Sequels always suck - auch im Medium Comic?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Sequels always suck - auch im Medium Comic?

      Das Phänomen in Hollywood ist bekannt - Fortsetzungen großer Blockbuster entpuppen sich zumeist als reine Geldmacherei mit einem Franchise und Sequels, die dem Original das Wasser reichen können, lassen sich an zwei Händen abzählen (Aliens, The Dark Knight, Indiana Jones - Der letzte Kreuzzug, Return of the First Avenger, Star Wars Episode V, Terminator 2 - hab ich was vergessen?)

      Wie sieht das aber bei unserem beliebtesten Medium Comic aus, sind Sequels bekannter Minis/Graphic Novels auch deutlich schwächer als die Originale? Wie verhält es sich etwa bei Civil War II oder Wolverine Origin II? Beides Storys, die ich mir aus Gründen der Verehrung der zeitlosen Originale getrost gespart habe, oder wären sie es etwa wert gewesen?

      Mir fallen spontan keine Beispiele für Sequels an, die besser als das Original waren - meist sind sie gar unterirdisch (The Dark Knight Strikes again etwa)...

      Wie seht Ihr das?
    • Bei den Filmen fallen mir noch ein paar Beispiele, sogar mit Comicbezug: X-Men 2, Spider-Man 2, Captain America: The Winter Soldier und Thor: Ragnarok waren alle besser als ihre Vorgänger.

      Wobei man bei Comics ja fragen muss: was zählt als Fortsetzung? Die Geschichten laufen immer weiter, wäre da eine Fortsetzung nicht auch schon direkt die nächste Geschichte nach dem großen Wurf? Oder zählt es nur, wenn der Titel die Geschichten miteinander verbindet? Oder muss die Art der Geschichte gleich sein (Miniserie, Event, etc)?

      Wobei alle "bewussten" Sequels in den Comics (aufgrund von Titel und Erscheinungsweise) die mir einfallen wirklich nur wie Cashgrabs wirken...
    • Bei den Comicserien gibt es immer mal Hefte oder Runs, die besser als die vorangegangenen sind.
      Betrachtet man die Fortsetzungen zu Comic Meilensteinen, wie The Dark Knight Returns oder Secret War, so können die eigentlich nur verlieren, weil die Vorgänger eben Meilensteine waren, die irgendwas Neues ins Comicuniversum brachten und die Fortsetzung davon eben nur eine Kopie sein kann.
      Wieder da: Comic Review

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Crackajack Jackson ()

    • Bei Filmen gilt in Fachkreisen Der Pate 2 als Paradebeispiel.
      Bei Comics fallen auch mir nur immens gute Runs ein, die besser als die jeweiligen "Origins" waren.
      Klar, bei Asterix gab es ebenso bessere Alben als das erste, aber das ist bei langlaufenden Reihen oftmals so.
      Fortsetzungen toller Zyklen sind ansonsten auch im franko-belgischen Raum nicht mehr annähernd so gut wie die "Originale".
      So ist es bei John Difool, bei Reise bis ans Ende der Welt, selbst bei Bourgeons Meisterwerk Reisende im Wind.
      Auch schwächer sind Hard Boiled 2, Millers Dark Knight-Sachen, die Watchmen-Comics sowieso...
      Das berühmte Melken der Kuh...
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Wie @Most Excellent Superbat schon geschrieben hat... Eigentlich ist ja alles eine Fortsetzung, was hinterher folgt. Von daher finde ich es schwer festzumachen, was als Fortsetzung gilt, während es bei Filmen eindeutig ist. Und eigentlich ist es doch sogar im MCU ebenso.

      Umso blödsinniger finde ich es, eine Story von vor 20 bis 30 Jahren zu nehmen und dann einfach eine "2" dranzuklatschen und das obwohl Jahre an Comic-Geschichte und Storys dazwischen liegen. Beispiel: Gott liebt, Menschen töten 2 bei den X-Treme X-Men. Bei solchen Sachen frage ich mich nur: Warum? Will man Fans des Originals gewinnen um in die Serie einzusteigen? Oder Leute dazu bewegen, den "ersten Teil" zu kaufen, obwohl dieser irrelevant für den Verlauf der aktuellen Story ist?

      Die Frage ob Fortsetzungen auch im Comic Bereich absacken ist schon interessant. Allerdings ist es in vielen Fällen zu schwammig festzustellen, was Fortsetzung ist und was nicht. Was ist z.B. die Fortsetzung der Phoenix Saga? Die folgenden Uncanny X-Men Ausgaben oder erst Dark Phoenix? In solchen Fällen werden sich wohl die Geister scheiden...
    • Ich will jetzt Mal auf deine Frage antworten :D
      Wenn du bei Origin 2 und Civil War 2 (vor allem letzterem!) etwas auf "Original-Level" erwartest... Finger weg!

      Ich kann mir die Namensfindung für CW 2 sogar bildlich vorstellen...
      A: "Ey, die Story ist Krieg zwischen Superhelden. Wir brauchen einen guten Titel."
      B: "Wie wäre es mit Civil War"?
      C: "Das hatten wir schon."
      A: "Also Civil War 2!"
      C: "Aber das hat dich so gar nichts damit..."
      B: "Ja, gute Idee!"
      C: "Damit machen wir das Original doch kapu..."
      B: "Ich bin dafür."
      A: "Gut, dann machen wir das! Hat jemand ne Idee wie wir Deadpool noch einbauen können?"
      C verlässt den Raum.
    • Ich bin auch der Meinung, dass dieser Vergleich etwas hinkt. Da die fortlaufenden Comics an sich Sequels darstellen. Für mich sind diese "Fortsetzungen" bei Comics besser mit Remakes von Filmen zu vergleichen, da man versucht eine erfolgreiche Geschichte neu aufzuwärmen oder zu adaptieren. Und da ist mMn im Film wie auch im Comic (zumeist) das Original besser.
    • Stauda schrieb:

      Für mich sind diese "Fortsetzungen" bei Comics besser mit Remakes von Filmen zu vergleichen,
      Da klickt bei mir "Ultimate Spider-Man". Die ersten (nicht nur die ersten) Ausgaben waren sehr, sehr gut. Das Original wurde hier in die (damals) aktuelle Zeit transferiert und fühlte sie dadurch sehr frisch und neu an. Bendis hat da gute Arbeit gemacht.

      Genauso bei "Untold tales of Spider-Man". Hier wurde die Atmosphäre der damaligen Ausgaben perfekt eingefangen.
      Wieder da: Comic Review
    • Comics funktionieren so viel anders als Filme das man das kaum als Mehrteiler bezeichnen kann.
      Als gutes Beispiel für eine Ursprüngliche Comictriologie würde ich sonst die ersten drei Infinity Serien nehmen, später wurden dann noch mehr Teile daraus. Deren Wirkung / Warnehmung ändert sich aber für den Leser wenn er die Tie Ins mit einbezieht, je nach Teil mal mehr oder weniger stark.
      Die Verbindungen / Verflechtungen sind bei Comics ganz andere als bei Filmen.
    • Eine Sache, die mich an Superhelden Comics massiv stört, sind die ärgerlichen Wiederbelebungen und Umkehrungen von Ereignissen. Am Ende ist immer alles so wie vorher und so etwas wie Konsequenzen scheint es bei Marvel und DC einfach nicht zu geben. Das ist so etwas wie ein Sequel und es macht das erlebte vollkommen kaputt. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, aber eigentlich ist es so bescheuert, dass es nahezu keinen Sinn macht, einen Comic zu lesen, der angeblich Konsequenzen hat, denn du wirst nur enttäuscht sobald sie rückgängig gemacht werden.
    • lorion42 schrieb:

      Am Ende ist immer alles so wie vorher und so etwas wie Konsequenzen scheint es bei Marvel und DC einfach nicht mehr zu geben.
      Ich habe da mal ein Wort Eingebaut. Am Anfang war das nicht so, mit kleinen Ausnahmen. Da hat das ganze viel mehr Spaß gemacht.
      Ich lese gerne die alten Hefte nochmal und blende aus was danach so kam.
      Die einzige "Wiederbelebung" die ich hätte sehen wollen währe die Wiederauffindung des Kindes von Peter und MJ gewesen. Nein, dafür hat man dann Tante May wiederbelebt. :thumbdown:
    • Marvel Boy schrieb:

      Ich habe da mal ein Wort Eingebaut. Am Anfang war das nicht so, mit kleinen Ausnahmen. Da hat das ganze viel mehr Spaß gemacht.Ich lese gerne die alten Hefte nochmal und blende aus was danach so kam.
      Die einzige "Wiederbelebung" die ich hätte sehen wollen währe die Wiederauffindung des Kindes von Peter und MJ gewesen. Nein, dafür hat man dann Tante May wiederbelebt. :thumbdown:
      Zugegeben, MJ als alleinerziehende , berufstätige Mutter - das hätte was. Sie könnte Peter mal schön was von 'Verantwortung' erzählen. Währen der Klonsaga hat Pete das Kostüm ja auch an den Nagel gehangen, um Zeit für die Fam zu haben.

      Aber: auch wenn ASM 400 mit dem Tod von May noch immer meine Lieblingsspideygeschichte ist und mich immer wieder rührt - der Spidey Kosmos braucht die Erdung in Queens bei May am Küchentisch und macht einen Großteil seiner Sympathie als WorkingClassHero aus. Ohne Tante May - das ist wie Superman ohne MaundPa Kent.
      #MarvelZombienomore