenkunst" spielen hier eine Rolle und werden leider viel zu oft in die zweite Reihe degradiert.

      Kreativität = Verläuft die Geschichte in erwartbaren Bahnen und damit typisch zum etablierten 08/15-Muster einer bestimmten Heldenfigur oder gar eines ganzen Genres? Oder spielt man tatsächlich auf gelungene Art und Weise mit neuen Ideen, traut sich neue Facetten an Figuren zu entdecken (oder zu schaffen...) und durchbricht damit die Linientreue? Vertragen sich Alt und Neu? Schafft man es, etablierten Figuren glaubhaft neue Eigenschaften auf den Leib zu schreiben? Oder begibt man sich in immer wieder die selbe Leier und stellt damit sämtliche Innovation kalt?


      Achtung, dies soll kein "Privat-Thread" werden und daher bitte ich ausdrücklich um rege Beteiligung, damit wir für einzelne Bände eine halbwegs repräsentative und hilfreiche Bewertung entstehen lassen können. Es wäre aber gut, wenn man zumindest kurz, falls man auf ein Zahlensystem oder Ähnliches zurück greift, dieses erklärt.

      *weitere Infos folgen*

      Ausgabe Rezi in Post #


      01 Jahr Null: Die dunkle Stadt #2, #3, #19, #20


      02 Jahr Null: Die wilde Stadt #3, #5, #19


      03 Geboren, um zu töten #14, #18

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von majorcrampas ()

    • Dunkler Sammelwahn Nr.1: Aus der Asche ("Jahr Null: Die dunkle Stadt, Teil 1")

      Der 25jährige Spross der Milliardärsfamilie Wayne kehrt nach jahrelanger Abstinenz in seine Heimatstadt Gotham City zurück. Bis auf seinen treuen Butler Alfred und seinen Onkel Philip ist von Bruce´ ansatzweise familiären Banden nicht mehr viel übrig, dafür aber gedeiht das Verbrechen in der Metropole prächtig. Ein Vigilant namens "Red Hood" terrorisiert auf vielschichtige Weise den urbanen Moloch und verfügt offensichtlich über ein weit gestreutes Netz von Anhängern. Als er seine ruchlosen Griffel auch in Richtung Wayne Enterprises ausstreckt, wird der letzte Nachfahre des Industrie-Clans jedoch hellhörig und widmet seine neu gefundende Berufung zum dunklen Rächer zunächst vollständig dem Ergreifen des unfreiwillig komisch wirkenden "Rotkäppchens". Doch als Batman die verstreuten Puzzlestücke des übergeordneten Planes Red Hoods zusammen setzen kann, muss er feststellen, dem Monster alleine nicht gewachsen zu sein...

      Im zweiten, teilweise enthaltenen, Storybogen muss sich der Dunkle Ritter einem ebenfalls höchst ominösen Gegner stellen, der über die Fähigkeit verfügt, das Knochenwachstum seiner Opfer vollkommen außer Kontrolle geraten zu lassen. Als immer mehr grotesk entstellte, skelettartige Leichen seinen Weg pflastern, heftet sich Batman an die Fersen des unberechenbaren Widersachers.

      Da hatten wir ihn also: Den ersten Ausblick auf die im August zur Veröffentlichung anstehende "Batman Graphic Novel Collection" aus dem Hause Eaglemoss/Panini, welche die sicher nicht gänzlich unerfolgreiche "DC Graphic Novel Collection" (im Folgenden als DCGNC abgekürzt) beerben soll. Ein nicht unbedingt leichtes Erbe, was aber viel mehr in den Schwächen der Vorgängersammlung betreffs Rechtschreibung und Schriftsetzung begründet liegt, als in inhaltlichen Qualitätserwartungen. In dieser Hinsicht lässt der vorliegende erste Band der Testreihe (in wie fern dieser dann dem Sammlungsstart im August entspricht kann man noch nicht definitiv sagen) durchaus nichts zu wünschen übrig, denn nicht ein Rechtschreibfehler, nicht ein einziger falsche Trennstrich oder andere "Lettering"-Probleme waren auszumachen. Die Einführungstexte wirken ebenfalls stilistisch wesentlich besser, als die ab und an etwas einfach bzw. gar recht "plump" konstruiert wirkenden Übersetzungen dieser in der DCGNC. Das Lektorat bzw. Korrektorat, besetzt mit "TeleVision"-/"TV Highlights"-Autorenlegende Uwe Raum-Deinzer, lässt also hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Haptisch bleibt man dem Hardcover-Erfolgsrezept des Vorgängers treu, was eine solide Bindung und brauchbares, wenngleich gefühlt etwas dünneres als in der DC-Sammlung, Hochglanzpapier bedeutet. Dennoch ist der Start, zumindest meine Ausgabe, handwerklich nicht gänzlich fehlerfrei, da sich im "Finale" des ersten Storybogens beim Kampf in einer Fabrik seltsame gelbe Abdrücke auf den Seiten wiederfinden, die vermutlich von einer verschmutzten Druckmaschine/ -rolle stammen. Natürlich ist dies mit aller Wahrscheinlichkeit chargenabhängig und trat auch bei der DCGNC zwei, drei Mal auf, aber sollte dennoch erwähnt werden. Boni in Form einer Cover-Galerie oder eines Klassikers gibt es hingegen nicht, allerdings handelt es sich ja um den ersten Teil der "Dunklen Stadt", was durchaus bedeuten kann, dass zumindest erstere im zweiten Band nachgeholt wird.

      Inhaltlich kann man am Band jedoch nur wenig bemängeln, denn die erzählte Geschichte aus dem Universum der "New 52" eignet sich mit ihrem Origin-Charakter passabel als Auftakt einer neuen Sammelreihe und ist zudem kurzweilig und spannend erzählt. Leider glänzt der stetig anwachsende Spannungsbogen mit mehr Fragen als Antworten auf diese, aber sicher wird es im Laufe der Sammlung noch ausreichend Fortsetzungen dieses Handlungszweiges geben, die den Leser in dieser Hinsicht zufrieden stellen. Die Zeichnungen fallen erwartungsgemäß modern und dynamisch aus, lassen aber dann und wann eine gewisse wenig attraktive "Strichlastigkeit", so wie keine unbedingt ausufernde Detailverliebtheit erkennen.

      Für wen eignet sich diese neue Sammlung also? Nun, auf jeden Fall für diejenigen, die sich akut für die Abenteuer des Dunklen Ritters interessieren, bisher aber wenig Geld in eine entsprechend ausufernde Sammlung dieser investiert haben. Oder passionierte Sammler ersetzen diverse Softcover-Versionen durch die Eaglemoss-Hardcover, was ja mitunter bei der DCGNC durchaus der Fall war. Oder aber, man sammelt einfach alles doppelt...Geld und vor allem ausreichend Platz vorausgesetzt, ergibt sich aus den Buchrücken der Sammlungsbände ja ein zusammenhängendes Bild. Bei 3,99 Euro für die Erstausgabe, 8,99 Euro für den zweiten Band und 12,99 für die absehbaren weiteren Ausgaben (wobei man sicher auch die Steigerung auf 13,99 Euro als "todsicher" abhaken kann...) ein dezent luxuriöser Spaß, aber irgendein Laster braucht jeder Mensch.

      Fazit: Ordentliches Debüt mit kleinen Schönheitsfehlern, passable Geschichte. Handwerklich und die Boni betreffend ist aber noch ausreichend Luft nach oben!


      Dramaturgie/Erzählung7/10
      Zeichnungen7/10
      Kreativität8/10
      Gesamtwertung7.33 / 10

      :bats:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von majorcrampas ()

    • Ich werde nicht ganz so ausführlich rangehen, aber trotzdem ab und an meinen Senf dazu geben.

      Also erst mal Jahr 0 bzw. Band 1 und 2 :

      Interessante Origin Story, die mich in dieser Form aber doch sehr überzeugt hat. 3 Storys in 2 Bänden, die nahtlos
      ineinander übergehen und mich von Anfang bis Ende fesseln konnten (wollte erst mal nur einen Band lesen, habe
      den zweiten aber dann nahtlos dran gehängt).

      Die Zeichnungen passen mMn hervorragend zur Geschichte, gefiel mir sehr.

      Verarbeitung der Bände ist hervorragend, Fehler beim Druck sind mir keine aufgefallen.

      Ein sehr guter Eindruck schon mal zum "Test-Start".
    • Dunkler Sammelwahn Nr.2: Spiel auf Zeit ("Jahr Null: Die wilde Stadt")

      Zu früh gefreut: Während Batman und seine Helfer nach der Vereitelung von Red Hoods Vorhaben kurz durchschnaufen, tauchen, mit dem grotesken Dr. Death, der seine Opfer mit einem unkontrolliert das Knochenwachstum beschleunigenden Mittel als grausam deformierte Leichen zurücklässt, und der Entfaltung der Pläne des Riddlers, weitere Probleme auf der "Spielfläche" Gotham City auf. Dummerweise erweist sich Edward Nigma als äußerst vorausschauender Gegner, dem es nicht nur gelingt, Batman ein ums andere Mal zu deklassieren, sondern auch final die Kontrolle über die Stadt an sich zu reißen und sie vom Rest der zivilisierten Welt zu isolieren. Mit einer ganzen Bürgerschaft in Geiselhaft konfrontiert, droht auch von Außen der Einsatz extremer Mittel, den Bruce Wayne und der bisher von ihm eher kritisch betrachtete Polizist James Gordon natürlich verhindern wollen. Inmitten der sichtlich angeschlagenen Metropole muss sich Batman also erneut den irren Rätseln des Riddlers stellen, um dessen Standort zu orten und darauf zu hoffen, dem verrückten Rätselmeister endlich den entscheidenden Schritt voraus zu sein.

      Die Fortsetzung von "Die dunkle Stadt" entführt uns in ein dystopisches Gotham, das von einem grünhütigen Überwachungsfetischisten kontrolliert wird. Hilfe von Außen ist nicht möglich, der Irre mit dem grünen Hut immer mindestens eine Nasenlänge voraus und damit ein würdiger Gegner für einen Batman, der gerade erst seine ersten Schritte als Held unternimmt. Rückblenden lassen uns zudem teils wunderbar Einblick in die Entwicklung von Charakteren wie Gordon oder eben Bruce Wayne innerhalb des von Scott Snyder neu gestalteten Universums werfen. Beide Bände sind also ein durchaus passender Beginn, natürlich auch für diejenigen, die bislang noch nicht zu viel mit dem Dunklen Ritter zu tun hatten.Die modernen und dynamischen Zeichnungen sind ab und an etwas "strichlastig", aber im Grunde zur Grundstimmung durchaus passend. Als Bonus sind ebenfalls zwei Cover abgedruckt, mehr gibt es aber nicht.

      Der zweite Band der Sammelreihe bestätigt den guten Eindruck des Erstlings, aber den ersten Rechtschreibfehler habe ich schon ausmachen können - Edward Nigmar besiegelt da die diesbezügliche Entjungferung der Kollektion. Stört mich persönlich jetzt nicht unbedingt und so lange es nicht die Dimensionen einiger der ersten Bände der "DC Graphic Novel Collection" erreicht, ist sowieso alles verzeihbar.


      Dramaturgie/Erzählung
      8/10
      Zeichnungen
      7/10
      Kreativität
      8/10
      Gesamtwertung
      7.66 / 10
    • majorcrampas schrieb:

      Der zweite Band der Sammelreihe bestätigt den guten Eindruck des Erstlings, aber den ersten Rechtschreibfehler habe ich schon ausmachen können - Edward Nigmar besiegelt da die diesbezügliche Entjungferung der Kollektion. Stört mich persönlich jetzt nicht unbedingt und so lange es nicht die Dimensionen einiger der ersten Bände der "DC Graphic Novel Collection" erreicht, ist sowieso alles verzeihbar.
      Aber trotzdem ärgerlich und überflüssig. Da kaufe ich dann doch lieber gleich die englischen Ausgaben und gehe damit jeglichen Übersetzungs- und vermutlich auch Rechtschreibproblemen von vorneherein aus dem Weg. Ich weiß auch echt nicht, wieso so was einfach nicht in den Griff zu bekommen ist ...

      Bonus-Storys - wie bei der DC Collection - gibt's bei der Batman Collection ja leider auch keine mehr, wodurch auch kein Mehrwer gegenüber x-beliebigen DC-Paperbacks/Hardcovern gegeben ist. Insgesamt wohl wirklich eher was für totale Neulinge und für absolute Allessammler ...
    • War vielleicht auch schon in den anderen Ausgaben der Story. Kann ich nicht prüfen, habe sie in der Sammlung das erste Mal gelesen. Zumal auch die Marvel-Sammlung in den letzten Ausgaben den einen oder anderen kleinen, aber mit dieser Pingeligkeit vergleichbaren, Fehler drin hatte. Da ich solche Kleinigkeiten aber auch in anderen regulären Paninibänden schon gefunden habe, ist das in diesem zu vernachlässigenden Ausmaß nicht wirklich ein Störfaktor.
    • shaboo schrieb:

      majorcrampas schrieb:

      Der zweite Band der Sammelreihe bestätigt den guten Eindruck des Erstlings, aber den ersten Rechtschreibfehler habe ich schon ausmachen können - Edward Nigmar besiegelt da die diesbezügliche Entjungferung der Kollektion. Stört mich persönlich jetzt nicht unbedingt und so lange es nicht die Dimensionen einiger der ersten Bände der "DC Graphic Novel Collection" erreicht, ist sowieso alles verzeihbar.
      Aber trotzdem ärgerlich und überflüssig. Da kaufe ich dann doch lieber gleich die englischen Ausgaben und gehe damit jeglichen Übersetzungs- und vermutlich auch Rechtschreibproblemen von vorneherein aus dem Weg. Ich weiß auch echt nicht, wieso so was einfach nicht in den Griff zu bekommen ist ...
      Bonus-Storys - wie bei der DC Collection - gibt's bei der Batman Collection ja leider auch keine mehr, wodurch auch kein Mehrwer gegenüber x-beliebigen DC-Paperbacks/Hardcovern gegeben ist. Insgesamt wohl wirklich eher was für totale Neulinge und für absolute Allessammler ...
      Ich finde das ein bisschen pingelig. Wegen dem einen Rechtschreibfehler ein Fass auf zu machen. Ich fände den nun wirklich nicht störend.
      Ich gehe jetzt nur von mir aus, wenn es dich so sehr stört ist das ja OK.
      Mich würde interessieren ob es in den Panini Ausgaben auch drin ist.
      @majorcrampas könntest du mir in etwa sagen in welchem Heft der Fehler drin ist? Ich schaue dann mal nach ob er in dem Panini Heft auch drin ist.
    • Black Lantern schrieb:


      Ich finde das ein bisschen pingelig. Wegen dem einen Rechtschreibfehler ein Fass auf zu machen. Ich fände den nun wirklich nicht störend.
      das ding ist halt nur das eaglemoss in der dc collection in einigen bänden im Gegensatz zu hachette massig fehler hatten
      berühmt berüchtigt ist ja der band "flash Born to run"...mitunter unlesbar
    • MaBuGu schrieb:

      Black Lantern schrieb:

      Ich finde das ein bisschen pingelig. Wegen dem einen Rechtschreibfehler ein Fass auf zu machen. Ich fände den nun wirklich nicht störend.
      das ding ist halt nur das eaglemoss in der dc collection in einigen bänden im Gegensatz zu hachette massig fehler hattenberühmt berüchtigt ist ja der band "flash Born to run"...mitunter unlesbar
      Ich weiß, Born to run habe ich auch hier stehen. In der DC Collection waren mir persönlich auch zu viele Fehler.
      Mir ging es ja nur um den einen Fehler "Nigmar" in der Batman Collection.
      Wenn generell ein Problem mit der Übersetzung hat kann ich das verstehen, aber nicht wegen eines Fehlers.

      Aber ich habe ja oben schon geschrieben, dass es OK ist wenn es ihn stört. Ich kann es nur nicht nachvollziehen.


      Ich hoffe nur, dass die Batman Collection viele neue Comic Leser anlockt. Je mehr desto besser.
    • Dunkler Sammelwahn Nr.3: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr ("Geboren, um zu töten")

      Nachdem Batman auf der ganzen Welt Verbrecherjäger gesponsort und ermuntert hat, seinem Weg zu folgen, trifft diese Idee allerdings nicht überall auf Gegenliebe. In Moskau wird ein Teammitglied der "Batman Incorporated" während eines Einsatzes von einem übermächtigen Gegner außer Gefecht gesetzt und durch ein Säurebad in wahrsten Sinne des Wortes ausgelöscht. In Gotham schwelt hingegen der Konflikt zwischen Bruce Wayne und seinem Sohnemann Damian, der die vergleichsweise verbrecherschonende Gangart seines Vaters zunehmend hinterfragt und die Finsterlinge lieber ein für allemal ausschalten möchte. Doch da Tote nicht mit der Philosophie Batmans kompatibel sind, Damian aber durch die Erziehung seiner Mutter Talia al Ghul entsprechend geprägt ist, wird der Graben zwischen Vater und Sohn immer tiefer. Als dann auch noch der Killer aus Moskau in Gotham aufschlägt und in Damian einen willigen Zuhörer für seine Ideen des ewigen Auslöschen allen Verbrechens findet, setzt sich eine Spirale der Gewalt in Gang, die nur ein Ende kennen kann - den Tod.

      Vater-Sohn-Geschichten tragen schon fast traditionell eine Menge Zündstoff mit sich herum und natürlich sind ein so spezieller Papa wie Batman und ein eher schwieriges Kind wie Damian Wayne bestens geeignet, um eine solche Beziehung innerhalb des DC-Universums auszuloten. Als Kind einer Killerqueen (hier bitte gedanklich den passenden Song von "Queen" einblenden...) und eines dunklen Rächers kann man es aber auch nicht wirklich leicht haben, insbesondere dann, wenn auch noch der allwissende Familienbutler Alfred immer ein Auge auf den komplizierten Nachwuchs hat. Die Verführung des unerfahrenen, aber fähigen, Zöglings lauert in Gestalt eines ehemaligem Wegbegleiters Bruce Waynes, der sich aber einer recht radikalen Form der Verbrechensbekämpfung verschrieben hat: Jeder Ganove stirbt, er hat es nicht anders verdient. Eine Denkweise, die Damian ebenfalls teilt und die ihn wiederum in einen Konflikt zwischen Vaterliebe und Bestimmung stürzt, den er nur mit einer recht dramatischen Aktion ansatzweise lösen kann. Auf der Gegenseite erleben wir Bruce Wayne als zunehmend bemühter werdenden Vater, der seine mangelnde Erfahrung auf diesem "Schlachtfeld" zwingend erweitern muss, um seinen Sohn nicht zu verlieren.
      Unterstützt werden diese teils recht privaten Einblicke in das Leben der Waynes durch Patrick Gleasons dynamischen, weitestgehend objektiv attraktiven, aber leider auch vergleichsweise emotionslos wirkenden Zeichnungen. Als Boni gibt es auf acht Seiten einige Konzeptzeichnungen zu den jeweiligen enthaltenen Einzelheften.

      Ausgabe drei, die erste zum Vollpreis, liefert ordentlichen Lesestoff, der aber nicht die ganz großen Verbrechenskaliber auffährt, sondern sich thematisch eher familiär präsentiert.


      Dramaturgie/Erzählung7/10
      Zeichnungen7/10
      Kreativität7/10
      Gesamtwertung7 / 10



      Eaglemoss-Rechtschreibung-Bonus-Info: Der einzige aufgefallene Fehler tritt auf Seite 78 auf, zweites Panel von unten, beim Wort "irgendwann" fehlt das "i" (rgendwann). Für Erbsenzähler und Paniniband-Vergleichs-Interessierte.
    • Thias schrieb:

      In dem Paperback von Panini sind keine Seiten angeben. Im welchen der Hefte ist der Fehler oder kannst ein Bild machen?
      Hier gibts auch keine Seiten. Habs durchgezählt ^^ . Es sollte Heft 4 sein, als Batman und Damian im Autokino sitzen und "Vielauge" seinen Vortrag hält.
      "Allein dein Tod vermag deinen Sohn von der schweren Last zu befreien, die du ihm aufbürdest. Aber keine Angst, irgendwann wird auch er ein Niemand sein."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von majorcrampas ()

    • Ich habe die Reihe zwar noch im Abo aber sehr viele Storys noch ungelesen hier und nutze die Veröffentlichungen der Collection um den Stabel zu verkleinern.

      Ich hätte noch einige Ergänzungen zu @majorcrampas zu machen. Der Aspekt zwischen Vater ist zwar der Haupttenor, es gibt aus meiner Sicht aber noch viel mehr zu entdecken.

      Zuerst einmal finde ich Damian gut getroffen, auch der fehlenden Respekt seinen Großeltern gegenüber finde ich passend. Ich finde es auch einen großen emotionalen Schritt, dass Bruce ab sofort seinen Eltern nicht mehr am Todes- sondern Hochzeitstag gedenken möchte. Im ersten Heft sieht man da schon den kommenden Konflikt, da Bruce sehr emotional ist und Damian dagegen kühl und vermeidlich abgeklärt. Bruce ist mit der Vaterrolle aber überfordert und geht die Beziehung zu pragmatisch an.
      Spannend finde ich auch, dass man endlich mal etwas über Bruce seine Ausbildung im Ausland erfährt! Alfred agiert immer als Gewissen und ist Teil der Familie, dies wird zum einen durch Damian deutlich und zum anderen als Batman sagt unser Sohn.
      Am Ende sieht Batman sich ein Stück weit selber in Damian und kann sich vorstellen, welchen inneren Kampf er führt.

      Trotz der vielen Details und der Emotionen bleibt die Handlung zum Teil zu vorhersehbar. Auch die Zeichnungen finde ich ebenfalls wie @majorcrampas zu kühl und nichtssagend.

      8/10
    • Bei mir gab es heute die ersten beiden Bände der Batman Collection. Es ist meine dritte Lesung (nach den Heften war ich auf Paperback umgestiegen) und muss meine Begeisterung ein wenig revidieren. Beim ersten Lesen hätte ich das Gefühl einen dieser raren Klassiker wie Killing Joke, Year One oder Mad Love zu lesen. Aber der Vergleich hinkt. Ja, der Anfang ist stark, das gilt für das komplette erste Drittel, Heft mit dem Zeppelin-Kampf atemberaubend gezeichnet, der Dialog mit Gordon auf dem Boot ist toll aber nerven nun doch einige Schwächen, Längen und ein snyderisches Finale. Storys beenden, kann er nicht. Auch Red Hood wurde toll aufgebaut, aber warum eigentlich? Gebracht wurde der nicht mehr und der ultimative Riddler wirkt Unglaubwürdig. Das gibt drei Punkte Abzug. Ab jetzt sind es 7 von zehn. Immer noch okay.
      Glossar

      • Bände: Mehrzahl von Band im Sinne von Buch
      • Bänder: Schnürsenkel
      • Bender: Figur aus Futurama
      • Bendis: Comicautor
      Vorsicht: Als Band kann auch eine Musikgruppe oder ein einzelner Schnürsenkel bezeichnet werden.
    • Band 1 - Jahr Null Teil 1

      Neu

      Gestern gab es den 1. Band bei mir:

      Warum man die Übersetzung von Steve Kups nochmal überarbeitet hat und das Lettering komplett neu gemacht hat verstehe ich zwar nicht - aber gestört hat es mich auch nicht. In einigen Sprechblasen werfen die Buchstaben Schatten...das war bei der Paniniausgabe nicht so.
      Es fehlen auch ein paar Seiten direkt am Anfang, welche in der Paniniausgabe enthalten sind...

      Aber nun zum Inhalt und der war toll. Ich kannte die Story nun zwar schon, aber sie hat mich wieder abgeholt. Gerade der erste Teil von Jahr Null ist echt. Ob noch mehr gefehlt hat weiß ich nicht, aber es hat auch den Lesefluss nicht gestört. Die ganze Story um die Red Hood Gang fand ich schon immer interessant, vor allem um das Ende des 1.Anführers... Außerdem liebe ich Capullos Art Bruce zu zeichnen und davon gibt es hier jede Menge. Auch ist die erste Hälfte viel am hellichten Tag angesiedelt, was mal einen farbenfrohen Batmancomic daraus macht. Die kleinen Anspielungen auf Batsies Zukunft lassen den Nerd in mir lächeln. Bruces Entwicklung war hier für mich völlig nachvollziehbar.

      Ich kopiere mal @majorcrampas Bewertungsliste

      Dramaturgie8/10
      Zeichnungen8/10
      Kreativität9/10
      Gesamt8/10