Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • Danke Euch! Komme gerade zurück. Böses Knie (wurde vor ein paar Wochen auch operiert). Wurde heute beim Radfahren rapide schlechter bis zu wohl extremen schmerzen, die auch nach Morphiumtabletten nicht nachgelassen haben. Mal schauen, was der morgige Tag bringt.
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      Kick-Ass 3, Hit-Girl, Sin City 3, Auf der Suche nach Peter Pan, Valerian & Veronique 3
    • Eine rasche Genesung Deinem Vater! :hdl: Auf dass er gesund und agil zurückkommen wird! ^^
      Jedite, Shokichi Komachi, Myrapla, Rita Repulsa, William Hand, Jeanne, Kizune, Cisco, Bree van de Kamp, Peach, Fox Mulder, Owen Hunt, Frau Fasan, Eikichi Onizuka, Reiner Braun, Eric, Palmon, Schmendrick, Fran Fine, Puck, Liesel, William Ballantine.

      Der Mann, der die Namen zuordnen kann, wird geheiratet! :D :love:

      Rekauf und -read: Berserk :love:
    • In Basin City beginnt das große Sterben…

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 28)



      Titel: Frank Miller’s Sin City 3 – Das Grosse Sterben

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 184 Seiten im kleinformatigen Hardcover

      Inhalt: Frank Miller’s Sin City 3: The Big Fat Kill

      Autoren: Frank Miller

      Zeichner: Frank Miller

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      "Ich sollte es nicht drauf anlegen. Aber ich kann nicht einfach nach Hause fahren und die Sache vergessen und Jackie-Boy und seinen Kumpels ihren Spaß gönnen. Sie sind ein Rudel Raubtiere, die heute Nacht auf Blut aus sind. Das Blut einer Frau."

      Es sollte eine angenehme Nacht bei Shellie sein für Dwight McCarthy. Bis Jack und seine Kumpel auftauchen. Dwight verfolgt die Spur der brutalen Bande bis in die Altstadt, dem Revier der Nutten. Und dort gehen die Probleme erst richtig los. Plötzlich findet sich Dwight in einem Revierkrieg zwischen Mafia und Prostituierten wieder, in dem er zum entscheidenden Faktor wird.

      "Das große Sterben" ist der dritte Band der epochemachenden Serie und greift die Ereignisse aus Band zwei auf. Dieser Band war eine der drei Vorlagen für den Film "Sin City"!

      Neu-Edition des Neo-Noir-Klassikers mit neuem Cover.



      Just my 2 cents:
      Shellies Ex hat sie stets behandelt wie ein Stück Dreck. Er hat sie beschimpft, misshandelt, verprügelt und es zudem dann jedesmal so hingestellt, als sei es ihre Schuld gewesen und es jetzt an ihr sich zu entschuldigen. Also hat sie Schluss gemacht. Jetzt trommelt der Typ an ihre Tür und verlangt Einlass, aber er ist nicht allein, er hat noch einen Schwung Kumpels dabei, die gemeinsam mächtig einen drauf machen wollen, und Shellie soll sie begleiten, was die natürlich gar nicht für eine gute Idee hält.

      Zum Glück ist Shellie nicht allein. Ihr Neuer, Dwight, der wegen Mordes gesucht wird, aber aufgrund seines neuen Gesichts unerkannt weiter in der Stadt bleiben kann, ist bei ihr. Wie wir bei Eine Braut, für die man mordet erfahren haben ist Dwight ein knallharter Typ, der vor nichts zurückschreckt um die zu schützen, die er liebt. Also knöpft er sich Jackie, den brutalen Frauenschläger vor. Der zieht dann auch hurtig den Schwanz ein und macht sich mit seinen Kumpels von dannen.

      Im Nachhinein dämmert es Dwight aber, dass das vielleicht gar nicht die beste Idee war, denn der aufs Tiefste beleidigte und dazu stark alkoholisierte Jackie sucht sich jetzt sicher ein anderes Ventil für seine Aggressionen und das wäre ja dann zum Teil auch Dwights Schuld. Also hängt er sich an die Fersen von Jack und seiner Gang um das schlimmste zu verhindern. Doch der Idiot fährt mitten in die Altstadt, wo die professionellen Girls das Sagen haben. Eine Eskalation der Sache scheint vorprogrammiert und als klar wird, dass Frankie gar nicht der ist, der er zu sein scheint ist es bereits zu spät und das große Sterben beginnt…



      Mannomann, Frank Miller gelingt scheinbar mit jedem Ausflug in den Sündenpfuhl Basin City ein kleines Meisterstück, das mich vollends begeistern kann. Der trockene, harte Schreibstil mit der übertriebenen Coolness, die meisterlichen Schwarz/Weiss-Zeichnungen, die vor ikonischen Bildern, perfekt geformten Körpern und unglaublicher Atmosphäre nur so triefen und die kompromisslose Art der gesamten Präsentation begeistern mich jede Woche aufs Neue. Die kleinen Verweise auf die vorangegangenen Bände weben die Welt rund um die namensgebende Stadt noch ein wenig dichter und wie er hier schon eine Parallele zu seinem späteren Meisterstück 300 einfließen lässt ist ein echtes Fan-Schmankerl, das zeigt, wie lange Ideen im Hirn eines Künstlers manchmal reifen, bevor sie zu Papier gebracht werden.

      Erneut ganz großes Kino, das Cross Cult wieder in ein kleines Hardcover mit stilechtem Schwarz/Weiss-Cover gepackt hat. Dazu gibt es 10 Seiten mit Goodies, die diesmal aus Sin-City Pin-Up-Zeichnungen von verschiedenen Künstlern, wie unter anderen Mike Allred und Mike Mignola stammen. Ganz kleiner Wermutstropfen an diesem dritten Band ist für mich, dass der aufmerksame Leser den vermeintlichen Überraschungsmoment um die wahre Identität von Frauenschläger Jackie schon viel zu früh kommen sieht und der große WOW-Effekt an dieser Stelle der Geschichte leider ausbleibt.

      Meine Wertung: 9/10



      Hat Euch Band drei auch wieder so gut gefallen wie mir? Und habt Ihr den kleinen Twist um den Antagonisten auch schon früh kommen sehen, oder wart Ihr von der Wendung total überrascht?

      VG, God_W.
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      Was der von James M. Barrie lose nach einem griechischen Gott erdachte und von Disney weltberühmt gemachte, unsterbliche Junge in den Schweizer Alpen macht…



      Titel: Auf der Suche nach Peter Pan

      Verlag: Cross Cult (Fr: Éditions du Lombard)

      Format: 160 Seiten im überformatigen Hardcover

      Inhalt: Signé – Intégrale I – A la recherche de Peter Pan T1+T2

      Autoren: Cosey

      Zeichner: Cosey

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Die Walliser Alpen, kurz vor 1930. Unter dem Vorwand an seinem neuen Roman zu arbeiten, zieht sich der englische Schriftsteller mit serbischen Wurzeln Melvin Woodsworth in die menschenlichte, verschneite Wildnis des Schweizer Gebirges zurück. Die Suche nach Inspiration wird für den jungen Autor zu einer Begegnung mit seiner Vergangenheit.

      1950 geboren, hat sich Cosey, mit bürgerlichen Namen Bernard Cosandey, mit seinen kraftvoll erzählten, autobiografisch angehauchten Comic-Roman als einer der wichtigsten Schweizer Comickünstler etabliert. AUF DER SUCHE NACH PETER PAN wurde mit dem Max-und-Moritz-Preis für die "beste deutschsprachige Publikation 1988" prämiert und gilt als Coseys reifste und kunstvollste Arbeit. Cross Cult präsentiert eine aufwendig aufbereitete und neu übersetzte Ausgabe des lange vergriffenen Comicklassikers.



      Just my 2 cents:
      Ein stolzes kleines Völkchen, etwas eigensinnig, aber sehr unabhängig. Hartnäckig und hart im Nehmen, aber auch stets fleißig und bereit für das zu arbeiten was sie zum Leben brauchen. Das sind die Einwohner des Wallis, einem Kanton in den Schweizer Alpen, oder so waren sie zumindest bis zum 19. Jahrhundert. Denn das bis dahin nahezu komplett autark lebende Bergvolk kämpfte zwischen Sumpfgebieten und eisgepanzerten Bergen stets ums Überleben, schaffte es aber immer das Nötigste was an Kleidung und Nahrung gebraucht wurde aus eigener Kraft zu beschaffen.

      Mindestens ebenso eindrucksvoll ist der Wandel, den die Menschen des Wallis in weniger als 50 Jahre vollzogen, weg von den kernigen Eigenbrötlern, hin zu gleichwertigen Partnern der längst industrialisierten Nachbarn. Das ist schon eine beachtliche Leistung und zeigt deutlich aus welchem Holz die Walliser geschnitzt sind. Ich bin wahrlich kein Experte für die Schweiz oder das Wallis selbst und unser Urlaub, den wir für dieses Jahr im neutralsten Staat der Welt geplant hatten musste leider auf kommendes Jahr verschoben werden, aber das ist der Eindruck den ich durch die dreiseitige Einleitung von André Guex gewonnen habe, die Cross Cult dem überaus ansehnlichen, großen Hardcover spendiert hat. Dazu ein großes Interview mit Autor und Zeichner Cosey selbst sowie ein ausführlicher redaktioneller Teil über ihn und sein Schaffen. Wahnsinnsausstattung! Wie dem auch sei, schon jetzt, ohne je dort gewesen zu sein glaube ich, ich mag die Menschen im Wallis, weil sie scheinbar ein Schlag Menschen sind, die sich selbst treu bleiben, sowas respektiere ich.



      In diese nur bedingt gastfreundliche Gegend, genauer in ein kleines Bergdorf, verschlägt es kurz vor 1930 den englischen Schriftsteller Melvin Woodsworth. Vordergründig sucht er nach Inspiration zu seinem neusten Werk und hofft durch die atemberaubende Landschaft von der Muse geküsst zu werden, doch seine wahren Motive gehen tiefer. In dem über dem Dörflein thronenden, mittlerweile aufgegebenen und leerstehenden Grand Hotel, welches den Charme von Kings Overlook Hotel ausstrahlt, war sein Bruder zuletzt als Pianist angestellt. Jetzt will Melvin herausfinden, was es mit der mysteriösen Nachricht über den Tod seines Bruders auf sich hat.

      Dieser an sich schon spannende Kern der Geschichte entwickelt sich zu einer ausufernden, vor wunderbaren Ideen und Charakteren angefüllten Kollage wie sie harmonischer und stimmiger kaum sein könnte. Da ist der etwas trübselige Held, der in dieses verlassene Dorf kommt, was mich schon auf den ersten Seiten an den abgründigen, wortkargen und grandiosen Alpen-Western Das finstere Tal erinnert. Allerdings geht es keineswegs so roh und brutal weiter in besagtem Leinwand-Schmuckstück. Der traurige Held trifft eine die geheimnisvolle Schönheit, ein Robin Hood-artiger Geldfälscher wird von den Gendarmen verfolgt und ist stets auf der Suche nach einem Versteck und ganz nebenbei werden die tragischen Umstände ausgebreitet, wie es dazu kam, dass sein Bruder die Familie verließ. Und während all diese Handlungsstränge zwischen Krimi, Drama, romantischer Liebesgeschichte, Gaunerstück mit Westernelementen und feinem Humor aufeinander zulaufen schwebt über allem der drohende Absturz des Gletschers und die damit einhergehende Vernichtung des ganzen Dorfes.



      Nach dem in bunten Farben schillernden Miracleman und dem lauten und brachialen Sin City komme ich hier zu den leisen Tönen. Erzählt in viel Weiß und gedeckten Brauntönen breitet Cosey eine wundervoll bebilderte Geschichte aus, die von den Werken aus der neunten Kunst, die ich bislang gesichtet habe am ehesten den Begriffen grafischer Roman oder Novelle gerecht wird. Weshalb? Ich habe keinen blassen Dunst, aber für mich fühlt es sich einfach so an. Es fühlt sich so an, als müsste man diese zarte Geschichte mit einem Flüstern erzählen und die Seiten vorsichtig umblättern, aus Angst sie könnte sich verflüchtigen, oder zerbrechen. Ein Kleinod wie man es nicht so häufig in die Hände bekommt, und einzig das für meinen Geschmack etwas zu kitschige Ende verwehrt die absolute Höchstnote.

      Meine Wertung: 9/10

      Eine klare Empfehlung für alle, die abseits von Superhelden mal nach einer fesselnden, aber in ruhigem Tempo erzählten, wunderschönen Geschichte in realistisch historischem Setting suchen. Für alle Schweizliebhaber und die, die es werden wollen sowieso. Jetzt freue ich mich gleich nochmal so sehr auf nächstes Jahr, wenn wir endlich in die Schweiz fahren! Noch jemand hier so begeistert von dem Werk wie ich?

      VG, God_W.



      PS: Ach, Ihr fragt Euch, was das Ganze mit Peter Pan zu tun hat? Lest das Ding und findet es selbst raus! :P
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      Marvel Boy schrieb:

      Das Werk gab es damals von Carlsen.
      Ja, aber ich habe verglichen und die Cross Cult Ausgabe mit ihrem dicken Paket an Bonusmaterial hat mir mehr zugesagt. War sehr froh das verlagsvergriffene Stück in der Bucht in wirklich sehr gutem Zustand UNTER Coverpreis schießen zu können. :coolgreen:
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      Gibt’s von Carlsen aber ooch. ;)

      „Auf der Suche nach Peter Pan“ ist ein wirklich tolles und empfehlenswertes Stück Comic – wie alle anderen der in Leinen gebundenen Carlsen Jubiläumsausgaben auch. Okay, „Die Wahrheit über Shelby“ und besonders „Ein Indianischer Sommer“ mögen zwar etwas „spezieller“ sein, „Mustreads“ sindse aber trotzdem. :D Der Peter rangiert da so im oberen Drittel, „Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit“ ist und bleibt Spitzenreiter, noch vor „Reisende im Wind“ und dem "Sternewanderer". :-D
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      Marvel Boy schrieb:

      Ausserdem HC. :D

      Karate Lothar schrieb:

      Gibt’s von Carlsen aber ooch. ;)

      ...
      Stimmt, aber da hatte ich direkt verglichen. Die 25 Jahre Gesamtausgabe von Carlsen ist mit 127 Seiten angegeben, die Cross Cult Variante mit 160, bietet also mehr Bonus und auch die Cover der SC-Ausgaben. Gebraucht sind die Preise aktuell in etwa gleich (wobei ich da mit gut 20€ echt einen Schnapp machen konnte), deshalb habe ich zur CC-Ausgabe tendiert.
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      Karate Lothar schrieb:

      Gibt’s von Carlsen aber ooch. ;)

      „Auf der Suche nach Peter Pan“ ist ein wirklich tolles und empfehlenswertes Stück Comic – wie alle anderen der in Leinen gebundenen Carlsen Jubiläumsausgaben auch. Okay, „Die Wahrheit über Shelby“ und besonders „Ein Indianischer Sommer“ mögen zwar etwas „spezieller“ sein, „Mustreads“ sindse aber trotzdem. :D Der Peter rangiert da so im oberen Drittel, „Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit“ ist und bleibt Spitzenreiter, noch vor „Reisende im Wind“ und dem "Sternewanderer". :D
      Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit. :love:
      All the psychos in the world can't bring me down!