Spawn Origins Collection - Band 6

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    • Spawn Origins Collection - Band 6

      Nach dem düsteren Ausflug zu Curse of the Spawn wieder zurück an der Hauptreihe…



      Titel: Spawn Origins Collection – Band 6

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 340 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #63-75

      Autoren: Todd McFarlane; Brian Holguin

      Zeichner: Greg Capullo

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      1992 ließ der legendäre Autor und Zeichner Todd McFarlane seinen Kult-Antihelden Spawn auf die Welt los – danach war nichts mehr so wie zuvor.

      Al Simmons, ein Agent der Regierung, war von einem Kollegen getötet worden. Nachdem er in den Tiefen der Hölle wieder zum Leben erweckt worden war, kehrte er als Spawn-Krieger auf die Erde zurück und beschützte fortan die Obdachlosen in den dunklen Gassen New Yorks – immer auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Allmählich lernte er, die außergewöhnlichen Kräfte zu bändigen, über die er nun verfügte, und gleichzeitig begann er zu begreifen, auf was er sich eingelassen hatte – und was er dafür aufgeben musste.

      In Spawn Origins 6 rechnet Spawn mit seinem alten Widersacher Jason Wynn ab, doch das ist nur der Auftakt einer Reise, die in die finstersten Winkel der New Yorker Gassen führt. Etwas stachelt die Obdachlosen gegeneinander auf, ein Irrer, ein Wahnsinniger, ein Freak. Und anschließend muss sich Spawn einer Bedrohung stellen, der nicht nur die Menschheit ein Dorn im Auge ist, sondern auch der Krieg zwischen Himmel und Hölle. Auch dieser Band enthält wieder exklusives Bonusmaterial und sämtliche Cover.



      Just my 2 cents:
      Band sechs der Origins Collection ist mit 340 Seiten wieder etwas stärker bestückt als die fünfte Runde und wartet mit einer großen Änderung im Spawn-Universum auf: Schöpfer Todd McFarlane übergibt das Autoren-Zepter an Brian Holguin, aber erst gegen Ende des erneut famos aufgemachten Bandes. Grandioses Doppel-Cover vom, über jeden Zweifel erhabenen, Greg Capullo, der der Serie weiterhin als Zeichner treu bleibt, massig Bonusseiten mit Covern, Tuschezeichnungen und dergleichen, sowie einige Leserbrief-Kommentare vom Toddster höchstpersönlich. Für alle, die sich an die „offiziell“ empfohlene Lesereihenfolge halten wollen habe ich meine Meinung zum Band wieder in passende Häppchen unterteilt und weise jeweils darauf hin, womit die Unterbrechung gefüllt werden sollte. Los geht’s…

      US-Heft #63-66
      Nachdem Spawn zum Finale des fünften Bandes in Heft #62 nach einer kurzen Begegnung mit Angela eine einschneidende Veränderung erfahren hat
      Spoiler anzeigen
      Sein Gesicht ist plötzlich wieder normal und ansehnlich!
      , fasst er den Plan Wanda wieder zurückzuerobern, was die Freundschaft mit Terry auf eine harte Probe stellt. (Wie es zwischenzeitlich mit Angela weitergeht wird in Curse of the Spawn #11 behandelt.) Zuvor will er aber für ihre Sicherheit sorgen, indem er Wynn ein für allemal klar macht, dass nicht mit ihm zu spaßen ist und es keinen Schutz für ihn gibt, sollte der Familie auch nur ein Haar gekrümmt wird.
      Dazu schlachtet sich Spawn mit Vorankündigung durch den kompletten Gebäudekomplex bis in Wynns Büro. Nur töten kann er diesen nicht, denn Wynn hat dafür gesorgt, dass Wanda, Cyan und Terry ausgelöscht werden, sollte ihm etwas zustoßen. Eine Patt-Situation also.

      Währenddessen ermitteln Sam und Twitch in den Gassen von Rat City und treffen endlich auf Cogliostro. Der altersweise Ex-Spawn weiht sie endlich in die Geheimnisse von Al Simmons ein und offenbart den beiden, dass ihre Schicksale eng miteinander verwoben seien und sie Spawn unterstützen müssen. Dem stehen die beiden erstmal mit einer gehörigen Portion Skepsis gegenüber.

      Spawn hat mittlerweile so viel Zeit auf Rache und blutiges Gemetzel verschwendet, dass sich sein alter Zustand wiederhergestellt hat und er die Rückeroberung von Wanda abschreiben kann. Dafür gibt’s es mal wieder die gefühlt hundertste Predigt von Cog mit gleichem Inhalt und auch das Heft, in dem Sam & Twitch von Cog eingeweiht werden ist zwar mit vielen Splash-Pages ikonisch gestaltet, kaut aber zum x-ten mal die gleiche Story durch. Klar, das hat den Neulesern von damals vermutlich den Einstieg extrem erleichtert und, dass die beiden Detektive jetzt endlich Zugang zu jeder Menge Infos bekommen ist echt wichtig und gut, aber als Leser von #1 an langweilt das zwischendrin schon ein wenig. Auch, wenn die Actionreiche „Spawn metzelt sich durch Wynns Spezialeinheit“-Folge für einiges entschädigt.

      Wir sind jetzt ungefähr beim Erscheinen des damaligen Kinofilms angekommen, was die Zusammenfassungs-Ausgabe mit Sam & Twitch erklärt, da der Film natürlich neue Leser anlocken sollte und man denen einen reibungslosen Einstieg schaffen wollte. Das versöhnt mich ein bisschen, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Entwicklung des Hauptcharakters etwas auf der Stelle tritt. Auf jeden Fall kann man nach Heft #66 einen Break einlegen und passen zum Film erstmal die Hefte Curse of the Spawn #12-19 einschieben. Im Anschluss daran (weshalb auch immer) noch Curse of the Spawn #1-4. Dann geht’s mit der Origins Collection weiter…



      US-Hefte #67-70
      Sam & Twitch ermitteln in einem heftigen Fall häuslicher Gewalt während sich in Rat City böses zusammenbraut. Unverhofft gerät Spawn in den verwinkelten Gassen in einen Schusswechsel und wird – getötet!!! – Wie das? Naja, wie sich herausstellt hat der Himmel in einem kleinen Bereich der Gosse einen Außenposten und auf himmlischem Boden verlieren Höllenwesen ihre Kräfte und werden verwundbar. Jetzt, da der König und Wächter von Rat City ausgeschaltet ist dauert es nicht lange, bis zwei Gruppen bilden die, aufgehetzt von einem meisterhaften Manipulator, von dem wir schon länger nichts mehr gehört haben, um die Vorherrschaft in dem wertlosen gebiet kämpfen, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.

      Sam und Twitch, geleitet von Cogliostro, holen Spawn aus dem Himmelbereich heraus, damit er sich wieder regenerieren kann, doch es ist zu spät, um die blutige Straßenschlacht, die viele Opfer kosten sollte, noch aufzuhalten. Doch jetzt macht Spawn Jagd auf den skrupellosen, manipulativen Mistkerl, der das Desaster angerichtet hat.

      Zum Finale seines Runs bringt McFarlane doch noch die Geschichte eines von ihm eingeführten Nebencharakters zu Ende. Das ist löblich und hatte mich damals auch etwas gestört, dass der Mistkerl plötzlich nicht mehr aufgetaucht ist. Das macht die ganze Sache jetzt doch etwas schlüssiger, obwohl mir das Ende dieses Individuums doch zu abrupt kam. Aus dem Charakter hätte man mehr herausholen können.

      Jetzt ist prinzipiell keine Pause notwendig und es muss auch nichts zwischenrein gelesen werden. Der Cut ist nur symbolisch, da die Ära des Toddsters hier endet und der neue Mann am Füller (oder an der Schreibmaschine) Brian Holguin übernimmt das Steuer. Wobei ich mir fast sicher bin, dass Mr. McFarlane sich da ein Mitsprache- oder Vetorecht vorbehalten hat.



      US-Hefte #71-75
      Wie macht sich der Neue denn nun? Gut! Sehr gut sogar! Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. Man spürt direkt den Frischen Wind, der in die Serie gespült wird. Auch habe ich das Gefühl, dass er sich auf alte Tugenden von Spawn zurückbesinnt. Viele neue, abgedrehte Ideen fließen ein und bringen massig Abwechslung.

      Dieser Himmlisch Boden mitten in den Slums war vermutlich auch schon eine Idee von ihm , die er mit McFarlane noch zusammen erarbeitet hat, oder er nutzt das jetzt einfach ganz geschickt. Da gibt es jetzt Engel, die undercover unter den Pennern leben, bösartige Vampire, die für den Himmel arbeiten, Sam und Twitch bekommen wieder mehr und mehr Screentime. Alles Entwicklungen, die ungemein unterhaltsam und spaßig sind, und die ich sehr begrüße. Ordentlich brutal bleibt es auch, gerade als einer der Obdachlosen niedergestochen, zum Sterben zurückgelassen wird und dann aber mit einigen Tropfen von Spawns Nekroplasma in Berührung kommt. Als sich aus ihm und vielen Tonnen Müll schließlich ein riesiges, nahezu unbezwingbares Monster zusammensetzt, dass uns vor Augen hält, wie wir mit unserem Planeten umgehen und Al sich unversehens in einer paradiesischen Umgebung beim Hüter des Grünen wiederfindet, fühle ich mich schon beinahe wie beim überragenden Swamp Thing…

      Ja, was soll ich sagen? Viel Durchschnitt mit einigen, kleinen Highlights und einem Hoffnung machenden Finale. Ich glaube so langsam wurde es wirklich Zeit, dass der Staffelstab weitergereicht wurde, denn es war schon ein kleines „Im-Kreise-Drehen“, was der Toddster hier fabriziert hat. Dennoch war eine schön actionreiche Ausgabe dabei, und mit dem Ende des wurde auch noch ein spektakulärer, wenn auch ziemlich kurz geratener, Abschluss des Runs gefunden. Die ersten vier Hefte von Holguin sind bestimmt nicht perfekt, aber echt fun zu lesen und extrem kurzweilig. So sehe ich dem siebten Band doch mit großer Vorfreude entgegen.

      Meine Wertung: 6/10

      Mit einem Schnitt von 6,41 recht knapp an der 7 vorbei geschrammt, aber mehr war diesmal leider nicht drin. Holguin behält das Zepter ja ab jetzt sehr lange in der Hand, wie ist denn die Meinung der langjährigen Spawn-Fans zu seinem Schaffen? Gelingt es ihm wieder mehr frischen Wind rein zu bringen?

      VG, God_W.
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    • ich muss mir die alle irgendwann noch mal vornehmen und in "Origin" Aufgeteilt lesen.
      Ich weiß immer gar nicht, wo wir Storymäßig grad sind, da ich zu Hausealle Hefte habe.

      Ich glaub Origins 5 und 6 warenso die Zeit, als ich zum ersten mal bemerkte, was füe ein Strecker McFarlane ist.

      Das hat Vor und Nachteile.
      Es ist wirklich klasse, dass er ziemlich genau weiß, wo was wie mal beendet werden soll. Auch dass er dies eine Weile streckt und kleine Einzelstorya oder kürzere Arcs dazwischen schiebt. Dad gibt nacher bei der Auflösung ein wirklich cooles Gefühl, die Story kann sich noch etwas entwickeln und zusammenhänge gesponnen werden.
      Oft quetscht er aber wirklich viel dazwischen, sodass man plötzlich 40 Ausgaben später erstmal zurück gehen muss um zu gucken was da noch mal war.
      Auch hat er damals vieles "über gelassen" füe die Autoren, die nur wussten wie es enden soll. So kam es dann zu den vielen Kontuitätsfehlern im David Hine Arc.
    • Put put schrieb:

      ich muss mir die alle irgendwann noch mal vornehmen und in "Origin" Aufgeteilt lesen.
      Ich weiß immer gar nicht, wo wir Storymäßig grad sind, da ich zu Hausealle Hefte habe.

      Ich glaub Origins 5 und 6 warenso die Zeit, als ich zum ersten mal bemerkte, was füe ein Strecker McFarlane ist.

      Das hat Vor und Nachteile.
      Es ist wirklich klasse, dass er ziemlich genau weiß, wo was wie mal beendet werden soll. Auch dass er dies eine Weile streckt und kleine Einzelstorya oder kürzere Arcs dazwischen schiebt. Dad gibt nacher bei der Auflösung ein wirklich cooles Gefühl, die Story kann sich noch etwas entwickeln und zusammenhänge gesponnen werden.
      Oft quetscht er aber wirklich viel dazwischen, sodass man plötzlich 40 Ausgaben später erstmal zurück gehen muss um zu gucken was da noch mal war.
      Auch hat er damals vieles "über gelassen" füe die Autoren, die nur wussten wie es enden soll. So kam es dann zu den vielen Kontuitätsfehlern im David Hine Arc.
      Ja, da stimme ich Dir zu. Wenn man sich dann noch grob an die Lesereihenfolge hält und dadurch immert mal wieder ein Paperback oder eben Storys aus Curse of the Spawn usw. dazwischen schiebt wird das natürlich noch ein wenig extremer.

      Der David Hine Arc startet ja dieses Jahr in der Origins Collection mit Band Nr. 13, gell? Bin schon gespannt, sollte ja theoretisch über drei Bände gehen, die man hinterher ja quasi wieder annulieren kann. Bin trotzdem (oder gerade deshalb?) ganz schön gespannt, was da alles passiert.

      Als nächstes ist bei mir jetzt aber erstmal Band 7 der Origins Collection dran, den kann ich am Stück lesen, ohne das was Anderes zwischen rein gehört :D .
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