Contro Natura 2 – Die Jagd

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    • Contro Natura 2 – Die Jagd




      Contro Natura 2 – Die Jagd


      Die Serie Contra Natura war für mich die große Überraschung im Albenprogramm des Panini Verlags im letzten Jahr. Anthropomorphe Tiere gibt es ja, von Disney angefangen, ja recht viele, aber diese Erzählung hier ist keinesfalls an kindliches Publikum ausgerichtet.

      Rückblick
      Die Protagonistin Leslie, ihres Zeichens aus der Gattung der Schweine stammend lebt in einer an Orwells 1984 erinnernden Welt. Überwachung ist Standard, und es gibt viele Einschränkungen im Privatleben. Zwar Leben die verschiedenen Gattungen der Tiere, ob Katze, Hund, Ziege oder Krokodil friedlich nebeneinander, aber Beziehungen sind nur innerhalb der eigenen Spezies erlaubt. Auch homosexuelle Beziehungen sind nicht erlaubt, was auch mehr als intensiv überwacht wird.
      Leslie hingegen hat andere Träume, und zwar von sexueller Natur. In ihren Träumen findet sie sich wieder und wieder in den Armen eines mysteriösen weißen Wolfes wieder. Der Alltag indes ist gänzlich anderer, bei ihrer Arbeit als Bedienung wird sie von ihrem ekelhaften Chef angemacht, und da sie Single ist, hat sich der Staat vorsorglich um einen potentiellen Partner für sie gekümmert, natürlich aus ihrer Spezies. Und so kommt es zum staatlich organisierten Date mit dem vom Computer optimierten Partner, der allerdings so gar nichts Gutes mir Leslie vorhat.

      Handlung
      Die mysteriösen Fremden, die Leslie verfolgen, meinen es verdammt ernst. Als sie auf eine Art Untergrundbewegung trifft, findet sie dort einen Nachfahren jenes mysteriösen weißen Wolfes, muss aber feststellen, dass sie selbst von dem Wolfsgott besessen ist, der gern die komplette Kontrolle über sie übernehmen möchte. In den Momenten, wo er sie steuerte, geht sie mit äußerster Brutalität gegen Angreifer vor. Doch die seltsame Sekte, die sie verfolgt, lässt nicht locker…

      Fazit:
      Der Künstlerin Mirka Andolfo (Ms. Marvel, DC’s Bombshells) schafft es hier wieder mit den wunderschönen Zeichnungen den Figuren ein beängstigend menschliches Wesen zu geben. Darüber hinaus haben ihre Zeichnungen eine schöne Dynamik, die gerade den Actionsequenzen eine große Lebendigkeit verleihen-
      Themen wie Rassismus, Intoleranz gegen Homosexualität und staatliche Überwachung sind im zweiten Band weniger präsent als in der Nummer 1, wo dem Leser die Welt vorgestellt wurde, und auch die Vorzüge Leslies und anderer Damen wurden weniger oft betont. Ob das das Ergebnis von Kritik ist oder der Umstand, dass die Handlung stark vorangetrieben wird, wird man in Band 3 sehen. Ich persönlich war sehr überrascht über die Wendung, die die Handlung nimmt, und das ist ja eigentlich eine gute Sache. Gelegentlich war ich doch sehr verwirrt, ich hoffe aber, dass die Losen Fäden noch zu einem Muster verwoben werden.
      Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gattung nicht gleichbedeutend ist mit den Charaktereigenschafften der Figur, wie das beispielsweise oft bei Disney der Fall ist. In Contro Natura könnte auch der Fuchs ängstlich sein, und der Hase mutig.
      Das überlange Album ist sehr gut verarbeitet, und bietet einen Anhang mit 4 Seiten Skizzen und Pin-ups.
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      Comic-Podcast[/center]
    • Neu

      Dieser Band begeistert mich schon nicht mehr so sehr wie der erste.
      Das Ganze wird jetzt noch esotherischer, wovon ich nun ja nicht unbedingt DER Fan bin.
      Auch der Stil der Erzählweise ist hier noch sprunghafter als im ersten Teil. Das kommt man von einer harten, brutalen und mitreißenden Szene plötzlich in eine sogar infantil wirkenden Passage (wenn Leslie zum Beispiel jemanden "doofie" nennt. Das wirkt out of place.).

      Womit ich aber meine Größten Probleme habe, ist dass die Geschichte auf mich teilweise wie eine pubertäre Fanfiction wirkt.
      Da ist zum Beispiel der Hauptcharakter Leslie. Sie ist zwar ein Schwein, wirkt aber von den Zeichnungen her ziemlich schön und sexy. Aber alles Welt ist in dem Comic rund um die Uhr damit beschäftigt ihr zu sagen wie fett und hässlich sie doch ist. Ich will da ja nicht zu viel reininterpretieren, aber ich hab so das Gefühl, dass da jemand seine eigenen Empfindungen und Wünsche in sein Werk projeziert hat.
      Dann wird in diesem Band die zweite wichtige Person enthüllt: ein gut gebauter Wolf. Nein, nicht nur ein Wolf, ein weißer Wolf; was in dieser Welt was ganz besonderes ist. Zudem hat er als Gimick auch noch Klauen, die so scharf sind, dass sie alles schneiden. Das belastet ihn aber, deswegen trägt er immer Handschuhe und ist sehr verschwiegen und mysteriös und hat nen coolen Kapuzen-Pulli. Hab ich vergessen zu erwähnen, dass sich da eine Romanze zwischen Mauerblümchen-Schwein und Sexy-mysteriös-Wolf anbahnt? Ehhhh... :rolleyes:

      Der Fakt, dass der Böse Dämon allerdings in Leslie steckt stellt das ganze dann aber wieder auf den Kopf und macht die Sache wieder interessant.

      Fazit:
      Meine Begeisterung hat sich stark zurück gefahren. Ich warte aber noch auf den nächsten Band.
      Die Zeichnungen sind dabei aber toll.

      lg Task

      Jones schrieb:

      Wenn ich mir mal einen Hund zulege, wird's ein Dobermann...und ich nenne ihn Taskmaster.