Justice League #20, verlorene Gerechtigkeit, Achtung Spoiler

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    • Justice League #20, verlorene Gerechtigkeit, Achtung Spoiler



      Die Justice League Teams konnten das Unglück nicht verhindern. Der Wachturm ist auf der Erde eingeschlagen. Scheinbar konnten Sie jedoch schlimmeres verhindern und den Satelit auf offenes Feld auf dem afrikanischen Kontinet lenken.
      Hier setzt das Heft auch mit einem fulminanten Start ein. Priest schafft es das Ausmaß der Katastrophe perfekt in Szene zu setzen. Wir sehen gigantische Panels wie das Ungetüm im Sand liegt und sofort die Aufmerksamkeit der afrikanischen Bevölkerung auf sich zieht.
      Mit den ersten Seiten hat mich Priest voll in den Bann der Katastrophe geschlagen. Es geht dann gleich richtig stark weiter. Während Aquaman den Fan sucht, versucht die Liga die androhenden politischen Konflikte zwischen den afrikanischen Rebellen, den Flüchtlingen und der Regierung zu lösen um möglichst schnell eine Bergung des Wachturms durchzuführen.
      Doch wie wir wissen darf sich die Liga nicht in staatliche Angelegenheiten einmischen und davon ist auch der "Red Lion" überzeugt. Er ist der afrikanische König eines kleinen Zwergenstaat (er ist wohl die schurkische DC Antwort auf den Black Panther) und beansprucht die Bergung des Sateliten Mithilfe von keinem anderen als Slade Wilson alias Deathstroke.

      Es geht dann für meinen Geschmack richtig gut ab. Es gibt reichlich politischen Zündstoff, Wonder Woman wird eiskalt abgeknallt, der Red Lion nimmt Cyborg auseinander. Dazu noch sehr gute Zeichnungen von Briones. Sogar die Titans dürfen kurz mitmischen.
      Lustige Szenen mit Baz und Cruz im Weltall zum Kuss mit Batman folgen, wobei ich mich gefragt habe warum die Lanterns nichts von der Katastrophe mitbekommen haben. Aber ich glaube das lag daran dass der Fan den Funk gestört hat? Nachdem Sie zum Wachturm zurückkehren wollen merken Sie es aber auch und machen sich auf den Weg zur Erde.
      Derweil eskaliert die Situation in Afrika. Die Völker metzeln sich gegenseitig ab und die Liga versucht Schadensbegrenzung zu betreiben.
      Bis hierher war ich echt geflasht. Doch dann komm ich nicht mehr mit ?( ;)

      Cyborg kommt irgendwie repariert zurück, mit Auto samt Batman und Fan. Der Fan wird abgeknallt, Jessica sitzt im neuen Liga HQ , Deathstroke macht die Liga platt und Wonder Woman wird von Raven gerettet. Diese wiederum macht Deathstroke platt und die Liga zieht aus Afrika ab, da Cyborg dem Ligamotto treu bleibt und sich nicht in staatliche Angelegenheiten einmischt.
      Punkt das wars? Was ist mit dem Satelit?
      Dann gehts schnell..... Baz geht endlich mit Sups essen der ihn aus dem Team wirft (oder blick ich da was nicht), Jess will die Kusszene mit Bruce klären (mit Champagner und roten Ballons???) und Selina weiß davon?! Und die JL versammelt sich danach im neuen HQ für weitere zukunftsweisende Gespräche.
      Außerdem fehlt mir jegliche Spur von der JLA.
      What??? hat es da jemand eilig gehabt oder war das nur ein Vorgeschmack auf die nächste Storyline?

      Fazit:

      Hui da war einiges los! Kurzzeitig war ich echt richtig geflasht und total begeistert. Doch dann ging mir leider alles zu schnell. Wobei ich hoffe das sich meine Fragen mit dem nächsten Heft klären.
      Toller Start mit leider durchschnittlichem Ende. So verhält es sich auch mit den Zeichnungen. Briones ist super, mit Woods kann ich gar nichts anfangen.
      :supers: :bats:
    • Mighty Mike schrieb:

      ...Baz geht endlich mit Sups essen der ihn aus dem Team wirft (oder blick ich da was nicht)...
      Ich glaube da hast du was falsch verstanden. Simon macht sich so viele Gedanken darüber warum Superman mit ihm essen gehen will, dass er letztendlich zum Schluss kommt, dass nur ein Rausschmiss aus der JL sein kann. Er konfrontiert Superman gleich zum Beginn des Essens damit, redet sich so in Rage ohne ihn auch nur zu Wort kommen zu lassen und geht dann. Superman wollte aber wirklich nur mit ihm einen Happen essen. (Vielleicht einfach um sich mal auch persönlich näher kennenzulernen) Also so habe ich das verstanden.
    • Guter Abschluss der Storyline, auch wenn am Ende wirklich einiges zu schnell ging.
      Generell haben mir die politischen Themen, welche angesprochen wurden, ganz gut gefallen.

      Zum Einen die Thematik rund um Flüchtlinge. Der eine Teil sieht in ihnen die armen und hilflosen die Schutz und Unterstützung brauchen. Der andere Teil sieht alles etwas kritischer, äußert die Angst, dass unter ihnen Kriminelle sein könnten. Fragen und Gedanken, die uns ja gerade zur Zeit bestens bekannt sind.

      Dann wäre da auch noch die Frage, ob man sich in gewisse Konflikte einmischen sollte. Zwei Nationen führen Krieg, welcher jede Menge opfert fordert. Soll eine größere, höhere Macht eingreifen? Soll sich diese Macht auf eine Seite schlagen und somit gleichzeitig diktieren wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind? Oder sollte an sich komplett neutral verhalten und das geschehen lassen, was gerade geschieht.?Diese zwei Beteiligten es auf ihre Art und Weise regeln lassen? Auf die Realität übertragen kann man hier den Vergleich zur USA (im Heft die JL) ziehen, welche eine Weltmacht ist, sich ja selbst allzu gerne als Weltpolizei sieht und in Konflikte einmischt um "Frieden und Demokratie" zu bringen.
      So zumindest meine Interpretation.

      Ob man so viel Politik und moralische Fragen in einem Comic mag, mag wohl jeder anders sehen. Für mich persönlich immer eine Bereicherung, wenn man ab und an auf solche Parallelen stößt.
    • Lange... Von Heft 1 bis 20 habe ich versucht das gute in dieser JL Inkarnation zu sehen. Hoffen auf besseres. Auf einen großen Plan. Große, wichtige, kult verdächtige Storys.


      Im großen und ganzen gehört sie wohl zum schlechtesten was es je unter dem JL Banner zu lesen gab.

      Meilenweit von meinen Lieblingen Morrison, Waid, Meltzer und Johns entfernt, siedle ich das ganze zwischen JL Detroit und der grauenvollen Inkarnation mit Manitu Raven, Major Desaster oder wie der hieß und Faith von Kelly ein......


      Freue mich mehr den je auf Snyder.

      Der Nerd: Ein perfekter Liebhaber, mit umfangreichen Wissen über: Comics, Kino, TV und Videospiele.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kaspian ()

    • Kaspian schrieb:

      .. und der grauenvollen Inkarnation mit Manitu Raven, Major Desaster oder wie der hieß und Faith von Kelly ein...
      Ich fand den Kelly-Run mit "The Obsidian Age" oder "Trial by Fire" durchaus gut. Unsäglich wurde es, als man meinte jeden Hans und Franz seine "besten Geschichten mit der JLA" schreiben zu lassen. "The Tenth Circle" z. B. hat jemand ganz anderes mit dem von Kelly zusammengestellten Team verbrochen.


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read
    • JL war für mich immer am besten wenns episch, 6 teilig, Zeitreisen, parallelwelten öffnen sich. Der Himmel verfärbt sich blutrot und die Pforten zur Hölle gehen auf. Das hier, ist ganz nett. Passt aber dann doch eher zu einer Soloreihe.

      Aaaaansatzweise hatte man das bei Zeitlos oder vor kurzem als die Kinder der JL kamen. Jedoch war das nur Ansatzweise. Starkes erstes Heft.. Ganz okay im 2. und im dritten Bauchlandung. Geoff Johns hat in seiner ersten JL Story gleich den bösen Alfred Pennyworth und die Sociéty angeteast, Grant Morisson hat in 30 Heften immer wieder sein großes Finale aufgebaut. Meltzer hat auch mehr das private in den Vordergrund dennoch gings da spannender und epischer ab. Ed Benes war da auch noch eine Macht. Marc Waid hatte auch sehr Ideenreiche Storys die im Finale richtig Filmreif erzählt. Dessen Zeichner war Brian Hitch. Der glaub ich... hat seine JL erzählt und sollte nur noch zeichnen.


      Bei Snyder erhoffe mir wieder große Action.

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    • Ich habe die Geschichte jetzt nochmal komplett gelesen und mir gefällt sie. Gut; manchen Plot hätte ruhig mehr Panels verdient aber ich liebe einfach, wenn sie Bezug auf reale Themen haben wie hier.

      Black Panter in Rot ... sorry, da kann man noch so schreiben das der nicht genauso ist, angelehnt ist Red Lion an den schon. Das Kostüm allein. Ist das schlecht? Nö; der Schurke hat was.

      Aufjedenfall war das mal ne schöne Pause bevor es wieder kosmisch wird. Hoffentlich besser als bisher.