Comicvorlage vs. Verfilmung - Was ist besser???

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    • Comicvorlage vs. Verfilmung - Was ist besser???

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      Da im Vermissten-Thread das Thema aufkam, dort aber fehl am Platz ist, habe ich mal einen eigene dafür aufgemacht.
      Dann fighted mal los!

      Ich bin immer noch für die Comics. Filme setzten diese meistens nur 'zufriedenstellend' um, lassen ganze Stories weg oder nehmen sich nur die Grundidee vor und verwurschteln es zu einem Film...
      Brot kann schimmeln! Was kannst du?
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      Ich sehe die Filme generell nicht als die Umsetzung der Comics. Nach dem Motto das MCU ist nicht das 616er dienen die Comics nur als Inspiration für die Filme. Ich gehe an jeden neuen Marvel Film unbefangen heran und genieße ihn, als für sich stehendes Werk. Allein schon aufgrund der kurzen Spieldauer eines Filmes wäre es sowieso nicht möglich ein Comic Event wie Civil War nur ansatzweise der Quelle gerecht werdend umzusetzen.

      Civil War fand ich als Film ganz gut, die Comic Saga inklusive Tie Ins liebe ich.
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      Ich bin mir absolut sicher, dass man das nicht verallgemeinern kann.

      Es sind zwei unterschiedliche Medien, die ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Ob etwas besser oder schlechter ist, liegt daran wie es umgesetzt wird, wie talentiert die Beteiligten sind und was überhaupt gemacht werden soll. Außerdem ist das meist eine andere Art der Erzählung: Verfilmungen bieten meist abgeschlossene Kapitel oder komplette Geschichten, während Superhelden-Comics meistens fortlaufende Geschichten über lange Zeiträume und mehrere Titel erzählen.

      Filme haben den Vorteil, dass sie sich an einer großen Menge von Vorlagen bedienen können, somit die besten Teile wählen und einen besseren Fokus schaffen können. Die Geschichten in den Comics entstehen oft nach und nach, wodurch komplexere Geschichten entstehen können. Allerdings können Comics oft Probleme mit der Konsistenz haben, dafür entsteht bei längeren Narrativen eine Art Soap-Effekt.

      Comics können im Prinzip alles machen, der Zeichner muss nur unsetzen können was der Autor sich ausdenkt. Filme sind da vom Budget und der vorhandenen Tricktechnik abhängig. In Verfilmungen haben fantastische Elemente aber durch den Einsatz von echten Darstellern einen ganz anderen Effekt - es wirkt "echter".

      Manches funktioniert in der einen Form besser, anderes in der anderen. Es gibt keine absolute Antwort.
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      Aragones schrieb:

      Forenperser schrieb:

      Vor allem Sally ''Captain America kennt nicht mal Mypsace!" Floyd und die Sache mit den KZ's in der Negativ-Zone werden bis heute von vielen als absolute Tiefpunkte der Marvel-Events-Serien angeführt.
      Für mich war die Sichtweise Sally Floyds in den Civil War Frontline Tie-Ins einer der Höhepunkte des kompletten Events. Auch im House of M Tie-In "Generation M" mochte ich Sally Floyd sehr. Schade das man den Charakter später nicht mehr verwendet hat.
      Was genau fandest du an Sally's Standpunkt in Civil War denn bitte so toll?

      Ich fand es reichlich lächerlich Captain America vorzuwerfen dass er nicht für die Menschen kämpft weil er kein Myspace nutzt, Autorennen schaut oder nicht weiß wer das letzte 'American Idol' war. Sie hätte in diesem Interview relevante Punkte anführen können, stattdessen reduziert sie das Amerikanertum auf solche Oberflächlichkeiten.

      Fand es daher sehr amüsant wie HYDRA-Cap sie in Secret Empire hat festnehmen lassen.

      Ansonsten, what Damian said.
      Comics sind keine Bücher. Superhelden haben eine so unglaublich riesige Kontinuität dass es gar nicht funktionieren würde sie 1:1 zu adaptieren.
      Überhaupt, ich freue mich wenn unerwartete Wendungen genommen werden. Oder Charaktere in einen anderen Kontext gesetzt werden. Solange man sie dabei nicht völlig unkenntlich macht.
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      Sally wollte mit diesen provokanten Aussagen ausdrücken, das Cap von der Lebensrealität der meisten Amerikaner wenig Ahnung hat und für ein unrealistisches Ideal eines "gerechten" Amerikas kämpft, das es nicht gibt und auch nie gab. Im Civil War gab es noch eine große dritte Seite, das war die Mehrheit der Bürger, die absolut nicht damit einverstanden waren, das sich ihre "Helden" gegenseitig bekämpfen und dabei Tote auf der Strecke bleiben und enorme Schäden verursacht werden. Der Grund der Auseinandersetzung in dieser Härte war für sehr viele Amerikanern nicht nachvollziehbar.

      Ich mag die Figur der Sally Floyd jetzt nicht extra wegen dieser anscheinend polarisierenden Aussagen, obwohl ich sie schon originell und treffend finde. Der Charakter allgemein und seine Einstellung und seine persönlichen Tragödie (Kind durch Auswirkungen von House of M gestorben und dann auch Ehe gescheitert) sind interessant und ihre Geschichte wird sehr menschlich nahegehend erzählt.

      Das kontroversielle Interview mit Sally Floyd, Ben Urich und Cap ist nachzulesen in Marvel Exklusiv 70 (Frontline 11) - ihre persönliche Geschichte in X-Men Sonderheft 6 - Generation M.
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      Aragones schrieb:

      Sally wollte mit diesen provokanten Aussagen ausdrücken, das Cap von der Lebensrealität der meisten Amerikaner wenig Ahnung hat und für ein unrealistisches Ideal eines "gerechten" Amerikas kämpft, das es nicht gibt und auch nie gab.
      Eben das wurde komplett verfehlt.

      Anstatt so oberflächliche Unterhaltungsmedien aufzuzählen hätte sie vielleicht einen Kommentar zur aktuellen Politik der USA geben sollen (Stichwort War on Terror und so weiter).
      So kam sie rüber wie eine BILD-Redakteurin die mit reißerischen Aussagen Publicty machen will.

      Diese Art von verfehltem Writing war imO halt auch das Problem des ganzen Events.
      Und es war nicht mal konsistent. Von Buch zu Buch hat sich der Registrations-Akt unterschieden.

      Das fand ich im Film hat klasse gemacht. Da gab es deutlich weniger Charaktere und eine klare Linie. Die Story und die Charakter-Motivationen waren fest definiert und haben sich nicht im Sande verlaufen.
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      Ich sehe das Film Universum und das Comic Universum eh klar getrennt - obwohl manche immer denken, das müsse man unbedingt auch auf dem Papier ändern. :rolleyes:

      Besonders solche Änderungen wie Hela - die im Comic Loki´s Tochter ist - im Film plötzlich die von Odin, die schwarze Wallküre, Heimdall Fury,etc... oder die deutlich jüngere Tante May, und und und Im Film begeistern die Dinge und man ist oft überrascht :respect: Solange man den Wurzeln treu bleibt und die Grundprinzipien nicht verhunzt wie FOX bei den Fools :speiuebel: immer gerne her damit. Auch ich als Fan will keine 1:1 Nacherzählung sondern auch überrascht und geflasht werden. So gibt es nur wenige Dinge, die ich anders gemacht hätte. So hätte ich zum Beispiel gerne eine riesengrosse Gammexplosion auf einem Testgelände gesehen und nich den Laborversucht von Banner - deshalb fehlt mir auch Rick Jones - der schön als Bindeglied funktioniert hätte. ;) Aber dafür haben wir den genialen Coulson bekommen :ok:

      Deine Mudder guckt Arrow - ich guck Daredevil Zack Snyder's Mudder mag Batman vs Superman (und nur die-schlechtester Streifen 2016) :speiuebel:

      I WANT YOUR CRAY CRAY
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      Forenperser schrieb:

      Anstatt so oberflächliche Unterhaltungsmedien aufzuzählen hätte sie vielleicht einen Kommentar zur aktuellen Politik der USA geben sollen (Stichwort War on Terror und so weiter).
      So kam sie rüber wie eine BILD-Redakteurin die mit reißerischen Aussagen Publicty machen will.
      Durch die Aufzählung dieser sehr oberfächlicher Unterhaltungsthemen, die fast jedem Amerikaner ein Begriff sind - nur eben Cap nicht - hat sie aufgezeigt, das Caps Puls weit vom Durchschnittsamerikaner entfernt schlägt und darauf wollte sie Cap mit der Nase stoßen. Sie weist ihn damit darauf hin, das obwohl es seine Motivation im Civil War war, grundlegende Freiheitsrechte der Amerikaner zu verteidigen, er mit vielen seiner Landsleute wenig gemeinsam hat und quasi in einer Blase lebt, in der er die Realität nach seinen "hehren" Moralvorstellungen verklärt.
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      Wie schon gesagt, wenn das der Punkt gewesen sein sollte wurde er völlig falsch dargestellt.

      Zudem war sie nicht wirklich Repräsentantin einer 3. Seite - soweit ich mich erinnere war sie zu der Zeit Pro-Reg (davor Anti).
      Obwohl sie kurz davor mitbekommen hatte dass Stark mithilfe von Osborn eine False Flag Operation gegen Botschafter von Atlantis geplant hat (Gott, alleine schon diesen Blödsinn aufzuschreiben schmerzt :D )
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      Letztendlich hängst du dich aber auf dieses eine Beispiel auf um zu zeigen, dass die Filme "nachvollziehbarer" sind. CW war sehr oft unlogisch, weil man den Kontrast von Pro-Reg und Anti-Reg stärker herausarbeiten wollte. Das ist damals aber kaum gelungen, schlussendlich hat man die Anti-Reg Front rund um Cap deutlich sympathischer dargestellt, was ein ganz ganz komisches Ungleichgewicht innerhalb der Erzählung geschaffen hat, bei dem ich mir bis heute nicht sicher bin, ob das wirklich so gewollt war. Wie du richtig angemerkt hast, Reed als Negative-Zone-Gefängnis-Guy oder der Thor-Roboter waren schon im Kern keine guten Ideen. Spätestens mit dem Wechsel von Spidey wars dann sowieso gelaufen.

      Aber: Das ist halt genau ein Beispiel und an dem kann man noch lange nicht generalisieren, dass Superhelden-Comic-Verfilmungen nachvollziehbarer arbeiten, als ihre Vorlagen und die Geschichten in einen glaubhafteren Kontext setzen.

      Es handelt sich auch um ganz unterschiedliche Medien, die im Idealfall ihre Stärken einsetzen um die beste Wirkung für das Medium zu erreichen. Es gibt Dinge, die sind im Film nicht möglich, aber im Comic schon und zwar, wie der Aufbau von Seiten, die Lesegeschwindigkeit beeinflusst, weshalb ein Comic eine eigene Dynamik erhalten kann. Es gibt Dinge, die sind umgekehrt im Comic nicht möglich, wie zum Beispiel die ganze musikalische Untermalung, die den Rezipienten beeinflusst.

      Wenn das gut gemacht ist, ist beides ein Erlebnis. Beim CW war zB das komplette Hintanstellen des MU, die enge Verbindung der Comics untereinander etwas, was mich damals sehr hineingezogen hat. Ich war anfangs gefesselt bis zum geht nicht mehr, selbst unabhängige Serie wie DD waren dennoch einbettet, es war mehr ein Worldbuilding-Konzept als ein Comic, der eine kohärente Geschichte erzählen wollte.

      Die unterschiedlichen Blickwinkel haben ein ganz anderes Bild ergeben, als der Film CW mir jemals geben hätte können bzw. was er mir geben hätte wollen, denn beim Film ging es um 2 1/2h gute Unterhaltung mit der richtigen Mischung aus Story und Kaawum. Beides war geil, aber halt auf ihre eigene Art.
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      Ich würde meine Comicfilme sehr dicht an Vorlagen halten. Man muss eben die richtigen Vorlagen auswählen. Mich nervt das seit ich Denken kann, das für Filme immer neue Storys geschrieben wurden/werden.
      Und diese sich nur an Szenen oder groben Teilen bedienen, orientieren.

      Die gerade überaus erfolgreichen Comic Filme haben für den Konsum von Comics einen ordentlichen Schub gegeben.
      Jedoch.. Wie man liest, hören auch viele schnell wieder auf zu lesen, sammeln.. und bleiben bei den Filmen....

      Im Fußball nennt man sie Erfolgfans... Mal schnell den Hype mitschwimmen.. .

      Der Nerd: Ein perfekter Liebhaber, mit umfangreichen Wissen über: Comics, Kino, TV und Videospiele.
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      Mathew schrieb:

      stimme zu, grundsätzlich. Ist eine Diskussion um der Diskussion willen. Gute Beispiele sind The Killing Joke als perfektes Comic und Kick Ass sowie Watchmen als perfekte Comicveröffentlichungen (natürlich subjektiv)
      Objektiv wäre das auch sehr diskutierwürdig :P

      Kaspian schrieb:

      Ich würde meine Comicfilme sehr dicht an Vorlagen halten. Man muss eben die richtigen Vorlagen auswählen. Mich nervt das seit ich Denken kann, das für Filme immer neue Storys geschrieben wurden/werden.
      Und diese sich nur an Szenen oder groben Teilen bedienen, orientieren.
      Meistens stört es mich nicht, wenn die Umsetzung dennoch stimmig ist, oder es so in einem Film/ einer Serie besser umzusetzen ist.
      Die enzige Verfilmung, bei der es mich bisher besonders stört, ist Preacher. Da gucke ich jede Folge inzwischen nur noch, um mich zu ärgern, dass sie nicht näher am Comic geblieben sind und mich zu fragen, wie man die Vorlage nur so in den Sand setzen kann.

      "What's y'r problem, space shrew? Y'got somethin' against ducks"
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      Kaspian schrieb:

      Ich würde meine Comicfilme sehr dicht an Vorlagen halten. Man muss eben die richtigen Vorlagen auswählen. Mich nervt das seit ich Denken kann, das für Filme immer neue Storys geschrieben wurden/werden.
      Und diese sich nur an Szenen oder groben Teilen bedienen, orientieren.

      Die gerade überaus erfolgreichen Comic Filme haben für den Konsum von Comics einen ordentlichen Schub gegeben.
      Jedoch.. Wie man liest, hören auch viele schnell wieder auf zu lesen, sammeln.. und bleiben bei den Filmen....

      Im Fußball nennt man sie Erfolgfans... Mal schnell den Hype mitschwimmen.. .
      Beides Quatsch. Wie jetzt schon ein paar mal erwähnt, sind beides grundverschiedene Medien. Die Filme sind deshalb anders, weil es eben nicht immer so funktioniert wie in den Comics. Filme, welche nah an der Vorlage sind, sind zumeist recht mies. Es fängt ja schon bei den Kostümen an.
      Und Erfolgsfans? Die Leute wollen halt mal in ein Medium reinschnuppern, welches sie höchstens nur aus Kindertagen durch LTB, Asterix und Co kennen. Und merken dann relativ schnell, dass es sie nicht interessiert. Das hat überhaupt nichts mit Erfolgsfan zu tun. Und/oder merken recht schnell, was ich eingangs schrieb, nur umgekehrt. Was für sie im Film funktioniert, funktioniert für sie nicht in diesem Medium,.

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