Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • Marvel Boy schrieb:

      Stimmt, aber an den Film kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern.
      Westworld würde da wohl auch irgendwie reinpassen, genialer Film.
      Stimmt! Westworld war spitze! Da sollte ich vielleicht mal einen Blick in die Serie werfen...


      LordKain1977 schrieb:

      Ich sag nur Marshall Bravestarr und Galaxy Rangers 8) :D
      Irgendwie haben mir die Galaxy Rangers nie so gut gefallen, keine Ahnung warum. Aber Bravestarr hab ich geliebt und mir vor ein Paar Jahren auch den Pilotfilm und alle Staffeln auf DVD besorgt und auch wirklich komplett durchgeguckt. macht immer noch Spaß! Werd ich in 2-3 Jahren mit meiner kleinen Tochter auch nochmal gucken :D
      Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch bzw. Diskussionen in meinem Rezi-Thread:
      :guitar: Just my 2 cents :kette:
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    • God_W. schrieb:

      Irgendwie haben mir die Galaxy Rangers nie so gut gefallen, keine Ahnung warum. Aber Bravestarr hab ich geliebt und mir vor ein Paar Jahren auch den Pilotfilm und alle Staffeln auf DVD besorgt und auch wirklich komplett durchgeguckt. macht immer noch Spaß! Werd ich in 2-3 Jahren mit meiner kleinen Tochter auch nochmal gucken
      Hab die Rangers, genau wie Bravestarr, auch als Komplettbox hier zuhause stehen. Alleine beim Intro Song komme ich immer ins schwärmen :D
      "Hast Du je bei blassem Mondlicht mit dem Teufel getanzt?" :pupsi:


    • Titel: Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 1

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 608 Seiten im kleinformatigen Hardcover

      Inhalt: Lobster Johnson: Der eiserne Prometheus; B.U.A.P.: 1946; B.U.A.P.: 1947; Abe Sapien: Ertrinken

      Autoren: Mike Mignola, Joshua Dysart,

      Zeichner: Jason Armstong, Paul Azaceta, Gabriel Bá, Fábio Moon, Jason Shawn Alexander

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      2011 - 10 Jahre Cross Cult!

      Zum 10jährigen Jubiläum von Cross Cult im Sommer 2011 spendiert das süddeutsche Comic-Label den deutschen Mignola-Fans und HELLBOY-Jüngern einen extradicken Sonderband mit vier Mini-Serien aus dem illustren, weit verzweigten und mittlerweile ganze Jahrzehnte überlappenden HELLBOY-Universum. Knapp 600 Seiten Lesefutter mit bislang auf Deutsch nie erschienenem Material, das das HELLBOY-Universum im Wandel des 20. Jahrhunderts zeigt:

      1937:
      In LOBSTER JOHNSON: DER EISERNE PROMETHEUS erzählen Mike Mignola und Zeichner Jason Armstrong von einem der verbissensten Einsätze des aus HELLBOY und B.U.A.P. bekannten Pulp-Superhelden Lobster Johnson. 1937, kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs: Der versuchte Diebstahl eines experimentellen Kampfanzugs führt die "Schere der Gerechtigkeit" auf die Spuren einer Organisation von Nazi-Spionen und einem geheimnisvollen und mächtigen Kultführer namens "Memnan Saa". DER EISERNE PROMETHEUS ist nicht nur die erste eigene Mini-Serie des beliebten, wortkargen Vigilanten, sondern auch eine Art Prolog zu der B.U.A.P.-Trilogie VERBRANNTE ERDE, in der Lobsters Erscheinung die B.U.A.P.-Agenten auf die Spur des selbst ernannten Weltenretters Memnan Saa führt.

      LOBSTER JOHNSON: DER EISERNE PROMETHEUS
      von Mike Mignola und Jason Armstrong
      144 Seiten



      1946:
      Knapp 10 Jahre und unzählige Millionen Tote später ist der Vernichtungskrieg der Nazis vorbei. In den Trümmern Deutschlands formt sich bereits der nächste globale Konflikt, der Kalte Krieg. Mittendrin der Hellboy-Ziehvater und Experte für Okkultismus Trevor Bruttenholm. Im besetzten Berlin suchen er und sein Assistent im Auftrag der US-Regierung zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Army-Truppe nach Überresten von übernatürlichen Nazi-Experimenten. Aber auch die Sowjetunion hat eine Okkultismus-Beauftragte entsandt, um nach Hitlers dämonischen Vermächtnissen zu suchen. Als Bruttenholm über ein ehemaliges Weltvernichtsprojekt mit dem Namen "Vampir-Sturm" stolpert, entbrennt ein Wettrennen zwischen ihm und seiner sowjetischen Kollegin ... B.U.A.P: 1946 von Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta zeigt uns zum ersten Mal mehr von Prof. "Broom" Bruttenholm, dem Gründer und langjährigen Leiter der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen.

      B.U.A.P.: 1946
      von Mike Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta
      144 Seiten



      1947:
      Wieder zurück in den USA ist Prof. Bruttenholm mit dem Aufbau der B.U.A.P. und der Erziehung seines kleinen Satansbratens Hellboy beschäftigt. Eine Serie grausamer Morde an ehemaligen Nazigrößen und Wehrmachtskriegsgefangenen alarmiert den Okkultismusforscher. Ein Trupp Ex-G.I.s, an denen der Krieg nicht spurlos vorübergezogen ist, soll im Auftrag der B.U.A.P. in Frankreich dem Drahtzieher der blutigen Anschläge aufspüren. Eine Spur führt sie zu einem verfallenen Anwesen, um das sich Legenden über Vampire, Hexen-Sabbathe und Blutopfer ranken. Die Autoren Mike Mignola und Joshua Dysart haben für die zweite Reise in die Vergangenheit der übernatürlichsten Behörde der Welt, B.U.A.P.: 1947, zwei Ausnahmetalente als Zeichner verpflichtet: die Zwillingsbrüder Fabio Moon und Gabriel Bá. Letzterer dürfte den Cross-Cult-Lesern bereits aus Gerard Ways "The Umbrella Academy" bekannt sein.

      B.U.A.P.: 1947
      von Mike Mignola, Joshua Dysart, Gabriel Bá und Fabio Moon
      144 Seiten



      1981:
      Ende des 19. Jahrhunderts hat der paranormale Ermittler Edward Grey vor der Küste von San Sebastian einen mächtigen Magier besiegt und ihn und seine Besatzung auf dem Grund des Ozeans begraben. Knapp hundert Jahre später wird der Fischmensch Abe Sapien, neuester Zugang bei der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen und späterer Hellboy-Partner, auf seine erste Mission geschickt: Er soll die Überreste des Magiers aus dem versunkenen Wrack bergen. Aber Abe ist noch ein Anfänger in dem Spiel und begeht einen tödlichen Fehler ... ABE SAPIEN: ERTRINKEN ist eine packende Horror-Mär, mit einem Protagonisten, der im wahrsten Sinne des Wortes feucht hinter den Ohren ist und eine der schlimmsten Lektionen seines Lebens lernen muss ...

      ABE SAPIEN: ERTRINKEN
      von Mike Mignola und Jason Shawn Alexander
      144 Seiten

      Just my 2 cents:
      Wow, ein ganz schöner Brummer, den Cross Cult hier zum 10. Jubiläum rausgehauen hat. Hat schon einen Grund, warum die Universum-Bände von einigen Fans als „Backsteine“ bezeichnet werden. Das Hardcover macht einen hochwertigen Eindruck und ein Lesebändchen lässt bei mir das Herz immer einen ganz kleinen Hüpfer machen, ist halt ein schönes I-Tüpfelchen. Wie von CC mittlerweile gewohnt gibt es auch einige Extras wie Interviewsn Skizzen oder Vor- bzw. Nachwörter. Alles in allem eine rundum gelungene Veröffentlichung. Aber nun zum Inhalt…


      Teil 1: Lobster Johnson: Der eiserne Prometheus
      Also ehrlich gesagt konnte ich mir unter „Lobster Johnson“ kaum etwas vorstellen. Wenn ich den namen irgendwo gehört oder gelesen hab drängte sich mir irgendwie immer das Bild von Mr. Krabs aus Songebob ins Hirn. Zum Glück lag ich damit komplett falsch. Was für ein geiler, extrem cool-trashiger Agentenflick! Macht richtig Laune, ist spannend, extrem Actionreich und trifft genau meinen Humor. Ich muss gestehen, dass mir der Zugang zu Lobster Johnson sogar um einiges leichter gefallen ist zu Hellboy selbst.
      Ein verschwundener Professor, der einen Superanzug entwickelt hat, Geister, Mystik, Schlangenmonster und geklaute Gehirne! Drachen, Super-U-Boote, Nazis und ein extrem cool agierender Held, der immer den richtigen Spruch auf den Lippen hat. Das Ganze von Mike Mignola wieder kongenial ineinander verwoben, gewürzt mit der tollen Atmosphäre des New York der dreißiger Jahre und einem charmant-charismatischen Zeichenstil von Jason Armstrong. Sehr geil sind auch diese pseudo realistischen Zeitungsartikel zwischen den einzelnen Kapiteln und das Bonusmaterial mit den Skizzen und Anmerkungen der Künstler am Ende der Story rundet das Paket prima ab. Ein toller Start in „Lobster Johnson“ und in die „Geschichten aus dem Hellboy Universum“ im Allgemeinen.


      Teil 2: B.U.A.P. 1946
      Richtig cooler Nazi-Horror-Trash bei dem wir endlich auch Prof. Bruttenholm mal ein wenig näher kennenlernen. Die abgefahrene Story um Hitlers Vampir-Armee ist streckenweise sogar richtig gruselig und durchgehend spannend. Viele coole Ideen die alle klassischen Klischees bedienen, vom Abgetrennten Nazi-Kopf im Reagenzglas auf Spinnenbeinen über den ferngesteuerten Kriegsgorilla bis hin zu Varvara, der teilweise recht unheimlichen, kindlichen Anführerin des sowjetischen Gegenstücks zur B.U.A.P. Tolle Story, auch wenn mir „Lobster“ im direkten Vergleich besser gefallen hat und ich vom Artwork leider nicht sonderlich begeistert bin.

      Die zugehörige Short-Story „Bischof Oleks Dämon“ ist extrem gelungen und spielt toll mit Versatzstücken aus dem Schaffen eines meiner Lieblingsautoren H.P. Lovecraft (auch wenn als Haupt-Inspirationsquelle M. R. James angegeben wird). Ein toller Bonus!


      Teil 3: B.U.A.P. 1947
      Ein Team von B.U.A.P.-Agenten wird losgeschickt um mysteriöse Vorgänge in Frankreich aufzuklären, in die unser alter Bekannter, Baron Konig verstrickt sein soll. Sie geraten in eine klassische Vampirgeschichte, die zwar einige coole Ansätze hat, mich aber leider nicht durchgehend fesseln konnte. Da war irgendwie zu viel Leerlauf zwischendrin. Das mit Konig und Varvara Bezug zum vorangegangenen Jahr hergestellt wird ist zwar ganz schön, aber am meisten Spaß hatte ich ehrlich gesagt mit der Rahmenhandlung um Professor Bruttenholm und den putzigen, kleinen Höllenjungen, in die die ganze Geschichte eingebettet war. Ausserdem fand ich auch hier das Artwork nur teilweise gelungen.

      Die Mini-Story „Und was werde ich dort finden?“ mit Bruttenholm, die auch noch zu 1947 gehört konnte mich allerdings extrem begeistern! Richtig famose, kleine Geistergeschichte, die sehr spannend und mit ordentlich Gruselatmosphäre erzählt wird. Auch das Artwork weiß mir hier richtig gut zu gefallen.


      Teil 4: Abe Sapien: Ertrinken
      Abe erhält seinen ersten, vermeintlich einfachen Auftrag. Er soll die Überreste eines Magiers aus einem Schiffswrack vor Saint-Sébastien bergen. In dem kleinen Örtchen liegt einiges im Argen und so dauert es nicht lange, bis dem unerfahrenen Ermittler die Kontrolle entgleitet und so einiges schief geht.
      Meines Erachtens die schönste Geschichte vom ganzen Band! Allerdings nur was das Artwork betrifft. Die Story selbst fand ich leider die schwächte der vieren. Nicht so immens spannend und an manchen Stellen auch recht wirr erzählt. Schade, dass das an sich tolle Buch für mich persönlich so relativ schwach endet, aber ich freu mich trotzdem schon sehr auf Band zwei und weiß jetzt, dass ich Zeichnungen von Jason Shawn Alexander wohl sehr gerne mag.

      Meine Wertung: 7/10

      Wie fandet Ihr den Band? Welche Stories aus dem Universum gefallen Euch prinzipiell am besten (BUAP, Abe Sapien oder Lobster Johnson)? Und warum?

      VG, God_W.
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    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 4)



      Titel: Querschläger

      Verlag: Splitter (Fr: Rue de Sèvres)

      Format: 128 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Balles Perdues

      Autoren: Walter Hill, Matz (Alexis Nolent)

      Zeichner: Jef

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Das Comic-Debüt des berühmten Actionfilm-Regisseurs Walter Hill!

      Eine mörderische Gangsterballade im Geiste des Film Noir

      1931, Arizona während der Prohibition. Roy Nash kommt trotz lebenslänglicher Haftstrafe frühzeitig frei. Um seine Schuld gegenüber dem Chicagoer Bandenboss zu begleichen, der ihn blutig aus dem Knast rausgehauen hat, macht sich Roy an die Verfolgung von drei Gangstern, die einfach mit der Beute geflohen sind. Einer von ihnen hat zudem Lena, Roys Ex-Frau, in seiner Gewalt. Auf der Jagd nach den Flüchtigen durchstreift Roy die Speakeasies und die Unterwelt von Los Angeles und verärgert dabei die lokale Mafia, einen korrupten Detektiv und seine eigenen Chefs… Rache, Geld oder Lena, was ist der eigentliche Antrieb für Roys Suche? Und vor allem, wie wird er inmitten dieser schießfreudigen Gangster überleben können?

      Der US-amerikanische Regisseur Walter Hill gilt als maßgeblicher Ästhet des Actionkinos. Seit seinen ersten Erfolgen der 1970er Jahre, 'Driver' und 'The Warriors', die längst zu Kultfilmen avanciert sind, hat er vor allem dem Actionfilm der 1980er mit 'Straßen in Flammen', 'Ausgelöscht' und 'Red Heat' seinen Stempel aufgedrückt. Sein größter Hit 'Nur 48 Stunden' führte zu einer regelrechten Flut an Buddy Cop Movies. Überdies zeichnete er u.a. als Produzent und Skriptautor der 'Alien'-Reihe verantwortlich. Sein neuestes Crime-Drama 'The Dead Ones' wird für den Winter 2015 erwartet.



      Just my 2 cents:
      Über die Story kann ich eigentlich nicht mehr schreiben, als schon im Klappentext steht, ohne zu viel zu spoilern, jedoch sollte das ja auch schon ausreichen um klar zu machen wohin die Reise geht. Worüber ich jedoch ein paar Worte verlieren muss ist die Wunderbare Aufmachung des großen Hardcovers. Das sehr stilvoll mit Glanzcover ausgestattete Hardcover ist für Splitter-Verhältnisse mit 128 Seiten ganz schön dick und macht es zu einem perfekten Vertreter für „ACTIONKINO am Freitagabend“, denn genau das ist es!

      Die sehr klassisch erzählte Story bietet alles was ein Action-Movie braucht und erinnert vom Design und der Atmosphäre mehr als einmal an große Gangster-Klassiker und natürlich auch an „Last Man Standing“ mit Bruce Willis, der ja ebenfalls von Walter Hill inszeniert wurde. Walter Hill ist selbst Comic-Fan und wurde auf Autor Matz durch seinen Dreiteiler „Blei im Schädel“ aufmerksam, den er ja auch prompt verfilmte. Im Gegenzug fragte Matz dann, ob Hill nicht unverfilmte Drehbücher im Petto hätte, die sich auch für die Inszenierung als Comic bzw. Graphic Novel eignen würden. Nicht nur einige, sondern ein ganzer Sack voll (oder so ähnlich) lautete Hills Antwort und so wurde eine Zusammenarbeit geboren, wie ich sie mir kaum hätte besser wünschen können!

      Ich liebe klassische Gangster-Stories wie diese hier und „Querschläger“ bietet in der Richtung einfach alles, was ich mir nur wünschen kann. Einen coolen, wortkargen Protagonisten (der auch noch prima mit einer Thompson umgehen kann), Ein Haufen zwielichtiger Gangster mit gefährlich klingenden Spitznamen, tolle Schlitten, getürkte Boxkämpfe, ein Spritzer Erotik, wilde, blutige Schießereien und die eine Frau für die der Held bereit ist durch die Hölle zu gehen. Das alles abwechselnd vor den grandiosen Kulissen gottverlassener Wüstenstädtchen und dem Untergrund gesetzloser Metropolen wie L.A. oder Chicago. Genau das Richtige für einen actiongeladenen Freitagabend in der Leseecke bei einem guten Whisky (in dem Fall lieber Whiskey, also Bourbon oder so).

      Zu einem perfekten Abend fehlt dann nur noch eins, ein Artwork von Zeichner Jef das seinesgleichen sucht! Ich bin ja sowas von begeistert von den Gemälden die mir hier auf die Seiten gezaubert wurden, ich kann es kaum in Worte fassen. Jef trifft zu 1000% meinen Geschmack. Franko-Belgische Perfektion gepaart mit dem 30er Jahre Setting und Bildern, so voller Patina und Atmosphäre, es ist einfach der Wahnsinn. Eines der besten Beispiele ist für mich der Boxkampf, wo ich die stickige Luft in der verrauchten Halle zwischen den vielen Zuschauern und den schwitzenden Kämpfern direkt riechen kann. Besser kann ein Zeichner meines Erachtens nicht zu einer Story passen.



      Ja, Altmeister Walter Hill hat mir hier zusammen mit Matz und Jef einen perfekten Kinoabend beschert und dafür gibt’s von mir auch die perfekte Punktzahl. Scheinbar lief die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten recht gut, denn nächsten Freitag gibt’s nochmal was auf die Augen von den dreien.

      Meine Wertung: 10/10

      Kennt Ihr den Comic? Wenn ja, wie findet Ihr ihn? Und habt Ihr schon andere Sachen von Zeichner Jef gelesen?

      VG, God_W.
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    • Zurück auf Ouro…



      Titel: Drifter 2: Die Wache - Vorzugsausgabe

      Verlag: Cross Cult (US: Image)

      Format: 116 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #6-9

      Autoren: Ivan Brandon

      Zeichner: Nic Klein

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Auf der Suche nach Rache – oder zumindest einem Ausweg – überschreitet Abram Pollux die graue Grenze zur dunklen Seite des Planeten Ouro, wo die Menschheit nichts zu suchen hat. Mysterien eröffnen sich in diesem zweiten Kapitel des Sci-Fi-Epos.



      Just my 2 cents:
      Ich war vom ersten Band ja schwer beeindruckt und aufgrund des üblen Cliffhangers am Ende musste ich mich natürlich schleunigst auf Band zwei stürzen. Von Cross Cult wieder genauso hochwertig gestaltet wie Teil eins, also in großformatigem Hardcover und bei meiner Vorzugsausgabe (Bild oben links) wieder mit einem Kunstdruck (Bild oben Mitte), der diesmal allerdings nicht signiert wurde. Allerdings finde ich auch das Cover der regulären Ausgabe (oben rechts) wieder sehr gelungen. Interviews gehören diesmal zwar nicht zum Bonusmaterial, dafür wieder eine Covergalerie, einige Skizzen und Entwürfe, kurze Infos über Zeichner und Autor sowie eine schöne Aufstellung der Hauptbesetzung.

      Der fanatische Prediger hat Jonah, den Gehilfen des Sheriffs auf brutalste Art und Weise getötet und wurde daraufhin selbst von ihr gerichtet. So beginnt Band zwei recht traurig mit einer Beerdigungszeremonie bei der wir wieder einen kleinen Happen über die blauen Aliens erfahren.

      Worüber Abram Pollux mehr erfahren möchte ist seine Vergangenheit, weil sein Gedächtnis noch immer massive Lücken aufweist. Gemeinsam mit Castillo, dem neuen Hilfssheriff und einem Trupp weiterer Personen macht er sich auf ins Ungewisse jenseits der Canyons. Die Anderen wollen dort Rohstoffe finden um ihr Städtchen wieder auf Vordermann zu bringen, Pollux sucht sein altes Schiff und seine Erinnerungen. Was sie dann jedoch tatsächlich finden hätten sie wohl alle so nicht erwartet. Unterdessen hat der Sheriff in Ghost Town ganz andere Probleme…

      Es passiert viel, sogar sehr viel, allerdings bin ich nach Beendigung der Geschichte nicht viel schlauer als vorher. Es werden kaum Fragen beantwortet, teilweise sogar eher neue aufgeworfen. Alles bleibt sehr rätselhaft und es gelingt noch nicht wirklich hinter die Fassade der Story zu blicken. Dafür lernt man die Welt, in der Pollux gelandet ist noch besser kennen, entdeckt neue Schauplätze und Bewohner jeglicher Art. Es bleibt spannend und das Ende, das schon wieder ein Fragezeichen auf mein Gesicht zaubert, lässt mir kaum eine Wahl: Band drei muss her!



      Erzählt wird das alles wieder in absolut wundervollen Bildern! Ich kann mich kaum sattsehen an dem wirklich wunderschönen Artwork von Chris Klein und der Welt, die er zusammen mit Ivan Brandon geschaffen hat. Ein bisschen schade fand ich es ja schon, dass ich nicht mir mehr Stücken zum Lösen der Rätsel gefüttert wurde, aber ich liebe solche Welten wie Ouro einfach, bei denen es so viele Gesichter und Facetten zu entdecken gibt und freue mich riesig auf die nächsten Bände.

      Meine Wertung: 8/10

      Welche Planeten aus Sci-Fi-Geschichten (egal, ob Film, Buch oder Comic) findet Ihr am coolsten? Ich mag z.B. den finsteren Planten mit den drei Sonnen aus „Pitch Black“ und den „Wüstenplaneten“ sehr gerne, aber natürlich auch "Hoth" aus Star Wars und es gibt einige Filme, in denen der Mars sehr cool in Szene gesetzt wurde. Scheinbar stehe ich eher auf die „unwirtlichen“ Plätze der Galaxis. Wie ist es bei Euch?

      VG, God_W.
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    • Leute, Ihr habt da was falsch verstanden, die Frage war doch, welchen Planeten Ihr cool findet! Sei es vom Artwork, der Grundidee, der Inszenierung, filmischen Umsetzung etc...
      Es geht nicht darum auf welcher Kugel Ihr gern leben möchtet! Oder denkt Ihr ich bin total gaga? Wüstenplaneten, Eisklumpen und finstere Heimat von tödlichen Monstern, na klar! Kann mir kaum schönere Plätze zum Leben denken... :tick:

      PS: Das Auenland ist kein Planet. (aber ja, ist sehr schön da)
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    • Also ich würde auf Arrakis schon gerne mal vorbeischauen. Hat zwar landschaftlich sicher nicht soooo viel zu bieten, aber die Sandwürmer fand ich im Film und im Buch klasse :D

      Oder mal die Ringwelt anschauen, das wäre sicher auch reizvoll und wenn einem langweilig ist, wäre bestimmt ein Abstecher zur Scheibenwelt nicht verkehrt :D Kugeln kann doch jeder :P :D
    • Tom schrieb:

      Also ich würde auf Arrakis schon gerne mal vorbeischauen. Hat zwar landschaftlich sicher nicht soooo viel zu bieten, aber die Sandwürmer fand ich im Film und im Buch klasse :D

      Oder mal die Ringwelt anschauen, das wäre sicher auch reizvoll und wenn einem langweilig ist, wäre bestimmt ein Abstecher zur Scheibenwelt nicht verkehrt :D Kugeln kann doch jeder :P :D
      Ja, die schöne Scheibenwelt. Die hat was und auch da ist es schade, dass der Schöpfer uns nix neues mehr präsentieren kann... :schnief:
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    • Die Lage auf Ouro spitzt sich zu...



      Titel: Drifter 3: Lichterloh - Vorzugsausgabe

      Verlag: Cross Cult (US: Image)

      Format: 116 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #10-14

      Autoren: Ivan Brandon

      Zeichner: Nic Klein

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      In einer entfernten Zukunft, in der sich die Menschheit über das gesamte All ausgebreitet hat ...

      Der Raumschiffpilot Abram Pollux legt eine schwere Bruchlandung auf dem Planeten Ouro hin und verliert sein Gedächtnis. Der Planet, der auf den wenigsten Karten verzeichnet ist, ist ein wahrer Tummelplatz für gestrandete Existenzen: Hier leben die Ärztin Lee Carter, der mysteriöse Prediger Arkady, die Minenarbeiter Della und Chuck, die unter Lebensgefahr die einzige Energiequelle des Planeten abbauen.

      Und da ist noch der maskierte Wanderer, der mit einem seltsamen Gerät die elektromagnetischen Stürme bändigt, die über den seltsamen Planeten hinwegfegen. Er ist es auch, der Schuld daran ist, dass Abram Pollux seit seinem Erwachen nicht nur einen Weg nach Hause sucht, sondern auch nach seiner Erinnerung.



      Just my 2 cents:
      Was soll ich über die wunderbare Aufmachung des Buches noch groß sagen? Der Band ist genauso hochwertig und toll gestaltet wie die beiden davor und hat wieder ein unsigniertes Artprint an Bord (meine Vorzugsausgabe, wieder oben links, Artprint mitte, Standardausgabe rechts) sowie die obligatorische Covergalerie, einige Skizzen und Entwürfe und am Ende des Bandes kurze Infos über Autor und Zeichner. Aufklappen, die kurze Zusammenfassung im Stile eines „was bisher geschah“ überfliegen und schon geht’s los… und zwar gewaltig.

      Der Himmel ist verdunkelt, Abram ist mit den überlebenden seines Trupps noch jenseits der Canyons und in Ghost Town herrscht eine Art Belagerungszustand. Die Wheeler haben quasi die Kontrolle übernommen und auch dem Sheriff gelingt es nicht zum Anführer mit dem unscharfen Gesicht vorgelassen zu werden. Während sie weiter Versucht die Lage unter Kontrolle und die anderen Bewohner auf ihrer Seite zu halten setzt Abram alles daran zurück nach Ghost Town zu kommen. Er hat einige Dinge erfahren, die ihm gar nicht schmecken und eine Mordswut im Bauch.

      Tatsächlich gelingt ihm bald die Rückkehr und als allererstes sucht er sich Streit mit den Wheelern, und das auf sehr blutige Weise. Der Sheriff sieht sich daraufhin gezwungen ihn einzubuchten um eine Eskalation zu verhindern. Abrams Freunde sind natürlich dagegen, der Sheriff sieht keinen anderen Weg die Wheeler ruhig zu halten, die mittlerweile überall Wachen aufstellen und nach und nach entwickelt sich in Ghost Town eine hochexplosive Atmosphäre. Jeder Funken kann das Pulverfass zur Explosion bringen.

      Castillo, der Hilfssheriff gibt sich schließlich einen Ruck und befreit Pollux. Gemeinsam ziehen sie in die Nacht hinaus, denn Pollux hat einen Plan. Derweil machen Draußen in der Wüste Emmerich und das kleine Mädchen eine faszinierende Entdeckung und in der Stadt verhärten sich die Fronten und die Lage spitzt sich zu.

      Ein Besuch bei den Blauen Wesen bringt Pollux die Erleuchtung und jetzt ist er sich sicher, was er zu tun hat, doch noch bevor er zurückkommen kann geschieht in der Stadt etwas Schreckliches und die Hölle bricht los…



      Oh Mann, es ist zum Mäuse melken! Ivan Brandon gibt mir viele neue Puzzleteile, deutlich mehr als im zweiten Band, aber das Gesamtbild will sich mir noch immer nicht erschließen. Trotzdem gelingt es ihm die Spannungsschraube deutlich anzuziehen und eine typische Pattsituation in einer Westernstadt auf unglaublich plastische und brutale Weise eskalieren zu lassen. Große Teile dieses dritten Teils sind ein wahres Feuerwerk an Action und harten Gewaltausbrüchen. Trotzdem verkommt das Werk nie zu einer stumpfen Gewaltorgie. Man fühlt förmlich, dass hinter allem ein tieferer Sinn steht, der sich halt nur noch nicht greifen lässt. Vieles bleibt noch rätselhaft, aber die Offenbarung ist zum Greifen nah und beim Umblättern jeder Seite hofft man auf Erleuchtung und Aufklärung! Tatsächlich bringt mich die letzte Doppelseite dann doch noch ein ganzes Stück voran, und wirft dennoch wieder neue Fragen auf!!! Nur die Tatsache, dass der vierte Band schon bereitliegt lässt mich darüber schmunzeln, dass Ivan Brandon mich wieder gekriegt hat.

      Die Arbeit von Nic Klein habe ich ja schon zu genüge gelobt und auch hier lässt er keinen Millimeter nach. Im Gegenteil, zeigen einige Panels doch ganz neu Facetten seiner Kunst und es ist klar, dieser Mann hat noch Einiges im Petto. Muss echt nach Drifter mal nach was Anderem von ihm Ausschau halten. Die „Vikings“ sollen ja ganz anders gezeichnet sein, weil er sich zu neuen Reihen auch immer einen komplett anderen Stil raussuchen soll. Mal schauen…

      Meine Wertung: 9/10

      Habt Ihr Andere Sachen von Nic Klein gelesen? Vikings vielleicht? Oder was von den Sachen, die er für Marvel gemacht hat? Was würdet Ihr am ehesten Empfehlen?

      VG, God_W.
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    • Ich fand schon immer den Mars klasse und vor allem die Idee, dass es dort Leben gibt oder früher gab (alte, längst versunkene Zivilisationen), so gesehen bzw. gelesen in "Krieg der Welten", "Fremder in einer fremden Welt", "Mission to Mars", "Missions", "Der Jahrtausendflug" u.v.m.
      Genauso faszinierend ist für mich auch die Vorstellung einer sogenannten Gegenerde im Lagrange-Punkt L3. Da ein solcher Planet - gäbe es ihn denn - auf der Umlaufbahn der Erde um die Sonne von uns aus gesehen immer hinter der Sonne stünde, wäre er - bis die Raumfahrt möglich wurde - nie für uns Menschen sichtbar gewesen (in etwa wie die Rückseite des Mondes).