jensens Filmthread

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    • Huiuiui, das sieht ja gar nicht so schlecht aus.
      "Die Unterhaltungsindustrie wird von dystopischen Visionen dominiert, vom Übernatürlichen, von Superhelden. Wir leben in einer Comic-Heft-Kultur, in der ich keinen Tiefsinn erkennen kann und die mir lediglich wie der Kinderkram von Leuten erscheint, die oberflächlichen, zumeist männlichen Beschäftigungen nachgehen. Ich möchte aus all dem heraustreten, mich vor dieser Welt verstecken und meinen Lesern etwas Besseres, Reichhaltigeres, Tieferes bieten." - James Ellroy
    • War am Dienstag ja in Green Book und schwer begeistert! Vor allem Viggo Mortensen gibt den Italiener so perfekt, dass ich hinterher erstmal Googlen musste, ob der nicht italienische Wurzeln hat! Dazu die perfekte Chemie zwischen den beiden Hauptakteuren und das wundervolle Set-Design, das mich komplett in die Zeit entführt (und all die schönen Autos! :love: ). Ganz großes Kino bei dem zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Gibt von mir ganz starke 9/10 mit Tendenz zur Höchstnote.

      Morgen geht's in The Favourite - Intrigen und Irrsinn. Ob das was für mich ist ?( . Wobei Rachel Weisz eine begnadete Schauspielerin ist und ich Emma Stone spätestens seit Zombieland auch sehr gerne sehe. Das wird schon...
      Ich freue mich über Besuch und Austausch in meinem Rezi-Thread:
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    • Der Chor - Stimmen des Herzen
      von 2014
      Bei der Betrachtung der Amazon Prime-Angebote dachte ich mir, bei einem Film mit Dustin Hoffman, Kathy Bates und Debra Winger (sowie Josh Lucas und Eddie Izzard) kann man nicht viel falsch machen.
      Ich irrte.
      Schwieriger Junge aus noch schwierigeren Verhältnissen kommt an wunderbares Musikinternat und darf ob seines Talents im berühmtesten Chor Amerikas führend mitsingen.
      Schnöseliger Millionärsvater wird durch zweimaliges Inkognito-Zuhören so berührt, dass er (nach Beichte) mit seiner Frau den Jungen (einen "Fehltritt") mit in seine Familie nimmt.
      Puuuuh.
      Banal, verklärend, kitschig, ohne Ambivalenz, nimmt Figuren nicht ernst.
      Für das schöne Drumherum und die Freude, Debra Winger so wiederzusehen, gibt es noch
      3,5/10 P.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • God_W. schrieb:

      Euer Kanzler Moonie schrieb:



      Huiuiui, das sieht ja gar nicht so schlecht aus.
      Ja, hab ich die Tage im Kino gesehen und war auch sehr angetan. Freu mich schon sehr auf den Streifen.
      Friedhof der Kuscheltiere fand ich schon als Buch .... schwer und die erste Verfilmung recht fad. Kann sein das ich die Story heute anders sehe, mit dem Blick eines Vaters. Allerdings ist da so vieles im Trailer an was ich mich im Buch überhaupt nicht erinnern kann ?(


      Glass
      Shaylamans Blick auf Superhelden ist ein wenig anders als wir die Untergruppe der Menscheit bisher sahen. Ist wohl nicht für jeden was, mein Kumpel meinte, der Film wisse nicht wo er hin möchte. Mir gefiel er recht gut. Schön das es einen konsequenten Schluß gibt, natürlich nicht ohne den obligatorischen "Shaylaman Twist" am Ende. McAvoy spielt sich den Wolf, Willis bleibt leider etwas blass, Jackson ist gewohnt gut und Paulson erinnert halt immer an AHS. :whistling:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
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    • Hellboy 2 - Die goldene Armee
      Einst führten die Menschen Krieg gegen die Völker der Natur, darunter Elfen, Trolle und Kobolde. Da der Einfallsreichtum und die schiere Überzahl des Gegners letztere an den Rande einer Niederlage brachten, ließ der König der Elfen eine Armee mechanischer Krieger erschaffen, die mit einer goldenen Krone kontrolliert werden konnte und schließlich den Status Quo wiederherstellte. Nach dem geschlossenen Waffenstillstand wurde die mächtige Streitmacht versteckt und die Krone in in drei Teile zerlegt, wovon die Elfen zwei und die Menschen einen erhielten. Doch die Menschen breiteten sich und ihre Städte weiter aus und vertrieben die mythischen Völker in den urbanen Untergrund, wo einige von ihnen vom Wiederaufstieg und das Anknüpfen an glorreiche, vergangene Zeiten träumen - unter ihnen auch Elfenprinz Nuada, der die einzelnen Teile der Krone in seinen Besitz bringen möchte, um die Menschheit endlich auslöschen zu können. Klar, dass Hellboy, "Fischmann" Abe Sapien und "Feuerengel" Liz das nicht zulassen können, aber ihrerseits selbst mit ihrem Status als offensichtliche Freaks zu kämpfen haben. Ausgerechnet in jener hochexplosiven Situation erhalten sie auch noch einen neuen Vorgesetzten, der zum einen Deutscher ist und zum anderen nicht sonderlich viel von Hellboys Berufseinstellung hält.

      Der zweite Teil der "Hellboy"-Verfilmungen von Guillermo del Toro reißt uns mit einem lauen Lüftchen in einen seit Jahrtausenden schwelenden Konflikt zwischen Menschen und Fantasiewesen. Fast würde man sich ein wenig an den "Herrn der Ringe" erinnert fühlen, wenn man diese Nuance etwas epischer vor dem Zuschauer ausgebreitet hätte, als in vergleichsweise kammerspielartigen oder puppentricklastigen Sequenzen. Wobei gerade letzteres ein eigentlich überraschend wirkungsvolles Stilmittel darstellt. Leider gerät der Konflikt in den knapp 2 Stunden Laufzeit zu stark in den Hintergrund und man konzentriert sich mehr auf Prinz Nuadas Jagd nach den Teilen der Krone. Dabei hätten Atmosphäre und die bereits angesprochene "Epik" sicher sehr von einer ausführlicheren Betrachtung des Niederganges der Elfen und Trolle bzw. deren aktueller Lebensumstände profitiert. Positiv hingegen sind die wesentlich besser getimten Gags und die visuell deutlich attraktiveren Spezialeffekte (im Vergleich zum Vorgänger) hervorzuheben. Auch die Hinzunahme des deutschen "Experten" Johann Krauss bereichert das Figurenensemble ungemein um eine witzige Facette.

      Ein unterhaltsamer Film, der seinen Vorgänger in Bezug auf Effekte, Humor und Kurzweiligkeit in die Tasche steckt. In Zahlen würde ich vermutlich eine 7/10 springen lassen.
    • Neu

      majorcrampas schrieb:

      Hellboy 2 - Die goldene Armee
      ...

      Ein unterhaltsamer Film, der seinen Vorgänger in Bezug auf Effekte, Humor und Kurzweiligkeit in die Tasche steckt. In Zahlen würde ich vermutlich eine 7/10 springen lassen.
      Ich würde zwar noch nen Punkt mehr geben, bin aber vollauf Deiner Meinung, dass der zweite Teil besser ist als der erste. Teil eins war schon sehr "typisch", da kam mir Teil zwei viel fantastischer, frischer und abwechslungsreicher daher. Umso bedauerlicher, dass damals kein dritter Teil mit Perlman mehr gestemmt werden konnte.

      Aber auf den Neustart freu ich mich trotzdem. :bounce:
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      Gestern wider ein Stück weit fitter für die Oscars gemacht:

      Nachdem die Tage die BD eingetrudelt ist sind gestern Abend Die Unglaublichen 2 in den Player gewandert. Teil eins hatten wir die Woche nochmal gesichtet. Wunderbare Fortsetzung mit reichlich Action und tollen Charakteren. Schön, dass die Macher gewartet haben, bis sie eine tolle Geschichte zu erzählen hatten und nicht direkt nach Teil eins damals auf Biegen und Brechen eine Fortsetzung gebastelt wurde. Der Fokus liegt hier ganz klar auf der Familie und ihrer Entwicklung, was super ist, denn das zwischenmenschliche ist die absolute Stärke des Films. Der Plot um den Bösewicht kommt nämlich leider ein wenig zu vorhersehbar daher.
      Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch, denn zu lachen gibt es reichlich, vor allem wenn das Baby Jack-Jack am Start ist. Insgesamt fand ich den Film sogar noch eine ganze Ecke lustiger als den ersten. Das ergibt in Zahlen:
      Die Unglaublichen: 7/10
      Die Unglaublichen 2: 8/10

      Beides tolle Filme, die aber nicht mit dem gestrigen Kinobesuch mithalten können. Ralf breaks nämlich nicht nur das Internet, sondern auch die Lachmuskeln, Herzen und Tränenkanäle aller Beteiligten. War der erste Teil, den wir auch die Tage nochmal gesichtet haben, schon ein Knaller, sol legt Teil zwei in nahezu allen Belangen nochmal zu. Unglaublich kreativ, einfallsreich und witzig. Was da alles an satirischen Elementen zu unserer heutigen Gesellschaft reingepackt wurde sucht seines Gleichen und ich konnte mich teilweise gar nicht halten vor Lachen. Ja wenn einem das eigene Tun so deutlich vor Augen geführt wird bleibt ja nur noch lachen oder weinen.
      Verpackt ist das ganze in eine actiongeladene Story über Freundschaft und ihre Werte. Schon ein Disneytypisches Thema, dass gegen Ende vielleicht etwas zu Holzhammermäßig in den Fokus gerückt wird, das ist aber wirklich nur ein klitzekleiner Kritikpunkt. Der ganze Rest ist absolut grandios und für mich als Disneyfan und Zocker von klein auf gibt es so viele kleine Goodies zu entdecken, vermutlich muss ich den Streifen noch oft sehen, um wirklich alles mitzubekommen. Macht ein Endergebnis von:
      Ralph Reichts: 8/10
      Chaos im Netz: 9/10

      Isle of Dogs werde ich die Tage auch noch sichten. Bin gespannt, welcher Animationsfilm bei den Oscars das Rennen macht. Von den bislang gesehenen schwanke ich zwischen Ralph 2 und dem überraschend gelungenen Spiderman. Da hat mich vor allem auch die innovative Art der Animation überzeugt.
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      Transcendence:
      Der Experte für künstliche Intelligenz Dr. Will Caster betreut gemeinsam mit seinem Team die Entwicklung einer empfindungsfähigen KI. Nachdem er bei einem Vortrag von einer Gruppe Fortschrittskritiker angeschossen und durch die verwendete Polonium-Munition innerhalb weniger Wochen sterben wird, intensiviert seine Frau Evelyn die nicht unumstrittene Forschung, um Wills Geist in Daten zu transformieren. Das Experiment scheint erfolgreich zu verlaufen, denn nach Wills körperlichem Tod beginnt die aus seinen Gedanken und Erinnerungen geformte künstliche Intelligenz umgehend ein Eigenleben zu führen und strebt mit dem üblichen Forscherdrang des Experten in Richtung einer besseren Zukunft. Doch ist das tatsächlich noch Will, der mit Hilfe von Nanotechnologie eine vernetzte, friedliche und vor allem ökologisch wieder lebenswerte Welt schaffen will oder ist man weit über das Ziel hinausgeschossen und hat mit dem Versuch das Ende der Menschheit heraufbeschworen?

      "Transcendence" versucht den fast unschaffbaren Balanceakt zwischen einem problemorientierten Drama und einem nicht ganz actionlosen Thriller - eine Mixtur, die nicht jedem Filmfan gefallen will und muss. Während wir mit Fragen nach der nächsten Ebene unserer Existenz konfrontiert werden, erleben wir die handelsübliche Verurteilung des Neuen durch Untergangspropheten, die im Einsatz der Nanotechnologie zur Verbesserung und Vernetzung des Menschen selbstredend eine Bedrohung für Individualität und Freiheit sehen, die aber im gleichen Zug nicht vor der Anwendung von Gewalt zurückschrecken, um ihre durchaus verständlichen Ziele zu erreichen. Eine wirklich wissenschaftlich-philosophische Auseinandersetzung mit der Thematik findet erst auf der Gedankenebene des Zuschauers statt, in so fern er bereit ist, die Schwarz-Weiss-Reduzierung des Filmes aufzuheben - was einem "Transcendence" im übrigen vergleichsweise leicht macht, denn im Grunde findet keine endgültige Verurteilung der vorhandenen Sichtweisen statt. Dazu gesellt sich eine Riege annehmbarer Darsteller, wenngleich diese, in Kombination mit der recht sterilen Optik des Filmes, nicht in der Lage sind, den Zuschauer auch auf einer emotionalen Ebene zu erreichen. Vielleicht ist dies auch nicht beabsichtigt und ansatzweise vergleichbare Streifen wie z.B. "Inception" verzichten auch weitestgehend darauf, aber bis auf die Schlussminuten zeigt sich keinerlei Gefühlsregung. Diverse Logikfehler und die deutliche Unterordnung der Geschichte unter die stets recht beeindruckenden Kamerabilder sägen aber kräftig an der potentiellen Aussagekraft, die somit weit unter ihren Möglichkeiten bleibt.

      "Transcendence" packt ein vielversprechendes und wissenschaftlich gar nicht mal uninteressant aufgearbeitetes Themengebiet an, allerdings mit spürbaren Samthandschuhen. Die opulente Optik, die sicher Regisseur Wally Pfisters Herkunft aus dem Kamerabereich zu verdanken ist, überdeckt oft zu aggressiv die inhaltliche Problematik, was den Film deutlich Erzählkraft kostet. Vergleichbare Kost ist aber recht selten. In Zahlen landen wir bei 6 - 6.5/10.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von majorcrampas ()

    • Neu

      Da steht ganz viel Text und dann war der Film nur Mittelmaß, ich hatte das damals in ganz knappen Worten versucht zu beschreiben:

      Joe Kerr schrieb:


      Transcendence
      Zu Beginn "Hui das wirkt spannend und neu"!
      Nach 30min "Oh bitte nicht".
      Nach 50min "Och, nee, das hatten wir doch schon alles 100x"
      Nach 90min "Muss ich jetzt noch 30min warten bis wir zu dem Ende kommen was ich jetzt schon befürchte?"
      Nach 120min "Hab ichs nicht gesagt, hab ichs nicht gesagt"
      Nach dem Abspann: "Naja, hab schon schlimmeres gesehen, aber den Namen Nolan sollte man streichen, das war jetzt nix weltbewegendes"
      :P

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
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      The Thing und The Thing

      Carpenter's Thing ist für mich ein Klassiker, gleich mal vorweg. Kompromisslos, brutal und extrem klaustrophobisch.
      Knapp 40 Jahr später fand man wohl das es Zeit wäre mal die Vorgeschichte des Carpenter Films zu verfilmen. Und irgendwie hat das mit Liebe zu tun :love: ;)

      Die Version von 2011 erzählt quasi die Entdeckung und das erste erscheinen des "Dings" und endet mit dem Abspann genau dort, wo das 1982er Thing beginnt. Aber da allein bleibt es eben nicht, beim hintereinander wegschauen, stellt der aufmerksame Zuschauer bald fest mit welcher Detailversessenheit das Prequel besticht. Da ist die blutige Axt genau dort wo sie später Russel und Co finden, da werden die Videoaufnahmen welche sich die US-(Carpenter) Crew ansieht, fast bis ins Detail nachgestellt. Selbst das Ding welches sie im Lager der Norweger finden sieht bei Carpenter fast identisch aus. :thumbup:

      Das wirkt dann so aus einem Guss, das man manchmal meint die Reihenfolge der Entstehung wäre genau anders herum gewesen.
      Bei dem Effekten merkt man dann allerdings den Altersunterschied. Gibt es im Original noch stark verdunkelte Szenen und einige Sachen wirken etwas altbacken, so gibt es im Norweger Lager alles in klaren hellen Bildern mit teilweise noch abartigeren Verwandlungen.
      Wer das Original (also das von '82, ich geh jetzt nicht bis ins Jahr '52 zurück :P ) noch nicht kennt, der spoilert sich zwar etwas, das macht aber das liebevoll detaillierte Prequel auch wieder wett.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
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      Joe Kerr schrieb:

      Die Version von 2011 erzählt quasi die Entdeckung und das erste erscheinen des "Dings" und endet mit dem Abspann genau dort, wo das 1982er Thing beginnt. Aber da allein bleibt es eben nicht, beim hintereinander wegschauen, stellt der aufmerksame Zuschauer bald fest mit welcher Detailversessenheit das Prequel besticht. Da ist die blutige Axt genau dort wo sie später Russel und Co finden, da werden die Videoaufnahmen welche sich die US-(Carpenter) Crew ansieht, fast bis ins Detail nachgestellt. Selbst das Ding welches sie im Lager der Norweger finden sieht bei Carpenter fast identisch aus.
      Für mich ist das Prequel ein Film, den man sich getrost kostenlos im Stream bei Amazon Prime, Netflix & Co. ansehen kann. Leider fällt er mit dieser Einstufung hinter dem Klassiker von Carpenter für mich um viele Meilen ins Nichts zurück. Tatsächlich sind die Referenzen zum Original die wenigen positiven Argumente, ansonsten hat der Film für mich wenig zu bieten und versucht gar nicht erst, mehr als die Geschichte des ersten Teils mit anderen Darstellern und moderner Technik nachzustellen. Dabei waren die Voraussetzungen gar nicht mal die Schlechtesten. Es gab ein stattliches Budget und mit Mary Elizabeth-Winstead und Joel Edgerton stand dem Regisseur ein starkes Duo zur Verfügung, das vielleicht nicht so ein Type ist wie Kurt Russell, trotzdem auf seine Art hätte stark sein können. Leider bekamen beide nicht sonderlich viel zu tun.

      Joe Kerr schrieb:

      Das wirkt dann so aus einem Guss, das man manchmal meint die Reihenfolge der Entstehung wäre genau anders herum gewesen.
      Bei dem Effekten merkt man dann allerdings den Altersunterschied. Gibt es im Original noch stark verdunkelte Szenen und einige Sachen wirken etwas altbacken, so gibt es im Norweger Lager alles in klaren hellen Bildern mit teilweise noch abartigeren Verwandlungen.
      Wer das Original (also das von '82, ich geh jetzt nicht bis ins Jahr '52 zurück ) noch nicht kennt, der spoilert sich zwar etwas, das macht aber das liebevoll detaillierte Prequel auch wieder wett.
      Dafür sind die Effekte im neuen Film an einigen Stellen so schlecht, dass ich mir wünschte, jemand hätte sich ein Vorbild an den Kollegen von '82 genommen und den Lichtschalter betätigt. Der Regisseur selbst präferierte weitestgehend praktische, animatronische Effekte, womit man dem Original auch technisch näher gestanden hätte. Das Studio entschied sich in der Postproduktion aber dazu, diese komplett durch digitale Effekte zu ersetzen.

      Folgendes Video gewährt dbzgl. einige Einblicke:

      "Es war ein Ort, am dem sich kein vernünftiger Mensch je aufgehalten hätte, doch ich bin kein vernünftiger Mensch, und da war ich nun."
      Jeder zahlt drauf, Charles Bukowski
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      Jim Hawkins schrieb:

      Für mich ist das Prequel ein Film, den man sich getrost kostenlos im Stream bei Amazon Prime, Netflix & Co. ansehen kann. Leider fällt er mit dieser Einstufung hinter dem Klassiker von Carpenter für mich um viele Meilen ins Nichts zurück. Tatsächlich sind die Referenzen zum Original die wenigen positiven Argumente, ansonsten hat der Film für mich wenig zu bieten und versucht gar nicht erst, mehr als die Geschichte des ersten Teils mit anderen Darstellern und moderner Technik nachzustellen. Dabei waren die Voraussetzungen gar nicht mal die Schlechtesten. Es gab ein stattliches Budget und mit Mary Elizabeth-Winstead und Joel Edgerton stand dem Regisseur ein starkes Duo zur Verfügung, das vielleicht nicht so ein Type ist wie Kurt Russell, trotzdem auf seine Art hätte stark sein können. Leider bekamen beide nicht sonderlich viel zu tun.
      Dafür sind die Effekte im neuen Film an einigen Stellen so schlecht, dass ich mir wünschte, jemand hätte sich ein Vorbild an den Kollegen von '82 genommen und den Lichtschalter betätigt. Der Regisseur selbst präferierte weitestgehend praktische, animatronische Effekte, womit man dem Original auch technisch näher gestanden hätte. Das Studio entschied sich in der Postproduktion aber dazu, diese komplett durch digitale Effekte zu ersetzen.
      Das die 2011 Version fast eine identische Geschichte abliefert, ja, das ist halt auch nur schwer anders möglich gewesen. Im Gegenteil, ich finde die Infos die man bekommt mehr als ausreichend, nicht alles muss bis ins Detail erklärt und ausgearbeitet werden. Und das wäre bei einem anderen Story-Ansatz wohl passiert

      Mit ME Winstead hat man imho schon einen starken Charakter etabliert und gibt ja auch quasi den weiblichen Russel, zumal die 1982 Version komplett ohne Frauen auskommt. So was kannst du heute gar nicht mehr ins Kino bringen. Man darf halt auch nicht die 40 Jahre Unterschied außer acht lassen! Ich würde so weit gehen, dass Carpenter's Version heute auch eine wesentlich Andere wäre.

      Das heute alles digital gemacht wird, ist lästig, aber so übel sehen die cgi-Body-Creatures auch nicht aus.
      Ich finde manchmal wird in Filme auch zu viel reininterpretiert.

      Btw: Weder das Original noch das Prequel gibt es irgendwo kostenlos zu streamen ;)

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joe Kerr ()