Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • excelsior1166 schrieb:

      black hole schrieb:

      Die TV-Serie gibt's hier: Die Mars Chroniken [3 DVDs] bei 4m4z0n

      Ist halt echt ein Kind der damaligen TV-Zeit, was Erzähltechnik und SFX angeht. ;) Ich hab's trotzdem in schöner Erinnerung, das aber mit Sicherheit auch nur wegen des Blicks durch die Nostalgie-Brille mit ihren unglaublich dicken, rosa eingefärbten Gläsern. :D Wie ich jetzt grad mal gegoogelt habe, hatte die TV-Serie nicht viel mit Bradburys Geschichten zu tun. Naja, das war mir damals als kleiner, unwissender Bub eh egal. :P Was die Comics angeht: Das Buch "Die Mars-Chroniken" ist kein Roman, sondern eine Sammlung mehrerer Kurzgeschichten von Ray Bradbury. Die Comics (>>> "Die Bradbury Choniken" im ComicGuide) sind - so wie's ausschaut - an die Kurzgeschichten angelehnt, weswegen dann wohl auch keine größere Handlung "abgeschlossen" sein muss. Ich kenne die Comics nicht, es sind aber einige bekannte Namen dabei wie Dave Gibbons, Steve Leiloha, P. Craig Russel ... Vielleicht doch mal ein Blick wert? :kratz:
      Absolut.Ich habe die Bände sehr gerne gelesen und m.W. gibt's die auch weitgehend billig.
      Ja, kosten echt net viel. Behalt ich mal im Hinterkopf. Ich glaub die Comics werden es da am ehesten, weil ich mit "normalen" Büchern eh Land unter bin und die Serie ehrlich gesagt nicht den Eindruck macht, als wäre sie heute noch anschaubar. :D
      Hab gestern auf Youtube mal ein paar Minuten angeguckt, das scheint wirklich net soo gut gealtert zu sein. Ich guck ja gern mal alte Sci-Fi, von Star Trek TOS über Klassiker wie die Quatermass Filme, Alarm im Weltall, Krieg der Welten (das Original), Das Ding (die S/W Variante) etc..., aber das muss halt auch "gut gealtert" sein. Hat bei den Dreibeinigen Herrschern auch nicht gefunzt. Hab die als Kind geliebt und vor 2/3 Jahren mal mit der Komplettbox probiert. Geht leider gar net.
      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:
      NEU: Jetzt mit Inhaltsverzeichnis!!!
    • Jim Hawkins schrieb:

      Ich habe nur den ersten Band aus Herberts Dune-Zyklus gelesen. Trotz meinem Interesse an der fiktionalen Welt und den Details, die sich der Autor hat einfallen lassen, war es erzählerisch doch sehr schwerfällig. Ich kann mich an etliche Längen erinnern, die mir das Lesevergnügen deutlich reduziert haben und rückblickend der Hauptgrund sind, dass ich mich danach anderer Literatur gewidmet habe. Vielleicht versuche ich es irgendwann wieder, aber mit der Lektüre des ersten Bandes ist die "Pflicht" zumindest erfüllt.
      Dann guck Dir mal die Vorgänger-Trilogie "Die frühen Chroniken" an. Das könnte dann genau was für Dich sein. Nutzt halt das von Frank Herbert geschaffene, grandiose Universum, ist aber erzählerisch schon frischer bzw. moderner und auch actionreicher.
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    • God_W. schrieb:

      PS: Das geht vor allem auch an diesen Comic-Talk mit Hella von Sinnen.
      Den tust du dir an? Einmal reingeschaut und abgehakt.

      God_W. schrieb:

      Ja, kosten echt net viel. Behalt ich mal im Hinterkopf. Ich glaub die Comics werden es da am ehesten, weil ich mit "normalen" Büchern eh Land unter bin und die Serie ehrlich gesagt nicht den Eindruck macht, als wäre sie heute noch anschaubar.
      Hab gestern auf Youtube mal ein paar Minuten angeguckt, das scheint wirklich net soo gut gealtert zu sein. Ich guck ja gern mal alte Sci-Fi, von Star Trek TOS über Klassiker wie die Quatermass Filme, Alarm im Weltall, Krieg der Welten (das Original), Das Ding (die S/W Variante) etc..., aber das muss halt auch "gut gealtert" sein. Hat bei den Dreibeinigen Herrschern auch nicht gefunzt. Hab die als Kind geliebt und vor 2/3 Jahren mal mit der Komplettbox probiert. Geht leider gar net.
      Ich Liebe die alten Dinger. Das mit dem altern kann ich aber immer nicht so nachvollziehen. Das was ich als Kind / Jugentlicher als Gurke empfand sehe ich heute immer noch so und umgekehrt. Es gibt natürlich ausnahmen, aber die liegen dann eher an meiner Alterung und sind eher sehr selten. Hat meist auch damit zu tun das ich die heutzutage dann als Trash sehe und dem dann von der Seite wieder was abgewinnen kann.
    • Marvel Boy schrieb:

      God_W. schrieb:

      PS: Das geht vor allem auch an diesen Comic-Talk mit Hella von Sinnen.
      Den tust du dir an? Einmal reingeschaut und abgehakt.
      Hab mich damals speziell über Drifter informiert, weil ich die Rezi von Comicsfan86 zu den ersten Teilen gut fand und andere Meinungen gesucht hab, aber viel hab ich mir von denen nicht angeguckt, vielleicht 2-3 Videos. Wobei ich den guten Comicsfan86 zu Hause auch nur mit Kopfhörern schauen darf, weil meine Frau die Sprechgeschwindigkeit tierisch nervt... :D
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    • Schon lange nichts mehr von Spawn gehört, äh ...gelesen...



      Titel: Spawn Origins Collection – Band 4

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 380 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #38-50

      Autoren: Todd McFarlane

      Zeichner: Greg Capullo, Tony S. Daniel, Todd McFarlane

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Todd McFarlanes erfolgreiche Saga um den höllischen Antihelden und seine Freunde und Feinde als Neuauflage in fetten, großformatigen Hardcover-Sammelbänden – genießt das Epos von Anfang an und in voller Pracht! In diesem Band: Die legendäre Weihnachts-Ausgabe und die unvergessliche Jubiläumsnummer Spawn 50!

      Ein Muss für jeden Spawn-Fan!

      1992 ließ der legendäre Autor und Zeichner Todd McFarlane seinen Kult-Antihelden Spawn auf die Welt los – danach war nichts mehr so wie zuvor. Al Simmons, ein Agent der Regierung, war von einem Kollegen getötet worden. Nachdem er in den Tiefen der Hölle wieder zum Leben erweckt worden war, kehrte er als Spawn-Krieger auf die Erde zurück und beschützte fortan die Obdachlosen in den dunklen Gassen New Yorks – immer auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Allmählich lernte er, die außergewöhnlichen Kräfte zu bändigen, über die er nun verfügte, und gleichzeitig begann er zu begreifen, auf was er sich eingelassen hatte – und was er dafür aufgeben musste.
      In Spawn Origins 4 bekommt es Spawn vor allem mit sich selbst zu tun. Denn sein Kostüm ist ein lebendes Wesen und es rebelliert gegen den Mann, der es trägt. Auch dieser Band enthält wieder exklusives Bonusmaterial und sämtliche Cover.



      Just my 2 cents:
      Mit fetten 380 Seiten macht Band vier der Origins-Collection schon einiges her und das extrem coole Doppelcover mit diesem Cyborg-Affen lädt mich förmlich ein, mich direkt in die Geschichten zu stürzen, denn ich steh total auf so trashige Monster-Geschichten. Ich lese ja häufig recht kurze, abgeschlossene Reihen, aber wenn ich zu einem neuen Teil einer meiner aktuell „3 großen Reihen“ (Hellblazer, Spawn & Hellboy) komme freue ich mich irgendwie immer ganz besonders! Also auf geht’s zur vierten großen Runde mit dem Höllengezücht…

      Ich hab das ganze gute Stück in einem Rutsch weggelesen, deshalb werde ich die Bewertung im Großen und Ganzen auch so durchziehen und nicht auf jedes Heft im Einzelnen eingehen.

      Los geht es in Band 38 mit einer extrem spaßigen Trash-Folge in der ein verrückter Wissenschaftler versucht den Geist seiner verstorbenen Frau in einen neuen Körper zu übertragen, um wieder mit ihr zusammen zu sein. Abgedrehterweise erschafft unser Frankenstein-Verschnitt einen wilden Cyborg-Gorilla, fortan sinnigerweise „Cy-Gor“ genannt (ich schmeiß mich beim Schreiben grad schon wieder weg ) muss das arme Geschöpf bald Hunger leiden, da der Prof. einem Schlaganfall erliegt und keiner mehr da wäre um Cy-Gor zu füttern. Da bleibt nur eins: Ausbrechen und auf Beutejagd gehen! Ich liebe es!

      Unterbrochen wird die schöne Hatz von einer extrem charmanten und ebenfalls überaus witzigen Weihnachtsfolge in der es kaum zu glauben ist, auf welch absurd-anarcho-komische Art unser aller liebster Höllensporn quasi unfreiwillig zum Retter des Weihnachtsfestes UND zur Reinkarnation von Santa Clause für eine arme Familie wird. Ich fands dann fast ein wenig traurig, dass ich die Story zu früh gelesen hab, ist ja noch nicht so weihnachtlich bei uns und ich war dann aber schon voll in Stimmung.

      NACHTRAG:
      Nach Band 39 sollte man wohl kurz unterbrechen, um den von Alan Moore geschriebenen Vierteiler "Spawn / WildC.A.T.S. - Tag des Teufels" dazwischen zu schieben. Hat churchi im Image-Wiki gefunden und mir freundlicherweise mitgeteilt. Die vier Hefte sind bei Panini zusammengefasst im Paperback erschienen.
      NACHTRAG ENDE

      In den weiteren Stories ist Spawn noch immer fleißig im Kampf gegen sein Kostüm, deshalb quasi viel mit sich selbst und dem Kampf über die Oberherrschaft in der Symbiose beschäftigt. Das treibt der Toddster meines Erachtens manchmal ein bissl zu weit bzw. breitet das Thema weiter aus als nötig, was zu der ein oder anderen Länge führt. Trotzdem gibt es ständig extrem unterhaltsame Unterbrechungen, vor allem, wenn es um „Cy-Gor“ geht!

      Aber auch wie Sam & Twitch ihre eigene Detektei gründen, die Schwierigkeiten dabei und wie sich der arme Twitch mit den Eigenheiten seines Partners arrangieren muss sind extrem sympathisch und lustig geschrieben. Die kleine Zwischenstory über den Jungen, der ein riesen Comic-Fan ist und dann auf Spawn trifft macht auch richtig Laune.

      Als eine neue, junge Engel-Kriegerin auf den Plan tritt und sich mit der Tötung von Spawn ihre Sporen verdienen will geht es echt heiß her und Al kommt ordentlich in Bedrängnis. Das Familienleben von Wanda, Terry und Cyan wird auch nicht einfacher, als Terry extreme gesundheitliche Probleme bekommt.

      Gespräche mit Wandas Mutter und tatkräftige Unterstützung von Cogliostro helfen Spawn schließlich wieder halbwegs auf Spur zu kommen und als Tremor plötzlich auftaucht und ihm eine Allianz vorschlägt guckt selbst Al ganz schön blöd aus der Wäsche. Nachdem die beiden Einiges an Aufruhr verursacht haben trifft Spawn ganz am Ende eine schwerwiegende Entscheidung. Eine Entscheidung aus Liebe, die alles verändern kann. Aber das… sehen Sie in der nächsten Folge.
      Und außerdem wollen wir ja alle noch wissen, wie es mit dem obercoolen „Cy-Gor“ weiter geht!



      Na das war doch mal wieder ein wilder Ritt und ich werde mehr und mehr Fan von Spawn, seiner Welt, den abgedrehten Charakteren und Ideen und dem typischen Artwork sowieso. Neben Greg Cappulo macht auch Tony Daniel einen grandiosen Job an Spawn. Ich finde seine Hefte stehen denen von Capullo in nichts nach und treffen genau den Stil, den dieser vorgelegt hat und ja, auch der Toddster kanns noch wie man in Heft 50 sieht. Trotzdem ist der Band mit seinen kleinen Story-Längen nicht ganz so gut wie der vorangegangene, aber das ist Jammern auf hohem Niveau! Dazu ist das Buch echt wieder sehr schick gestaltet und mit der Covergalerie, einigen besonderen Panels in Tusche und den MacFarlane Texten aus den Spawn-Leserbriefen toll ausgestattet. Ich bin so froh, dass die Reihe bei uns noch immer weiter geht und freue mich auf jeden weiteren Teil!

      Meine Wertung: 8/10

      VG, God_W.
      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:
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    • Laut dem eigenen Thread scheint das Teil ja ein bissl zu polarisieren, ausserdem sagt churchi es wär jetzt an der Reihe, also dann lass ich doch auch mal meine Meinung da…



      Titel: Spawn/WildC.A.T.S.

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 108 Seiten im Softcover / Paperback mit Faltcover

      Inhalt: Spawn/WildC.A.T.S. 1-4

      Autoren: Alan Moore

      Zeichner: Scott Clark

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Die legendäre MINI-SERIE von Alan Moore (Watchmen)!
      Spawn bekommt Prügel, und das kann er nicht leiden. Aber seine Gegner entpuppen sich als WildC.A.T.S. aus der Zukunft. Einer Zukunft, in der Spawn die Weltherrschaftergriffen hat. Und diese Zukunft ist ein Inferno, in dem Dämonen auf den Straßen patrouillieren, die Ex-Helden in Folterkellern und Bordellen ihr Dasein fristen und nur eine kleine Untergrundarmee für ein kleines bisschen Hoffnung sorgt!
      Alan Moore (Watchmen, LIGA DERAUSSERGEWÖHNLICHEN GENTLEMEN) zeigt einmal mehr, warum er der größteComic-Autor der Gegenwart ist. SPAWN/WILDC.A.T.S. ist eine schmerzhafte, hochamüsante Achterbahnfahrt mit allem, was an ComicsSpaß macht: Monster, Mädchen und Mutanten.
      Ein abgeschlossener Band für Fans und Neueinsteiger!



      Just my 2 cents:
      Alan Moore wieder an Spawn, was ich in der Regel bis jetzt ja immer sehr gut fand. Allerdings ging ich doch etwas skeptisch an diesen Band ran, einfach weil ich die WildC.A.T.S. überhaupt nicht kenne, aber das Cover schon erahnen lässt, dass die Kollegen einiges an Raum bekommen werden in dem guten Stück. Um es gleich vorweg zu nehmen, diese Angst war gänzlich unbegründet. Klar, die WildC.A.T.S. bekommen eine Menge Aufmerksamkeit, sogar mehr als Spawn selbst, das ist aber echt gar nicht schlimm. Am Anfang des Paperbacks gibt es dazu eine kleine Vorstellungsrunde und auch im Comic selbst werden die Charaktere von Mr. Moore sehr gut eingeführt und sowohl ihre Kräfte, als auch die Persönlichkeiten so beiläufig erklärt, dass es zu keinem Zeitpunkt gezwungen oder aufgesetzt wirkt. Der Ruf von Alan Moore kommt halt nicht von ungefähr, auch wenn das hier nur ne „kleine Auftragsarbeit“ ist. Zur Story selbst…

      Die Heldentruppe WildC.A.T.S. reist aus der fernen Zukunft 2015 ^^ ins „heutige“ New York der 90er um Spawn zu töten. Dieser wird nämlich nach dem Fund eines Amuletts die Macht erlangen Malebolgia zu vernichten, seine Kräfte zu übernehmen und daraufhin die Weltherrschaft an sich reißen. Auch seine Persönlichkeit verändert sich nicht gerade zum positiven und so bleibt den meisten Bewohnern der Welt die Wahl zwischen Tod und Versklavung. Doch einmal in der Vergangenheit angekommen bringt es Zealot, eine der WildC.A.T.S., doch nicht übers Herz unseren Spawn, der bis dato ja noch nichts Unrechtes getan hat, hinzurichten. Nach einem kleinen Scharmützel schließen also alle Freundschaft. Schockiert von der Geschichte der Zukunft bietet Spawn seine Hilfe an und so reisen alle gemeinsam zurück in die Zukunft :coolguy: :blaugrins: um dem Weltenversklaver, der sich jetzt Ipsissimus nennt, das Handwerk zu legen…



      Das auch dort angekommen nicht alles nach Plan verläuft ist sicherlich klar und viele coole Ideen, sowohl was die Story, als auch die Charaktere angeht zeugen davon, dass hier nicht irgendwer für den Plot verantwortlich zeichnet. Oftmals kommen Zeitreisestories ja sehr wirr und uninspiriert daher, aber Alan Moore sprüht förmlich vor Ideen und am Ende erwarten uns echt einige Überraschungen, die ich richtig klasse finde, die das Zeitreisethema perfekt aufgreifen und mit der Einbindung eines Charakters eine extrem gelungene Brücke zur Ongoing schlagen. Ich hoffe Einiges davon findet in der Spawn Hauptserie eine Fortsetzung, oder wird wenigstens am Rande in den Kanon einfließen lassen.

      Apropos Kanon, laut dem Image Wiki (auf welches mich churchi freundlicherweise hingewiesen hat) spielt der Vierteiler zeitlich zwischen den Spawn US-Heften #39 und #40, die (unter Anderem) in der Spawn Origins Collection Band 4 enthalten sind. Ich habe jetzt beides gelesen und muss sagen, dass es sicher nicht gestört hat den Band an dieser Stelle einzuschieben, es meines Erachtens nach aber völlig egal ist wann man das WildC.A.T.S.-Crossover liest. Es gibt keine direkte Verbindung wie bei „Angela“ oder der „Violator“-Story, wenn Ihr die Ausgabe also früher oder später lest sollte das nix ausmachen.

      Die Zeichnungen von Scott Clark fügen sich prima ins Spawn-Gesamtbild, sind allerdings auch die Boob-lastigsten, die ich bei Spawn bislang hatte (und das soll was heißen!). Ob das nur daran liegt, dass durch die WildC.A.T.S. halt mehr weibliche Charaktere am Start sind, oder der gute Scott da ein spezielles Fable hat, wer weiß? Egal, hat auf jeden Fall nicht gestört :-). Insgesamt also ein durchaus mehr als zufriedenstellendes Werk, das mächtig Laune macht. Dennoch kommt auch diese Zeitreisestory nicht ohne das ein oder andere, ungeklärte Paradoxon aus, und man kann dem Werk schon vorwerfen, dass Al Simmons aka Spawn deutlich zu wenig Screentime bekommt. Ich hab trotzdem meinen Spaß gehabt!

      Meine Wertung: 7/10

      Wie ist Eure Meinung zu WildC.A.T.S.? Habt Ihr die WildC.A.T.S. Hauptserie gelesen? Lief ja wohl nicht soo lange, obwohl ich die Truppe bei dem kurzen Auftritt hier eigentlich ganz cool fand. Freue mich über Meinungen!

      VG, God_W.
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    • WildC.A.T.S., ich empfand sie damals als frisch, aber vieleicht ein kleines bischen zu oberflächlich. Das Problem habe ich aber häufig bei Serien um Gruppen. Ist aber auch klar, aufgrund der höheren dichte von Protagonisten wird es schwieriger allen gerecht zu werden.
      Die WildC.A.T.S. / X-Men Serie ist mir noch in Erinnerung, vor allem wegen der schönen Cover, das sagt ja auch schon was aus.

      Eine kurzlebige Zeichentrickserie gab es von denen überigens auch.
    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 5)



      Titel: Tomboy

      Verlag: Splitter (Fr: Rue de Sèvres)

      Format: 128 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Corps et Âme

      Autoren: Walter Hill, Matz (Alexis Nolent)

      Zeichner: Jef

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Frank ist alles andere als ein netter Typ. Er hat schon Dutzende erledigt, abgeknallt, ohne zu zögern – ein echter Profi. An den Weihnachtsmann hat er noch nie geglaubt. Darum hätte er gleich misstrauisch sein müssen, als man ihm diesen faulen Job anbot, gegen doppelte Bezahlung. Aber das Erwachen fällt noch um einiges heftiger aus, als er sich das jemals erträumt hätte: Innerlich ist er noch immer derselbe, aber äußerlich steckt er nun im Körper einer Frau! Die Rache für eins seiner begangenen Verbrechen, gar keine Frage. Und sein folgender Rachefeldzug ist nun zugleich die Suche nach seiner Identität.
      Der Regie-Altmeister Walter Hill hat das Action-Genre – zumindest in Hollywood – maßgeblich mitbestimmt, von »Driver« über »Red Heat« bis »Shootout – Keine Gnade«. Und »Tomboy« ist nach »Querschläger« bereits die zweite Comic-Adaption eines Originaldrehbuchs von ihm. Wieder von Matz scharfkantig in ein Comic-Szenario gegossen und durch Jef hypnotisch illustriert.

      „Dass sich jemand an mir rächen würde, war vorauszusehen. Dass dieser Jemand es schaffen würde, auch. Kein Grund, sich groß zu wundern oder aufzuregen. Das gehört zum Spiel. Außerdem hätte der Jemand mich auch umbringen können. Amer ich bin immer noch am Leben.“

      Frank Kitchen ist ein gefürchteter Profikiller, diskret und effizient. Bis er in eine Faölle läuft und sich in einer unglaublichen Situation wiederfindet. Und er erkennt, dass der Tod nicht die schlimmste Rache ist…

      Ein Thriller, der dem Genre eine neue Facette hinzufügt. Das Experten-Trio Walter Hill, Matz und Jef liefern mit „Tomboy“ einen atemberaubenden und einzigartigen Krimi ab.



      Just my 2 cents:
      Frank Kitchen ist einer der Besten in seinem Job. Gerade deshalb ist er sehr gefürchtet, hat aber gleichzeitig auch viele Feinde. Er ist der beste Auftragskiller, den man für Geld kaufen kann. Immer zuverlässig, immer diskret und hat er einen Job einmal angenommen wird dieser auch durchgezogen, ohne Kompromisse. So dürfen wir gleich zu Beginn erleben, wie Frank einen Modezar zur Strecke bringt, und das mitten auf der New Yorker Fashion Week.

      Danach geht es erstmal nach San Francisco, wo Frank sich scheinbar eine kleine Auszeit gönnen möchte. Die hält allerdings nur kurz an, denn es dauert nicht lange und er wird von einem ehemaligen Auftraggeber kontaktiert. Dieser hat einen neuen Job für Frank und ist bereit, das doppelte des üblichen Honorars zu bezahlen. Das kann selbst Frank nicht ausschlagen und so akzeptiert er das Angebot.

      An der Hotelbar gelingt es ihm sogar Überraschend noch ein One-Night-Stand klar zu machen. Neuer Job für doppelte Kohle und eine heiße Rothaarige, die weiß was sie will, für die Nacht. Scheint sein Glückstag zu sein! Allerdings wäre das natürlich zu schön um wahr zu sein und so passiert es schon nach dem nächsten Anruf. Frank tappt blindlings in die Falle. Er lässt sich überrumpeln und wird angeschossen und schließlich bewusstlos geschlagen. Überraschenderweise wird der Killer selbst aber nicht umgebracht. Als er aufwacht wurden alle seine Wunden behandelt und sauber verbunden. Nicht nur etwas verbunden, er fühlt sich beinahe wie eine Mumie bei den ganzen Bandagen, allerdings geht es ihm gut genug um aufzustehen. Langsam und vorsichtig nimmt er die Bandagen ab… und traut seinen Augen kaum. Aus dem Spiegel sieht ihn jemand an, der nicht kennt – Eine Frau.

      Wer ihm das angetan hat, wieso und weshalb, und wie sich Frank dafür rächt, davon handeln die nächsten 100 Seiten und ich konnte es gar nicht erwarten diese zu entdecken. Ein echter Page-Turner voller Hochspannung, prickelnder Erotik, wohldosierten Actionszenen und einem Artwork, das ich nur als wirklich große Kunst bezeichnen kann! Ein wahrer Old-School Action-Thriller, der mit extrem starken Charakteren aufwartet und durch die Wandlung des Protagonisten dem Thema eine superspannende, ganz neue Facette hinzufügt. Quasi das „Next Level“ zu Face/Off. Die Bilder von Jef ziehen mich sofort in ihren Bann und schaffen eine perfekte Atmosphäre. Allein wie er San Francisco in Szene gesetzt hat! Ich könnte ewig davon schwärmen. Am allerwichtigsten, und echt perfekt gelungen ist die Wandlung des schon leicht androgyn wirkenden Profikillers zur Frau, die in ihrem Körper vorerst noch gar nicht klar kommt und sich noch sehr „männlich bewegt“. Das nimmt man Frank total ab und bedeutet, dass Jef hier wirklich großes geleistet hat!

      Erneut bin ich von der Arbeit dieses Dreier-Teams derart begeistert, dass ich gar nicht anders kann als die Höchstwertung zu vergeben. Ich kann es auch vollends verstehen, dass Walter Hill es hier geschafft hat Geldgeber für eine Verfilmung seines Drehbuchs zu finden, da die Story trotz Old-School-Ablauf sehr frisch und unverbraucht daherkommt. Nur verwunderlich (und für mich extrem ärgerlich), dass die mit Sigourney Weaver, Michelle Rodríguez und Tony Shalhoub extrem hochkarätig besetzte Produktion es noch immer nicht nach Deutschland geschafft hat!

      Meine Wertung: 10/10

      Habt Ihr den Comic gelesen? Oder hat einer von Euch den Film zufällig auf Englisch gesehen? Wie findet Ihr beides? Meinungen?

      VG, God_W.
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    • Nach dem mäßigen „Dr. Moreau“ mal an die nächste Wells-Adaption gewagt…



      Titel: H.G. Wells – Der Krieg der Welten 1/2

      Verlag: Splitter

      Format: 56 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: H.G. Wells Band 2 von 6 – Der Krieg der Welten 1/2

      Autoren: H.G. Wells, Dobbs

      Zeichner: Vicente Cifuentes

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Splitter widmet dem Meister der Science Fiction eine sechsbändige Prachtausgabe.

      H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.

      Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!

      • Das Empire wird angegriffen…
      • Selbst in meinen schlimmsten Albträumen hätte ich mir solch furchtbare Szenen nie ausmalen können
      • Wer hätte das für möglich gehalten?




      Just my 2 cents:
      Mit dem ersten Band des Zweiteilers „Krieg der Welten“ starte ich nun meinen dritten Ausflug in die Welt von H. G. Wells. Um es gleich vorweg anzumerken, Im Gegensatz zur „Zeitmaschine“ habe ich die Originalgeschichte hier nicht gelesen, kann diesbezüglich also leider keine Vergleiche anführen. Die alte und die neue Verfilmung kenn ich sehr wohl, bevorzuge hier allerdings klar den Klassiker „Kampf der Welten“ aus den 50ern, auch wenn ich Tom Cruise in Filmen eigentlich sehr gerne mag. Ich finde die Neuverfilmung war eines der schwächsten Werke von Spielberg, aber sei es drum, hier geht es ja um die Comic-Adaption.

      Alles beginnt mit einem abendlichen Besuch unseres Helden und Protagonisten bei seinem Freund und Mentor Professor Ogilvy. Unser Held hat entweder keinen Namen, oder ich habe ihn überlesen, aber da das ja bei der „Zeitmaschine“ auch so war ist das vielleicht ein Stilmittel von Mr. Wells dem Hauptcharakter keinen Namen zu geben. Auf jeden Fall diskutieren und debattieren die beiden wohlwollend darüber, ob denn nun Leben auf dem Mars existiert, überhaupt möglich sei und wenn, ob uns diese Wesen dann freundlich oder feindlich gesonnen seien. Anlass zur Diskussion geben wohl einige Zeitungsartikel, da verschiedene Teleskope wohl Eruptionen auf dem Mars ausmachen konnten und die Erde seit kurzem von Meteoriten getroffen wird. Darüber vergisst unser Held komplett die Zeit und muss schließlich überstürzt aufbrechen um nach Hause zu seiner lieben zu kommen, die bereits mit dem Essen wartet.

      Der Professor beobachtet derweil den Nachthimmel und es dauert nicht lange, bis die nächsten Meteoriten ihre Bahnen am Himmel ziehen. Wie es der Zufall so will schlägt einer ganz in der Nähe ein und so macht sich der neugierige Wissenschaftler schleunigst mit dem Fahrrad auf den Weg um die Absturzstelle zu erkunden. Was er dort entdeckt hätte er nie zu hoffen gewagt…

      Als unser Held am nächsten morgen stürmisch geweckt wird hat die große Neuigkeit bereits die Runde gemacht. Er wird gedrängt sich ebenfalls umgehend auf den Weg zum Krater zu machen, wo bereits Volksfeststimmung herrscht. Ein riesiger Auflauf von Menschen begafft den Professor und seine Helfer bei der Untersuchung der außerirdischen Rakete, die im Zentrum des Kraters ihre Parkposition erreicht hat. Allerdings hält die freudige Stimmung nicht lange an, als der Flugkörper sich plötzlich öffnet und ein höllisches Inferno entfesselt wird…

      Wie es weiter geht kann sich jeder denken, oder selbst lesen. Von meiner Seite nur soviel (auch weil ich heut wenig Zeit hab), die Zeichnungen von Cifuentes sind sehr gelungen, haben mir persönlich aber bei der „Zeitmaschine“ und der „Insel des Dr. Moreau“ einen Tacken besser gefallen. Dafür haut die Dramaturgie hier um einiges besser hin als bei der „Insel“. Es war wirklich eine gute Entscheidung sich hier zwei Bände Zeit für die Geschichte zu nehmen. Zwar ist alles flott und actionreich erzählt, wirkt aber zu keinem Zeitpunkt so holprig und unruhig wie bei der Moreau-Story. Dennoch bleibt bei 56 Seiten doch nicht soo viel Zeit den Charakteren extreme Tiefe zu verleihen uns so behält die Geschichte trotz einiger dramatischer Szenen doch einen „leichten“ Charakter.

      Zusammengefasst bleibt meiner Meinung nach ein schön gezeichneter Comic, der sich extrem flüssig liest, spannend und actionreich daherkommt, und die Geschichte des Angriffs vom Mars schlüssig, ohne Längen und ohne Stolpersteine erzählt. Also ein Comic der erstmal alles richtig macht, aber eben auch nix grandios.

      Meine Wertung: 7/10

      Habt Ihr den Zweiteiler gelesen? Wie fandet Ihr ihn? Kennt Ihr das Buch und könnt Vergleiche ziehen? Und welche Film oder TV-Fassung gefällt Euch am besten?

      VG, God_W.
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    • Gelesen, nein.
      Film TV Fassungen, moment gab es eine TV Fassung, wenn ja komme ich da gerade nicht drauf oder kenne sie nicht.
      Filmfassung, da hätten wir erstmal das geniale alte Filmchen. Dann die auch nicht schlechtere Neuverfilmung mit Tom. Ein versuchter zweiter Teil dazu von Assylum, unterirdisch wie zu erwarten. Und dann währe da noch das Musical auf DVD, darüber kann ich jetzt keine Auskunft geben, die Scheibe liegt seit längerem hier schon ungeschaut rum. Hab ich was vergessen oder kenne das gar nicht?
    • Marvel Boy schrieb:

      Gelesen, nein.
      Film TV Fassungen, moment gab es eine TV Fassung, wenn ja komme ich da gerade nicht drauf oder kenne sie nicht.
      Filmfassung, da hätten wir erstmal das geniale alte Filmchen. Dann die auch nicht schlechtere Neuverfilmung mit Tom. Ein versuchter zweiter Teil dazu von Assylum, unterirdisch wie zu erwarten. Und dann währe da noch das Musical auf DVD, darüber kann ich jetzt keine Auskunft geben, die Scheibe liegt seit längerem hier schon ungeschaut rum. Hab ich was vergessen oder kenne das gar nicht?
      Musical und die Asylum-Variante hab ich auch nicht gesehen. Hab durch Zufall diese TV-Serie gefunden, als ich nach dem Produktionsjahr des alten Films geguckt hab:

      Kenn ich allerdings auch nicht. Liest sich eher wie eine Fortsetzung nach der missglückten Invasion.
      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:
      NEU: Jetzt mit Inhaltsverzeichnis!!!
    • Die TV-Serie kenne ich auch nicht. Oder besser: Ich hab gar nicht gewusst, das es eine solche gibt... 8o
      Das Musical hab ich zu Hause als Doppelvinyl. Ist nicht schlecht, jedoch nicht unbedingt mein Ding. Hab ich mir Ende der 80er gekauft, weil Phil Lynott von Thin Lizzy (eine meiner absoluten Lieblingsbands :love: ) da mitspielt und das Cover einfach genial ist.
    • @ black hole: Das Cover ist echt hammer!

      Nach dem ziemlich guten ersten Band wollte ich natürlich gleich wissen wie es ausgeht…



      Titel: H.G. Wells – Der Krieg der Welten 2/2

      Verlag: Splitter

      Format: 56 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: H.G. Wells Band 3 von 6 – Der Krieg der Welten 2/2

      Autoren: H.G. Wells, Dobbs

      Zeichner: Vicente Cifuentes

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Splitter widmet dem Meister der Science Fiction eine sechsbändige Prachtausgabe.

      H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.

      Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!

      • Im Grunde ist dies kein KriegEs ist nie einer gewesen, genauso wenig wie es einen Krieg zwischen Menschen und Ameisen geben kann.Und wir sind essbare Ameisen, Soldat…




      Just my 2 cents:
      Die gelehrten in London haben den Schlag nicht gehört und diskutieren allen Ernstes noch immer darüber, welchen technologischen RÜCKSTAND die Marsianer gegenüber der Menschheit haben, als die ersten Außerirdischen Maschinen in der Hauptstadt ankommen und die Hölle losbricht. Das Ergebnis ist neben unzähligen Toten eine Massenpanik in der die englische Gentleman-Fassade ganz schön bröckelt. Da werden Fahrräder gestohlen und Frauen von Kutschen gezerrt um selbst fliehen zu können. Doch auch Mut und Aufopferung ist zu finden, wenn sich die Kanonenboote auf der Themse den übermächtigen Gegnern entgegenstellen.

      Derweil muss sich unser Held in ländlichem Gebiet mit einem fanatischen Geistlichen herumschlagen, den er bereits in Band eins aufgelesen hat. Sie warten in einer Hütte bis sich der tödliche schwarze Rauch, den die Marsianer teilweise verbreiten verflüchtigt hat. Als die Luft im wahrsten Sinne des rein zu sein scheint machen sich die beiden auf den Weg und werden kurze Zeit später Augenzeugen von schrecklichen Vorkommnissen. Die großen dreibeinigen Maschinen töten nicht mehr alle Menschen, sondern nehmen sie gefangen und das nur, um sie kurze Zeit später völlig ausgesaugt wie Abfall wieder fallen zu lassen. Wir dienen den Marsianern also als Nahrung! Zusätzlich beginnt sich eine seltsame, rote Pflanze auszubreiten, welche offensichtlich ebenfalls von den Marsianern eingeschleppt wurde und die Tiere, wie beispielsweise Hunde extrem aggressiv werden lässt.
      Die ganze Situation scheint so hoffnungslos, dass der Priester freiwillig in den Tod geht und als unser Held endlich London erreicht und durch die in Trümmern liegende Stadt wandert scheint jede Hoffnung für die Menschheit verloren. Vermutlich werden wir vernichtet oder versklavt um dann als Schlachtvieh gezüchtet zu werden. Gibt es denn wirklich keine Hoffnung mehr?...

      Die Verwüstung und Vernichtung werden in sehr „schön“ gestalteten, stereotypen Bilden erzählt, die dem klassischen Stil der Geschichte gerecht werden. Dramaturgisch bleibt allerdings deutlich Luft nach oben. Die bedrückende Atmosphäre kommt nur manchmal rüber und auch der Szenenaufbau in spannenden Passagen gelingt nicht immer zu 100%. Die Gefühle der Charaktere werden nur an wenigen Stellen wirklich glaubhaft transportiert und so bleibt das ganze Werk leider ein wenig oberflächlich. Nicht langweilig und auch schick, aber zu keinem Zeitpunkt etwas Besonderes schafft es Band zwei leider nicht nochmal eine Steigerung hinzulegen. Fällt für mich ein wenig unter die Kategorie "verpasste Chance" weil hier zwar einiges gut gemacht wurde, aber auch viel potential ungenutzt blieb. Bislang bester Band der H.G. Wells Edition von Splitter bleibt für mich somit vorerst „Die Zeitmaschine“.

      Meine Wertung: 6/10

      Obwohl der „Krieg der Welten“ jetzt keine Offenbarung war habe ich mich trotzdem nicht gelangweilt und schön anzuschauen war es auch, deshalb freue ich mich schon auf den letzten Vertreter „Der Unsichtbare“.

      VG, God_W.
      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:
      NEU: Jetzt mit Inhaltsverzeichnis!!!
    • black hole schrieb:

      Die TV-Serie kenne ich auch nicht. Oder besser: Ich hab gar nicht gewusst, das es eine solche gibt... 8o
      Das Musical hab ich zu Hause als Doppelvinyl. Ist nicht schlecht, jedoch nicht unbedingt mein Ding. Hab ich mir Ende der 80er gekauft, weil Phil Lynott von Thin Lizzy (eine meiner absoluten Lieblingsbands :love: ) da mitspielt und das Cover einfach genial ist.

      Die LP wollte ich mir damals auch holen, allein schon der Optik wegen. Irgendwie ist das nie was geworden.
    • @Marvel Boy

      :D :P

      Aber mal Spaß beiseite: Die normale Doppel-LP kriegt man in sehr gutem Zustand so um die 20€. Es gab dann aber noch 'ne Box, die zusätzlich Wells' Roman und ein Poster enthielt und wohl etwas teurer kommt. Was, glaube ich selten ist, ist die "deutsche" Version, mit den Original Songs auf Englisch, aber mit Curd Jürgens als deutschem Erzähler (im Original: Richard Burton). Brauchste aber nicht, wenn's Dir "nur" um das Cover und das Booklet mit den Bildern geht. Doppel-CD gibt's auch, aber da ist natürlich das Cover und das Booklet kleiner.