„Jimmys Bastarde“ von Garth Ennis

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    • @Tokat. Hab mich wohl blöd ausgedrückt. Ich meinte damit eigentlich, dass im Shop offenbar das falsche Cover steht, nämlich das der US-Ausgabe. Für das dt. Buch hat man sich offenbar für ein anderes Motiv entschieden. (Sollte man im Shop vielleicht mal korrigieren.)
      "He had this disease, called, um, Wisenheimers, I think. You know, where your brain cells run out into your pee."
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      Sauber! Gestern in einem Rutsch durchgelesen und bin begeistert!

      Ich war skeptisch, ob mein Lieblingsautor noch mal etwas bringen kann. HITMAN, PREACHER und PUNISHER von Ennis waren meine Lieblingswerke. Der Bursche hat's immer noch drauf. Die Übersetzung von Hennes Bender hat auch gepasst.

      Klare Kaufempfehlung von mir!

      Im Autorenteil hätte ich mir bei der Teil-Aufzählung von Ennis' Werken HITMAN noch gewünscht, aber die geniale Erzählung ist leider an der Weltöffentlichkeit vorbeigerauscht.

      -- R.I.P. Steve --
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      Ich bin ein wenig in die Jahre gekommen mittlerweile, wo stellen wir die Fehler rein? Welcher Thread?


      Seitenzahl ohne Umschlag gerechnet:

      Seite 68, Panel links unten, Smartphone-Display:
      Zielpunkt NUR IDi
      JR auf keinen
      Fall verletzten

      Seite 76. 7. Sprechblase:
      Niemand aus
      Ihrem Fanclub.
      Soviel ist sicher. (So viel, getrennt)

      Seite 79, 3. SB:
      Mister Thumb (später wird er mehrfach Thumpgeschrieben, z. B. Seite 85)


      Letzte Seite (Autorenseite), JOHN KALISZ:
      John Kalisz zeichnet und coloriert schon lange
      Comics.In 20 Jahren (Leerzeichen fehlt)

      -- R.I.P. Steve --
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      Jimmys Bastarde 1 – Getriggert



      Von dem aufstrebenden, erst 2015 gegründeten Verlag AfterShock Comics stammt Jimmys Bastarde von Garth Ennis und Russ Braun. Panini Comics bringt die Serie nun in deutscher Sprache, übersetzt von Comedian und Comicfan Hennes Bender.
      Kein Wunder dass die Serie gewählt wurde, schließlich ist der Name Garth Ennis nach Erfolgen wie Preacher oder Punisher eine sichere Bank. Der Nordire hat in der Vergangenheit immer wieder durch wahnsinnige Ideen und Gewaltexzesse von sich Reden gemacht, und auch bei mir erregt der Name immer wieder Aufmerksamkeit.
      Jimmys Bastarde ist im Grunde genommen eine Bond-Persiflage, und zwar des Bonds, den wir aus den Filmen der 60er und 70er kennen, mit wahnwitzigen Supergegnern wie Goldfinger oder Beißer. Einen Bond eben, der sich selbst nicht so ernst und hart nahm wie in der Gegenwart. Neben den fantasiereichen Gegnern, außergewöhnlichen Settings und technischen Spielerein wird Bond natürlich auch mit einem Thema in Verbindung gebracht: Frauen, besser gesagt den Bond-Girls.
      Jimmy Regent ist Bond-Testosteron³, es gab also im Leben des Machos schon eine riesige Anzahl von Sexualpartnerinnen. Anscheinend ist der Geheimagent jedoch nicht mit der Lizenz zum Verhüten ausgestattet, denn er hat Dutzende Kinder - und die wollen ihm nun als Leder. Als Motivation muss das der Entzug der Väterlichen Liebe und Fürsorge gelten. Nicht gerade plausibel, aber einen Aufhänger muss es ja geben. Und hey, letzendlich ist es wie in jedem Bond: die Handlung ist nur ein Vehikel für die Action.
      Jimmys neue Partnerin Nancy McEvan scheint die einzige zu sein, die seinen Verführungskünsten nicht erlegen ist. Dafür beweist sie ebenso gute Nahkampffähigkeiten wie ihr ungeliebter Partner, speziell als eine neue, ausgesprochen perfide Seuche die Runde macht. Können sich die beiden zusammenraufen, und die Feinde des UK in ihre Schranken weißen.

      Fazit:
      Wo Ennis draufsteht, ist auch Ennis drin. Hier kann er seine Markenzeichen wie wirklich abstruse Gegner und schlimme, schlimme Überraschungen perfekt verwirklichen. Das Thema Kritik an Machotum und Sexismus bleibt dabei im Hintergrund, und man muss schon genau hinsehen, so man den in diesem Werk eine Moral herauslesen will. Stattdessen zelebriert Ennis hier Irrsinn und Zerstörung. So fühlt man sich an Serien wie Preacher, The Boys oder Hitman erinnert. Die Klasse erreicht Jimmys Bastarde dann jedoch nicht, aber man kann sich das Ganze wie The Pro vorstellen, nur mit dem Bond-Thema statt mit Superhelden. Ein solider Ennis also, bei dem man bekommt was man sich vorgestellt hat.
      Die Zeichnungen von Russ Braun, der ja bereits bei Battlefields und The Boys mit Ennis zusammen gearbeitet hat, sind solide und haben einen hohen Wiederkennungswert sowie – ganz wichtig hier – sind humorvoll. Mir persönlich hat es mehr das Cover von Joe Kusko angetan, dass durchaus ein Bond-Intro der 60er sein könnte. Mehr Cover gibt es in der Cover Galerie im Anhang.