X-Men: Blue #3: Auf der Suche nach der Zeit (Spoiler)

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    • X-Men: Blue #3: Auf der Suche nach der Zeit (Spoiler)

      X-Men: Blue #3: Auf der Suche nach der Zeit


      Inhalt:
      X-Men Blue (2017) 16-20

      Autor: Cullen Bunn
      Zeichner: Thony Silas (16), R.B. Silva (17-20)

      Der Zeitstrom spielt verrückt und die originalen X-Men sind für das Chaos verantwortlich. Bei dem Versuch die Dinge wieder ins Lot zu bringen, treffen die Teenager auf die X-Men 2099, Generation X, Chamber, Monet, sich selbst undProfessor X! Aber wer kann ihnen helfen, bevor alles vor die Hunde geht?

      Handlung:
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      Auf der Suche nach der Zeit I-V (OT: Cross Time Capers I-V)

      Magneto und die O5 erhalten einen mentalen Hilferuf von Professor Xavier aus ihrer Zeit, kurz darauf verschwinden Eric, Polaris und Danger als hätten sie nie existiert. Nur die Zeit-und Realitätsversetzten Mitglieder sind davon (noch) nicht betroffen. Kurz vor seinem verschwinden konnte Magneto die X-Men noch auf seine Zeitmaschine aufmerksam machen. Hank bekommt das Gerät zwar in Gang, kann jedoch die Sprünge nicht kontrollieren. So kommt es, dass das Team zuerst in der Zukunft landet und die X-Men von 2099 kennen lernt. Diese Epoche ist nicht so rosig wie sie es gerne hätten und mit Bedauern müssen die O5 feststellen, dass sie anscheinend maßgeblichen Anteil daran hatten. Hank kann einen erneuten Zeitsprung bewirken und das Team landet dieses Mal in der Vergangenheit bei Generation X und ihren Mentoren Banshee und der White Queen. Doch auch hier scheinen die O5 keinen guten Ruf zu genießen, denn das Team um Chamber, Monet und Co. beginnt sofort einen Angriff auf die X-Men. Sean und Emma können den Streit jedoch schlichten und suchen das Gespräch mit Jean und Scott. Diese erwähnen auch, dass Magneto ihr Verbündeter ist, was die White Queen aber verwirrt, da die O5 ihrer Zeitlinie den Meister des Magnetismus ermordet haben. Sie zeigt Jean mental ebenfalls welches Chaos die fünf auf der Erde angerichtet haben und sie versklaven wollten. Kurz darauf verschwinden die Mitglieder von Generation X wie zuvor die Teamgefährten in der Gegenwart. Jean ahnt die Ursache des Übels und lässt Hank das Team in ihre ursprüngliche Zeit springen, dort werden sie Zeuge des Kampfes der O5 und Magneto. Jedoch gehen Ihre Pendants deutlich radikaler zu Werke als sie es von sich selbst kennen, da diese die Bruderschaft bereits getötet haben und Magneto Ziel eines Raketenangriffes wird. Die X-Men konnten Eric im letzten Moment retten und befinden sich mit ihm zwischen der Zeit und überreden ihn Ihnen zu Helfen. Als die X-Men weiter ins X-Mansion reisen stellen sie fest, dass es sich bei den O5 dieser Zeit garnicht um sie selbst oder Alternative Versionen davon handelt, sondern das es die Bruderschaft aus der Zukunft um Charles Xaviers Sohn und Raze ist (bekannt aus dem Bendis-Run), die sich in ihrer Zeit als sie ausgeben. Es beginnt ein Kampf, Hank holt zur Unterstützung noch die X-Men 2099 und Generation X aus ihren Epochen und Jean sucht den originalen Professor Xavier, der von seinem Sohn mittels Cerebro ruhig gestellt wurde. Die Bruderschaft sieht schnell ein, dass sie keine Chance haben und zieht sich zurück in den Zeitstrom. Professor X erklärt seinen Schülern, dass sie nicht bleiben können, da sie nicht mehr die selben sind und man nicht einschätzen kann wie das die Zukunft verändern würde. Zurück in der Gegenwart hat sich nichts verändert und die X-Men erzählen Magneto was passiert ist, dieser kann sich zwar an nichts erinnern nutzt die Informationen aber dazu mit Hilfe seiner Zeitmaschine in den Zeitstrom zu gelangen und die Bruderschaft zu vernichten.


      Fazit:
      Mir hat der Band insgesamt gefallen, auch wenn die ganzen Zeitsprünge die Story etwas unruhig werden lassen und die dadurch hohe Anzahl an verschiedenen Personen zu Lasten von einzelnen Charaktermomenten geht. Das es am Ende
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      die Bruderschaft aus der Zukunft

      war, die hinter allem stecken, hat mir gut gefallen, da ich nicht damit gerechnet habe, obwohl es eigentlich nicht sehr abwegig war. Leider hätte man auch da die Motivation und Vorgehensweise etwas genauer darstellen können. Was die Zeitreise Thematik angeht sollte man sich besser nicht zu sehr den Kopf zerbrechen, da scheint Cullen Bunn auch gerne fünf gerade sein zu lassen. Aber da ich selbst kein Freund davon bin daraus eine eigene Wissenschaft zu machen kann ich größtenteils mit dem gebotenen Leben.
      Im Zwischenmenschlichen passiert zumindest bei Jean und Scott etwas, denn die Annäherung die es zuletzt noch gab bekommt wieder leichte Risse, da Scott anscheinend auf Bloodstorm ein Auge geworfen hat. Leider bleiben die restlichen Mitglieder sehr blass, was mich erneut fragen lässt warum man überhaupt Jimmy Hudson in die Serie schreibt und dann nichts mit ihm anfangen kann. Wünschenswert wären für mich ein paar ruhigere Ausgaben mit Charakterarbeit, aber da das nächste Crossover (mit Venom) bereits vor der Tür steht werde ich mich wohl noch etwas gedulden müssen.
      Zeichnerisch fand ich den Band solide, aber ohne besondere Höhen und Tiefen.

      Die Serie kann mMn ein unterhaltsames Niveau halten, den Mojo-Ausrutscher mal ausgenommen. Diese Ausgabe bekommt von mir 3,5 von 5 Punkte.
    • Na Gott sei Dank hat dieser Band wieder Spaß gemacht nach dem verhunsten Mojo-Crossover.

      Sehr schön, dass man wieder alles vereinfacht hat und klar ist, woher die O5 kommen. Die vorherige Sonderband-Serie habe ich noch nicht gelesen, doch als ich hier im Forum erfahren habe, dass die X-Men erfahren haben, dass sie nicht aus unserer Zeitlinie stammen, fand ich dies ärgerlich. Die Lösung dafür, die in diesem Band zu finden ist, ist wunderbar und für Comic-Verhältnisse sogar recht logisch.

      Auch wer hinter dem ganzen Schlamassel hier steckt, hat mich gefreut. Muss jedoch sagen, dass bei mir der Überraschungseffekt verloren ging und ich schon beim Lesen so eine Ahnung bekam.

      Ich bereue es sehr, dass ich nach der letzten Panini-Heftserie ausgestiegen war. Ich hielt die O5 für auserzählt und eben auch Bendis schien nach "Battle of the Atom" nicht mehr viel mit denen anfangen zu können. Cullen Bunn dagegen gibt mir den Spaß an der Truppe zurück. Das ist alles bisher nicht überragend, aber macht durchaus Spaß. So auch dieser Band.

      Dieser Arc ist definitiv wichtig für die O5 und ich sehe mich darin bestätigt, dass das Mojo-Crossover alles nur unnötig gebremst hat. Geht's dir da auch so @Stauda?

      Direkt geht es jetzt bei mir mit dem Venom-Crossover weiter, auch wenn ich derzeit kein Crossover-Fan bin. Im Bestfall ist es gut, im Schlimmstfall hab ich es wenigstens hinter mir.
    • Cap Ben Germany schrieb:






      Dieser Arc ist definitiv wichtig für die O5 und ich sehe mich darin bestätigt, dass das Mojo-Crossover alles nur unnötig gebremst hat. Geht's dir da auch so @Stauda?
      Für mich hat diese Zeitlinienthematik einen etwas faden Beigeschmack. Ende des letzten Runs wollte man verdeutlichen, dass die O5 aus einer anderen Zeitlinie kommen und deswegen nicht zurück können, damit das Thema beendet ist und jetzt wird genau da wieder zurück gerudert, da Marvel sie anscheinend doch wieder nach Hause schicken möchte.
      Ich bin beim Thema Zeitreise insgesamt tolerant und zufrieden wenn mich die Story gut unterhält. Das gilt auch für diesen Band. Es wird aber mit jeder weiteren Geschichte um die Herkunft der O5 schwieriger eine Logik zu behalten.

      Das mit den Crossovern ist auch so was. Mojovision war definitiv unnötig, da es schlecht war. Venom hab ich zum Großteil noch vor mir, das gefällt mir aber bisher gut. X-Men Blue hat das gleiche Problem wie die Serien des letzten Runs, man lässt sie sich einfach nicht entwickeln. Zuerst Secret Empire, dann Mojo und jetzt Venom. So kann keine eigene komplexere Story aufgebaut werden.
    • Ich begrüße es, dass man da zurück gerundet ist. Dies macht die Rückkehr der O5 doch um einiges einfacher. Auch wenn ich gespannt bin, wie die ihre "Black Vortex"-Kräfte wieder loswerden wollen.

      Secret Empire habe ich komplett ignoriert und nur die X-Men Tie Ins gelesen. Ich finde, diese konnte man gut für sich ohne Event stehen lassen. Events gibt's bei mir nicht mehr. Und wenn ich mich nicht täusche, gibt es auch keine Crossover mehr bis zum Ende von Gold und Blue. Lediglich Venomized (also hierzulande Venomverse 3) könnte noch wichtig sein, um bei Blue weiter zu machen. Bin mir aber nicht sicher und hoffe noch, dass die Community mehr dazu sagen kann.
    • Venomized hat eine starke Auswirkung auf einen Charakter aus X-Men Blue
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      Jimmy Hudson wird zu einem Poison und bleibt es auch am Ende der Geschichte. Damit ist der Charakter mehr oder weniger abgesägt. War anscheinend überflüssig nachdem Wolverine zurückgeht. Dieses Ätzende zurückrudern bei Marvel macht einfach fast alles kaputt.

      Ich fand Venomized ok, aber auch eher überflüssig. Brauch man nicht wirklich lesen, wenn man nicht begeistert von Venomverse war und mehr Geschichten dazu haben will. Blue #3 ist aber auf jeden Fall empfehlenswert!
    • Cap Ben Germany schrieb:

      Ich begrüße es, dass man da zurück gerundet ist. Dies macht die Rückkehr der O5 doch um einiges einfacher. Auch wenn ich gespannt bin, wie die ihre "Black Vortex"-Kräfte wieder loswerden wollen.

      Secret Empire habe ich komplett ignoriert und nur die X-Men Tie Ins gelesen. Ich finde, diese konnte man gut für sich ohne Event stehen lassen.
      Bin gespannt ob es irgendwann eine halbwegs logische Rückreise der O5 gibt. Das Problem geht ja über die Kräfte hinaus.

      Habe SE ebenfalls nicht gelesen, ging natürlich auch so. Aber man hat dadurch wieder ein paar Ausgaben verloren in denen Bunn seine eigene Idee hätte weiter schreiben können und da er sich auf das Tie-In konzentrieren musste. Das
    • Teilzeithelden schrieb:

      Wer nicht bereits genug von den zeitversetzten Originalschülern und Zeitreise-Geschichten hat, kann sich diesen Band gerne anschauen. Es wird nicht grundlegend Neues erzählt, aber die Zeithüpferei weiß zu unterhalten. Zu großen Wert auf Logik sollte man dabei nicht setzen, und auch zeichnerisch sind hier keine Meilensteine zu erwarten. Für eine gute Mischung aus Nostalgie und Mysterium ist dieser Band aber zu haben. Dabei gefällt er mir besser als die bisherigen X-Men Blue-Comics. Ob ein Neueinsteiger von der Handlung überfordert sein wird, kann ich nicht hinreichend beurteilen. Die geringe Komplexität sollte aber dabei helfen, dass jeder hier seichte Comicunterhaltung findet, die auch Platz für Überraschungen lässt.
    • Das frage ich mich schon seit Black Vortex. Selbst wenn man ihnen jegliche Erinnerung an alles nimmt. Die neuen Kräfte sind nunmal da.

      Aber so langsam scheint man ja bei Marvel daran zu arbeiten, dass sie zurück kehren. Bis heute frage ich mich übrigens, ob Bendis je einen Plan für die O5 hatte. Battle of the Atom wäre eine super Story gewesen um die O5 zurück zu schicken. Danach wurden auch die Storys schlechter. Zufall? Dass die Autoren längst nicht mehr so schreiben dürfen, wie sie immer wollen, ist ja bereits klar.

      Wie auch immer. Die Frage, wie und wann die O5 zurück kehren, ist und bleibt das Spannende daran. Wobei ich Cyclops wohl "vermissen" werde. Er erinnert schon sehr an den Cyke vor Morrison und mir gefällt es, wieder so einen Cyclops zu lesen. Der Rest vom Team bleibt schwach erzählt, mit teilweise blödsinnigen Entwicklungen.

      Ich bin nicht homophob, aber Iceman wird für mich nie schwul sein. Das passt nicht zu der Geschichte der Figur. Beast und Magie? Warum? Und dass man Jean zur Anführerin gemacht hat, will mir auch nicht so in den Kopf. Trotz allem konnten die O5 manch tolle Story vorweisen. Ein Auf und Ab eben. Aber es hat echt dazu geführt, dass ich mir wieder gerne mal Storys zur Gemüte führe, die vor dem Reboot 1975 waren.
    • Cap Ben Germany schrieb:

      Iceman wird für mich nie schwul sein. Das passt nicht zu der Geschichte der Figur.
      Ich finde sogar, dass das wie die Faust aufs Auge passt, diese jahrelange Überkompensation. Als Teenager dann in einer Zeitlinie zu sein, in der Sexualität frei ausgelebt und akzeptiert wird, wird einen großen Teil dazu beitragen, was mmn die Erklärung dafür ist, das sich der "alte" Bobby (noch) nicht dazu bekannt hat.
    • Ich glaube nicht das Bendis die O5 mit "Battle of the Atom" schon in ihre Zeit zurück bringen wollte, dafür war die Story zu früh in seinem Arc. Aber im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen sie am Ende des Runs wieder zurück zu schicken, so hätte das ganze einen runden Abschluss gehabt und auch verdient.
      Diese ausstehende Rückreise ist irgendwie eine Art Damocles-Schwert und nach jeder neuen Story fragt man sich umso mehr wie die O5 auf logische Art wieder in ihre Zeit zurück kehren können. Was nicht bedeutet das mir die aktuellen Ausgaben nicht gefallen, eher im Gegenteil.

      Ich finde es aber gut, dass man die Originale nicht 1:1 übernimmt, das wäre wohl ziemlich lahm. Bobbys Homosexualität oder Beasts Flucht in die Magie sind für mich auch nicht zu weit hergeholt, wie Bucky es im Falle von Iceman gut erklärt hat.
    • Ich erkläre es mir mit den anderen Umständen. Anderer Zeitgeist, andere Generation, andere Möglichkeiten...somit entwickeln sich manche anders...Hank hatte ja mal erwähnt, dass ihm die Technik seiner Zeit zu wenig fortschrittlich war und er sein Potenzial nicht erfüllen konnte, erst Recht in Anbetracht der aktuellen Möglichkeiten. Die Magie kam ja dann, als er die O5 nicht per Wissenschaft zurückschicken konnte. Das hatte er ziemlich genau so erklärt in All New mit dem Tardis Trailer und so...
    • Also, wenn man die zweite Serie ausgelassen hat, dafür aber die erste gelesen hat, stellt X-Men Blue da schon ein paar Fragen auf. Vom Magie Beast war ich z.B. sehr irritiert.

      Mit euren Erklärungen macht es wirklich mehr Sinn.

      Es ist eigentlich schon Hammer, wie sehr man die O5 verändert hat im Laufe der Jahre. Wobei natürlich gerade Black Vortex da viel zu beigetragen hat.

      Und wieder stellt sich mir die Frage, wie man die Rückkehr lösen wird.
    • Das Black Vortex Problem (Angels Flügel) wurde schon (zumindest aus meiner Sicht) zufriedenstellend gelöst, alles andere könnte man mit einem kompletten Mindwipe regeln, da die Weiterentwicklung in den Kräften von Jean, Bobby und auch Hanks Magie ja auf ihrem Wissen darüber beruhen... Ein Problem, was sich imo nicht lösen lässt, ist wohl das Alter, auch wenn die Zeit ja nicht 1 zu 1 so schnell wie bei uns vergeht, verändert man sich in dem Alter körperlich ja schon relativ schnell, selbst wenn sie jetzt nur 1 Jahr in der Gegenwart waren...
      "Defying gravity, together..."